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Steuerspartrick: Dienstwagen für Ehepartner - Bundesfinanzhof setzt Grenzen
DPA

Die Ehefrau anstellen und mit einem Dienstwagen ausstatten - so darf ein Kaufmann künftig nicht mehr Steuern sparen. Unter anderen Umständen ist die Praxis laut Bundesfinanzhof aber legal.

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hpkunz 01.03.2019, 15:44
50. Dann macht Euch doch selbständig!

Wenn die angeblichen Privilegien für Selbständig so toll sein sollen, was hier einige behaupten, die meinen es zu wissen, dann macht Euch doch alle selbständig. Deutschland hat viel zu wenige Selbständige und Unternehmer. Aber dafür fehlt den meisten ja der Mumm.
Für einen Angestellten, dem die Firma nicht gehört, ist ein Firmenwagen i.d.R. günstiger als wenn er das Auto privat fährt - weil die Firma alle Kosten des Autos trägt und der Angestellte 1% + 0,03% pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vom Listenpreis versteuern muss. Der Angestellte sieht ja nur seine Kosten und nicht die Kosten der Firma. Wenn einem die Firma selbst gehört, sieht es schon anders aus. Ja, unterm Strich ist die 1%-Prozent-Regelung i.d.R. immer noch etwas günstiger als das Auto komplett privat zu zahlen. Aber wegen der paar Euro hätte ich mich persönlich nie selbständig gemacht.

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hansa_vor 01.03.2019, 19:53
51.

Zitat von karlkadaveraas
Deutlich besser ist da das dänische Modell - Firmenwagen bekommen eine gelbe Nummer - und wer mit gelber Nummer bei privaten Fahrten erwischt wird (und es wird oft und gern kontrolliert) der zahlt kräftig für sein Steuervergehen.
In Deutschland zahlen sie monatlich 1% des Listenpreises plus geringer Anteil Weg zur Einkommenserzielung wenn sie den Wagen auch privat nutzen.

Erscheint mir deutlich sinnvoller als Polizisten die Steuern eintreiben zu lassen.

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hansa_vor 01.03.2019, 20:18
52.

Zitat von t0schef
Auch wenn der Listenpreis und nicht der Kaufpreis versteuert wird: egal. Wenn der X3 dann halt mit 500€ und nicht mit 400€ monatlich zu Buche schlägt, macht bei der steuerlichen Berechnung des Angestellten nicht so viel aus. Wenn der jetzt Anstelle von 4000€ Brutto jetzt den 1% des Listenpreises drauf bekommt und dann 4500€ versteuern muss- das erhöht die Lohnsteuer dan gefühlt von (je nach Steuerklasse) mal fiktiven 800 auf 950 €. Von den 150€ kann ich mir im Normalfall aber kein Auto finanzieren, denn Anschaffung bzw Finanzierung, Steuern, Versicherung, Sprit und Reparaturen kosten für den fiktiven X3 sicherlich einen Tausender im Monat. Während der Dienstwagennutzer eben nur 150€ weniger netto raus hat als ohne. Und das finde ich (typisch deutsch und daher natürlich neidzerfressen) als jemand ohne Dienstwagen - mit Verlaub - unfair.
Die Brutto aufgeschlagenen und duchversteuerten, in ihrem Falle 500 Euro werden dann aber noch Netto vom Gehalt abgezogen ;)

Soviel Fairness oder viel mehr Wissen sollte schon vorhanden sein wenn man die Gerechtigkeitskeule auspackt!

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reflexxion 03.03.2019, 13:02
53. Selbstständige sind doch Steuervermeider per se!

Egal wo ich hinschaue, die Freiberufler sind doch alle sehr kreativ im erzeugen von angeblich absetzbaren Kosten. Da werden Dinge auf Firmenkosten abgesetzt die jeder normale Bürger natürlich NICHT absetzen kann und es auch erst gar nicht versuchen würde das zu tun. Das allgemeine Gejammer ist natürlich groß wenn man dann mal dabei erwischt wird und es dann doch selbst bezahlen muss. Ich kann so gut wie nichts absetzen (außer allgemeinen Pauschalen) und kann mich auch nicht beschweren, nur weil ich schon Rentner bin. Die Renten sind dank Schröders Kürzungen sehr niedrig, die Kosten dank Euro aber massiv gestiegen (Miete, Lebenshaltungskosten, diverse Zwangsabgaben wie Rundfunkgebühr und Zuzahlungen bei Krankenkasse) aber das interessiert niemand. Für sinnlose Jahrzehnte Braunkohleförderung und Militärhochrüstung sind 2-stellige Milliardenbeträge da, aber für die höheren Renten nach Modell des Minister Heil soll keins da sein. Die CDU dient eben nur dem Kapital und damit den Parteispendern, die das natürlich auch wieder zu Lasten der Allgemeinheit von den Steuern absetzen können.

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t0schef 04.03.2019, 09:49
54. @hansa_vor:

Das hab ich wohl übersehen. Dann haben wir quasi einen fiktiven BMW X3 für 50.000€, der dem Dienstwagennutzer für eine monatliche Flatrate von ca. 650€ zur Verfügung gestellt bekommt. Ein Auto also, was sich dieser Mensch sonst nie kaufen würde der könnte ( es sei denn, er verzichtet sonst auf alles), und das ganze trotzdem auf kosten der Steuerzahler. Unbegrenzt Kilometer - was kost‘ die Welt! Reparaturen? Zahlt der Leasingnehmer. Wartung? Das gleiche. Von daher: gehört abgeschafft.

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