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Statistisches Bundesamt: Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer steigt deutli
DPA

Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr Unfallopfer im Straßenverkehr. Während die Todeszahl bei Fußgängern, Auto- und Motorradradfahrern sank, stieg sie bei Fahrradfahrern deutlich an.

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Einhorn 09.07.2019, 21:43
340. Einfach schrecklich

Mich graut bei der Vorstellung, dass ich täglich Menschen wie die, die hier schreiben, auf der Straße treffe. Egal mit welchem Verkehrsmittel - diese geballte Aggression - es ist ja ein Wunder, dass nicht mehr passiert.

Das allgemeine Victim-Blaming erinnert mich an meine Teenager-Zeit, damals war man als Mädchen auch selbst schuld, wenn man einen kurzen Rock oder ein ausgeschnittenes Oberteil trug.

Schade, dass Toleranz, Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit auszusterben scheinen. Also, falls es die in Deutschland je gegeben hat.

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spon_12 09.07.2019, 21:46
341.

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Für das Nummernschild bin ich auch. https://www.openpetition.de/petition/argumente/kennzeichenpflicht-fuer-fahrraeder Die meisten Deutschen sind dafür, doch die PolitkerInnen stellen sich quer. Fahrräder mit Nummernschild würden weniger geklaut. Dies wäre wiederum schlecht für die Wirtschaft, weil dann auch weniger neue Fahrräder verkauft werden.
Danke für diesen Beitrag, der dann auch hilft, Ihren ersten einzuordnen.
Kleiner Exkurs: Autos ohne Nummernschilder würden auch häufiger geklaut - warum lässt man sie also nicht weg?

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Sibylle1969 09.07.2019, 21:46
342.

Die Statistiken sind ganz eindeutig: die meisten im Verkehr getöteten Radfahrer sind Senioren über 60 und Kinder und Jugendliche. Der hier viel beschworene Kampfradler (männlich, unter 35), der sich an keine Regeln hält, gehört definitiv nicht zur Risikogruppe. Stattdessen fallen dem Verkehr die schwachen Verkehrsteilnehmer zum Opfer, die sich an die Regeln halten, die aber leider nicht für Radfahrer gemacht sind, die aber darauf vertraut haben, dass es sicher ist, wenn man auf dem Radweg bei grün losfährt, dabei aber vom Lkw umgenietet wird. Bei diesen ganzen Victim-Blaming-Kommentaren könnte ich k...en.

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altonale 09.07.2019, 22:02
343. Nummernschild und Helmpflicht

Zitat von Proggy
Nummernschild am Fahrrad, überwachte Helmpflicht und eine vernünftige Verkehrsüberprüfung von Auto- UND Radrowdies würde bereits viel verhindern. Auf irgendwelche Rechte verweisen, bringt einem Unfallopfer im Zweifel auch nicht mehr viel. Merke: der Auto- oder LKWfahrer, leidet körperlich naturgemäß weniger, wenn es mal kracht.
für Fußgänger wäre ebenso angesagt, wenn man sich überlegt wieviel Fußgänger ohne zu schauen einen Radweg betreten oder bei Rot über die Ampel gehen. Wirksame Strafen könnten dann Entzug der Geherlaubnis auf öffentlichen Wegen und entsprechende Punkte in Flensburg sein, bei Wiederholungstätern Hausarrest.

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franz01 09.07.2019, 22:03
344. Fahrrad-Rowdies

Kürzlich erst bei einem (glimpflichen) Unfall dabei gewesen. Die Autofahrerin erzählte, der Fahrradfahrer sei ihr viel zu schnell ins Auto gedonnert. Die Polizei wies vorsichtig darauf hin: "Aber er kam von rechts ....". Ich habe den Eindruck, durch die Windschutzscheibe eines Autos mutieren viele radelnde Verkehrsteilnehmer zu "Fahrrad-Rowdies".

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Max Dralle 09.07.2019, 22:16
345.

