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Steuerspartrick: Dienstwagen für Ehepartner - Bundesfinanzhof setzt Grenzen
DPA

Die Ehefrau anstellen und mit einem Dienstwagen ausstatten - so darf ein Kaufmann künftig nicht mehr Steuern sparen. Unter anderen Umständen ist die Praxis laut Bundesfinanzhof aber legal.

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Wolfski 27.02.2019, 19:15
10. Neidebatte!

Und im Grunde ist es so: der größte Volkswirtschaftliche Beitrag wird von "Unternehmern" geleistet, deren Belastung in jeglicher Hinsicht zu hoch ist......Stundenaufwand, steuerlich, risikobehaftet.....ich rede da aus ehrfahrung. Als Mittelständler, 16 AN , das ist echt eine Belastung.....und Rente blablabla...Unternehmer sein heißt beileibe nicht generell Luxusyachtleben und hoch die Tassen! Das nur einmal zur Verdeutlichung ....diese ewige "booooah ihr habt ja" Schreierei ist wirklich unerträglich. Leben und leben lassen. Auto damit man es leichter hat!? Ja, unbedingt! Aber bitte E- Auto im unteren Bereich.....kein Verbrennerirrsinn!

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Unkaputtbar Links 27.02.2019, 19:26
11. Passt zu meinem Beitrag

Zitat von anna_nass
Liebe Kommentatoren, in dem Spiegel-Artikel steht natürlich wie üblich nur die Hälfte drin. Es sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass die liebe Gattin anstelle von Geld mit dem geldwerten Vorteil des Fahrzeugs entlohnt wurde. Das Auto gab es also nicht noch oben drauf, wie es der Artikel vielleicht impliziert.
Es kann sein, dass ich mich irre. Aber sind es nicht 1% des Kfz Wertes, das monatlich berechnet werden muss, wäre also eine Lohnzahlung von 500 Euro pro Monat für ein 50.000 Euro Auto. Ich hatte mich dann für den privaten PKW entschieden und Fahrtkosten in Rechnung gestellt, da es für mich um die kostengünstigere Gesamtrechnung privat / GmbH ging.

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hugolette 27.02.2019, 19:40
12. die Steuern zahlen ja auch Alleinerziehende

Die Steuern, die die Ehefrau nicht zahlt, werden von Alleinerziehenden bezahlt.

Danke Du deutsches Steuerrecht, Ehegattensplitting, kostenlos krankenversichert und noch den Dienstwagen, mittags Prosecco und mit 50plus Depressionen, weil Kinder aus dem Haus, er geht fremd und sie weiß als Hausfrau nichts mit dem Tag anzufangen.

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Baustellenliebhaber 27.02.2019, 19:59
13.

Also das die Konstellation nicht geht ist doch eigentlich logisch, das hätte ihm jeder Steuerberater sagen können.....

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rreniar 27.02.2019, 20:21
14. Genau darum geht es wohl bei dem Urteil

Zitat von Unkaputtbar Links
Das zur Verfügung gestellte Auto ist Bestandteil der Lohnzahlung und muss als Einkommen versteuert werden, inklusive aller Lohnnebenkosten. Selbst wenn sie ein kleines Auto ihr eigen nennen kann, geht das Finanzamt davon aus, dass Sie Ihren Daimler privat nutzen. Und der Minijob ist dann kein Minijob mehr. So springt man zumindest mit Kleinunternehmen um. Es gibt halt zweierlei rechte in Deutschland: die eine Rechtslage ist die für die kleinen und die andere Rechtslage ist die für die Großen. Deutschland ist eine der größten Bananenrepubliken, das weiß jeder Unternehmer.
In geringem Maße darf ein Unternehmer ja seine Verwandten gegenüber anderen Angestellten bevorteilen. Sie also bei Dienstfahrzeugen, Wohnungen und Einkaufsrabatten bevorzugen. Es darf es halt nur nicht übertreiben.

