Forum: Auto
Stau-Ranking: In diesen Städten verlieren Autofahrer die meiste Zeit
Michele Danze/DPA

Der Verkehr in deutschen Städten wächst weiter. Laut einer Studie liegt die Stauhauptstadt im Norden - dort vergeuden Autofahrer 113 Stunden im Jahr. Es hängt offenbar auch mit dem Immobilienboom zusammen.

Seite 11 von 20
Schartin Mulz 04.06.2019, 12:35
100. Es ist ja logisch,

Zitat von lab61
Sie haben Recht. Grüne Welle wird auch den großen, Ein- und Ausfallfstraßen geschaltet, um dort den Vekehr möglichst flüssig zu halten. Wer die Trassen kreuzen muss, kann eben keine Grüne Welle haben. Und wenn auf der Haupttrasse der Verkehr auch nur noch im Schrittempo vorangeht, weil die Kreuzungen ständig verstopft werden von Leute, die auf Biegen und brechen immer noch auf volle Kreuzungen auffahren müssen, ist die Grüne Welle damit auch ausgehebelt. EIne gute Grüne Well kann man z.B. auf der Heerstr. in Berlin Spandau sehen, wenn es keine Baustellen gibt und die Leute entsprechend diszipliniert fahren. Verkehrsfluss wird auch nicht selten von diesen unzähligen Hektikfahrern, die ständig die Spuren wechseln müssen, weil es natürlich immer in der Spur gerade schneller vorangeht, in der man selbst gerade nicht fährt, behindert. Besonders beliebtes Verhalten von MÄNNLICHEN Fahrern mit Kennzeichen aus dem Umland.
dass grüne Wellen nur auf Hauptstraßen funktionieren. Was auch sinnvoll ist, weil da die meisten Autosunterwegs sind.
Grüne Wellen sind allerdings tatsächlich gegen Staus wirkungslos, sie funktionieren nur, solange die Straßen nicht überfüllt sind.
Nach meiner Beobachtung sind grüne Wellen allerdings verdammt aus der Mode gekommen. In den Siebzigern konnte ich, wenn ich abends unterwegs war, in unserer Stadt tatsächlich bis zu 10 km fahren, ohne ein einziges Mal anzuhalten. Heute undenkbar.
Und da wo ich jetzt wohne (Ruhrpott), hat man von Grünen Wellen wohl noch nichts gehört. Auf einer Strecke. die ich bis vor 2 Jahren fahren musste, waren abends ghegen 22.00 Uhr, wo kaum noch Autos unterwegs sind, regelmäßig 80 bis 90 % der Ampeln rot. Ohne dass jemals aus den Seitenstraßen mal ein Auto herausgekommen wäre. Das ist schon genial.
Auf meiner jetzigen Strecke liegt eine große Kreuzung, an der man aufgrund von Linksabbiegerampeln etc imme rsehr lange warten muss. Wird es dann grün, springt 20 Meter weiter die Ampel auf Rot. Man muss schon einen Kavaliersstart hinlegen, um noch Grün zu erwischen. Was die meisten auch tun.
Überlegt man, was dei Verkehrsplaner in den Siebzihgern noch mit Analoganlagen hinbekommen haben, und überlegt man weiter, welche technischen Möglichkeiten wir heute haben, ist das nicht nachvollziehbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merlin 2 04.06.2019, 12:38
101. Köln nicht erster Platz?

Da kann was nicht stimmen, wenn Köln nicht unangefochten den ersten platz einnimmt.
Ich fahre 100mal lieber in Hamburg herum und fahre dann tatsächlich auch als in Köln, wo ich jedesmal zu Fuß schneller gewesen wäre.
Aber wer weiß, was TomTom mit den Geräten so aufzeichnet - vielleicht den in Blankenese langsam am Elbstrand vorbeizuckelnden Touristen, der es nicht eilig hat und sich des schönen Anblicks erfreut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Stein! 04.06.2019, 12:41
102. Schrottmanagement?

