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Stau-Analyse: Hamburger stehen am längsten
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Autofahren in Metropolen ist zäh, Millionen Pendler stecken regelmäßig im Stau. Schneller geht es in der Nacht. Doch wie viel Zeit spart man wirklich, wenn die Straßen leer sind? Eine Studie liefert Antworten für Deutschlands Großstädte.

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c59 12.07.2012, 11:33
1.

Zitat von sysop
Autofahren in Metropolen ist zäh, Millionen Pendler stecken regelmäßig im Stau. Schneller geht es in der Nacht. Doch wie viel Zeit spart man wirklich, wenn die Straßen leer sind? Eine Studie liefert Antworten für Deutschlands Großstädte.
Das wissen wir schon lange.

Persönlich empfinde ich allerdings Köln als noch verkehrschaotischer. Da gibt es Einbahnstraßensyteme, da kommt man zwar rein aber nicht wieder raus, ohne ortskundige Führung ;)

Beste Grüße aus Hamburg

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pepe_sargnagel 12.07.2012, 11:33
2.

Zuallerersteinmal: Glückwunsch zu diesem Spitzenplatz!

Leider ist die Welt heute so flexibel geworden, dass jeder mit seinem Auto alleine in die Arbeit fahren muss. Fahrgemeinschaften sind völlig unmöglich und deswegen kann keiner auch nur einen kleinen Beitrag zur Entspannung des Verkehrs leisten.

Man sollte aber überlegen, ob man den öffentlichen Nahverkehr nicht noch mehr subventioniert, so dass da auch -wenn benötigt- längere Straßenbahnen und Regionalzüge fahren können als das heute z.T. der Fall ist. Die Nahverkehrsmittel stoßen langsam an ihre Kapazitätsgrenzen.

Alternativ könnte man auch häufiger über Homeoffice nachdenken, aber die Manager wissen natürlich, dass die Mitarbeiter auch nicht besser und nicht schlechter sind als sie selbst. Somit fürchtet man um Produktivität - aber ein Mitarbeiter, der jeden Tag 1 Stunde im Stau verbringt ist vielleicht so verärgert und resigniert, dass er auch weniger Leistung bringt. Auf alle Fälle sind Arbeitnehmer bereit für geringeren Pendelaufwand Lohnverzicht zu üben (Economics - The open access journal No. 2011-2).

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platow 12.07.2012, 11:36
3. Verkehrsfunk

Man muss im Urlaub an der Nordsee nur einmal anhören wie oft die Musik durch Verkehrsnachrichten unterbrochen wird. Das geht einem als Hesse nach 2 Tagen so auf den Wecker, dass man die Verkehrshinweise deaktiviert, da man ohnehin fernab der dicken Verkehrsknotenpunkte Urlaub macht.

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roger09 12.07.2012, 11:51
4. Forschung u. Technologie

Es ist unfassbar, dass Stauforscher, Logistikforscher bis heute keine adäquaten Lösungsmöglichkeiten anbieten. So werden weiterhin auf Autobahnen, in der Stadt etc. mehrspurige Fahrbahnen wegen Baustellen einspurig verengt, so dass Staus, in Extremfällen Megastaus verbunden mit gigantischen Wirtschafts,-Umwelt,- sowie Gesundheitsschäden entstehen. Gibt es Interessengruppen, die staufreundlich eingestellt sind?

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menschmaschine 12.07.2012, 11:53
5. Hamburgs Problem ist, dass der Durchgangsverkehr mitten durch geht

Zitat von sysop
Autofahren in Metropolen ist zäh, Millionen Pendler stecken regelmäßig im Stau. Schneller geht es in der Nacht. Doch wie viel Zeit spart man wirklich, wenn die Straßen leer sind? Eine Studie liefert Antworten für Deutschlands Großstädte.
Andere Städte haben einen Autobahnring, aber da Hamburg als eigenes Bundesland kaum Umland aufweist und Hamburgs Stadtgebiet zu dicht bebaut ist, lässt sich das im Stadtgebiet nicht realisieren. Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind die Verkehrsprobleme Hamburgs egal, so dass sich diese kaum für den Bau eines Ringes um die Stadt einsetzen werden. So fahren die LKW halt mitten durch die Stadt und stauen alles zu.

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deus-Lo-vult 12.07.2012, 12:05
6. ...

Zitat von c59
Das wissen wir schon lange. Persönlich empfinde ich allerdings Köln als noch verkehrschaotischer. Da gibt es Einbahnstraßensyteme, da kommt man zwar rein aber nicht wieder raus, ohne ortskundige Führung ;) Beste Grüße aus Hamburg
Ich sag nur Elbtunnel!
Waren jemals alle Spuren befahrbar?