Im vorliegendem Fall wurde von den Eheleuten also versucht, dass die Ehefrau eben keinen geldwerten Vorteil versteuert und so faktisch alle Privatfahrten als Betriebskosten abgerechnet wurden, bzw. dieser geldwerte Vorteil wurde deutlich zu niedrig angesetzt.

Und dies ist eben nicht zulässig.

Zwischen großen und kleinen Unternehmen macht dies erstmal keinen Unterschied, nur fällt es in einem größeren Unternehmen natürlich kaum auf, wenn Dienstfahrzeuge fast nur privat eingesetzt werden. Die Ehefrau sollte dann vielleicht nur nicht ständig das gleiche Auto benutzen.

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carrington 27.02.2019, 20:24
15.

Zitat von Wolfski
Und im Grunde ist es so: der größte Volkswirtschaftliche Beitrag wird von "Unternehmern" geleistet, deren Belastung in jeglicher Hinsicht zu hoch ist......Stundenaufwand, steuerlich, risikobehaftet.....ich rede da aus ehrfahrung. Als Mittelständler, 16 AN , das ist echt eine Belastung.....und Rente blablabla...Unternehmer sein heißt beileibe nicht generell Luxusyachtleben und hoch die Tassen! Das nur einmal zur Verdeutlichung ....diese ewige "booooah ihr habt ja" Schreierei ist wirklich unerträglich. Leben und leben lassen. Auto damit man es leichter hat!? Ja, unbedingt! Aber bitte E- Auto im unteren Bereich.....kein Verbrennerirrsinn!
Und das gibt ihnen das Recht, einfach die Kosten für ein privates Fahrzeug auf den gemeinen Steuerzahler abzuwälzen oder was?

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alice-b 27.02.2019, 20:40
16. nee

Zitat von hegoat
Die Frau arbeitet 3 Stunden pro Woche im Büro, wer weiß, was sie die restlichen 6 Stunden als "Kurierfahrerin" macht. Dafür kriegt sie einen BMW X3 inkl. Tanken und der Steuerzahler zahlt nicht nur die Mehrwertsteuer dieses klassischen Selbständigen-Ehepartner-Autos in Höhe von 19% des Kaufpreises für den Unternehmer, sondern auch die Einkommensteuer in Höhe des jährlich absetzbaren Preises und des Benzins. Sehe ich im Bekannten- und Nachbarschaftskreis zuhauf. So kann man einen X3 zum Spottpreis kaufen und fahren.
Nein da greift die 1 % Regel und wird der Listenpreis zugrunde gelegt nicht der Kaufpreis.
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"Die Pauschalierungsmethode über die 1%-Regelung
Bei Diesel- und Benzin-Firmenwagen wird die Nutzung für private Zwecke mit einem Pauschalansatz nach der 1%-Regelung nach § 8 Abs. 2 EStG kalkuliert, außerdem wird noch 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Kilometer für die einfache Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte angerechnet. Die private Nutzung eines Dienstwagens ist durch einen Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zu versteuern. Mit der Dienstwagen 1%-Regelung werden die gesamten Kosten, wie der Wertverlust, die Zinsen, Steuern, Versicherung, Wartungen und Reparaturen des Firmenwagens abgegolten. Der Betroffene sollte darauf achten, dass der Arbeitgeber alle Fahrzeugkosten übernimmt. "

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alice-b 27.02.2019, 20:46
17. Wohl

Zitat von anna_nass
Liebe Kommentatoren, in dem Spiegel-Artikel steht natürlich wie üblich nur die Hälfte drin. Es sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass die liebe Gattin anstelle von Geld mit dem geldwerten Vorteil des Fahrzeugs entlohnt wurde. Das Auto gab es also nicht noch oben drauf, wie es der Artikel vielleicht impliziert.
Das Auto wurde wohl über die 1% Reglung überlassen
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1-%-Regelung

Grundsätzlich ist für jeden Firmenwagen, der zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird, und für den kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt wird, ein Privatanteil gemäß der 1-%-Regelung anzusetzen. Die Privatnutzung wird typisierend vermutet (Anscheinsbeweis). Rechtsprechung und Finanzverwaltung nehmen in verschiedenen Fällen an, dass der Anscheinsbeweis widerlegt ist und ein Ansatz des Privatanteils unterbleiben kann:

