Forum: Auto
Spezielle Bikestores: Wo Mensch und Fahrrad zusammenwachsen
Fabian Hoberg

Die Deutschen kaufen Fahrräder zunehmend im Internet, Einzelhändler geraten in Not. Eine Antwort kleiner Läden: Sie schneiden Räder und Zubehör radikal auf den Fahrer zu. So wie in einem Kölner Hinterhof.

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großwolke 21.04.2019, 05:48
20. Knackpunkt

Zitat von mueller23
Für die Satteleinstellung bin in einfach losgefahren, 6er Inbus im Handgepäck, es hat mehrere Tage gedauert, bis ich die optimale Stellung herausgefunden hatte. Ist das Sattelhorn zu tief, rutscht du nach vorn, ist es zu hoch, drückt es am Damm. Die allgemeine Lehrmeinung ist: der Sattel muss waagerecht sein, ich kenne Schrauber, die montieren mit der Wasserwaage. Kann passen, ist aber nicht immer so.
Genau an der Stelle liegt das Problem vieler Radläden: wer viel fährt und das nötige Werkzeug daheim hat, für den bietet ein Radladen einfach nix, was er oder sie nicht mit wenig Zeiteinsatz selbst könnte. Wer einmal erfahren hat, wie sich ein richtig eingestelltes Rad anfühlt, der braucht keine "Vermessung". Dazu kommt noch, dass die Preisaufschläge, die der Einzelhandel will, zumindest für meinen Geschmack oberhalb des Tolerierbaren liegen. Wer im Vergleich zum Internet mehr als 10 % drüber liegt, der muss sich nicht wundern, wenn er Geschäft verliert. Dann muss man halt weg vom traditionellen Radladen-Konzept und die Fläche irgendwie so nutzen, dass man das Zeug auch mit weniger Marge profitabel an den Mann gebracht bekommt. Oder auf Luxus setzen, wie das im Artikel beschrieben ist.

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chilibär 21.04.2019, 06:19
21. Mumpitz

„Weniger ist mehr - auch so will der Laden gegen die Onlinekonkurrenz bestehen.“

Sie wollen dem Leser also ernsthaft einreden, dass ein Sterne-Restaurant scharf auf Kunden ist, die sich regelmässig ne Pizza bestellen und liefern lassen? Das wäre im Vergleich zu dieser edlen, auf vermögende Individualisten ausgelegten Fahrradbude nämlich in etwa das Gleiche.

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HH1960 21.04.2019, 06:25
22. Das Rad aus dem Internet

Ist wohl der schlechteste Kauf den man dort tätigen kann. Man muss schon viel Glück haben oder sich bestens in der Materie auskennen, um dort ein für sich ergonomisch passendes Rad zu erstehen.

Ohne Vermessung auf dem Velochecker (70€, wird bei Kauf angerechnet) würde ich niemals ein Rad kaufen. Paßt der Rahmen nicht, sind die Winkel nicht ok, kann man das Rad eigentlich gleich als teuren Sperrmüll ansehen. Denn dann bringt Radfahren definitiv keinen Spaß.

Das betrifft jedes normales Rad; nicht nur die extrem teuren Rennmaschinen.

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women_1900 21.04.2019, 06:31
23.

Zitat von mueller23
#7 zzipfel Mit "alleinerziehende Mutter" habe ich ein Klischee bedient, OK, rhetorisch nicht ganz sauber.
und ich bediene das Klischee noch weiter: eine alleinerziehende Mutter in meiner Nachbarschaft lehnte das wirklich gut erhaltene Fahrrad meiner Enkelin ab (meine Enkelin nutzte das Fahrrad gerade mal eine Saison). Grund: das ist ja schon gebraucht und hat nicht die gewünschte Farbe.

