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Stiftung Warentest: Viele Fahrradhelme bieten zu wenig Schutz
Stiftung Warentest

Fahrradhelme sollen bei einem Unfall Leben retten, doch verlässlichen Schutz bieten offenbar die wenigsten: Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest konnten nur drei von 18 Modellen überzeugen. Ein hoher Preis garantiert dabei noch keine Sicherheit.

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der_geraet 30.07.2015, 19:25
40.

Mein Rennradhelm muss leicht und gut belüftet sein, sich angenehm tragen und ausserdem gut aussehen. Das er im Falle eines Einschlags meinen Schädel schützt ist wichtig, aber nicht unbedingt das primäre Kaufargument. Ob und wie gut er das tut hängt im Ernstfall von so vielen Faktoren ab, besser als ohne ist es allemal. Wenn der Sicherheitsaspekt im Vordergrund steht empfehle ich Motorradhelm, Halskrause und Lederkombi mit Rückenpanzer. Den Test kann man in der Pfeife rauchen, wurde auch nur Schrott getestet.

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nick999 30.07.2015, 20:54
41.

Zitat von fritzstark
Seit mein Schädel geöffnet wurde (trepanation an der rechtrn Schläfe wg. Aneurysma-Clipping) misstraue ich Radlhelmen und trage entweder einen Motorrad-Jethelm oder einen Snowboard-Helm der seitlich schützt und auch Regen abhält.
Nachdem mein Kollege ohne Helm tödlich verunglückt ist, bin ich auf Helm umgestiegen. 5 Jahre später bin ich auf die Seite gestürzt. Es klang wie unter einer Glocke. Mehr ist nicht passiert.
Mein Helm war ein Billighelm ohne irgendeine Recherche. Mag sein, das es Unterschiede zwischen den Helmen gibt. Der größte Unterschied ist aber zwischen Helm und kein Helm. Das halte ich für den wichtigsten Punkt von allen.

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Stäffelesrutscher 30.07.2015, 21:35
42.

Die Hälfte von den gestellten Helmen sind so eine Art BMX-Trickfahrer-Helme, aber keine für Langstreckenfahrer. Zwei Sorten Helme im selben Test, aber nur ein Testsieger? Das kann nicht gutgehen. Dann lese ich erschreckend häufig etwas von schlechter Passform, sich beim in der Hand halten verstellenden Riemchen und so weiter. Da ist die Gefahr groß, dass ein angeblich guter Helm falsch sitzt und nix nützt.

P.S.: Gibt es bei Stiftung Warentests eigentlich auch Autotests, bei denen untersucht und bewertet wird, inwieweit abbiegewillige Autofahrer die sich vorschriftsmäßig rechts auf einem Radweg bewegenden geradeaus fahren wollenden Radfahrer wahrnehmen können? Das hieße also: alles, was dem Schulterblick mehr Widerstand entgegensetzt als ein 02er BMW oder meinetwegen noch ein Passat Kombi aus den 80ern bekommt schon mal »mangelhaft«, und alle Autos, die ach so toll schallgedämpft sind, dass man die »helltönende Klingel« des Fahrrades nicht hört, ebenfalls.

Würden alle diese Autos keine Typenzulassung bekommen und würde zusätzlich der Staat den Autofahrern und den Radfahren einbleuen, dass Radfahrer auf die Fahrbahn gehören, wäre mehr für die Sicherheit der Radfahrer getan als mit diesen Helmkampagnen. Sage ich als Helmträger.

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hayakyu-ou 30.07.2015, 22:43
43. Oh weh...

Ein Test ist ein Test, ist ein Test, ist ein Test. Niemand zwingt Menschen einen Fahrradhelm zu tragen. Hier wurden nur einige Helme, verschiedener Hersteller einem Test unterzogen. Wie aussagekräftig und vollständig der ist, sei dahingestellt. Zweifel mögen angebracht sein. Wegen der Stiftung Warentest ziehe ich bestimmt keinen Helm auf. Aus eigener Erfahrung, weiß ich, dass ein Helm auf Fahrrad sowie Kraftrad sinnvoll und der Gesundheit zuträglich ist. Einen Helm zu tragen ist meine Entscheidung zugunsten meiner Gesundheit. Dazu muss mich kein Gesetz zwingen. Wer keinen Helm trägt, hat sich dagegen entschieden. Seine Entscheidung. Auch gut. Stört mich nicht.

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larslässig 31.07.2015, 00:24
44. at dreißig

Noch nie gesprungen? ;-) Und wieso, muss man als Deutscher immer Helm tragen. :-D

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nobiskrug 31.07.2015, 08:54
45. Helme

Dieses Thema wird hoffentlich auch dazu führen, dass so gute deutsche Vornamen wie Helmut und Wilhelm wieder gebräuchlicher werden

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ohgottogott 31.07.2015, 10:33
46.

Zitat von kugelsicher
Bei diesen Fahrern läuft also was falsch? Sollten die tatsächlich nicht fahren können? Müssten sie als Experte mit 20 Jahren ......
Casartelli wäre auch mit Helm tot gewesen. Haben mehrere Gutachten ergeben.

Und wer mal mit bei Rennen mit Profi-Beteiligung aus kürzester Distanz miterleben durfte, wie die gerade auch in Abfahrten draufhalten, bekommt eine gute Idee davon, warums bei denen gerne auch mal schwerer knallt. Das Stichwort hier ist Risikoakzeptanz - und hat wenig mit "fahren können/nichtkönnen" zu tun. Stefan Bellof war sicher auch einer der fähigsten Autorennfahrer seiner Zeit. Und hat sich selbst totgefahren, weil er dabei größere Risiken eingegangen ist als die Konkurrenz

Ob da also was falsch gelaufen ist, müssen die Hinterbliebenen beurteilen

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jakam 31.07.2015, 11:06
47.

Helme schrottig, aber Pflicht. Toll.
Die etwas Intelligenteren wüssten jetzt, wen man dafür in die Pflicht nehmen sollte, aber wieso auch mal auf die Industrie Druck machen?

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robert_et_lee 31.07.2015, 11:33
48. Du gute Güte...

Die Testsieger ähneln mehr Helmen für den Kriegseinsatz! Die Belüftung dürfte eine Katastrophe sein. Wenn schon Helm, dann doch besser gleich anwendungsgerecht bei den Radprofis umschauen!

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napu 31.07.2015, 12:21
49. Es sterben genauso viele Menschen durch Bettstürze ...

... wie Radfahrer im Straßenverkehr an Kopfverletzungen. Tragen wir deshalb beim Schlafen einen Helm? Das Risiko ist ja dasselbe.

Übrigens sterben 10 mal so viele Menschen an Kopfverletzungen beim Treppensteigen als Radfahrer. Beim Treppensteigen sollte man also auf jeden Fall einen Helm tragen.

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