Für private Zwecke steht ein in Status und Gebrauchswert vergleichbares privates Fahrzeug zur Verfügung.
Das Fahrzeug wird einem Mitarbeiter auch für dessen private Zwecke überlassen. In diesen Fällen kommt die 1-%-Regelung aber auf Seiten des Arbeitnehmers im Rahmen der Lohnabrechnung zur Anwendung, wenn kein Fahrtenbuch geführt wird.
Der Unternehmer kann glaubhaft machen, dass der Wagen für eine private Nutzung nicht geeignet ist (z. B. bei Werkstattwagen).
Eine nennenswerte Privatnutzung durch den Unternehmer scheidet aufgrund der betrieblichen Zuordnungsentscheidung aus (Beispiele: Vorführwagen eines Kfz-Händlers, zur Vermietung bestimmte Fahrzeuge, Fahrzeuge von Selbständigen, die ihre Leistungen nur durch ein Kfz ausüben oder über keine feste örtliche Einrichtung verfügen).

In den beiden letzten Fallgruppen müssen Selbständige zumindest für das Fahrzeug mit dem höchsten Bruttolistenpreis einen Privatanteil versteuern, wenn für private Zwecke kein gleichwertiges Fahrzeug zur Verfügung steht. Bei Mitnutzung durch Ehegatten, volljährige Kinder und andere nahestehende Personen ist für jeden mitgenutzten Pkw zusätzlich ein Privatanteil beginnend mit dem nächsthöheren Bruttolistenpreis anzusetzen.

Nach der 1-%-Regelung beträgt die monatliche Privatnutzung 1 % des auf volle Hundert abgerundeten Bruttolistenpreises zum Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich Sonderausstattung § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG. Der Bruttolistenpreis ist gleichbedeutend mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers und schließt die Umsatzsteuer ein.

Für rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge reduziert sich der Listenpreis um einen gewissen Betrag pro kWh Batteriekapazität bis zu einem definierten Maximalbetrag. Um dem angenommenen Entwicklungsfortschritt der Batterietechnologie Rechnung zu tragen, reduzieren sich die abzugsfähige Summe je Jahr um 50 € pro kWh sowie der Maximalbetrag um 500 € [ Quelle Wiki]

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karlkadaveraas 27.02.2019, 20:51
18. Das "Dienstwagenprivileg" gehört doch schon

seit langem auf den steuerpolitischen Prüfstand.

Diese Subvention schlägt, diversen Quellen zufolge, mit gut 5 Milliarden Euro p.a. zu Buche.

5 Millarden Euro die von seriösen Steuerzahlern aufgebracht werden um Posertum und Umweltverschmutzung zu subventionieren.

Dienstwagenfahrer legen im Schnitt jedes Jahr 24.672 km mit ihrem Firmenwagen zurück, Halter von Privatwagen legen durchschnittlich 12.828 km zurück.

Ist ja auch klar - die Rumgurkerei der Firmenwagen wird von Otto Normalverbraucher ja mitbezahlt - eine direkte Subvention vorsätzlicher Umweltverschmutzung.

Deutlich besser ist da das dänische Modell - Firmenwagen bekommen eine gelbe Nummer - und wer mit gelber Nummer bei privaten Fahrten erwischt wird (und es wird oft und gern kontrolliert) der zahlt kräftig für sein Steuervergehen.

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sj_comment 27.02.2019, 21:02
19. Unsinnige Steuer

Welche nur zum Mogeln eingeführt wurde. Kein Bürger erhält einen Erlös aus der Geldwerter Vorteil Steuer. Weg damit und sauber, klare Steuern und die Diskussion wäre beendet, aber das will keiner weder die Politik noch die Lobbyisten. Grundsätzlich werden alle deutschen Steuern zweckentfremdet und fließen in Sumpflöcher. Übrigens ja 1% vom Listenpreis, egal wieviel der PKW gekostet hat. Auch nen völligen Witz!!!

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