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Statistisches Bundesamt: Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer steigt deutli
DPA

Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr Unfallopfer im Straßenverkehr. Während die Todeszahl bei Fußgängern, Auto- und Motorradradfahrern sank, stieg sie bei Fahrradfahrern deutlich an.

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MikelFriess 09.07.2019, 13:08
1. Ein wenig panisch

die Diskussion. Statistisch ist klar: Wenn mehr Radfahrer unterwegs sind, ist die Chance in einen Unfall verwickelt zu werden entsprechend höher. Aber um da Abhilfe zu schaffen könnte man vielleicht mal drüber nachdenken ob ein Radfahrer an einer Ampel wirklich an einem stehenden PKW vorbei fahren muss um dann bei Grün geradeaus zu fahren.
Ja, sie haben das Recht dazu, aber muss ich das mit aller Gewalt erzwingen?

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magic88wand 09.07.2019, 13:09
2. Immer schnellere Radfahrer

Was ich beobachtet habe ist, dass Fahrräder immer schneller im dichtem Stadtverkehr unterwegs sind. Teils so schnell, dass sie Tempo 30 nicht mehr einhalten. Neulich wurde ich erstmals Zeuge eines schweren Fahrrad-mit-Fahrrad-Unfalls und habe diesbezüglich vor Gericht eine Aussage gemacht.

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clubmate 09.07.2019, 13:16
3. Zusammenhang mit Pedelec-Boom?

Wäre interessant zu erfahren, wieviele Pedelec-Fahrer unter den Opfern sind und ob ihr Anteil höher als der Pedelec-Anteil und den Rädern liegt. Weiterhin würde ich vermuten dass das Alter der Opfer unter den Pedelec-Fahrern signifikant höher liegt als der Durchschnitt. Meine Spekulation geht dahin dass Pedelecs betagten Fahrern eine höhere Geschwindigkeit erlaubt als sie durch reine Körperkraft noch erreichen und das kombiniert mit einer schlechteren Reaktionsfähigkeit im Gefahrenfall.

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hans-rai 09.07.2019, 13:19
4. Bei jeder Fahrt brenzlige Situationen...

...erlebe ich täglich. Selbst auf dem 5 km langen Weg von zuhause in die City Bergedorf erlebe ich mindestens 3-5 brenzlige Situationen. Und es sind immer wieder die oft geschilderten Ereignisse: Fußgänger, die ohne zu gucken auf den Radweg schlendern, freihändig auf der falschen Seite entgegenkommende Radfahrer, meist noch nebeneinander, Handy am Ohr, abbiegende Fahrzeuge, die nicht Acht geben, überwiegend Lieferfahrzeuge von Paketdiensten, die auf dem Radweg parken. Die Liste könnte ich endlos fortsetzen. Auf Touren außerhalb der Stadt dagegen geht es entspannt zu. Man grüßt sich und verständigt sich mit Blickkontakt. Es geht, wenn man will - auch in der Stadt, da allerdings wohl nicht immer. Bei meinen 7-8 000 km auf dem Rad im Jahr kommt wirklich einiges an Nerven zehrenden Situationen zusammen. Ein erfolgreiches Konzept für unsere engen und verbauten Innenstädte sehe ich bisher leider nirgends.

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Naturrecht 09.07.2019, 13:19
5.

Ich glaube der Anstieg der Fahrradunfälle ist auf den warmen und auch trockenen Sommer von 2018 zurückzuführen. Je mehr Fahrradfahrer unterwegs sind desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die absolute Menge an Fahrradunfällen steigt. Es wäre übrigens schön, wenn SPON auch die Standardabweichungen dazu nennen würde. Damit wäre es einfach zu prüfen, ob die Schwankungen in der Unfallstatistik nicht auf Rauschen zurückzuführen sind. Ebenso wäre eine Vergleichsgröße interessant, beispielsweise, wie viele Fahrräder 2017 im Vergleich zu 2018 verkauft wurden, um so de Anzahl an Fahrradfahren zu schätzen.

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upima 09.07.2019, 13:21
6. Überraschend?

Ich war neulich für ein paar Tage in Berlin.
Was ich dort an Aggressivität von Seiten der Radfahrer erlebt habe, hat mich wirklich erschrocken.
Vor diesem Hintergrund bin ich nicht wirklich überrascht, dass die Zahl der verunfallten Radfahrer ansteigt.
Man muss manchmal den Eindruck gewinnen, das Radfahrer in vielen Bereichen eine Art eingebaute Vorfahrt für sich reklamieren und Regeln nur für andere Verkehrsteilnehmer gelten.

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Tino13 09.07.2019, 13:21
7. Und wie viel mehr Radfahrer gibt es?

Die Frage ist doch eher welcher Anteil der Radfahrer einen Unfall hat. Wenn die Zahl der Radfahrer mehr gestiegen ist als die Zahl der Unfälle, dann ist es trotzdem sicherer geworden.

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saltech 09.07.2019, 13:22
8. Mal Dir einen Radweg!

Hier in Hamburg ist das totale Versagen der Rot-Grünen Regierung augenscheinlich: Mit großem PomPom wurde hier vor ein paar Jahren die neue Verkehrspolitik angekündigt- rausgekommen sind aufgemalte Radwege, nach dem Motto "Braucht ihr Radwege, dann malt sie euch doch selbst!" Inzwischen hat sich dadurch die Situation eher noch verschlechtert, da diese aufgemalten Radspuren als Parkplätze und sogar Überholspuren benutzt werden. Die umweltfreundlichen Radfahrer sind mal wieder die Verlierer!

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SteveCrj 09.07.2019, 13:23
9. Kein Wunder

Hätte heute auch beinahe mit dem Auto eine Radfahrerin abgeräumt.
Situation:
Radweg endet und verschwenkt auf die normale Straße, die auch "nur" normale Breite hat. Radfahrerin zieht ohne sich umzudrehen einfach in die Straße rein. Und nein, an derartigen Stellen gibt es weder Vorsichtsschilder für die Radler, noch für die Autofahrer.
So etwas gehört entschärft! Aber Verkehrsplaner denken da wohl "wird schon gut gehen" und Radler denken (fälschlicherweise) "habe je eh Vorfahrt, ist doch das Problem der Autos Platz zu lassen" (liebe Radler, das können sie gar nicht, weil sie derartige Verschwenkungen/"Einmüdungen" nicht vorher sehen können!)

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