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Steuerspartrick: Dienstwagen für Ehepartner - Bundesfinanzhof setzt Grenzen
DPA

Die Ehefrau anstellen und mit einem Dienstwagen ausstatten - so darf ein Kaufmann künftig nicht mehr Steuern sparen. Unter anderen Umständen ist die Praxis laut Bundesfinanzhof aber legal.

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t0schef 27.02.2019, 21:15
20. @ karlkadaveraas:

Sehe ich auch so. Jeder, den ich kenne mit Dienstwagen, fährt, als gäbe es kein Morgen. Zahlt doch der Arbeitgeber. Wenn es wenigstens eine vernünftige Aufteilung der Fahrzeugkosten gäbe, wäre es für Otto-Normalverbraucher ohne Dienstwagen auch eher vermittelbar. Zum Beispiel die Kraftstoffkosten selbst tragen würde den von karlkadaveraas angesprochenen krassen jahreskilometer-Unterschied ordentlich einbrennen. Ich verstehe zwar, dass Handelsreisende mehr fahren als der kleine Elektriker, der im selben Ort arbeitet und wohnt, aber ich sehe es auch im Bekanntenkreis, dass mit Dienstwagen jede Relation verloren geht. Ich selbst habe einen Renault und einen Ford - beide nicht mehr ganz neu und zum Glück schon abbezahlt, aber trotzdem zahle ich monatlich sicherlich 600€ für beide Fahrzeuge. Kämen noch Raten an die Bank dazu, wären es sicherlich über 1000€. Und dann muss ich mir anhören, dass ein „Familienbesuch“ über 600 km kein Problem sei - Klar wenn man keinen Cent dafür abdrücken muss!!! Und das auf meine Kosten! Denn ich zahle - warum auch immer - das Auto vom Herrn Großkotz mit

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vubra 27.02.2019, 21:23
21. Steuervermeidung Tricks sind doch für kleine Unternehmen so normal

wie für die ganz großen. Von VW bis Google bis zum Fußballprofi, oder den berühmt berüchtigten Bananen Firmen die mehr Büro-Ableger zur Steuervermeidung Weltweit haben als sie Bananen verkaufen. Die Gier der Menschen aber auch die der Finanzämter ist einfach zu groß um nicht zu versuchen legale Steuertricks anzuwenden. Man bedenke dass ein Pensionär in Deutschland nie einen Cent in die Pensionskasse eingezahlt hat aber mehr herausbekommt als ein Steuerzahler der sein Leben lang eingezahlt hat. Pensionen Steuervermeidung auf höchstem Niveau.

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TS_Alien 27.02.2019, 21:33
22.

Als Selbständiger hat man so viele Steuertricks, dass man sich vor dem Finanzamt regelrecht arm rechnen kann. Aber öffentlich wird immer behauptet, wie schlimm der Staat die Selbständigen behandelt.

Ich wette, im aktuellen Fall gibt es noch einen Trick, so dass man der Ehefrau dennoch den "Dienstwagen" zukommen lassen kann. Vielleicht kann man das Auto jedem in der Firma zur Verfügung stellen. Aus einem unbekannten Grund verzichten die anderen Mitarbeiter darauf. So ein Pech aber auch.

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exHotelmanager 27.02.2019, 21:45
23. Unwissen

Es ist in der Wirkung auf das Vermögen ein erheblicher Unterschied, ob ein Angestellter eines Unternehmens einen Dienstwagen privat nutzt und dies auch versteuert oder ein Selbständiger seinen Geschäftswagen selbst oder durch angestellte Angehörige nutzen lässt. Der Selbständige trägt nämlich auch noch die Kosten des Fahrzeugberriebs. Die 1%-Regelung bringt in diesem Fall nur für im Unterhalt ungewöhnlich teure Fahrzeuge einen geringen steuerlichen Vorteil.
Ich denke, dass in diesem Rechtsfall versucht wurde, die 1%-Nutzung in der Minijob-Entlohnung einzuschließen. Nur dann ist es wirklich vorteilhaft und gleichzeitig auch unüblich und damit außerhalb der zulässigen Gestaltungsmöglichen. Die Vorstellung des Normalbürgers über "Steuerabsetzungen" gehen weit an der überaus eingeschränkten Realität vorbei und stammen aus den 50er Jahren. Der Staat den den Selbständigen längst an der scharfen Kandare. Arbeitnehmer betrügen deutlich intensiver.

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TS_Alien 27.02.2019, 21:47
24.

