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Stau-Ranking: In diesen Städten verlieren Autofahrer die meiste Zeit
Michele Danze/DPA

Der Verkehr in deutschen Städten wächst weiter. Laut einer Studie liegt die Stauhauptstadt im Norden - dort vergeuden Autofahrer 113 Stunden im Jahr. Es hängt offenbar auch mit dem Immobilienboom zusammen.

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fjr 04.06.2019, 16:17
160.

Zitat von Schartin Mulz
Im Stau wird diese Geschwindigleit nicht erreicht. Und wenn die Straßen frei sind, ist man mit Tempo 50 wesentlich kürzer auf der Straße als mit Tempo 20. Und "störungsfrei" hieße ja auch, dass man nicht an der roten Ampel anhalten muss oder der Vordermann nicht abbremst, weil er abbiegen oder einparken will. Ich weiß nicht, was solche realitätsfernen Rechnungen aussagen sollen.
es war letztlich eine Antwort auf einen Beitrag eines Foristen, der glaubte, mit deutlich höheren Geschwindigkeiten gäb's weniger Stau.

Mein Beitrag ging darum, dies zu widerlegen. Sie haben nämlich durchaus recht, im Normalbetrieb wird nichts störungsfrei sein, die Kapzität also eher niedriger, das habe ich aber auch geschrieben. Lesen bildet.

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Ein Stein! 04.06.2019, 16:17
161. Außer bei Stadtrandlinien

Zitat von Frittenbude
Es ist tatsächlich die Starthaltestelle. Allerdings ist Ihre Logik fehlerhaft, da es auch in Berlin eine Fluktuation in den Bussen gibt und nicht jeder Fahrgast bis zur Endhaltestelle fährt. Oder ist das bei den von Ihnen genutzten Buslinien etwa anders? Das wäre sehr interessant und bitte nennen Sie diese Linien...
betrifft dies zu Stoßzeiten alle zumindest teilweise im inneren S-Bahnring verkehrenden Buslinien.
Diese sind häufig überfüllt im rechtlichen Sinne.
Die Fahrer gehen dabei ein persönliches Risiko ein, weil die zugelassene Personenzahl überschritten wird und die Fahrgäste dem Fahrer zu Teil die Sicht nach rechts versperren, weil sie bis zur Windschutzscheibe im Gang stehen.
Sie fahren wohl, im Gegensatz zu Ihrer von Ihnen überzeugten Gattin, nicht so oft mit dem ÖPNV, habe ich recht?

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PeterMüller 04.06.2019, 16:19
162. Im Stau in Bremen

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Bremen hat soviel Stau wie München (beide Level 3), nur Nürnberg, Berlin und Hamburg haben ein höheres Level. Während Berlin und München mit 4.000 bzw. 4.700 Einwohnern je qkm zu tun haben, sind es bei Nürnberg immerhin noch 2.700. In Bremen: 1.700. Das ist wichtig, wenn man Verkehrspolitik beurteilen will. Da also die anderen Großstädte weit mehr oder sogar bis zum 3,5fachen der Menschen je qkm haben, müssten rein rechnerisch auch mehr Autos, LKWs, Fahrräder und Fußgänger je qkm gleichzeitig unterwegs sein. Wie schlecht muss also eine Verkehrspolitik sein, die es schafft, in einer so grünen, für Großstädte nahezu dünn besiedelten Großstadt das gleiche Verkehrschaos hinzubekommen wie in den hochverdichteten Großstädten? Ich kann es Ihnen sagen: Eine völlig irre Verkehrspolitik des GRÜNEN Verkehrsministers Lohse (Senator für Häfen und Verkehr). Aber der geht ja jetzt. Es kann also besser werden.

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rstevens 04.06.2019, 16:44
163.

Zitat von Frittenbude
Tatsächlich ähneln sich die Fahrtdauer mit PKW einschl. üblicher Staus und Fahrtzeit ÖPNV oftmals. In Ihrer Rechnung ist jedoch ein grundlegender Fehler: Nämlich die Annahme, die Fahrzeit im ÖPNV wäre "verlorene Zeit". Diese Erfahrung hat gerade meine Frau gemacht; bis vor 2 Monaten hat sie exakt wie Sie oben argumentiert inkl. Rechnung und war eingefleischte und Staugewöhnte Autofahrerin. Dann hat sie auf mein Bitten dann doch mal den Bus ausprobiert, der sie ohne Umsteigen zu ihrer Arbeitsstelle bringt, und festgestellt, dass sie ja dort schon den Laptop aufklappen und die Arbeit vorbereiten kann oder einfach im Internet surfen kann, etc. Tja, das war eine Erleuchtung - im Folgemonat hat sie sich direkt das Jahresabo bestellt......
Sie haben die alles entscheidende Besonderheit selbst genannt.

