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Stiftung Warentest: Viele Fahrradhelme bieten zu wenig Schutz
Stiftung Warentest

Fahrradhelme sollen bei einem Unfall Leben retten, doch verlässlichen Schutz bieten offenbar die wenigsten: Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest konnten nur drei von 18 Modellen überzeugen. Ein hoher Preis garantiert dabei noch keine Sicherheit.

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vlado13 31.07.2015, 13:10
50. Was mich schon lange umtreibt:

Wieso erscheinen Berichte über Fahrräder, Radverkehr etc. eigentlich in der Rubrik "Auto"? Entweder muss die Rubrik umbenannt werden ("Mobil" oder so), oder fahrradbezogene Themen brauchen eine eigene Rubrik.

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7eggert 31.07.2015, 14:51
51.

Zitat von der_geraet
Mein Rennradhelm muss leicht und gut belüftet sein, sich angenehm tragen und ausserdem gut aussehen. Das er im Falle eines Einschlags meinen Schädel schützt ist wichtig, aber nicht unbedingt das primäre Kaufargument. Ob und wie gut er das tut hängt im Ernstfall von so vielen Faktoren ab, besser als ohne ist es allemal. Wenn der Sicherheitsaspekt im Vordergrund steht empfehle ich Motorradhelm, Halskrause und Lederkombi mit Rückenpanzer. Den Test kann man in der Pfeife rauchen, wurde auch nur Schrott getestet.
"Irgendwas" ist leider nicht besser als "Nichts", denn ein Helm, der nicht richtig paßt, schadet auch mal. Nicht umsonst ist die Zahl der Kopfverletzten mit Helm wesentlich höher, als es dem Verkehrsanteil entspricht.

Erstens darf er nicht dazu führen, daß man sich ins Auto setzt, denn dann ist die eigene Gefahr nicht nur statistisch mindestens genausohoch, sondern mal selbst ist auch noch die Gefahr für die Anderen.

Zweitens darf er nicht die Wärmeabfuhr behindern. An jedem sonnigen Tag zeigt sich, daß die Konzentration _aller_ Fahrer nachläßt, daß bei wärmebedingtem Konzentrationsmangel wesentlich mehr Unfälle passieren. Lieber konzentriert zwei Unfälle vermeiden, als unkonzentriert einmal einen fast wirkungslosen Helm brauchen. In der Summe wäre sonst mehr Schaden als Nutzen.
Drittens muß er gut sitzen. Ein Alibihelm, der auf dem Kopf rumschlabbert, beruhigt nur die besorgten Mitmenschen. Ein schlecht sitzender Helm - siehe oben.

Viertens darf er nicht die Sicht nehmen. Ich müßte jeden Helm vorne absägen, wenn ich noch regelmäßig gucken will, statt nur noch ab und zu mal. Und dann nützt er wirklich nichts mehr.

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7eggert 31.07.2015, 14:57
52.

Zitat von robert_et_lee
Die Testsieger ähneln mehr Helmen für den Kriegseinsatz! Die Belüftung dürfte eine Katastrophe sein. Wenn schon Helm, dann doch besser gleich anwendungsgerecht bei den Radprofis umschauen!
Und zwar bei deren Trainingsfahrten, wenn die Helmwahl freigestellt ist, und auf keinen Fall beim Zeitfahren, wo das Nackenschwert schon eine Gefahrenquelle erster Güte ist.

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7eggert 31.07.2015, 15:08
53.

Zitat von denkdochmal
hat auch nichts zu schützen. Fragen Sie Ihren Chirurgen, Neurologen oder Totengräber. Übrigens, kennen Sie den: Fallschirspringer besteigen ein Flugzeug zum Absprung. Nur einer hat keinen Schirm dabei. "Was machst du denn da?" "Ja, ich habe gelesen, der Fallschirm und auch die Reserve hat sich nicht geöffnet, also, was soll der Sch.. mit den Schirmen... "
Daß die Autofahrer nichts schützen brauchen, ist ja offensichtlich.

Und der Chirurg freut sich natürlich über jeden Helmträger, schließlich machen diese 1/3 des Umsatzes, trotz einer Verkehrsbeteiligung von nur 1/20.

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kugelsicher 31.07.2015, 15:50
54.

Zitat von napu
... wie Radfahrer im Straßenverkehr an Kopfverletzungen. Tragen wir deshalb beim Schlafen einen Helm? Das Risiko ist ja dasselbe. Übrigens sterben 10 mal so viele Menschen an Kopfverletzungen beim Treppensteigen als Radfahrer. Beim Treppensteigen sollte man also auf jeden Fall einen Helm tragen.
Beim Radeln ist es eher schwierig zu sterben. Massive Verletzungen reichen wohl aus.

http://www.lifeline.de/ernaehrung-fi...e-id56262.html

http://www.zeit.de/online/2009/04/ko...raumata-risiko

http://udv.de/de/medien/mitteilungen...uetzen-wirksam

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kugelsicher 31.07.2015, 15:51
55.

