Forum: Auto
Statistisches Bundesamt: Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer steigt deutli
DPA

Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr Unfallopfer im Straßenverkehr. Während die Todeszahl bei Fußgängern, Auto- und Motorradradfahrern sank, stieg sie bei Fahrradfahrern deutlich an.

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Sharoun 09.07.2019, 17:31
290.

Zitat von Nikko
Als Radfahrer ca 1000km inm Jahr und Langstreckenläüfer (Natürlich auch Autofahrer) bewundere ich den tollkühnen Mut vor allem von jüngeren Radfaheren , die STVO wahrscheinlich nur als sehr unverbindlichen Vorschlag interpretieren. Vor kurzem habe ich einen Verwandten in der Uniklinik Köln auch Studentenviertel besucht (mit dem Auto). Einbahnstrasse ohne dementsprechende Erlaubnis für Radfahrer gegen die erlaubte Fahrtrichtung .Strasse 2 spurig mir Radwegen auf beiden Seiten es waren fast nur Englä#nder unterwegs (Links fahrend bzw auf der falschen Straßenseite. usw Strasse kreuzen ohne sich einmal umschauen Klingel ?was ist das ? Fußgänger werden auf dem Fußweg millimeterscharf in hohem Tempo überholt.Als Autofahrer der im gleichen Abstand überholen würde großer Aufschrei . Radfahrer die sich endlich mal an die Regel halten würde ,würde ich sofort heilig sprechen..
Na dann sprechen Sie mich mal heilig.
Ich halte mich an die Regeln - wurde allerdings trotzdem mehrmals umgefahren, weil diverse Autofahrer das nicht machen.
*Autofahrer aus Parklücke ohne Sicht,
*mehrmals Rechtsabbieger auf selber Fahrbahn (u.a. einfach überholt und plötzlich rechts rum),
*im Kreisverkehr überholt und umgefahren ('ich dachte, Sie wollten hier auch rausfahren so wie ich')
*und mein persönlicher 'Liebling': auf derselben Richtungsfahrbahn an der Ampel auf wenige cm rangefahren, dann beim Anfahren den Verkehrsraum dichtgemacht und mich abgedrängt.

Viele Autofahrer sind sich des Betriebsrisikos ihrer KRAFTfahrzeuge genauso wenig bewußt wie den Abmessungen ihrer Kisten.
Entsprechend dallern sie im Straßenverkehr herum, als wären ihre Mehrtonner eine Art neckische, kleine Gehhilfe - irgendwas zwischen Tretroller und sportlichem Schuhwerk oder so.

Aber dafür, daß man sich gesund und möglichst ohne große Belästigung der Nachbarschaft fortbewegen will, wird man hier ja noch nachträglich zur Sau gemacht.

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benmartin70 09.07.2019, 17:32
291.

Zitat von willib1955
Das gilt dann auch für Straßenbahnhaltestellen? Dann kommt ja keiner mehr aus der Bahn/Bus wenn Auto und Fahrrad Vorrang haben. Nicht Ihr Ernst, oder doch?
https://www.zeit.de/mobilitaet/2017-08/strassenverkehr-fahrradfahrer-fussgaenger-unfall-schuld

Das will im Ernstfall keiner drauf ankommen lassen, also Vorsicht sowohl für Radler als auch für Fussgänger.
Auch hier, die Verkehrskonzepte sind mangels Platz innerorts leider mehr als suboptimal.

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hru 09.07.2019, 17:35
292.

Zitat von Mitdenker77
Der Unterschied ist schon aufgefallen? Beim kombinierten Ampelzeichen (Radfahrer und Fußgänger) muss ein Radfahrer dieses beachten. Beim reinen Fußgängerampelzeichen gilt für den Radler die normale allgemeine Ampel in Fahrtrichtung. Rotes Fußgängersignal ist nicht gleich Kombischeiben, die das Fahrrad- und Fußgängersymbol gemeinsam zeigen. Bei letzterem Ampelzeichen ist der abbiegende Autofahrer berechtigt durchzufahren und muss dem Radfahrer keinen Vorrang gewähren.
Erstens ist das vermutlich so, dass der Radfahrer anhalten muss, obwohl es eine typische Maßnahme ist den Aufwand für Radwege zu gering wie möglich zu halten. Die Rotphase für Radfahrer müsste viel später anfangen, weil sie ja schneller sind.

