Forum: Auto
Stau-Ranking: In diesen Städten verlieren Autofahrer die meiste Zeit
Michele Danze/DPA

Der Verkehr in deutschen Städten wächst weiter. Laut einer Studie liegt die Stauhauptstadt im Norden - dort vergeuden Autofahrer 113 Stunden im Jahr. Es hängt offenbar auch mit dem Immobilienboom zusammen.

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rstevens 04.06.2019, 00:53
1. In nicht wenigen dieser Städte verliert man noch mehr Zeit, ...

... wenn man sich auf den ÖPNV einlässt. Das ist ja das tragische. Das Problem des oft lückenhaften und trotzdem massiv überlasteten ÖPNV ist seit Jahrzehnten bekannt. Getan hat sich nichts. Leider...

Meist hat man die Wahl zwischen 30-40 Minuten mit dem ÖPNV immer oder 30-40 Minuten mit dem Auto, wenn‘s ganz wild wird, allerdings nur 15-20 Minuten mit dem Auto, wenn man die Möglichkeit hat, nicht zur absoluten Rush-Hour zu fahren. Nicht selten reicht es, zu dem Zeitpunkt loszufahren, zu dem man mit dem ÖPNV auch losmüsste, nur dass man dann mit dem Auto in der halben Zeit da ist.

Ich höre schon wieder alle „Fahrrad“ schreien. Ja, das ist sicher für die Leute eine Option, die bereits in oder nah an der Stadt wohnen. Aber auch nur für diese.

Wie auch immer, diese Meinungsmache nervt. Es ist mittlerweile bekannt, dass die SPON Journalisten keine Autos mögen. Vielleicht fangt ihr mal an, den Kommunalpolitikern journalistisch in den Hintern zu treten, endlich die Alternativen zum Auto auszubauen. Wenn Kapazität, Taktung und Zeitaufwand stimmen, würden auch mehr Leute das Auto stehen lassen. So viel Spaß macht es nämlich nicht, im Stau zu stehen. So lange das aber das kleinere Übel ist...

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halverhahn 04.06.2019, 02:46
2. Der „mögliche Einmaleffekt durch Großbaustellen“...

ist in Köln aber gerade nicht einmalig. Köln hat bereits seit Jahren bzw. wirklich seit Jahrzehnten (!!!) ganz bestimmte Großbaustellen, die irgendwie nie fertig werden oder nach Fertigstellung direkt wieder neu eingerissen werden, weil doch daran wieder was verschlimmbessert werden soll. Das sind aber die neuralgische Punkte von Köln, wo regelmäßig der Verkehr, speziell in den Rushhours am Morgen und abends, vollkommen zusammen bricht. Ich sage nur Leverkusener Brücke, Zoobrücke, Kreuz Köln-West und Kreuz Köln-Nord. Neben dem Heumarer Dreieck, wo generell immer extreme Staubgefahr droht. Autofahrer bzw Pendler versuchen nun, diese chronischen Staupunkte zu umfahren und dadurch knubbelt sich der Verkehr nun auch noch zunehmend im Kölner Süden bei Poll und dem südlichen Kölner Kreuz. Fazit: Köln ist in alle Himmelsrichtungen dicht, speziell morgens in die Stadt rein und abends wieder raus. Und das laste ich eindeutig dem absoluten Schrottmanagement dem zuständigen Straßenbauamts an. Koordination ist dort wohl ein vollkommenes Fremdwort! Daneben dauern die Baustellen viel viel zu lange bis sie mal fertig sind bzw werden. Einfach grausam! Das ist Bananenrepublik-like!!!

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112211 04.06.2019, 05:16
3. Auto im Dauerstau

Kein Wunder, wenn unbedingt das heilige Auto für die Fahrten in den Städten verwendet wird.

