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Stau-Ranking: In diesen Städten verlieren Autofahrer die meiste Zeit
Michele Danze/DPA

Der Verkehr in deutschen Städten wächst weiter. Laut einer Studie liegt die Stauhauptstadt im Norden - dort vergeuden Autofahrer 113 Stunden im Jahr. Es hängt offenbar auch mit dem Immobilienboom zusammen.

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Ein Stein! 04.06.2019, 13:34
120. Eine schöne Geschichte! Und nun eine Nachfrage:

Zitat von Frittenbude
Tatsächlich ähneln sich die Fahrtdauer mit PKW einschl. üblicher Staus und Fahrtzeit ÖPNV oftmals. In Ihrer Rechnung ist jedoch ein grundlegender Fehler: Nämlich die Annahme, die Fahrzeit im ÖPNV wäre "verlorene Zeit". Diese Erfahrung hat gerade meine Frau gemacht; bis vor 2 Monaten hat sie exakt wie Sie oben argumentiert inkl. Rechnung und war eingefleischte und Staugewöhnte Autofahrerin. Dann hat sie auf mein Bitten dann doch mal den Bus ausprobiert, der sie ohne Umsteigen zu ihrer Arbeitsstelle bringt, und festgestellt, dass sie ja dort schon den Laptop aufklappen und die Arbeit vorbereiten kann oder einfach im Internet surfen kann, etc. Tja, das war eine Erleuchtung - im Folgemonat hat sie sich direkt das Jahresabo bestellt......
Da Ihre Frau ja nicht nur einen Sitzplatz ergattert sondern sogar noch Platz hat, ihren Laptop aufzuklappen, stellt sich die Frage nach Ihrem Wohnort.
Einen Sitzplatz bekommen Sie in Berlin nur, wenn Sie an der Starthaltestelle oder wenige Stationen danach zusteigen.
Und auch nur für diese Zeit haben Sie Platz für einen aufgeklappten Laptop!
Also: Wie heißt das Nest in dem sich das von Ihnen geschilderte Szenario abspielt?

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c700 04.06.2019, 13:43
121. Fahrrad fahren hilft

Fahrt mehr mit dem Fahrrad, das kommt der Umwelt zu Gute und ihr steht nicht im Stau.

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vincentaurelius 04.06.2019, 13:48
122.

Ich durfte mal pendeln, zwischen Ruhrgebiet und Köln.
Autofahrzeit ca. 50 Min bei wenig Verkehr bis hin zu 1 1/2h Stunde mit Stau.

Bahnfahrtzeit:
von mindestens 1:10h wenn die Anschlusszüge passten.
Das taten sie aber nicht, da in Düsseldort der Zug 3 von 5 Tagen den Fernverkehr vorrang lassen musste.
Entsprechend stand ich dann in Bochum zwanzig Minuten länger, um auf den Anschluss zu warten.
Somit lag die tägliche Reisezeit bei 1:50h bis 2:10h pro Strecke.
Insgesamt täglich ca. 2 - 3h Fahrtzeit mit der Bahn.

Dazu mindestens 8h Arbeit, gerne auch mal mehr, weil man das ja macht. Man bekommt ja mittlerweile ein schlechtes Gewissen, wenn man mal pünktlich nach Hause geht.
Entsprechend hatte ich im Schnitt also 12 - 14h Arbeitstage bei einem Gehalt von etwas mehr als 1500,-€ netto. (Aktien für meine Altersvorsorge konnte ich mir somit auch nicht kaufen, Herr Merz!)

Im Wochenschnittvergleich also:
Auto:max.:15h
Bahn jenseits von 30h
Da kann die Bahn noch sehr das schnellste Internet haben oder die beste Klimaanlage,
(was sie ja beides nicht hat!)
Da sitze ich doch lieber alleine mit eigenen Radio, Heizung und Ruhe in der eigenen Karre und freue mich über
mindiestens 15h Freizeitgewinn gegenüber der Bahn.

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Schartin Mulz 04.06.2019, 13:52
123. Dann

Zitat von c700
Fahrt mehr mit dem Fahrrad, das kommt der Umwelt zu Gute und ihr steht nicht im Stau.
kann man sich mit dem Fahrrad durch die stinkenden Staus schlängeln. Macht auch nicht direkt Spaß.

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Frittenbude 04.06.2019, 13:54
124.

Zitat von Ein Stein!
Da Ihre Frau ja nicht nur einen Sitzplatz ergattert sondern sogar noch Platz hat, ihren Laptop aufzuklappen, stellt sich die Frage nach Ihrem Wohnort. Einen Sitzplatz bekommen Sie in Berlin nur, wenn Sie an der Starthaltestelle oder wenige Stationen danach zusteigen. Und auch nur für diese Zeit haben Sie Platz für einen aufgeklappten Laptop! Also: Wie heißt das Nest in dem sich das von Ihnen geschilderte Szenario abspielt?
Es ist tatsächlich die Starthaltestelle. Allerdings ist Ihre Logik fehlerhaft, da es auch in Berlin eine Fluktuation in den Bussen gibt und nicht jeder Fahrgast bis zur Endhaltestelle fährt. Oder ist das bei den von Ihnen genutzten Buslinien etwa anders? Das wäre sehr interessant und bitte nennen Sie diese Linien...