Zitat von vubra
wie für die ganz großen. Von VW bis Google bis zum Fußballprofi, oder den berühmt berüchtigten Bananen Firmen die mehr Büro-Ableger zur Steuervermeidung Weltweit haben als sie Bananen verkaufen. Die Gier der Menschen aber auch die der Finanzämter ist einfach zu groß um nicht zu versuchen legale Steuertricks anzuwenden. Man bedenke dass ein Pensionär in Deutschland nie einen Cent in die Pensionskasse eingezahlt hat aber mehr herausbekommt als ein Steuerzahler der sein Leben lang eingezahlt hat. Pensionen Steuervermeidung auf höchstem Niveau.
Der Pensionär hat als Beamter nichts in die Rentenkasse eingezahlt. Er erhält aus dieser Rentenkasse auch keine Rente. Wo ist da das Problem?

Ein Pensionär erhält seine Pension nicht aus der Rentenkasse, sondern von seinem ehemaligen Arbeitgeber bzw. dessen übergeordneter Stelle. Indirekt hat ein Beamter sehr wohl seine Pension mitfinanziert. Das Bruttogehalt eines Beamten ist im Vergleich zu Angestellten (in der freien Wirtschaft) deutlich niedriger. Diese Differenz kann man als Zahlung für die spätere Pension betrachten. Es ist nicht das Problem des Beamten, dass sein Arbeitgeber das eingesparte Geld nicht zurücklegt.

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Holzbeinschnitzer 27.02.2019, 22:08
25.

Und als Unternehmer kann ich sagen, dass es auch eine andere Variante gibt, die an eine Zwangsenteignung grenzt. Wenn man keinen Firmenwagen im Betriebsvermögen hat und als Unternehmer seinen Privatwagen dienstlich nutzt, kann man eine Kilometerpauschale geltend machen. Diese liegt bei 0,30€. Soweit so gut und eigentlich auch gerecht. Aber: wenn ein Betriebsprüfer feststellt, dass der Privatwagen über 50% dienstlich genutzt wird, was gerade bei Jungunternehmern schnell passiert, dann wird der Privatwagen einfach in das Betriebsvermögen integriert. Alle Kilometer, welche Pauschal erstattet wurden werden aberkannt und der EIGENE Wagen über die 1% Regel KOMPLETT nachbesteuert. Da kommt Freude auf! Also nehmt es nicht übel, aber wenn der Staat so auf ein eigentliches Kostensparmodell reagiert dann müssen sich die Leute nicht wundern, dass dann auch wirklich fast jeder Unternehmer lieber auf die 1% setzt, anstatt seine alte Möhre noch komplett nachversteuern zu müssen.

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three-horses 27.02.2019, 22:33
26. Der Arme soll das Rennen machen.

Zitat von TS_Alien
Der Pensionär hat als Beamter nichts in die Rentenkasse eingezahlt. Er erhält aus dieser Rentenkasse auch keine Rente. Wo ist da das Problem? Ein Pensionär erhält seine Pension nicht aus der Rentenkasse, sondern von seinem ehemaligen Arbeitgeber bzw. dessen übergeordneter Stelle. Indirekt hat ein Beamter sehr wohl seine Pension mitfinanziert. Das Bruttogehalt eines Beamten ist im Vergleich zu Angestellten (in der freien Wirtschaft) deutlich niedriger. Diese Differenz kann man als Zahlung für die spätere Pension betrachten. Es ist nicht das Problem des Beamten, dass sein Arbeitgeber das eingesparte Geld nicht zurücklegt.
"Das Bruttogehalt eines Beamten ist im Vergleich zu Angestellten (in der freien Wirtschaft) deutlich niedriger"...so in etwa mit ab 30 Jahren, gut über 4000 Euronen. Beide keine Akademiker. So um die Abitur. Wer es so als Angestellter bekommt, ist hier willkommen sich zu melden. Und vielleicht auch schreiben was er so an Abzügen zu bezahlen hat. Auch "TS_Alien" soll das gleiche tun. Dann braucht man nicht mehr diskutieren. Wahrheit und nichts...