Ja, es gibt Fälle, in denen man akzeptieren kann, dass die Maximaldauer mit dem Auto der Regeldauer im ÖPNV entspricht, nämlich dann, wenn man diese Zeit in einem Verkehrsmittel bleibt.

Nicht selten bestehen ÖPNV Touren allerdings aus 5 Minuten Warten, 15-20 Minuten Busfahren, laufen, warten, 10 Minuten Bahn Fahren, laufen...

Die "Nutzbarkeit" dieser Zeit kehrt sich dann komplett um. Statt die gleiche Zeit im Auto (und zum Teil Stau) für Telefonate, zum Musikhören oder zum Hörbuchhören nutzen zu können, ist man wirklich aktiv unterwegs, wird unter Umständen noch nass dabei und steht in den öffentlichen Verkehrsmitteln, weil zur Pendelzeit alles völlig überfüllt ist.

Ich weiß genau, wo Sie herkommen. Bei längeren Reisen mache ich es ähnlich. Da ziehe ich die Bahn oft vor, obwohl die Gesamtreisezeit sogar länger ist, als mit dem Flugzeug, einfach weil ich dann 3 Stunden im Zug sitze und dort die Zeit nutzen kann, statt 2,5 Stunden bis auf die Flugzeit aktiv unterwegs zu sein.

Das kann nur besser werden, wenn der ÖPNV massiv ausgebaut wird. Und ja, ich weiß, dass das noch 15-20 Jahre dauern wird. Es wird aber noch länger dauern, wenn man nicht jetzt sofort hart damit anfängt.

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quidquidagis1 04.06.2019, 16:55
164. Ach wissen Sie..

Zitat von lab61
Aber die meisten sehr wohl. Der Handwerker, der drei Werkzeugkoffer - oder noch mehr - mitzuschleppen hat, ist ja wohl eher die Ausnahme unter den Berufspendlern.
..es gibt noch andere Berufe.Manche fahren morgens nur ins Büro ,um von dort aus zu Kunden zu fahren(die mit dem ÖPNV nicht zu erreichen sind)Nicht alle Berufstätigen kleben 8 Stunden auf ihrem Bürostuhl!

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rstevens 04.06.2019, 16:57
165.

Zitat von lab61
Für meien Frau, die einen weiteren Weg hat, geht es ab Hauptbahnhof, wo ich sie morgens absetzen kann, mit der S-Bahn bis zum Ostbahnhof aber wesentlich schneller als mit dem PKW oder gar mit dem Motorroller. Und ja. Es ist morgens eben auch voller in der Bahn. Aber fahren Sie mal morgend die Londoner Tube oder die Moskauer Metro. Dann wissen sie, was "voll" bedeutet. Und dort - in London - fahren selbst die feinen Banker eher mit der Tube, als mit dem Auto... Dank der Londoner City Maut, die ich mir auch für Berlin wünschen würde, erst Recht.
Meine Generalisierung wird ungefähr stimmen. Es wird genug Fälle geben, wo der ÖPNV noch deutlich länger dauert, als das Auto selbst mit Stau. Genauso wird es genug Fälle geben, wo der ÖPNV besser ist. Die extremen Fälle dürfte es nicht geben, da sich wohl wenige 45 Minuten in den Stau stellen, wenn sie mit ÖPNV in 15 Minuten am Ziel sein können.

Ein Stück bestätigen Sie mich ja. Für Ihre Frau ist der ÖPNV auch nur auf einem Teilstück attraktiv.

Zudem muss man auch noch differenzieren zwischen Städten mit gut ausgebautem U-Bahn-Netz, wie Berlin oder London und Städten ohne, wie Köln. Köln hat beispielsweise nur unterirdische U-Bahnen, die im Hinblick auf Taktung und Kapazität deutlich hinter einer "richtigen" U-Bahn liegen. Zudem haben die allermeisten Linien in Köln irgendwo dann keinen Tunnel oder zum Teil keinen eigenen Gleiskörper mehr.

Aber hey, zum Glück haben die Grünen in Köln ja gerade eine Initiative für einen langen Tunnel für eines der kritischen Nadelöhre verhindert. Das verstehe wer will.

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Ragnar the Bold 04.06.2019, 17:00
166.

