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Stickoxid-Emissionen: So will Bosch den Diesel retten
Bosch

"Emissionen sind bald kein Thema mehr", behauptet Bosch-Chef Volkmar Denner. Angeblich konnten Ingenieure des Unternehmens den Stickoxid-Ausstoß von Dieselmotoren drastisch reduzieren.

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vaikl 25.04.2018, 16:59
70. Nicht dumm

Zitat von Plasmabruzzler
Sie haben messerscharf analysiert und liegen leider trotzdem daneben. Schuld an der heutigen Misere sind unzureichende Testkriterien (bis auf VW, die haben tatsächlich eine illegale Abschalteinrichtung in einigen Modellen verwendet). Hätte man realistische Testbedingungen schon vor Jahren oder Jahrzehnten formuliert sowie realitätsnahe Höchstwerte bezgl. Emissionen, hätten die Hersteller schon viel früher reagiert. Die Hersteller sind ja nicht dumm: es wird natürlich versucht, auf wirtschaftlichste Art und Weise die Testbedingungen zu erfüllen.
Turbokapitalismus allez! Ist natürlich *aus Herstellersicht* nicht dumm, still und leise wie ein Beamter den Beamtenregeln zu folgen, aber in den Hochglanzprospekten dreist und wortwörtlich das "Eco-Blaue" vom Himmel zu lügen. Dumm nur, wenn der Kunde nach jahrzehntelanger Verarsche den Kanal endlich voll hat und nun eben auch auf vorgebliche "Wahrheiten" nicht mehr anspringt - doppeldumm für die Umsätze.

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Pless1 25.04.2018, 17:00
71.

Zitat von Janoschka
Total vergessen, die fossilen Brennstoffe gehn uns ja nicht aus...
Wäre auch kein Problem.

Wofür wächst billiges Palmöl, wo neulich noch Dschungel war? Dann ist der Diesel sogar "Bio". Da packt man buchstäblich "den Tiger in den Tank".

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Peter_der_Grosse 25.04.2018, 17:12
72.

[Zitat von facts-and-more heute, 15:15 Uhr Was Partikel betrifft, ist der Abgasstrom aus einem mit Partikelfilter ausgerüsteten Diesel oder Benziner sauberer als die vom Motor angesaugte Luft.]
Das kann ja nur stimmen, wenn die Luft, die vorne vom Motor angesaugt wird, aus einem Reinstluftgebiet stammt. Die Auspuffabgase dann aber verglichen werden mit der dicken Luft am Stuttgarter Neckartor.
Kleines Gedankenexperiment:
Angesaugt wird Reinstluft ohne jeglichen NOx-Anteil, mit natürlichen CO2-Anteil.
Die Abgase enthalten nun 40 mg NOx und zusätzlich 80g CO2 pro Kilometer (entspricht 80.000 mg CO2, um in der gleichen Einheit zu bleiben). Augenscheinlich enthalten die Dieselabgase also mehr Schadstoffe und Emissionen als die Reinstluft vorher.

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matbhmx 25.04.2018, 17:17
73. Der Bericht zeigt, dass die Industrie grundsätzlich ...

... nichts freiwillig macht, sondern dass sie immer angetrieben werden muss. Piech wird ja immer so gerne hochgelobt! Der Mann hat Anfang der 70er, als der Katalysator eingeführt werden sollte, einen riesen Aufstand gemacht und für den Fall der Einführung des Teufelswerkzeugs Kat den Untergang der deutschen Automobilindustrie vorausgesagt. Die Industrie mauert immer, sie muss getreten werden - die aktuelle Entwicklung von Bosch in Sachen Diesel, so sie denn stimmt, beweist es nur einmal mehr!

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laimelgoog.0815 25.04.2018, 17:20
74. Der Diesel hat auch noch einen

zweiten grossen Nachteil gegenüber Elektroautos. Er macht nicht nur giftige Abgase sondern krank machenden Lärm. Was als Traktor in den Landwirtschaft noch erträglich wäre ist in der Innenstadt unerwünscht und ungesund. Diesen Lärm wünscht sich kein Mieter.

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cindy2009 25.04.2018, 17:21
75. @aurelius

"-----
Aurelius heute, 16:34 Uhr
68. Der Diesel stirbt!
Wenn wollen wir was vor machen, die Erde hat nur so viel ÖL-vorkommen. Strom als alleinige Lösung ist zweifelhaft. Der Wasserstoffantrieb könnte helfen, wie wäre es mit einen hybrid zwischen Strom und Wasserstoff, sowie Diesel und Strom...? Zumindest könnten wir ein paar Jahre sowie Umwelttechnisch retten, auch für all diejenigen die Sagen der Elektroauto mit seinem Akkus sei sehr viel Umweltfeindlicher wegen der schlechten recycling Technik, das ist wohl veraltet, es gibt sehr wohl gute Möglichkeiten heutzutage!-----" Wo soll der Wasserstoff herkommen? Ein Auto mit einer Brennstoffzelle IST Hybrid in dem Sinn, dass immer eine Batterie notwendig ist.

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1948-2008 25.04.2018, 17:22
76. Das kommt verdächtig schnell ...