Zitat von halverhahn
(...) Und das laste ich eindeutig dem absoluten Schrottmanagement dem zuständigen Straßenbauamts an. Koordination ist dort wohl ein vollkommenes Fremdwort! Daneben dauern die Baustellen viel viel zu lange bis sie mal fertig sind bzw werden. Einfach grausam! Das ist Bananenrepublik-like!!!
Haben Sie es mal in Erwägung geogen, dass es sich bei diesen Aktionen um Absicht handelt?
Das Autofahren soll den Bürgern verleidet werden.
Das wird von Politikern, insbesondere der Grünen, auch offen kommuniziert.
Lesen Sie dazu einfach mal die Homepages der Paarteien oder einzelner Politiker.
Weitere Maßnahmen sind Verknappung und Verteuerung des Parkraumes sowie die Nichtabschaltung von Ampelanlagen zu verkehrsschwachen Zeiten.
Und on top jetzt auch noch Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen bei gleichzeitiger unveränderter Ampelschaltungen.
Einzig die Begründungen klingen wohlwollender als die tatsächlichen Hintergründe wie Schikane und Willkür.
Der Straßenzug Tempelhofer Damm (Ausfallstraße in Nord-/Südrichtung) wurde streckenweise zum Zwecke der "Luftreinhaltung" auf 30 limitiert ohne die Ampelschaltungen anzupassen. Der nun selbst an Samstagen zähflüssige Verkehr ist nämlich mit seinen permanenten Anfahr- unnd Bremsvorgängen unheimlich luftreinigend. Die als Ausweichmöglichkeiten verfügbaren Parallelstraßen wurden dem angeglichen und die zeitliche Limitierung zwischen 22:00 und 06:00h wurde auf ganztägig ausgeweitet.
Das Abschalten von Ampelanlagen wurde immer schon damit begründet, dass dies teurer wäre als ein durchgängiger Betrieb.
Was daran tatsächlich so teuer sei (Stromverbrauch beim Neustart kann es nicht sein, es handelt sich um Signallampen, die selbst bei Betrieb permanent den Betriebszustand ändern. Vermutlich muss ein Nachwächter durch die Stadt fahren und einen Schalter bedienen) konnte mir jedoch noch niemand schlüssig erklären.
Alle Maßnahmen aufzuführen und zu hinterfragen würde den Rahmen dieses Forums sprengen, deshalb machen Sie sich bitte nunmehr eigene Gedanken. Gehen Sie aber bitte nicht von "Dummheit" und "Unfähigkeit der Politiker" aus sondern eher von Strategie und Absicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans-Dampf 04.06.2019, 12:42
103.

Zitat von k70-ingo
Selbstverständlich ist die Eigenheimquote zu niedrig.
Nun, sie ist immerhin bei ca. 50%. Im Vergleich mag das "niedrig" sein, aber welchen Gradmesser gibt es denn, dies als "zu niedrig" zu bezeichnen?
Ich halte einfach mal dagegen und behaupte, dass jemand mit selbstgenutzem Wohneigentum weniger flexibel als ein Mieter ist - und da man heute nicht mehr nach Aufnahme eines Berufs im gleichen Betrieb bis zur Rente arbeitet, sind größere Entfernung weniger problematisch für Mieter. Im Gegensatz zum Mieter muss der Eigentümer (bei Kauf eines neuen Eigentums) auch noch die Kaufnebenkosten von ca. 10% des Kaufpreises jedes Mal bezahlen, wenn er woanders hinzieht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans-Dampf 04.06.2019, 12:47
104.

Zitat von cabeza_cuadrada
genau so ist es. Wo bleibt eine gesetzliche Regelung für ein Recht auf Homeoffice/Mobilarbeit wie in den Niederlanden?
Weil hier womöglich Leute ankämen und ihren Heimarbeitsplatz einfordern, obwohl der Arbeitsplatz es gar nicht zulässt. Bei uns geschehen: ein Bote und ein Fahrer haben sich beim Betriebsrat beschwert, dass die Kolleg(inn)en mit Bürotätigkeit Telearbeit machen dürfen und sie eben nicht. Sie fühlten sich dadurch diskriminiert und ausgegrenzt. Was passierte? Die relativ großzügige Regelung zur Telearbeit wurde zurückgefahren und Boten wie Fahrer werden wohl bald von externen Firmen gestellt, so dass sie sich nicht beim Betriebsrat unseres Unternehmens beschweren können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
940c30 04.06.2019, 12:54
105. Telearbeit ist eine Lösung...

... die Unternehmen und der öffentliche Dienst müssen es nur wollen. Gott sei Dank forciert mein Arbeitgeber die Telearbeit, immer mehr Mitarbeiter nutzen die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten und das Unternehmen stellt eine Steigerung der Produktivität fest. Und die Pendler sind bis zu 80% weniger auf der Straße.
Nachteil: unsere Kantine wird langsam unwirtschaftlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
plutinowski 04.06.2019, 12:55
106. Danke

Zitat von k70-ingo
Selbstverständlich ist die Eigenheimquote zu niedrig. Hätten mehr Bürger Eigentum, würde es dieses medial gepushte Gewimmer über den angeblichen Mietennotstand gar nicht erst geben. Und die Politik könnte sich anstatt irgendwelche sinnfreien Mietpreisbremsen zusammenzupfuschen, um die wirklich relevanten Themen kümmern. Als Eigentümer kann man über diese albernen Aufgeregtheiten nur müde lächeln.
Danke. Werde mich dieser gelebten Solidarität mit Mietern erinnern, wenn mal wieder die nächste Benzinpreiswelle und die nächsten Fahrverbote kommen. Und das werden sie. Werde dann als Radfahrer und ÖPNV-Nutzer über das Gewimmer über erhöhte Benzinpreise und alberne Aufgeregtheiten über Fahrverbote nur müde lächeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Stein! 04.06.2019, 12:58
107. Sie haben für sich eine gute Entscheidung getroffen!