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kabelkonfektionierung 27.02.2019, 23:06
27. 1 bzw. 12% -Regelung - Nachteil statt Vorteil bei Gebrauchtwagen

Deutsche sind bekanntlich Neid-Weltmeister. Es wird heiß diskutiert, obwohl man keine Ahnung hat.
Man liest, Selbstständige sind alle Abzocker, die alles von der Steuer absetzen. Wenn Sie auch so denken,
kennen Sie nur Kleinunternehmer, die fürs Finanzamt uninteressant sind und nur alle 20 Jahre geprüft werden.
Nun zum Thema. Die 1%-Regelung müsste eigentlich 12% Regelung heißen. Eine Bank darf Ihnen keinen Kredit
mit einem Zinssatz von 12%, als 1 % Zins, pro Monat, verkaufen. Ich zeige Ihnen nun anhand realer Daten auf, wie man, bei Kauf eines jungen Gebrauchten vom Finanzamt abkassiert wird. Ehemaliger Sixt-Firmenwagen Bj. 2010, Euro 6, gekauft in 2011 für 43.500,- Euro inkl. MWSt. Listenpreis 84.500,-€. Kosten in 6 Jahren, 85 tkm für Steuer, Versicherung, Werkstatt, Reifen und Kraftstoff, ohne Abschreibung knapp 23.000- EUR. Verkaufspreis in 1/2017 war 24.990,-€. Der tatsächliche Wertverlust, in 6 Jahren, also der Betrag, der auch tatsächlich abgeschrieben wurde, betrug 18.510,-€ und die Gesamtkosten somit, 41.500,-€. Versteuert wurden von mir, als Privatanteil, für 6 Jahre 60.840,-€, also fast 20.000 € mehr, als die tatsächlichen Kosten.
Man schreibt das Fahrzeug in 6 Jahren zwar komplett ab, der Verkaufspreis ist logischerweise als Gewinn zu versteuern. Es gibt zwar eine Kappungsgrenze, die gilt aber nicht nachträglich für den Verkaufsgewinn. Am Verkaufsgewinn gibt es keinen Privatanteil. An diesem Bespiel sieht man, dass, der Selbstständige die betrieblich veranlassten Kosten, über die 1% Regelung aus eigener Tasche trägt und letztlich gar nichts absetzt. Der Zinsverlust durch Barzahlung kommt dazu und darf nicht steuerlich geltend gemacht werden. Soviel zu den intelligenten Sprüchen, wenn Zeitgenossen immer von "auf unsere Kosten" sprechen. Die Cleverness unserer Finanzbeamten wird total unterschätzt. Pensionen sind nicht durch einen Betrag begrenzt, die Altersvorsorge von Selbstständigen in einem Maße, der gerade mal für die private Krankenversicherung im Alter reicht. Nun, die Alimentierung von Beamten ist per Verfassung garantiert.

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flohzirkusdirektor 27.02.2019, 23:36
28. Und die SPD will der im Alter

Zitat von dagmar1308
noch mehrere Hundert Euro pro Monat lebenslang zahlen. So wird die einfache Arbeitnehmerschaft verarscht.
Was zum Teu**l hat diese Urteil denn mit der SPD zu tun? Verbreiten Sie Ihr Halbgares doch bitte irgendwo anders ...

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TS_Alien 28.02.2019, 00:03
29.

Zitat von three-horses
"Das Bruttogehalt eines Beamten ist im Vergleich zu Angestellten (in der freien Wirtschaft) deutlich niedriger"...so in etwa mit ab 30 Jahren, gut über 4000 Euronen. Beide keine Akademiker. So um die Abitur. Wer es so als Angestellter bekommt, ist hier willkommen sich zu melden. Und vielleicht auch schreiben was er so an Abzügen zu bezahlen hat. Auch "TS_Alien" soll das gleiche tun. Dann braucht man nicht mehr diskutieren. Wahrheit und nichts...
Die Anforderungen eines Beamten für bestimmte Planstellen sind öffentlich einsehbar. Wer kein Studium absolviert hat, der kann z.B. nicht in den höheren Dienst wechseln (A13 aufwärts). Mit 30 Jahren im gehobenen Dienst braucht man bereits A12 und rund zehn Jahre Erfahrung, um auf 4000 Euro brutto zu kommen. Das ist eher selten.

Für Beamte gelten die gleichen Einkommensteuergesetze wie für Angestellte. Darüber hinaus bezahlen Beamte sehr oft einen Beitrag in die PKV. Dieser muss vom Nettogehalt (!) entrichtet werden.

In Deutschland kann jeder nachschlagen, was für ein Grundgehalt ein Beamter in einer bestimmten Position erhält. Auch die Stellenzulagen sind bekannt. Transparenter beim Gehalt ist sonst niemand in Deutschland.

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