Wenn die Lösung so einfach sein sollte, warum hat man es dann nicht schon längst so gemacht? Weil man ein paar Euro sparen wollte, auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit aller Menschen? Und was ist mit den Russemissionen, die durch dei bekannten Partikelfilter nur völlig unzureichend gefiltert werden (70 % nach der Masse, aber v.a. die besonders gefährlichen Nanopartikel gehen einfach ungefiltert durch!)? Ich traue diesem Braten nicht ...

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lazyfox 25.04.2018, 17:27
77. Der Ingenieur-Rückwärts-Guck

Ja, leider machen die meisten das, was sie am Besten können und lassen sich diese Arbeit ungern wegnehmen. Die Schiffschraube hat rund 100 Jahre gebraucht, um sich gegen die Raddampfer durchzusetzen. Die Dieselrettung erinnert mich genau daran. Auch wenn es kein hundert Jahre dauern wird, um Elektromobilität zu bekommen. Denn deren Vorteile kann man nicht wegdiskutieren und Elektroantriebe machen das Auto - zumindest beim Antrieb - deutlich weniger komplex. Da wird auch die geschürte Angst vor Batterierohstoffen nur wenig bremsen. Alternative Energie in Bewegung umzusetzen geht effizient nur so und dabei wird auch noch weniger Bremsstaub und eben kein Feinstaub freigesetzt. Hallo Autoindustrie, hallo Politik, bitte nach vorne gucken und hoffen, dass da nicht schon die Chinesen die Sicht versperren.

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cindy2009 25.04.2018, 17:38
78. @1948-2008

"----
1948-2008 heute, 17:22 Uhr
76. Das kommt verdächtig schnell ...
Wenn die Lösung so einfach sein sollte, warum hat man es dann nicht schon längst so gemacht? ----" Ist es denn soso schwer, einen Artikel zu lesen? Zitat : "....Das klingt erst einmal banal, aber Kufferath sagt, dass in den vergangenen vier Jahren rund hundert Ingenieure an diesen und zahlreichen anderen Details gearbeitet haben, um die jetzt erzielte Schadstoffreduzierung zu realisieren. Wäre das nicht schon früher möglich gewesen? Zum Teil ist die geeignete Messtechnik für die RDE-Fahrten erst seit einigen Jahren verfügbar, zum Teil wurden gesetzliche Vorgaben erst noch verabschiedet (etwa 2016 jene für den Kaltstart). Jetzt jedenfalls ist die Technik grundsätzlich verfügbar, Serienautos mit dieser Art von Abgasreinigung könnten in etwa zwei Jahren auf die Straße kommen....."

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ardbeg17 25.04.2018, 18:39
79.

Zitat von vandenplas
Während deutsche Hersteller darüber wetteifern wie sie den Diesel retten wollen, sehen Unternehmen in den USA und in Asien die Zukunft in elektrischen Antrieben. Allen Dieselbesitzern die jetzt im Regen stehen, weil Staat und Industrie sich aus der Verantwortung ziehen (siehe dazu Video-Kommentar von Prof. Harald Lesch auf Youtube), sollten sich überlegen ob sie den Versprechen der dt. Fahrzeugindustrie noch weiter Glauben schenken wollen. Schliesslich, und hier beziehe ich ich auf TV Reklame die von Volkswagen in den USA geschaltet wurde, sollte der Diesel ja gänzlich sauber sein... schon lange vor dem Diesel-Skandal. Mir persönlich stinken Diesel Fahrzeuge. In vom Diesel-Smog heimgesuchten Städten erwische ich mich hin und wieder dabei wie ich nach Luft schnappe. Diesel knattern wie Traktoren und wenn man im Wagen mitfährt spürt man stests leichte Vibrationen die vom Selbstzünder-Aggregat ausgehen. Dafür soll es jede Menge Drehmoment geben. Ja, diesen bieten EVs auch - nur im Unterschied zu Verbrennungsmotoren immer das Maximum und das über das gesamte Drehzahlband. In Sachen Effizienz kann der Verbrennungsmotor dem Elektromotor sowieso nicht annähernd das Wasser reichen. Jeden Monat verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass die wirklichen Innovatoren im Fahrzeugbau nicht in Europa sitzen, sondern wie bereits genannt, in Asien (Japan, China, Südkorea) und den USA. Aber man muss auch sehen, dass gerade die deutsche Autoindustrie einen Wettbewerbs- und Standortvorteil hat, wenn es um Mechanik geht: Je komplexer Motor und Getriebe umso besser. EVs sind da anspruchsloser, brauchen weit weniger Teile, die Mechanik ist einfacher und robuster. Dafür kommt's jetzt auf Elektronik und Software an: Beispielsweise intelligente Systeme die ein Fahrzeug befähigen sich selbst zu steuern oder die Einbindung von Telemetrie und Infotainment Systemen an verschiedene Server (Navigation, Unfallnothilfe uvm.). Und so wird der deutsche Vorsprung durch Technik jeden Tag ein kleines Stück kürzer...
Wie kommen sie darauf, dass die deutschen Hersteller beim Infotainment, Unfallnothilfe, autonomes Fahren etc. nicht führend sein sollen? Diesbezüglich sollte jeder die Unfälle von Uber und Tesla registriert haben! Und bei den andere Feldern spielt ganz massiv der Datenschutz mit - unsere Daten dürfen schliesslich nur Google und facebook haben.

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