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fördeanwohner 04.06.2019, 05:21
4. -

Dazu fällt mir nur eins ein: A7! Die Großbaustelle, an der kaum jemand vorbeikommt. Und da Hamburg an diesem großen Fluss liegt, über den fast alle rüber/unter dem fast alle durch müssen, auch wenn sie gar nicht direkt in HH arbeiten oder leben, ist daran erstmal wenig zu ändern.

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SvenausRbeiHH 04.06.2019, 06:16
5.

"finden sich die vier Städte mit den höchsten Quadratmeterpreisen (München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin)"

Berlin hat mittlerweile höhere Mieten als Hamburg? Das ist mal eine Erkenntnis.

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mikaiser 04.06.2019, 06:28
6. Nur zweistellige Prozentzahl?

Um eine ernsthafte Abkehr vom Auto zu erreichen, müssen die Zeitverluste in den dreistelligen Prozentbereich kommen. Berlin geht da mit kreativen Ideen voran. 2019 ist Brückenjahr - drei der meistgenutzten Spreebrücken werden gleichzeitig repariert.

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celebraler_kortex 04.06.2019, 06:33
7. Flüsse und Brücken

Nicht aufgeführt sind die Nadelöhre, die sicher einen guten Anteil am Problem haben in Frankfurt, Köln, Dresden und Bonn: Flüsse und Brücken.

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icheinfachunverbesserlich 04.06.2019, 06:51
8. Augen auf bei der Städtewahl

Die ganzen Berichterstattungen und Diskussionen zeigen doch eins, der Herdentrieb auf die Metropolen bringt einfach nichts! Mietpreisexplosionen, keine vorhandenen Wohnräume, komplett überfüllte Straßen etc., man kann sich seinen Wohnort aussuchen!
Bevor ich mich neben diesem Wahnsinn auch noch dem weiteren aussetze (überfüllte Meldeämter mit 3 Wochen Vorlaufzeit für Termin, kein spontaner Abendausflug da alles belegt usw.) MUSS ich doch über eine Alternative nachdenken.
Aber nein, man will nun lieber auch in München, Berlin etc. wohnen.
Bevor nun wieder alle loslegen nach dem Motto: bin aber von diesem Arbeitgeber abhängig..........bin hier groß geworden ........ hab hier die Kita usw.
Okay, meine Aussage passt halt nicht für jeden - aber für sehr viele!
Es gibt so viele Orte in Deutschland, einfach mal Augen auf bei der Städtewahl!

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ontwoone 04.06.2019, 07:01
9. Verkehrte Welt

Unser Land wird aktuell nicht zeitgemäß und vor allem, nicht wirksam, verwaltet. Auf die Empfehlungen unserer staatlichen Ordnungshüter wird an keiner Front gehört. Täglich stehen Millionen von arbeits- und konsumfähigen Bürgern in Einzelhaft auf Asphalt und Schienen nutzlos rum. Verschwenden Zeit und Ressourcen und verpesten Luft und Laune. Keiner kümmert sich um die elenden Zustände unserer Fortbewegung die für echten Fortschritt stehen müsste. Tempolimit 130 wäre grundsätzlich ok, aber eine Diskussion darüber aufzumachen, in einer Zeit, in der es selten möglich ist freie Fahrt überhaupt aufzunehmen, ist völlig krank. Wir haben katastrophale Zustände an jeder der unzähligen Baustellen im Land. Stillstand, chaotische Absperrungen und Wegeführungen sind deutscher Standard geworden. Nur die Blitzer sind verlässlich und trickreich aufgestellt. Zudem kommt, dass immer mehr Führerscheinbesitzer keine Kompetenz für die Teilnahme am Individualverkehr besitzen und diese auch nicht erlernen möchten. Aggressives und egoistisches Verhalten einzelner ist oft der Grund für vermeidbare Behinderungen, bis hin zu Unfällen. An den Verkehrsverhältnissen erkennt man die Qualität eines Staatengebildes. Das bestätigt im Negativen, jeder Blick in Entwicklungsländer. Ein Blick in die Natur zeigt: Ameisen würden uns dafür verachten!

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