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SPIEGEL-Datenanalyse: Tempolimit könnte bis zu 140 Todesfälle im Jahr verhindern
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Ein Tempolimit auf Autobahnen widerspreche dem gesunden Menschenverstand - sagt Verkehrsminister Andreas Scheuer. Tatsächlich würde es viele Leben retten, wie Berechnungen des SPIEGEL-Datenteams ergeben.

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wizzard74 23.02.2019, 12:23
80.

Zitat von BäckerGeselle42
Stattdessen auf europäischer Ebene ganz massiv darauf hinarbeiten, dass zb die ganzen Kreuzfahrtschiffe endlich vernünftige Abgasfilter bekommen und mit anständigen Treibstoffen fahren (anstatt alles zu verbrennen, was nicht schnell genug wegkriechen kann). Klar, dann werden die billigen Tickets auf einmal deutlich teurer, aber ganz ehrlich: das träfe dann mal die richtigen ;-)
Vor allem träfe es einen Bereich des Lebens, auf den man auch verzichten kann. Der tägliche Weg zur Arbeit gehört nicht dazu.

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Kikiritz12 23.02.2019, 12:23
81. Tempolimit könnte bis zu 140 Todesfälle im Jahr verhindern

und wie viele Todesfälle im Jahr könnte man verhindern, wenn man das Tempolimit auf 70Km/h setzen würde?

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yvowald@freenet.de 23.02.2019, 12:23
82. Scheuer hat sich mehrfach disqualifiziert

Ein Bundesminister, der solche Gedanken äußert, scheint für das Amt des Verkehrsministers eher ungeeignet. Er sollte sein Ministeramt niederlegen oder von anderer Seite zum Rücktritt gezwungen werden. Er hat in vielerlei Hinsicht bewiesen (Dieselskandal etc.), daß er unfähig ist oder aber lobby-gesteuert. Beides disqualifiziert ihn als hochrangigen Politiker.

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bebreun 23.02.2019, 12:23
83. Es gibt auch andere Sichtweisen

Aus meiner Erfahrung bergen tempolimitierte Strecken ein deutlich höheres Risiko, von dem gleichtönigen Tempo eingelullt zu werden. Dadurch steigt das Risiko für Unfälle durch Sekundenschlaf. Dieser Einfluss ist im Bericht nicht berücksichtigt.

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Powdertier 23.02.2019, 12:26
84.

In der Realität gibt es jährlich 114 Tote durch überhöhte Geschwindigkeit (wie der Spiegel selber schreibt). Gleichzeitig will man laut Artikel „bis zu 140 Tote“ weniger erreichen. Ab und zu den gesunden Menschenverstand zu benutzen kann nicht schaden, selbst wenn man eine eigene Studie erstellt. Wenn rettet also mehr Menschenleben als in der Realität überhaupt sterben. Es gibt sogar plötzlich 27 Menschen zusätzlich. Herrlich. Ist das Satire? Was ist mit Kompensationseffekten? Was ist mit jenen Toten, die unter den gewollten Tempolimit z.b. bei Aquaplaning gestorben sind? Was ist mit jenen Lenkern, die dann noch länger und öfter am Handy spielen? Alles nicht berücksichtigt und damit eine Untersuchung auf BILD-Niveau. Wenn Journalismus, dann bitte richtig. Das ist des SPIEGELS unwürdig.

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robana 23.02.2019, 12:27
85. Das stimmt nicht ganz ...

Zitat von webblaster
Ich glaube wir dürfen alle nur noch mit dem Flugzeug reisen, um endlich sicher zu sein. Dieses Verkehrsmittel ist nämlich mit Abstand das Sicherste. Im Ernst. 140 Todesfälle sind natürlich im einzelnen eine große Tragödie, im ganzen gesehen aber eine, für die Anzahl der Personenkilometer, geringe Zahl. Manchmal frage ich mich bei dieser 0 Verkehrstote Diskussion, ob die Verantwortlichen schon mal was von Grenzkosten gehört haben.
bei der Wuppertaler Schwebebahn gab es, seit 1904, nur 5 Tote.
Aber ein Gesetz, das das Sterben einfach verbietet, wäre doch angebracht. Das wäre allerdings das Ressort von Herrn Spahn.
Solchen Argumenten kann man einfach nur mit Sarkasmus begegnen!

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rainer_daeschler 23.02.2019, 12:27
86. Mein Recht

Wegen 140 Toten lasse ich mir doch nicht das Recht nehmen auf der Autobahn mit einer Lichthupe von hinten bedrängt zu werden!

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Marty McFly 23.02.2019, 12:28
87. Fragwürdig

Von mir aus sollen sie ein Tempolimit machen, man kann aufgrund des vielen Verkehrs fast eh nirgends schneller als 130 sinnvoll fahren. Selbst bei 3 Spuren ist das doch heute schon de facto kaum noch drin und ich rede nicht von Tempo 250. Alles über 130 kann man nirgends länger als 5 Minuten durchfahren - Rechts nur LKW, in der Mitte überholen die einen LKW die anderen und ganz links staut sich der Rest. Wenn man denn das Glück hat, überhauot 3 Spuren zu haben. Klar, hängt auch davon ab, wo man fährt, aber für mich als Vielfahrer im wunderschönen NRW ist das eine reine Phantomdebatte.
Warum der Spiegel sich nun so in das Thema festbeißt und hier so einseitig Stellung bezieht, ist mir nicht ganz klar. Kann man ja machen, eine ein wenig differenziertere und belehrende Betrachtung fände ich persönlich aber gut.

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Ottokar 23.02.2019, 12:28
88. Interessante Studie

Leider werden die Unfälle der LKW's die durch Auffahren mit Todesfolge entstehen nicht ausgewiesen. Die LKW's fahren nicht mit 130 oder schneller. Auch wird als Ursache nur zu schnelles Fahren genannt und nicht der / die Verursacher der Unfälle. Bei einigen Unfällen mit Todesfolge sogar unter 130 würde es wohl ein anderes Bild ergeben. Wenn schon eine Studie gemacht wird sollten alle Aspekte aufgezeigt werden. Zum Beispiel Zeitung lesen während der Fahrt, Alkohol am Steuer, Drogen am Steuer, mangelhafte, verkehrsuntüchtige Fahrzeuge....

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sapalot 23.02.2019, 12:32
89.

Der Mensch an sich scheint nicht vernunftbegabt: wie bei diesem Thema, als auch bei vielen und tatsächlich auch wichtigeren Themen. Ablenkung auf die Schuld der anderen Verkehrsteilnehmer und Whataboutism sind hier die Antworten der Tempolimitgegner: traurig!
Und die gerne angeführte Parallele der Waffen in den USA führt mich dann zu der schrecklichen Erkenntnis:
Waffen an sich töten ja gar nicht - nur vereinzelt schlechte Menschen benutzen sie in dieser Funktion. Und, wenn, ja wenn das Opfer gar nicht da gestanden hätte, wo die Kugel hinflog, wäre es auch nicht getroffen worden. In letzter causalen Konsequenz ist dann ja wohl klar, wer für den Treffer verantwortlich ist...

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