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H.Lorenz 12.07.2012, 12:05
7. Schaden für alle Beteiligten enorm

Egal ob der Einzelne, die Volkswirtschaft oder die Umwelt. Alle nehmen enorm Schaden und werden benachteiligt. Parellel dazu forciert die grüne Politik den Infarkt weiterhin und bietet statt Lösungen mehr Parkraumbewirtschaftung an. Investitionen werden höchtens für weitere Straßenrückbauten zu Gunsten von Fahrradwegen oder so genannten Begegnungszonen freigegeben.

Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die Abhilfe schaffen würden. Leider ist hier die Kleinstaaterei ... ähm der Förderalismus wieder hinderlich, da jedes Land, jeder Kreis, jede Stadt, ja sogar jeder Bezirk unabhängig voneinander agiert und wegen fehlender interner Kommunikation (und dem fehlenden Zwang dazu) noch in erheblichem Maße selbst zur Verschlechterung der Umstände beiträgt.

Beispiel gefällig? Berlins längste Straße, das Adlergestell, in Verlängerung mit Schneller-, Köpenicker Landstraße und am Treptower Park war bis kurz nach der politischen Wende in der DDR bis auf wenige Ausnahmen durchgängig auf drei Spuren je Fahrtrichtung für 70 km/h ausgeschildert. Sicher, die Strecke war damals als "Protokollstrecke" für Staatsgäste ausgewählt - so wie heute auch. Nachwendig wurde diese Nord-Süd-Magistrale auf gut über der Hälfte der Strecke auf 50 km/h begrenzt - was sicherlich der Übermotorisierung geschuldet war.

Die Aufstellung von Tempo-50-Begrenzungen ist schnell gemacht - aber kurzsichtig und nicht durchdacht. Die Schaltprgramme der recht vielen Lichtsignalanlagen, noch aus DDR-Zeiten stammend, wurden ausgelegt für eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Nun dürfen die Fahrzeuge nur noch 50 km/h fahren und der Schaltzyklus, welcher eine Grüne Welle garantieren sollte, ist zerstört. Halten sich Autofahrer an die Geschwindigekit, ist an der zweiten Ampel Schluß mit Grüner Welle und es entstehen Staus. Und als wenn dies noch nicht genug ist, erhalten neu entstehende Einkaufspassagen, Gewerbegebiete ihre eigene Ampelanlage, die natürlich erst recht nicht in eine zentrale Schaltung integriert ist. Generell schaltet eine solche Ampel auf "rot", wenn kurz zuvor die BAB-Zubringer auf "grün" geschaltet hat. Dazu gesellt sich dann 500 m weiter eine von Fußgängern manuell zu schaltende Bedarfsampel. Das i-Tüpfelchen setzt aber die gerade mal ein Jahr alte neue Kreuzungsampel, die Bussen und Straßenbahnen immer frei Fahrt gwährt bzw. per Vorrangschaltung in den Schaltzyklus eingreift.

Ich denke mal, dass diese Schilderung keinen Einzelfall darstellt, aber sehr gut darlegt, wohin förderative Selbstverwaltung, "weniger Staat" und Mittelkürzungen führen.

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c59 12.07.2012, 12:22
8. Dammtor

Zitat von menschmaschine
Andere Städte haben einen Autobahnring, aber da Hamburg als eigenes Bundesland kaum Umland aufweist und Hamburgs Stadtgebiet zu dicht bebaut ist, lässt sich das im Stadtgebiet nicht realisieren. Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind die Verkehrsprobleme Hamburgs egal, so dass sich diese kaum für den Bau eines Ringes um die Stadt einsetzen werden. So fahren die LKW halt mitten durch die Stadt und stauen alles zu.
Hamburgs Problem ist u.a. das Dammtor. Ich lebe seit 15 Jahren in HH und habe keinen Tage erlebt, an dem dort alle Spuren, wie vorgesehen auf waren. Niemand weiß im Grunde mehr, wie die volle Funktion der Dammtorkreuzung eigentlich aussieht. Seit ca. einem Jahr bastelt die Bahn jetzt an einer neuen Brücke dort. Davor wurde immer mal die eine oder andere Spur neu geteert, dann alle auf zusammen umgebaut, dann die Bushaltestellen verändert, dann Löcher wozu auch immer gebuddelt und lange nicht dran gearbeitet, dann neue Striche gezogen, anschleißend wieder verändert usw. usw.

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spargel_tarzan 12.07.2012, 12:24
9. moregens benötige ich für 7,5km 17 minuten, abends schon mal 25 - 30 minuten.

und außerhalb der spitzenzeiten eher weniger. dies liegt zum einen am geringeren verkehr und zum anderen an den veränderten ampelschaltzeiten, die einen großen einfluß auf die trägheit des verkehrs haben, weil die EU will, daß es in den städten gemächlich voran geht.

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