Forum: Auto
Statistisches Bundesamt: Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer steigt deutli
DPA

Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr Unfallopfer im Straßenverkehr. Während die Todeszahl bei Fußgängern, Auto- und Motorradradfahrern sank, stieg sie bei Fahrradfahrern deutlich an.

Seite 50 von 51
CHANGE-WECHSEL 10.07.2019, 12:54
490.

Zitat von loncaros
Als Beweis genügt eigentlich die Rechnung, auf der die Nummer vermerkt ist. Aber meistens braucht man das gar nicht zu beweisen, bei Aufklärungsquoten von 2-3% beim Fahrraddiebstahl ist weg, was weg ist.
Das ist mir neu. Habe schon lange keine neues Fahrrad mehr gekauft. Ob die Nummer auch wirklich bei "jedem" neuen Fahrrad auf der Rechnung steht, wäre schon interessant zu wissen. Dann bräuchte es nur noch ein Zentralregister und ab und zu eine Verkehrskontrolle durch die Polizei.

Beitrag melden
CHANGE-WECHSEL 10.07.2019, 13:00
491.

Zitat von loncaros
Weil die Haftpflichtversicherungen zu der Zeit Unfälle mit Fahrrädern abgedeckt haben und die Zusatzversicherung für Fahrräder redundant geworden ist. Genau die gleiche Situation haben wir in Deutschland auch.
Und was hat das mit den Diebstählen zu tun?

Ein Unfallhaftpflichtversicherung für alle Verkehrsteilnehmer, auch Fußgänger, ist sinnvoll. Warum sollte die Zahl der Fahrradfahrer dadurch zurückgehen? Denn letztlich wäre die Unfallhaftpflichtversicherung beim Auto höher? Wer zahlt, wenn ich als Radfahrer einen Unfall mit einem anderen Radfahrer habe und diese Null versichert ist?

Beitrag melden
thsherlok 10.07.2019, 13:01
492. Ich sehe da einen Widerspruch

Zitat von Mitdenker77
Die kombinierte Anlage gibt es noch. Zumindest sagt die Verwaltungsvorschrift zur STVO das ziemlich klar: Zu Nummer 6 44 Zur gemeinsamen Signalisierung des Fußgänger- und Radverkehrs gilt Folgendes: In den roten und grünen Lichtzeichen der Fußgängerlichtzeichenanlage werden jeweils die Sinnbilder für Fußgänger und Radfahrer gemeinsam gezeigt oder neben dem Lichtzeichen für Fußgänger wird ein zweifarbiges Lichtzeichen für Radfahrer angebracht; beide Lichtzeichen müssen jeweils dieselbe Farbe zeigen. Vgl. im Übrigen zur Signalisierung für den Radverkehr die Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA). Da steht eindeuting, dass es noch die gemeinsame Anlage gibt, wenn beide Zeichen gezeigt wurde. Die Regelung, dass generell die Fußgängerampel gilt wurde Ende 2016 aufgehoben und die Neuregelung sagt, dass die normale Fahrbahnampel gilt, wenn es keine gesonderte Anlage für Radfahrer gibt. Aber die kombinierte Scheibe ist noch immer gültig, auch wenn die Lobbyisten des ADFC es anders sehen.
Ich sehe dort einen Widerspruch, denn durch die Änderung der STVO Ende 2013 (Wirksam Ende 2016) gibt es für Radfahrer nur noch zwei mögliche Ampeln die sie beachten müssen; entweder eine Radverkehrsampel oder (wenn keine Radverkehrsampel vorhanden ist) die Fahrverkehrsampel.
Die STVO kennt keine kombinierte Fußgänger und Radfahrerampel.
Der ursprüngliche Sinn für diese Kombiampel lag ja nicht darin eine eigene Radfahrerampel einzusparen, sondern den Sonderfall der aneinandergrenzenden Furten und der dann für den Radfahrer gültigen Fußgängerampel zu verdeutlichen.

Beitrag melden
CHANGE-WECHSEL 10.07.2019, 13:13
493.

Zitat von thsherlok
Helmpflicht: siehe Australien Kennzeichen: siehe Schweiz; wobei es in der Schweiz noch nicht einmal ein richtiges Kennzeichen mit Halterdatenbank war und wo man dann Fahrradkäufe und Verkäufe (ähnlich wie beim KFZ) über eine An-/Um- und Abmeldung abwickeln musste, sondern nur eine Vignette als Nachweis einer bestehenden Haftpflicht. Alles was Radfahren unattraktiver und aufwändiger macht, führt zu weniger Radverkehr (das sollte jedem klar sein). Wenn man das will OK. Nur sollte man sich dann hinterher nicht über die Zunahme an KFZ Verkehr beschweren. Denn ein ehemaliger Radfahrer verzichtet ja nicht auf die Teilnahme am Straßenverkehr, er nutzt dann ein anderes Verkehrsmittel (meist dann ein KFZ).
Das stimmt so leider nicht!

Fahrradfahren ist vor allem ein Hype. Deshalb fahren so viele.

Stundenlanges warten in Abfertigungshallen, Sicherheitschecks und Einchecken hat den Flugverkehr auch nicht vermindert. Im Gegenteil, es fliegen leider immer mehr Menschen sinnlose Kurzstrecken.

Beitrag melden
loncaros 10.07.2019, 13:16
494.

Zitat von jenzer
Ich glaube, sie liegen ziemlich daneben. Nicht ohne Grund heißt er auch "Fußgängerüberweg":
Ich habe es jetzt zwei Mal deutlich geschrieben. Also bevor ich es ein drittes Mal schreibe, beharren Sie darauf, dass Radfahrer nicht über Fußgängerüberwege fahren dürfen? Das war nämlich die Ausgangsbehauptung.

