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Steuerspartrick: Dienstwagen für Ehepartner - Bundesfinanzhof setzt Grenzen
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Die Ehefrau anstellen und mit einem Dienstwagen ausstatten - so darf ein Kaufmann künftig nicht mehr Steuern sparen. Unter anderen Umständen ist die Praxis laut Bundesfinanzhof aber legal.

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dagmar1308 27.02.2019, 17:37
1. Und die SPD will der im Alter

noch mehrere Hundert Euro pro Monat lebenslang zahlen.
So wird die einfache Arbeitnehmerschaft verarscht.

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salomohn 27.02.2019, 17:56
2. Wir werden einfach alle Beamte!

Die Selbstständigen sind Steuerzahler und Spender in hohem Umfang , Arbeitgeber und engagieren sich lokal. Die Rente müssen sie selbst organisieren, haben die höchsten Kosten in der Krankenkasse. Eine 60-Stunden-Woche ist meist das Minimum. Die Ehefrau hat meist im Hintergrund einen nicht unerheblichen Anteil daran, daß so etwas möglich ist. Insofern ist sie auch mit einer 450-Euro-Stelle stärker involviert, als es von außen aussieht.
Ich gönne ihr den Dienstwagen.
Es ist im Sinne der Allgemeinheit evtl. sinnvoll, darüber nachzudenken, ob man die Absetzbarkeit für Dienstwagen deckelt. Ich kenne mehrere Unternehmer, die Autos weit jenseits der 100.000 Euro fahren. Habe ich nichts gegen, das haben sie sich verdient. Aber die Allgemeinheit muss den Wagen nicht voll mitfinanzieren. Der Besitzer könnte einen Betrag oberhalb einer definierten Grenze privat mittragen, wenn ihm daran liegt.

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three-horses 27.02.2019, 17:57
3. Was für ene Gerechtigkeit.

Die Frau hatte doch geabeitet. Bei einem Politiker geht es ohne. Chauffeur inclusive. Die ganze Familie.

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cindy2009 27.02.2019, 18:18
4. @three-horses

"---
three-horses heute, 17:57 Uhr
3. Was für ene Gerechtigkeit.
Die Frau hatte doch geabeitet. Bei einem Politiker geht es ohne. Chauffeur inclusive. Die ganze Familie.----" Was verstehen Sie an den Urteil nicht und was genau kritisieren Sie an dem Urteil genau?

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Unkaputtbar Links 27.02.2019, 18:24
5. Das kenn ich aber anders !

Das zur Verfügung gestellte Auto ist Bestandteil der Lohnzahlung und muss als Einkommen versteuert werden, inklusive aller Lohnnebenkosten. Selbst wenn sie ein kleines Auto ihr eigen nennen kann, geht das Finanzamt davon aus, dass Sie Ihren Daimler privat nutzen. Und der Minijob ist dann kein Minijob mehr. So springt man zumindest mit Kleinunternehmen um. Es gibt halt zweierlei rechte in Deutschland: die eine Rechtslage ist die für die kleinen und die andere Rechtslage ist die für die Großen. Deutschland ist eine der größten Bananenrepubliken, das weiß jeder Unternehmer.

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hegoat 27.02.2019, 18:30
6.

Die Frau arbeitet 3 Stunden pro Woche im Büro, wer weiß, was sie die restlichen 6 Stunden als "Kurierfahrerin" macht. Dafür kriegt sie einen BMW X3 inkl. Tanken und der Steuerzahler zahlt nicht nur die Mehrwertsteuer dieses klassischen Selbständigen-Ehepartner-Autos in Höhe von 19% des Kaufpreises für den Unternehmer, sondern auch die Einkommensteuer in Höhe des jährlich absetzbaren Preises und des Benzins. Sehe ich im Bekannten- und Nachbarschaftskreis zuhauf. So kann man einen X3 zum Spottpreis kaufen und fahren.

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man 27.02.2019, 18:36
7. Was sagt uns das?

Das deutsche Steuerrecht ist das komplizierteste Weltweit und so aufgebaut, dass nur die Einkommen ab ca. 300T€ Vorteile abschöpfen können. Ein klares Beispiel dafür, dass die Lobby das Land im Griff hat und die Steuerreform n. Prof. Kirchhof an der Unterstützerin der Lobby, Fr. Merkel, gescheitert ist. Und das obwohl sie eben mit besagter Steuerreform den Wahlkampf bestritten hat.

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kumi-ori 27.02.2019, 18:49
8.

Zitat von salomohn
Die Selbstständigen sind Steuerzahler und Spender in hohem Umfang , Arbeitgeber und engagieren sich lokal. Die Rente müssen sie selbst organisieren, haben die höchsten Kosten in der Krankenkasse. Eine 60-Stunden-Woche ist meist das Minimum. Die Ehefrau hat meist im Hintergrund einen nicht unerheblichen Anteil daran, daß so etwas möglich ist. Insofern ist sie auch mit einer 450-Euro-Stelle stärker involviert, als es von außen aussieht. Ich gönne ihr den Dienstwagen. Es ist im Sinne der Allgemeinheit evtl. sinnvoll, darüber nachzudenken, ob man die Absetzbarkeit für Dienstwagen deckelt. Ich kenne mehrere Unternehmer, die Autos weit jenseits der 100.000 Euro fahren. Habe ich nichts gegen, das haben sie sich verdient. Aber die Allgemeinheit muss den Wagen nicht voll mitfinanzieren. Der Besitzer könnte einen Betrag oberhalb einer definierten Grenze privat mittragen, wenn ihm daran liegt.
Wenn die Ehefrau über die neuen Stunden hinaus für die Firma arbeitet, dann muss der Firmeninhaber ihr aber auch einen entsprechenden Vertrag geben. Unabhängig von der Dienstwagenfrage - man kann nicht einerseits Steuer- und Abgabenprivilegien für Geringverdiener (450-Euro-Job) und gleichzeitig für Voll-Arbeitskräfte (entsprechend teurer Dienstwagen) fordern. Als Kurierfahrerin ist sie nicht Repräsentantin des Unternehmens und es täte daher ein kleineres Fahrzeug.

Das hat auch nichts mit der 60-Stunden-Arbeitswoche des Chefs zu tun. Würden alle Chefs weniger arbeiten, dann würden sich mehr Unternehmen den Markt teilen, bzw. mehr Personal würde eingestellt. Es ist die freie Entscheidung des Unternehmers, mehr zu arbeiten. Deshalb muss er trotzdem die Gesetze wie alle einhalten.

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anna_nass 27.02.2019, 19:05
9. Erstmal lesen

Liebe Kommentatoren,
in dem Spiegel-Artikel steht natürlich wie üblich nur die Hälfte drin.
Es sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass die liebe Gattin anstelle von Geld mit dem geldwerten Vorteil des Fahrzeugs entlohnt wurde. Das Auto gab es also nicht noch oben drauf, wie es der Artikel vielleicht impliziert.

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