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Steuerrabatte: Regierung beschließt Wohlfühlpaket für E-Autofahrer
Patrick Pleul/ DPA

Vorteile für Dienstwagenfahrer und steuerfreies Aufladen: Die Bundesregierung will Elektroautos mit Steuererleichterungen attraktiver machen. Auch ÖPNV-Tickets sollen günstiger werden.

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cyborgpiratelaserninja 01.08.2019, 11:01
100.

Zitat von AlfonsGrau
Woher wollen SIe das wissen? Es kommt doch nur auf die Art des Treibstoffes an und wie dieser "verbrannt" wird. (...)
In der Theorie stimmt das. In der Praxis zeigt sich, dass die alternativen Krafstoffe ihre ganz eigenen Probleme mitbringen und die sind einigermaßen massiv. Der Wirkungsgrad von allen bisherigen Verfahren zur Gewinnung synthetischer Kraftstoffe ist schlecht. Auch bei Wasserstoff ist das der Fall und der will auch noch einigermaßen aufwändig gelagert bzw. verteilt werden.
Außerdem haben so ziemlich alle alternativen Kraftstoffe das Problem, dass für sie erst mal Strom erzeugt werden muss. Mit diesem Strom dann keine Akkus zu laden sondern unter hohen Verlusten Sprit zu produzieren, ist schlichtweg ein Umweg und den müsste man schon sehr kreativ rechtfertigen. Wenn morgen einer um die Ecke kommt und da eine Lösung bietet, wäre mir das übrigens lieber als der große Umbau.

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neurobi 01.08.2019, 12:28
101.

Zitat von fuzzilogik
In der Praxis kommen aber schon heute 90% der Akkus aus China und diese werden wiederum überwiegend aus Kohlestrom hergestellt. Es ist also überhaupt nicht absehbar das zur Herstellung der Batterien regenrative Energie verwendet wird. Im Gegenteil es sind derzeit 1400 Kohlekraftwerke in Bau..... Und auch wenn man einige alte Akkus noch als Pufferspeicher weiterverwenden kann zurück bleibt irgendwann ein riesiges Umweltproblem zu dessen Beseitigung nochmal zusätzlich Energie erforderlich ist......
Der Witz bei solchen Arbumenten ist eigentlich, dass der Energiebedarf der Akku-Fabrik eigentlich kaum eine Rolle spielt, ausser für das Marketing des betreffenden Unternehmens.
Die meiste Energie wird der Gewinnung und dem Transport der Rohstoffe verbraucht. Und da sind BEVs dem konventionellen Verbrenner auf Grund der deutlich größeren Menge und der deutlich höheren Komplexitivität der Stoffzusammensetzung erstmal deutlich unterlegen. Je größer der Akku und je stärker die Motoren, desto größer der Klimarucksack, den ei BEV schon bei km 0 hat.

Und wenn man die Umweltschäden in den Lithiumabbaugebiten betrachtet, so sollte es selbstverständlich sein, die Akkus der Autos möglichst klein zu halten.

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Oberleerer 01.08.2019, 13:40
102.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
Die Problmatik bei Wechselakkus ist für jeden mit technischen Grundkenntnissen ersichtlich und wurde bereits durchgekaut. Dabei ist auch das ein oder andere Unternehmen pleite gegangen.
Das Gegenteil ist der Fall, mit Grundkenntnissen ist es nicht ersichtlich. GoGoRo setzt Wechselakkus ein und auch bei den E-Tretrollern setzt sich gerade die Erkenntnis durch, daß es Unsinn ist, die Roller mit dem Dieseltransporter einzusammeln, zu laden und später wieder auszuliefern, statt einfach nur Wechselakkus mit dem Cargobike zu verteilen.

Die Hersteller wollen einfach nur die teuren Akkus mit im Verkaufspreis haben. Ein E-Auto ist ein Auto ohne Verbrenner. Die Autos sollten also rd. 10.000 Euro billiger sein als ein gleichwertiges Verbrenner-Fahrzeug.

Nur wird eben ein proprietärer Akku mit verkauft, für 200 Euro/kWh, den der Kunde oft garnicht braucht. Wenn das Auto nur Kurzstrecken fährt oder das Auto lange Zeit steht, können Teile des Akkus in den Kreislauf gegeben werden und würden zukünftig mit neuer Technik schritthalten.

Genau das ist das Problem von Betterplace, Tesla und Nio. Ein 600kg schwerer Akku, für den man zwingend eine Hebebühne und allerlei Technik braucht, macht die Sache teuer und unflexibel.

Die Akkus müssen kleinteilig sein. Dann kann man in den Smart 4 Module packen, in den Tesla 20.

Nebenbei könnte man separate Firmen gründen, die diese Akkus vermieten. Bei Energie ist es doch in der EU ohnehin so, daß Netze und Energielieferanten getrennt sein müssen.