Zweitens ist der ADFC da sogar anderer Meinung.
Und drittens: nein der Autofahrer ist NICHT berechtigt durchzufahren und den Radfahrer auf die Hörner zu nehmen - natürlich nicht.

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madameping 09.07.2019, 17:35
293.

Zitat von benmartin70
Kurz: ich bringe mein Leben sicher nicht in Gefahr. Und nein, ich fahre idR defensiv, und das schon seit 40 Jahren ohne schwere Unfälle. Ich sehe nur nicht ein dass man immer zurückstecken soll um des eigenen Wohls willen. Denn wie Sie sagen: "die Straße ist keine rechtsfreier Raum". Dahin kommt an wenn man die anderen Verkehrsteilnehmer immer gewähren lässt ohne den Mund aufzumachen.
Nun ja, ich würde Ihnen ja gerne folgen, aber das fällt mir schwer, denn Ihre Aussage, dass Sie defensiv radfahren, deckt sich ganz und gar nicht mit Ihren Äußerungen auf diesem Forum, wo Sie unter anderen schreiben (Kommentar 214), dass Sie einer Autofahrerin auf die Heckscheibe geschlagen hätten. Und wenn Sie sagen, dass Sie es nicht einsehen, "immer nur eigenen Wohles willen zurückzustecken" - weiß ich nicht, in wiefern Sie mir damit widersprechen. Tatsächlich bestätigen Sie damit genau meine Worte.
Und weiter noch: Sie glauben, ausgegangen davon, die Straße sei kein rechtsfreier Raum, dass Sie das Recht selber in die Hand nehmen dürfen. Das geht aus Ihren Worten hervor. Und genau das ist ein gewaltiger Irrtum.
Sie nehmen Ihren sicherlich verständlichen Ärger als Antrieb für den "Kampf", in dem Sie sich zu befinden glauben.
Zeigen sie die Autofahrer meinethalben bei der Polizei an, die Ihnen die Vorfahrt nehmen wollen, Ihnen den Weg abschneiden oder die Radwege zuparken. Das ist Ihr gutes Recht. Und zwar im justiziablen Bereich. So weiß ich also beim besten Willen nicht, was Ihr Problem ist, wenn nicht doch eher eine wutgetriebene Rechthaberei - bei der Sie, und das meinte ich respektive des "Kampfes", in dem Sie glauben, sich zu befinden, in einem Duell mit einem PKW rein physikalisch den Kürzeren ziehen. Sie wissen das, also schreiben Sie bitte nicht, Sie seien defensiv. Genau das sind Sie nämlich nicht.

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phg2 09.07.2019, 17:37
294.

Zitat von euro-paradies
und der erhält von keiner politischen Partei diesbezüglich eine angemessene Unterstützung. Viele Unfälle der Radfahrer erfolgen durch Kollissionen mit Fußgängern, wobei der Fußgänger idR der Leidtragende ist. Obwohl unter Fußgängern in Städten ein hoher Anteil an Senioren ist, ist es nicht "hip" sich um deren Probleme zu kümmern.
Mit der Fußgänger Lobby sieht's mau aus.
Es gibt zwar mehrere Fußgänger Vereine, die auch immer wieder kleinere Aktionen starten, aber eher belächelt werden.
Ne' Aktion wie "Heute gehören die Radwege uns" wäre bestimmt lustig. Ich habe mal erlebt wie mehrere Hundert Fußgänger das gemacht haben weil man auf'm Gehweg nur hintereinander gehen konnte. Die Reaktionen von erschreckend vielen Radfahrern war
tatsächlich lächerlichstes Toben. Die vernünftigen wechselnden einfach auf die wenig befahrene Strasse.

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benmartin70 09.07.2019, 17:38
295.