Zitat von krustentier120
Habe mein Auto vor allem wegen der Parkplatznot vor ca. 6 Jahren abgeschafft. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Man erreicht fast alles schneller mit dem Fahrrad, gute Regenklamotten vorausgesetzt. Ab und zu Carsharing oder auch mal ein Taxi, trotzdem bleibt viel mehr Geld über als früher. Außerdem keinen Stress mehr mit Reperaturen, Inspektionen und TÜV.
Warum aber, meinen Sie, tun sich viele den Stress dennoch an?
Kleiner Gedankenansatz: Beobachten Sie mal Ihre Nachbarn, die noch immer einen Privat-Pkw haben.
Zu alt bzw. gesundheitlich eingeschränkt?
Arbeitszeiten zu denen Sie noch oder schon im Bett liegen oder feiern? Okay, da wird es mit dem Beobachten natürlich schwierig.
Erfordernis eines Transports von Gütern an beinahe jedem Tag?
Versorgung, Pflege und Beförderung abhängiger Personen?
U.s.w.!
Viel Vergnügen beim Studium der Lebensumstände Ihrer Mitmenschen und dem Zugewinn von Erkenntnissen ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
James Blönd 04.06.2019, 12:58
108. Die ewige Stadtbaustelle Köln

Zitat von merlin 2
Da kann was nicht stimmen, wenn Köln nicht unangefochten den ersten platz einnimmt. Ich fahre 100mal lieber in Hamburg herum und fahre dann tatsächlich auch als in Köln, wo ich jedesmal zu Fuß schneller gewesen wäre. Aber wer weiß, was TomTom mit den Geräten so aufzeichnet - vielleicht den in Blankenese langsam am Elbstrand vorbeizuckelnden Touristen, der es nicht eilig hat und sich des schönen Anblicks erfreut.
Ja, das wundert mich auch. Köln ist wirklich grausam. Man kommt nicht rein, man kommt nicht raus. Und ist man endlich drinnen, steht man. Entweder im Stau. Oder an Dauerrotampeln, denn die Straßenbahn hat ja Vorrang. Köln hat, Fuckfact, übrigens die größte Ampeldichte in einer Großstadt.

Als ich mal in Köln wohnte, im schönen Stadtteil Klettenberg, und ich dreimal in der Woche in den Pott pendeln durfte (schön über die immer leeren A57, A1, A3, A524 und die A40), stand ich teilweise allein bis zu fünf Minuten an der roten Ampel (Gottesweg/Ecke Luxemburger), nachdem ich aus meiner Straße nur einmal rechts um die Ecke biegen wollte. Von anderen Genervten, die einen dann erst gar nicht auf den Gottesweg lassen, will ich mal gar nicht sprechen.

NIE wieder würde ich das heute machen. Aber ich war jung und wollte das Geld ;)

@Spiegel online: Sehr gute Aufbereitung der Daten, lassen sich sehr schnell erfassen. Besten Dank.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cabeza_cuadrada 04.06.2019, 13:01
109. so ein Irrsinn

Zitat von Hans-Dampf
Weil hier womöglich Leute ankämen und ihren Heimarbeitsplatz einfordern, obwohl der Arbeitsplatz es gar nicht zulässt. Bei uns geschehen: ein Bote und ein Fahrer haben sich beim Betriebsrat beschwert, dass die Kolleg(inn)en mit Bürotätigkeit Telearbeit machen dürfen und sie eben nicht. Sie fühlten sich dadurch diskriminiert und ausgegrenzt. Was passierte? Die relativ großzügige Regelung zur Telearbeit wurde zurückgefahren und Boten wie Fahrer werden wohl bald von externen Firmen gestellt, so dass sie sich nicht beim Betriebsrat unseres Unternehmens beschweren können.
ist sicher nur in DE möglich. Natürlich ist Home Office von der Tätigkeit abhängig und deshalb nicht immer möglich. Aber denen bei denen es geht Home Office zu verbieten weil sich diejenigen bei denen es eben nicht möglich ist diskriminiert fühlen? Diese elende Gleichmacherei ist einfach widerlich. Ihren Boten und Fahrern geschieht es ganz recht wenn sie demnächst ersetzt werden. Eine gesetzliche _Regelung analog NL muss her.
Zusatz wie in NL:
"Arbeitgeber müssen eine Absage begründen und dafür schwerwiegende Dienst- oder Betriebsinteressen anführen"
Ganz einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 20