Zitat von siechmar.g
Das kann ich mehrfach im Monat in Amsterdam beobachten. Die Radfahrer halten an roten Ampeln oder am Stoppschild , steigen in den Fussgängerzonen ab und warum? Durch die vermehrte Polizeipräsenz (auch Motorrad-/Fahrradpolizei) werden Radfahrer bei Verkehrsverstössen wie Autofahrer behandelt und bestraft. Da fährt auch der Fahrradpolizist einem Rotsünder nach und hält Ihn an.
Das macht man bei uns auch. Mein Chef (kein Radfahrer) meinte mal bei uns werden die Fahrradfahrer besser kontrolliert als die Autofahrer.

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g_bec 04.06.2019, 17:12
167. Angesichts

Zitat von mazzmazz
.... Dann lasse ich es eben und der Beamtenstaat muss auf 120.000 Eir Steuern verzichten. Auch gut, ich kann auch ein paar Projekte p.a. von einem Segelboot aus abwickeln. Wer das nicht kann, wird Ihnen bald eine AfD - Mehrheit präsentieren. Ich wäre langsam vorsichtig mit weiteren Gängeleien der Arbeitenden aus der linksgrünen Ecke.
Angesichts der relativ kleinen Gruppe der "ich zahl 120.000 Euro Steuern im Jahr"-Gruppe, klingt das eher nach "Ich halte solange die Luft an bis..." als nach Drohung.
Und bitte nicht vergessen: Die Altennaiven sind so dämlich dann auch wieder nicht, als dass sie nicht bemerkt hätten, dass "Umwelt" Stimmen bringen kann. "Freie Fahrt für Diesel" wird vermutlich bei den nächsten Wahlen kein Plakat mehr sein.

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g_bec 04.06.2019, 17:15
168. Och,

Zitat von Willi2001
Ist ja schön dass Sie ohne Auto auskommen, finde ich auch gut, aber dann haben Sie vermutlich viel Zeit zur Verfügung. Zeit kostet Geld und teilweise ist diese Zeit auch nicht "bezahlbar". Aber genau so "umständlich" ist es für einige. Wie ich vorher schon schrieb spart meine Mitfahrerin und ich pro Tag 1,5 Stunden (statt 2,5 Stunden mit den öffentlichen) durch die Nutzung des PKWs und solang der ÖPNV es nicht hinbekommt gleich schnell und zuverlässig zu sein wird es für uns kein zurück zu ÖPNV mehr geben. Wir reden hier von jeweils 315 Stunden pro Jahr (bei 210 Arbeitstag) und Person und diese 315 Stunden müssen erstmal durch irgendeine "Leistung" bzw Zeit ersetzt werden. Zeit die wir, wie ich auch schrieb, zum Teil für ehrenamtliche Tätigkeiten aufwenden und wir diese auch beenden sobald wir eben diese 315 Stunden zusätzlich aufbringen müssen - Aber vielleicht findet sich ja der ein oder andere ÖPNV bzw Radfahrende (vielleicht bessere) Mensch aus der Stadt, der dann auf dem Land aushilft? Wohl eher nicht. Und bei knapp 40 Arbeitstagen die man (in unserem Fall) !ZUSÄTZLICH! im öffentlichen Nahverkehr verbringen soll ist es kein Jammern! Umziehen geht leider aus familiären Gründen nicht aber wenn in der Zukunft doch noch ein Umzug anstehen sollte dann einer ins entfernte Ausland...
Och angesichts der Tatsache, dass Sie eine Fahrgemeinschaft bilden, sind Sie grüner, als Sie uns hier verkaufen wollen. Und wenn's auch nur dem Geldbeutel geschuldet ist;-) Würden das nämlich Alle machen, gäbe es keine Staus, da mehrere zehn Prozent der Stauverursacher weg wären.

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Willi2001 04.06.2019, 19:55
169.

Zitat von g_bec
Och angesichts der Tatsache, dass Sie eine Fahrgemeinschaft bilden, sind Sie grüner, als Sie uns hier verkaufen wollen. Und wenn's auch nur dem Geldbeutel geschuldet ist;-) Würden das nämlich Alle machen, gäbe es keine Staus, da mehrere zehn Prozent der Stauverursacher weg wären.
Natürlich geht es mir auch um die Umwelt, aber es geht mir auch um wertvolle Zeit - von der haben viele von uns nämlich immer weniger und Zeit lässt sich in keiner Form wirklich Kompensieren aber das vergessen die meisten Extremisten Grüne nämlich.

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