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fuzzilogik 01.08.2019, 14:55
103.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
In der Praxis baut z. Bsp. Tesla seine Akkus im eigenen Werk in den USA und setzt dabei bereits jetzt zum Großteil auf Solarstrom. In Deutschland wird gerade daran gearbeitet das größte Akkuwerk in Europa zu bauen. BMW ist da direkt mit dabei. Das ist alles ein stetig voranschreitender Prozess. Den Status Quo als statisch zu sehen und damit die gesamte Entwicklung zerreden zu wollen ist vorsichtig gesagt abenteuerlich. Eine Weiterentwicklung wird aber nicht stattfinden, wenn keiner Elektrofahrzeuge kauft und keine passende Versorgungsstruktur aufgebaut wird. Die Second Life Anwendungen werden dazu dienen die Zeit zu überbrücken in denen ein energieintensives Recycling noch zu sehr auf Verbrennung fossilber Rohstoffe basiert. Die ganzen Bedenken über Sondermüll und Umweltbelastungen durch Akkus ist angesichts der Auswirkungen der Förderung von Öl, Gas und Kohle einigermaßen merkwürdig. Eine Müllhalde voller alter Akkus ist jedenfalls beherrschbarer als der nächste Ölunfall auf dem Meer und eine Abkehr von unbalanciert CO2 emittierender Energieversorgung muss so oder so kommen. Ich schäme mich nicht noch einen durchaus ausreichend motorisierten Verbrenner zu fahren aber man kann kaum gehaupten, dass die bisherige Energieversorgung keine massiven politischen sowie ökologischen Einfluss hätte. Letztendlich aber auch an Sie zwei Fragen: Was ist die Alternative und was sollen wir tun? Selbst wenn Elektromobilität eigene Probleme hat und nicht die ultmativ problemfreie Lösung ist, bleibt uns auf lange Sicht gar nichts anderes übrig. Jedenfalls wenn wir einen weltweiten Rückschritt in das mobile Mittelalter vermeiden wollen. Fossile Brennstoffe sind endlich und Synfuel ist noch weiter davon entfern eine taugliche Lösung zu bieten. Obwohl es natürlich toll wäre einfach weiterhin zur Tanke zu fahren und den Sprit einfach nachwachsen zu lassen. Wasserstoff für Brennstoffzellen hat ähnliche Probleme wie Synfuel. Ein mieser Wirkungsgrad und man macht wieder Umwege. Außerdem wäre der Aufwand für den Aufbau eines Tanknetzes für Wasserstoff extrem aufwändig. Man kann ewig die Nachteile der Elektromobilität aufzählen aber was ist denn die Konsequenz? Benziner und Diesel fahren und sich einreden, dass wir bis in alle Ewigkeit auf den Zaubersaft aus der Erde zurückgreifen können?
Ich bin da voll bei Ihnen, der e-Antrieb ist absolut die Zukunft.
Nur solange wir nicht in der Lage sind den Strom aus regenerativen Energiequellen herzustellen macht es aus meiner Sicht eben keinen Sinn e Autos mit großen Akkus und dann eben großen CO2 Rucksack zu bauen. Hier macht eben dann wahrscheinlich doch ein vernünftiger Verbrenner mehr Sinn. Aber alle schreien jetzt nach großer Reichweite, großen Akkus , ...wollen jetzt 800km am Stück mit dem e-Auto fahren.... und glauben dann das sei gut für die Umwelt. Und -um den Kreis zu schließen- das sollte dann auch nicht gefördert werden.

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cyborgpiratelaserninja 02.08.2019, 09:04
104.

Zitat von Oberleerer
Das Gegenteil ist der Fall, mit Grundkenntnissen ist es nicht ersichtlich. GoGoRo setzt Wechselakkus ein und auch bei den E-Tretrollern setzt sich gerade die Erkenntnis durch, daß es Unsinn ist, die Roller mit dem Dieseltransporter einzusammeln, zu laden und später wieder auszuliefern, statt einfach nur Wechselakkus mit dem Cargobike zu verteilen.(....)
Eigentlich ist es sofort ersichtlich, warum die Konstruktion eines E-Tretrollers oder E-Rollers mit einem ausgewachsenen PKW schlichtweg nicht vergleichbar ist. Lesen Sie am besten den von mir verlinkten SPON Artikel. Da wird das Problem sehr einfach erklärt. Kleinteilige Akkus würden noch komplexere Aufnahmemechanismen verlangen und wären an sich auch komplizierter aufgebaut. Wahrscheinlich aufgrund der nötigen Verbindungselemente sogar wesentlich schwerer. Spielen Sie das mal Gedanklich durch und packen 20 Akkupakte in den Tesla. Die sollten alle ordentlich sitzen, untereinander sicher verbunden sein und natürlich muss man auch einige davon bis in das Zentrum schieben.
Außerdem würde sich die Arbeit im Prinzip auch nicht verringern. Man würde nur mehr kleine Pakete öfter bewegen. Ich sage Ihnen, kein Kunde läuft 20 Minuten an der Tauschstation hin und her. Eine automatisierte Anlage wäre wieder aufwändig und teuer. Außerdem verhindern kleinere Akkus auch nicht, dass durch das Tauschsystem viel mehr Akkus produziert werden müssten. Das ist schon heute ein Problem der E-Mobilität, welches es für eine bessere Akzeptanz zu lösen gilt. Der Wechselakku vergrößert es nur.
Die sind für kleinere Fahrzeuge wirklich Ideal aber beim PKW entsteht ein Rattenschwanz an Problemen, der die Alternative des fest verbauten Pakets wieder lohnenswerter macht.