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buschti84 21.04.2019, 07:09
24. Wenn der Hipster eine Reise tut

...dann mag er wohl völlig begeistert sich sein mit Nepalesischem Höhlenmoos benetztes Standartbärtchen kraulen und dort in einem Nährbecken reinster Individualität in höchste Verzückung geraten, aber das war es dann auch. Jeder vernunftbegabte begabte Mensch, der sich auch nur Ansatzweise mit dem Thema Fahrrad auseinander setzt, lacht sich doch scheckig bei diesen Mondpreisen. Service hin oder her...naja der moderne Hipster mag drauf stehen, da gleich und gleich sich wunderbar eine Daseinsberechtigung zurecht debattieren und so dieser kleine, Nachhaltige, Serviceaufschlag natürlich absolut gerechtfertigt ist...darauf erstmal ne Club Mate ;)

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Caruso56 21.04.2019, 07:19
25. Viele Händler wollen nur Standard

Ich will mir gerade ein neues Rad kaufen. Ein Liegegerad. Erster Händler winkt ab, zweiter meldet sich nach erster Rückmeldung ("in Kürze") 6 Wochen lang nicht (trotz Beratungspauschale, die ich gern zahlen würde), dritter verkauft nur Standardräder ... Tja, Service? Fehlanzeige. Im Umkreis von 50 km habe ich keinen einzigen Händler gefunden. Warum wundern sich diese über die Konkurrenz aus dem Netz? Liebe Händler, nehmt kaufwillige Kunden ernst, dann bleiben sie Euch erhalten.

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kopi4 21.04.2019, 07:42
26.

Stationäre Händler haben ja ein Druckmittel gegen die Online-Konkurrenz:Service und Werkstatt. Bei den ganz billigen Rädern lehnt mein Händler Wartung und Reparatur generell ab, ansonsten setzt er auf etwas was der Kunde im Netz nicht mit kauft: Geduld. Der nächste freie Termin in drei oder vier Wochen sind keine Ausnahme. In der Saison kann jeder Händler es sich leisten wählerisch zu sein, er wird überlaufen von der Kundschaft die mit den ersten Sonnenstrahlen das Rad aus dem Keller holen. Ab November ist er dann wieder froh über jeden Auftrag, dann verschwinden die Räder, online oder vor Ort gekauft, wieder in Keller oder Garage.

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mima84_84 21.04.2019, 07:44
27.

Zitat von vinzenz
bei einem Gewicht zwischen 7 und 8kg? da läuft ordentlich was schief.. aber vielelicht ist auch der Poser - Gedanke mit dabei, der das eine oder andere Gramm und Euro vergessen macht... ein Rennrad lässt sich (wenn man auf DI und Disc verzichtet - unter 6,8kg (die magische UCI Grenze) in einer durchschnittlichen Rahmengrösse (56er Oberrohr) problemlos mit einem Budget von 8k aufbauen.. immer noch viel Geld, aber dafür auch mit Top - Komponenten wie DA(mechanisch), Lightweight, Leichtbaurahmen aber 7-8 kg für bis zu 12k€ - die Vermarktungsstrategie stimmt!
Deswegen steht da ja auch nicht, dass 7-8kg nur mit 12000 EUR möglich sind.

Edelrahmen, Leightweights, Campagnolo Superrecord (nicht mechanisch) usw.
So kann man schon auf 12.000 EUR kommen und der Artikel nennt das als Obergrenze. Also was regen Sie sich auf?

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Mallorquinsky 21.04.2019, 09:02
28. Pave in Barcelona

hat vor 2 Jahren dicht gemacht.
Komisch das der Laden im Artikel erwähnt wird.

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Interzoni 21.04.2019, 10:13
29. Internetkauf ist nix für Jedermann

Wenn man selber schrauben und sich Ergonomie-Wissen anlesen kann, spricht überhaupt nichts dagegen. Ich habe vor drei Jahren zwei hochwertige E-Bikes für meine Frau und mich bei einem niederländischen Internet-Discounter gekauft. Die wurden per Spedition geliefert und ich musste nur Pedale anschrauben, Lenker und Sattel einstellen - fertig. Einschließlich Versand haben die Räder 4000 statt 5600 Euro gekostet. Sie laufen jetzt ca. 9000 km ohne Probleme, nur Verschleißteile wie Bremsbacken und Reifen fallen an. Ich würde jederzeit wieder ein Rad im Internet kaufen, das ist allerdings nichts für Leute mit zwei linken Händen.

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