Die veröffentlichten Zahlen sind zwar natürlich bedauerlich, aber m.E. nicht unbedingt besorgniserregend. Ich benutze das Rad schon von Kindesbeinen an, d.h. seit mittlerweile ca. 45 Jahren innerstädtisch als Hauptverkehrsmittel. Seit ungefähr 25 Jahren fahre ich täglich mehr oder minder dieselbe Strecke. Aus dem, was ich dort über die Zeit beobachten konnte, kann ich sagen, dass der Radverkehr in den letzten zehn, vor allem aber in den letzten fünf Jahren einfach enorm zugenommen hat. Eine Schätzung, um wie viel Prozent er zugenommen hat, fällt mir nicht leicht. Ich würde aber doch von einem Wert von 15-20% ausgehen. Wenn ich damit richtig liege, korrespondiert die Zunahme des Verkehrs ziemlich genau mit der Zunahme der tödlichen Unfällen (16,8%).

In jedem Fall ist es meiner Wahrnehmung nach heutzutage nicht gefährlicher, mit dem Rad zu fahren, als es früher war. Die heutigen Räder bieten verglichen mit früheren Gefährten ein deutliches Plus an aktiver Sicherheit, und die Autofahrer sind meiner Meinung nach tendenziell eher rücksichtsvoller gegenüber Radfahrern geworden (gegenüber Fußgängern ist leider immer noch ordentlich Luft nach oben). Ich persönlich fühle mich daher heute sogar sicherer als vor, sagen wir einmal, 30 Jahren.

Im Übrigen: Ich bin tatsächlich ein sehr schneller Radfahrer. Die ca. 3,5 km zwischen Wohnung und Büro schaffe ich bei guten Bedingungen in etwa sieben Minuten. Obwohl ich Geschwindigkeiten von 40 km/h nur in den Spitzen erreiche, bin ich mit meinem Tempo eine absolute Ausnahme. Abgesehen von S-Pedelecs begegne ich höchstens einmal im Jahr jemandem, der sich in meinem Bereich bewegt. Wer also ständig Radfahrer sieht, die mit 40 km/h durch die Gegend düsen, sollte daher m.E. dringend mal an seiner Geschwindigkeitswahrnehmung arbeiten.

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benmartin70 09.07.2019, 22:16
346.

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Für das Nummernschild bin ich auch. https://www.openpetition.de/petition/argumente/kennzeichenpflicht-fuer-fahrraeder Die meisten Deutschen sind dafür, doch die PolitkerInnen stellen sich quer. Fahrräder mit Nummernschild würden weniger geklaut. Dies wäre wiederum schlecht für die Wirtschaft, weil dann auch weniger neue Fahrräder verkauft werden.
Das glaube ich weniger. Der einzige Grund ist dass dann viele das Rad steten lassen und lieber wieder mit dem Auto fahren, und das will keiner........

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altonale 09.07.2019, 22:17
347. Und wie positiv

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Ich bin 24/7 Fahrradfahrer. Habe auch bei der Städteumfrage des ADFC mitgemacht. Der ADFC hat in seiner Umfrage die Anwortmöglichkeit, der Gefährdung durch andere Fahrradfahrer, ausgelassen. Warum? Keine Antwort erhalten. Laut ADFC sind scheinbar nur Fußgänger und Kraftfahrzeuge gefährlich für andere Fahrradfahrer. Dabei erfüllen über 70% der Fahrräder nicht die Straßenverkehrszulassung. Keine Klingel, kein Licht, kein Rückstrahler in den Pedalen, keine Rückstrahler in den Speichen, gerissene Bremsseile. Viele Fahrradfahrer, ältere und auch Mütter mit Kinderanhänger, fahren auf dem Fußgängerweg, obwohl es einen Radweg in beide Richtungen gibt. Verbotsschilder, keine Durchfahrt für Fahrräder, werden missachtet. Es wird auf dem Fahrradweg gegen die Fahrtrichtung gefahren, obwol auf der anderen Seite der Fahrradweg ist. Ich fühle mich von anderen Fahrradfahrern mehr gefährdet als von Autofahrern. Da auch viele kreuz und quer fahren, weiß ein Autofahrer auch nicht mehr, in welchte Richtung er schauen soll. So ist es, in Offenburg, Baden-Württemberg.
beeinflußt die Klingel oder der Rückstrahler in den Speichen am Tage das Abbiegeverhalten der Autofahrer ?
Drehen die dann häufiger den Kopf, oder schauen die häufiger in den Seiten-/Rückspiegel ?

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schorsch_meier 09.07.2019, 22:18
348. Verkehrsregeln, was ist das?