Zitat von madameping
Ich weiß beim allerbesten Willen nicht, woher Sie die Zuversicht nehmen, unbeirrt davon auszugehen, dass Autofahrer per se die Übeltäter sind und Radfahrer per se die Guten. Hier soll auch niemand auf sein Recht verzichten, um ein unerwünschtes Sozialverhalten zu verhindern. Was ist denn das bitte für eine Denkart? Wo kommt das denn wieder her? Ist das Männerart, oder was? Es geht doch hier nicht um einen Kampf zwischen Gut und Böse. Es geht hier um Rücksicht im Straßenverkehr. Und lesen Sie bitte einmal die Kommentare des Foristen, auf den ich mich beziehe...
Ich gehe davon aus Sie meinem mich.
Autofahrer sind per se nicht die Bösen, wie ich schon geschrieben habe sind die Guten wie die Schlechten sicherlich prozentual gleich verteilt.
Und jetzt lesen Sie mal die anderen Kommentare hier. Da sieht man recht schnell wer hier als die "Bösen" rausgedeutet wird. Das Wort "Kampfradler" + "Radrambo" kommt hier recht früh vor. Ich habe noch keinen Kettenschossschwingenden Radler gesehen.....

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Sharoun 09.07.2019, 17:39
296.

Zitat von Malshandir
Es muss getrennt werden, das Hauptproblem sind Kreuzungen. Warum also nicht die Radfahrerquerung um 50 Meter verlegen? Daneben liegt es aber auch am Verhalten von radfahrern, die gerne denken, sie haben eingebaute Vorfahrt. Helmpflicht und Kennzeichenpflicht für Radfahrer und auch Haftpflicht. Generelle Kameraüberwachung von Kreuzungen plus Bussgelder für Radfahrer.
Wenn man hier lesen muß, daß eine der häufigsten Unfallursachen das Nichtgewähren der Vorfahrt durch Autofahrer beim Abbiegen ist, wie kommt dann darauf, daß ausgerechnet Radfahrer mit eingebauter Vorfahrt untergs wären?

Noch eindeutiger kann man doch nicht darlegen, wer hier mit eingebauter Vorfahrt unterwegs ist.
Ich erlebe jeden Tag mehrere Situationen, wo ich bewußt den Blickkontakt suche (vergeblich), weil die Herrschaften in ihrem Blechdings völlig entrückt herumkurven.

Die übrigen 'Vorschläge' offenbaren den ganzen Haß auf den Radverkehr...

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benmartin70 09.07.2019, 17:41
297.

Zitat von willib1955
Ist mir bekannt, aber erzählen Sie das "benmartin70".
Ich weiss das, der Artikellink kam von mir.

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statistic-man 09.07.2019, 17:44
298.

Zitat von euro-paradies
und der erhält von keiner politischen Partei diesbezüglich eine angemessene Unterstützung. Viele Unfälle der Radfahrer erfolgen durch Kollissionen mit Fußgängern, wobei der Fußgänger idR der Leidtragende ist. Obwohl unter Fußgängern in Städten ein hoher Anteil an Senioren ist, ist es nicht "hip" sich um deren Probleme zu kümmern.
Ich würde sagen, es ist durchaus im Interesse der Fußgänger, wenn Fahrbahnen, die momentan dem Autoverkehr dienen, Radfahrern zur Verfügung gestellt werden. Dann sind die Fußgänger auch geschützter.

Stattdessen ist momentan bei vielen die Einstellung, den Autos gehöre 90% der Verkehrsflächen und Fußgänger, Radfahrer und künftig E-Roller-Fahrer müssten auf dem Rest zusammengepfercht werden...

Andere europäische Staaten machen vor, wie es besser geht!

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knok 09.07.2019, 17:46
299.

Autos aus allen Innenstädten verbannen. Tempo 120 (wenn überhaupt) auf allen Autobahnen und 80 auf Landstraßen. Kreuzungen durch Kreisverkehre ersetzen. Und vor allem: Breite, sichere Radwege (nicht Fahrradstreifen) errichten. Das kann doch nicht so schwer sein...

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