Das ist auch der Hauptgrund, warum so viele Autofahrer so viele Radfahrer bei "Regelverstößen" beobachten: weil sie die Rechtslage gar nicht kennen, und Regelverstöße sehen, wo keine sind.

Beitrag melden
Radnabe2 10.07.2019, 13:17
495.

Zitat von rennflosse
Das ist Unsinn und das bleibt Unsinn. Sich permanenten Gefahren auszusetzen, indem man gemeinsam mit schweren LKW und Bussen und PKW und Kleinlastern die Fahrbahn benutzt wenn ein Radweg vorhanden ist, muss als gefährliche Unvernunft gesehen werden. Diese Gefahren bestehen nämlich permanent. Während der Radweg größtenteils sicheres Fahren erlaubt. Außer an Kreuzungen. Dort werden Radfahrer manchmal übersehen. Mit etwas Vorsicht und weniger Rechthaberei würde jeder Radfahrer schadlos über die Kreuzung kommen. Es gibt Radwege, bei denen eine Nutzung nicht vorgeschrieben ist. Dabei ist es nach deutschem Recht durchaus NICHT erlaubt den RW zu meiden wenn man dort Gefahren für sich sieht. So weit, dass sich jeder sein eigenes Recht zimmert, sind wir (noch) nicht. Die nutzungspflichtigen Radwege sind gekennzeichnet.
Im Ernst? Sie halten das für Unsinn?
Jedenfalls ist der Unsinn Ergebnis von Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßen und der Unfallforschung der Versicherer.
Wenn ich im Lkw sitze, kann ich einen Radfahrer auf der Fahrbahn gut sehen, auch wenn er sich an der Ampel rechts vorbei schiebt. Aber auf dem Radweg wird er unsichtbar.
Komischerweise werden die sogenannten Kampfradler auf der Fahrbahn auch nur angefahren, sondern immer nur vorsichtige Kinder oder Senioren, die bei Grün losfahren.

Beitrag melden
loncaros 10.07.2019, 13:18
496.

Zitat von woswoistndu
Meine Güte, wie viel Wut da in Ihnen steckt. Ich bin etwas sprachlos, wenn ich Ihren Beitrag lese. Schon allein die Geschwindigkeitsangabe, bei der sich Ihr Konflikt abgespielt hat, zeigt mir, zu welcher Sorte ...
Ja, das geht in die gleiche Richtung. Ein Radfahrer, der auf einer Straße, auf der 50 fährt, mit 30 unterwegs ist, ist ein gewissenloser Kampfradler.

Woher kommt die Wut? Die kommt daher, dass man in Deutschland keinen Kilometer fahren kann, ohne dass ein sich falsch verhaltender Autofahrer einen irgendwie behindert oder gefährdet. Und man diesem Fehlverhalten komplett machtlos ausgeliefert ist, weil sich der Staat nicht darum schert.

Beitrag melden
SusiWombat 10.07.2019, 13:21
497.

Zitat von Gegen Zensur bei Spon
Nehmen wir das Beispiel München Da könne Sie als Autofahrer nahezu nirgends einen Radfahrer überholen, wenn der seinen vorgeschriebenen Abstand zum Fahrbahnrand einhält und Sie als Überholungswilliger auch alle Virschriften beachten Und wenn dann alle Radler brav die Straße nutzen, dann haben Sie in der Innenstadt einen Platzbedarf, den München schlicht nicht bietet (Wenn alle Fahrzeuge zu den radlern, und die Radler untereinander alls Abstandsregeln berücksichtigen) Und in direkter Folge haben Sie überall Dauerstau Dafür halten sich alle an alle Regeln
Wenn sich alle Radfahrer stattdessen ins Auto setzen, haben Sie das gleiche erreicht: Stillstand.

Statt also so viel Energie in gegenseitige Schuldzuweisungen zu investieren, könnte man auch nach zukunftsfähigen Lösungen für die individuelle Mobilität suchen. Ist aber deutlich anstrengender als "die sind blöd" zu rufen.

Beitrag melden
slowboarder 10.07.2019, 13:22
498. Provokante Gegemmeinung

Zitat von quark2@mailinator.com
Noch eine etwas provokative Einzelmeinung: Ich bin dafür, daß Radfahrer nirgends Vorfahrt haben. Ich hatte als Radfahrer seinerzeit in Karlsruhe mal in einem Monat 3 sehr kritische Situationen. Ich war zwar jeweils formal im Recht, aber wem nutzt das, wenn die Knochen kaputt sind ? Damals habe ich mich entschieden, in der Stadt nicht mehr schneller als 20 zu fahren und prinzipiell immer jedem Auto die Vorfahrt einzuräumen (außer natürlich wenn ich grün habe und das Auto rot hat). Danach war das Radeln super-entspannt, alles war easy und ich hatte nie wieder irgendein Problem. Für mich war das die Lösung.
Wenn das für Sie die Lösung ist, dürfen sie das gerne auch so handhaben.
Ich halte es nur für kein gutes Signal in unserer Gesellschaft, das Recht des Stärkeren auch noch per offiziellem Gesetz gesellschaftsfähig zu machen.

Beitrag melden
loncaros 10.07.2019, 13:22
499.

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Das stimmt so leider nicht! Fahrradfahren ist vor allem ein Hype. Deshalb fahren so viele.
Ist es in den Niederlanden auch ein Hype? Wo es seit 30 Jahren sich als Verkehrsmittel durchgesetzt hat? Wie lange hält so ein Hype?

Und das ganz ohne E-Motoren, die das Radfahren für körperlich schwächere attraktiver machen oder gerade erst ermöglichen.

Beitrag melden
Seite 50 von 51
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!