Zitat von 7eggert
Daß die Autofahrer nichts schützen brauchen, ist ja offensichtlich. Und der Chirurg freut sich natürlich über jeden Helmträger, schließlich machen diese 1/3 des Umsatzes, trotz einer Verkehrsbeteiligung von nur 1/20.
Helmträger 1/3 des Umsatzes?
Könnten sie das bitte mal erklären und belegen.

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Dino822 31.07.2015, 16:58
56.

Zitat von kugelsicher
Beim Radeln ist es eher schwierig zu sterben. Massive Verletzungen reichen.....
Nur trifft leider keiner ihrer Links eine Aussage zur allgemeinen Gefährlichkeit des Radfahrens.

So mag es ja durchaus sein, dass ein Helm vor Kopfverletzungen schützt, nur tut er dies dann nicht nur beim Radfahren, sondern z.B. eben auch beim Treppensteigen. Trotzdem würden wohl die wenigsten auf die Idee kommen, auf einer Treppe einen Helm zu tragen, obwohl zumindest die Anzahl der Todesfälle infolge von Treppenstürzen deutlich höher ist, als bei Radfahrern. Zu schweren Verleztungen habe ich leider keine Statistik gefunden, wüsste aber nicht wieso sich das Verhältnis umkehren sollte.

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albert schulz 31.07.2015, 17:51
57. Helme sind Placebos

Betroffen sind bei Stürzen vor allem die Extremitäten. Es gibt extrem selten die Situation, daß ein Fahrradhelm Schutz bietet, selbst wenn er „gut“ sein sollte. Im Regelfall behindert er jedoch gewaltig beim Gucken, Hören, Schwitzen.

In den wenigen bedrohlichen Fällen geht es meist um das Genick, und zu dessen Schutz müßte der Helm so aufwendig sein, daß man das Fahrrad motorisieren müßte, zumindest zwei weitere Räder anbauen und einen Umhang aus Blech dazuschneidern. Am wichtigsten wären Kopfstützen und Airbags. Und Stoßstangen gegen die mit starken Rüstungen ausgestatteten Fahrradfahrer, die alles zerbröseln, was ihnen in den Weg kommt. Ausgenommen natürlich das, was sie noch wahrnehmen können, weil es direkt vor ihnen steht oder liegt.

Ich bin mein Leben lang Rad gefahren und zwar nicht zu knapp, auch Wettkämpfe, vor allem kenne ich eine Reihe von ernsthaften Radamateuren, und deren Unfälle neben meinen, und die waren in der Jugend nicht selten. Erst vor zwei Jahren bin ich noch über eine Karre gesegelt, die mich ausgebremst hat. Außer ein paar Schrammen hat der Kopf nie was abbekommen, weit seltener als bei Raufereien oder akrobatischen Übungen auf Scheunendächern etwa. Ein Freund hat mal einen 27 m weiten Flug vom Rad mit dem Gesicht abgebremst, und sah hernach aus wie Nikki Lauda, aber dem Schädel war rein nichts passiert. Ein Helm hätte ihm rein nichts geholfen.

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kugelsicher 31.07.2015, 18:33
58.

Zitat von albert schulz
Betroffen sind bei Stürzen vor allem die Extremitäten. Es gibt extrem selten die Situation, daß ein Fahrradhelm Schutz bietet, selbst wenn er „gut“ sein sollte. Im Regelfall behindert er jedoch gewaltig beim Gucken, Hören, Schwitzen.
Ich glaube langsam, hier zimmert sich jeder seine eigene Realität.

http://udv.de/de/medien/mitteilungen...uetzen-wirksam

http://www.lifeline.de/ernaehrung-fi...e-id56262.html

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halbvoll vs. halbleer 31.07.2015, 18:44
59. ... ein guter Ansatz sollte zuende gedacht werden

Zitat von ohgottogott
Casartelli wäre auch mit Helm tot gewesen. Haben mehrere Gutachten ergeben. Und wer mal mit bei Rennen mit Profi-Beteiligung aus kürzester Distanz miterleben durfte, wie die gerade auch in Abfahrten draufhalten, bekommt eine gute Idee davon, warums bei denen gerne auch mal schwerer knallt. Das Stichwort hier ist Risikoakzeptanz - und hat wenig mit "fahren können/nichtkönnen" zu tun. Stefan Bellof war sicher auch einer der fähigsten Autorennfahrer seiner Zeit. Und hat sich selbst totgefahren, weil er dabei größere Risiken eingegangen ist als die Konkurrenz Ob da also was falsch gelaufen ist, müssen die Hinterbliebenen beurteilen
Guter Ansatz = Stichwort
Stichwort = Risikoakzeptanz
Ergebnis = Wer einen Helm trägt oder nicht trägt entscheidet selbst über seine Risikoakzeptanz

Was Rennfahrer und Autos mit dem Test zu tun haben ist jedoch klar. Nix! Ergo ein Fehlgriff in der Beispielkiste.

Was ich in dem Kontext mache interessiert doch keinen – per heute. Was passiert aber mit steigender Verkehrsdichte unter Fahrrad und Pedelec-Fahrern? Die Krankenversicherer werden sich melden. Wetten ;-)

Generell in die muntere Runde hier auf dem Spiegel: Mehr "halbvoll denken" hilft dir und der Mitwelt :-)

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