Leider muss ich als Verkehrsteilnehmer der täglich 8 Stunden in Auto, LKW oder Bus am Innerstädtischem Straßenverkehr teilnimmt feststellen, das sich die Radfahrer am keine Regeln mehr halten. Licht bei Nacht wozu, man könnte ja gesehen werden. Radweg als Geisterfahrer benutzen ist geil. Telefonieren ist wichtig wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Rechts vor links oder Stoppschilder was ist das? Und der beste Trend der Radfahrer ist das ignorieren von Roten Ampeln. Leute eine rote Ampel mit dem Fahrrad ist einen Punkt in Flensburg wert! Rot = Tot! Pressemeldung 2019 unter anderem Rotlicht missachtet von Straßenbahn erfasst und verstorben. Und nun noch etwas zum Nachdenken. Bus hat auf der rechten Seite keinen Weitwinkelspiegel. Der Busfahrer muss schon etwas rechts einschwenken damit er mit 15m Länge rechts um die Ecke kommt. Beim Schulterblick nach rechts sieht er die Beine seiner Fahrgäste. Also wartet er bis die Ampel rot ist und biegt dann ab. Wenn jetzt ein Fahrradfahrer bei Rot kommt hat der Busfahrer keine Chance den Unfall zu verhindern und der Radfahrer hat eventuell keine Chance diese Aktion zu wiederholen. Im § 1 der Straßenverkehrsordnung steht etwas von gegenseitiger Rücksichtnahme und eventuell sollte man deshalb den Fahren von Großfahrzeugen etwas rücksichtsvoller begegnen.

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ghp2 09.07.2019, 22:19
349.

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Ich bin 24/7 Fahrradfahrer. Habe auch bei der Städteumfrage des ADFC mitgemacht. Der ADFC hat in seiner Umfrage die Anwortmöglichkeit, der Gefährdung durch andere Fahrradfahrer, ausgelassen. Warum? Keine Antwort erhalten. Laut ADFC sind scheinbar nur Fußgänger und Kraftfahrzeuge gefährlich für andere Fahrradfahrer. Dabei erfüllen über 70% der Fahrräder nicht die Straßenverkehrszulassung. Keine Klingel, kein Licht, kein Rückstrahler in den Pedalen, keine Rückstrahler in den Speichen, gerissene Bremsseile. Viele Fahrradfahrer, ältere und auch Mütter mit Kinderanhänger, fahren auf dem Fußgängerweg, obwohl es einen Radweg in beide Richtungen gibt. Verbotsschilder, keine Durchfahrt für Fahrräder, werden missachtet. Es wird auf dem Fahrradweg gegen die Fahrtrichtung gefahren, obwol auf der anderen Seite der Fahrradweg ist. Ich fühle mich von anderen Fahrradfahrern mehr gefährdet als von Autofahrern. Da auch viele kreuz und quer fahren, weiß ein Autofahrer auch nicht mehr, in welchte Richtung er schauen soll. So ist es, in Offenburg, Baden-Württemberg.
Geht mir als Fußgänger auch so - wir beide kommen definitiv klar.
Als ehemaliger Motorradfahrer (und Radfahrer) weiß ich eins -
rechne immer mit dem Fehlverhalten anderer denn das kann niemals ausgeschlossen werden. Die Überlebenschance ist als Autofahrer oder gar LKW-Fahrer um ein vielfaches höher, dumm sterben ist nun mal dumm. Victim Bashing? Nee, definitiv nicht! Ich habe eine vom
LKW überrollte junge Frau gesehen, andere liefen weinend weg.
Und deshalb hasse ich jeden, der aus kompletter Blödheit riskiert mir diesen Anblick noch einmal zu zumuten. Diese junge Frau konnte nichts, aber auch gar nichts dafür! Und da riskiert Ihr Vollpfosten Euer Leben wegen Kinderscheiss ? Ich habe recht, ich bin der gute Ritter,
Autofahrer, LKW-Fahrer? Das personifizierte Böse! Und Fußgänger sind das Fußvolk, das im Wege steht!
"Schade dass der Autofahrer vor Schreck nicht gebremst hat! - Das hätte der Radfahrer aber nicht überlebt! - Das wollte der doch so!"
Der Mann hatte recht! Ihr habt nicht die geringste Ahnung von Physik!
Wie viel km/h brauchst für ne'n Trümmerbruch? Könnte auch der Schädel sein!

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