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cyborgpiratelaserninja 02.08.2019, 09:17
105.

Zitat von fuzzilogik
Ich bin da voll bei Ihnen, der e-Antrieb ist absolut die Zukunft. Nur solange wir nicht in der Lage sind den Strom aus regenerativen Energiequellen herzustellen macht es aus meiner Sicht eben keinen Sinn e Autos mit großen Akkus und dann eben großen CO2 Rucksack zu bauen. Hier macht eben dann wahrscheinlich doch ein vernünftiger Verbrenner mehr Sinn. Aber alle schreien jetzt nach großer Reichweite, großen Akkus , ...wollen jetzt 800km am Stück mit dem e-Auto fahren.... und glauben dann das sei gut für die Umwelt. Und -um den Kreis zu schließen- das sollte dann auch nicht gefördert werden.
Wir kommen aber nicht voran, wenn man nicht einfach mit dem Umstieg anfängt. Ohne Nachfrage baut niemand Elektroautos und verbessert diese auch nicht. Auch bei der Ladeinfrastruktur würde wenig passieren. Das muss aber im Prinzip heute schon passieren und nicht erst in einigen Jahrzehnten, wenn es "plötzlich" gar keine Frage der freien Wahl mehr ist. Außerdem übt man so auch Druck auf die Akteure der Energiewende aus. Denn auf der einen Seite wird mehr Strom benötigt und auf der anderen Seite signalisiert, dass es mit der Kohleverbrennung so nicht weiter gehen kann.

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fred2001 02.08.2019, 14:26
106. Das sehe ich anders

Zitat von fuzzilogik
... Wer also glaubt mit E-Auto etwas für die Umwelt zu tun ist am völlig falschen Pfad, solange eine flächendeckende regenerative Energieversorgung nicht zu denken ist , wenn überhaupt kommen nur kleine Autos (z.B E.go,) an eine gute Umweltbilanz heran, wenn sichergestellt werden kann das sie mit regenerativer Energie betrieben werden können (z.B hauseigene Photovoltaikanlage) Und wer wirklich was für die Umwelt tun möchte , der muss eben eben abspecken, kleine Fahrzeuge, öffentliche Fahrzeuge….und sowas sollte dann eben auch gefördert werden
Denn man muss die Energieerzeugung und Fahrzeugflotte getrennt voneinander betrachten. Beide Systeme können unabhängig modernisiert werden. Das Auto muss nicht auf EEG warten und EEG muss nicht auf das Auto warten. Wer in Kohlekraft anstelle von EEG investiert macht einen Fehler und wer an fossiler Mobilität festhält auch.
Wenn alle elektromobil unterwegs sind, können sie die Ökobilanz an zentraler Stelle verbessern.

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fred2001 02.08.2019, 14:42
107. Der Fahrer

Zitat von joe_
Warum wird der Fahrer eines E-Dienstwagens belohnt, wenn sein Chef ihm das zur Verfügung stellt?
entscheidet auch oft mit, welches Dienstfahrzeig gekauft wird, wenn das Budget stimmt. Und wenn er für ein e-Auto selbst weniger berappen muss, fällt die Entscheidung auch leichter.

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fred2001 02.08.2019, 14:49
108. Feuer

Zitat von RainerSchwarz-Ambold
will diese ignorante Politik noch alles veranstalten, um uns vermeindlichen Dumm-Volk, diese unsinnige mega Betrugsverpackung ELEKTROAUTO schmackhaft zu machen ? Was müssen wir Steuerzahler noch alles bezahlen, damit sich unsere Politik in ihrem hausgemachten Irrsinn weiter ruhig baden kann ? Muss diese Show erst wieder mit Pauken und Donnerschlag untergehen und Unsummen mit sich reißen, ehe diese Betrüger der Gesellschaft, leise im Off verschwinden ? Übt Verantworung, entwickelt alternative Treibstoffe und entwickelt alte Verbrennungstechnologien bis zu ihrem Optimum. Dann haben wir alle (industrie/Politik/Verbaucher) eine ernst zu nehmende Aufgabe für die nächsten 50 Jahre. Den unlauteren Schnellschützen wird im gleichen Zuge das Wasser sinnvoll abgegraben.
Als der Mensch zum ersten mal das Feuer nutzte, war es der Blitz der es entstehen ließ. Wir lassen das Feuer jetzt hinter uns und wenden uns dem Blitz zu.

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