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Siggi_Paschulke 04.06.2019, 13:56
125. Grüne Welle

Verstehe ich das Prinzip falsch oder warum kann man auf den Seitenstrassen nicht auch Grüne Welle fahren? Es heisst ja nicht, dass durchgehend grün ist, sondern nur, dass bei zB 60 km/h alle weiteren Ampeln bei grün durchfahren werden könnten. In "meiner" Rotphase jedoch kann der Querverkehr doch durchaus auch eine Grüne Welle haben...das geht sicher nicht mit allen Seitenstrassen, aber vereinzelte größere durchaus.

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larsmach 04.06.2019, 13:57
126. Zum Glück Städte mit U-/Hochbahn-Netz!

Das sind zum Glück Metropolen mit U-/Hochbahnnetz. Als ich einmal in London mit dem Taxi zu spät zu einem Termin mit Investoren kam, rieten die beiden Multi-Millionäre mir, nächstes mal besser "the tube" (die U-Bahn) zu nehmen, auch wenn sie zur Rush-hour oft sehr voll sei - sie selbst würden das schließlich auch tun!
Vielleicht gibt es in Deutschland noch etwas Standesdünkel, der Menschen dazu ermuntert, mit dem Auto in langen Schlangen zu warten, um am Zielort nach einem Parkplatz zu kreisen oder ein Parkhaus in der näheren Umgebung zu suchen. Ich selbst reise nach Hamburg oder Berlin usw. meist per Bahn oder Flugzeug. Falls ich dort mit einem Pkw ankomme (weil ich später weiterreise...), parke ich das Auto sofort in einem Parkhaus mit vernünftigem 24 Stunden-Tarif und nahe einer U-Bahnstation oder lasse es in der Hotel-Tiefgarage... und kaufe mir eine ÖPNV-Netzkarte. The big easy!

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cuwygt 04.06.2019, 14:04
127. Nur Stadt oder auch Land?

Interessant wäre die Info, ob auch das Umland einbezogen ist. So sind die Staus in Hamburg im Wesentlichen im Stadtgebiet (A7 und Elbtunnel, Megabaustelle "Deckel"), in München fangen die Staus weit vorher an (Ebersberg, Dachau etc.) und werden immer länger, da die arbeitende Bevölkerung mittlerweile sogar aus dem S-Bahn Einzugsgebiet vertrieben wird und bezahlbarer Wohnraum erst im weiteren Hinterland zu bekommen ist. Dazu kommen Dauerbaustellen am Autobahnring A99, die täglich zu Megastaus führen und trotzdem nichts bringen - wenn das jemals fertig ist, werden sich die Autos einfach auf mehr Spuren stauen... Leider kennt auch hier die Politik für die Zukunftsfragen nur die Lösungen von vor fünfzig Jahren... Die Hälfte des Geldes das im Autobahnausbau verschwendet wird in die Schulen und die Digitalisierung und wir wären in 20 Jahren führend in autonomen Verkehrssystemen und hätten keine Staus mehr... aber da kann man keine Bänder zerschneiden und Hochbau schmiert auch am Besten

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benmartin70 04.06.2019, 14:09
128.

Zitat von Schartin Mulz
kann man sich mit dem Fahrrad durch die stinkenden Staus schlängeln. Macht auch nicht direkt Spaß.
Deshalb weniger Autos, Fahrverbote oder E-Autos.

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Willi2001 04.06.2019, 14:09
129.

Zitat von James Blönd
Danke für die Zahlen. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie dankbar ich bin, einen Job zu haben, den man freiberuflich ausüben kann. Diese Pendelei ist echt krank. Sie macht auch krank. Und sorry, ich finde auf die Schnelle gerade keine bessere Quelle, ich meine, ich habe auch schon mal hier auf Spiegel online gelesen: "Stress wie ein Kampfjetpilot: In manchen Fällen wurden Stressniveaus gemessen, die denen von Fallschirmspringern oder Kampfjetpiloten im Einsatz entsprachen." https://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/pendler/buch-pendeln-macht-ungluecklich-36757786.bild.html
Aus dem Grund versuchen wir ja eben durch die Fahrgemeinschaft das ganze (erfolgreich) zu reduzieren. Mal abgesehen vom nicht gerade kleinen finanziellen wie zeitlichen "Schaden" der uns durch ÖPNV entstehen würde, gibt die Zeitersparniss meiner Mitfahrerin und mir auch noch die Zeit uns in in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und dem Roten Kreuz zu engagieren. Mind. eines davon würden wir aber beide sofort einstellen wenn wir gezwungen werden die 1,5 Stunden zusätzlich (also jeweils 2,5 Stunden täglich) in einem ÖPNV zu verbringen.

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