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Strafbefehl wegen Verkehrsgefährdung: Online-Petition für Notarzt gestartet
openpetition.de

Er soll seinen Führerschein verlieren, weil er bei einem Rettungseinsatz für ein Kleinkind zu rasant fuhr. Nun erhält Notarzt Alexander Hatz Unterstützung im Netz.

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erna-schakira_schabulski 06.02.2015, 18:18
110.

Zitat von metastabil
Im Übrigen, lesen sie doch mal §35 bis zum letzten Satz weiter. Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Anspruch genommen werden. Sprich: würde ich bei Nutzung meiner Sonderrechte jemanden gefährden, darf ich sie nicht nutzen. Egal ob diese Person rechtmäßig handelt oder nicht.
Und wenn von der LS Wegerechte zugeteilt wurden?

Nach Schilderung der medizinische Situation gehe ich davon aus....

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carranza 06.02.2015, 18:20
111. Wie bitte?

Zitat von whitemouse
Auch beim Einsatz sind Regeln zu beachten - das gilt auch für die Polizei. Hier dürfte aber schon die Beweislage dürftig sein - die Aussage eines Autofahrers dürfte nicht so hoch zu bewerten sein. Elegant wäre eine Einstellung gegen Zahlung von ein paar Euro, die ein Arzt locker verschmerzen kann.
Ich würde den Autofahrer, der Anzeige erstattete belangen: Gibt auch noch zu, dass er einem mit Blaulicht und Martinshorn fahrenden Krankenwagen nicht ausweichen wollte und somit behinderte.

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flieger7 06.02.2015, 18:21
112.

Schämen würde ich mich als Autofahrer und als Staatsanwalt

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exeblue 06.02.2015, 18:22
113. Wenn das Recht ist, gehört es geändert

Zunächst, auch ich kenne den Sachverhalt nicht genau, aber soviel weiß ich :
Auf fast jeder Landstraße passen, bei äußerst rechter Fahrweise, problemlos drei Pkw nebeneinander.
Der Notarzt, wie auch Feuerwehr und Polizei sind unter den Bedingungen einer Einsatzfahrt niemals eigennützig unterwegs.
Das es bei Einsatzfahrten auch zu Fehleinschätzungen durch den Einsatzfahrer kommen kann, liegt nahe.
Dies passiert dem "normalen" Autofahrer auch schon mal unter einfachsten Bedingungen.
Und, das sage ich hier mal, viele Autofahrer sind manchmal wenn ein Einsatzfahrzeug kommt, gnadenlos überfordert und hilflos.
In einen Land, in welchem sich doch fast alle für so tolle Autofahrer halten, sieht man Sachen, da graust es einem.
Der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges ist interessiert heil anzukommen.
Schafft er das, dürfte das für den anderen Verkehr dann auch unproblematisch gewesen sein.
Der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges erlebt diese Situationen denn auch praktisch täglich.
Der "normale" Autofahrer nun nicht.
Darüber hinaus, befindet sich der hier relevante Notarzt auch nicht mehr in der StVO sondern innerhalb des Verfahrens im StGB.
Wäre das meine Fachrichtung, ich würde das Mandat, zumindest für ihn, kostenlos übernehmen.
So verbleibt mir nur die Unterschrift..und ein Kopfschütteln den Anzeigenerstattern gegenüber.
Zunächst, denn auch wenn diese nach einer Anzeigenerstattung Kenntnis vom Sachverhalt erhielten und die Sachlage dann anders einschätzen würden, die Einstellung des Verfahrens obliegt ihnen nicht.
Und ein Kopfschütteln dem Staatsanwalt gegenüber verbietet sich ohne exakte Kenntnisse des Sachverhaltes.

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raptorx 06.02.2015, 18:26
114. Da kann man nur sagen: typisch Deutschland !

Die von Neid und Hass zerfressene Wohlstandsrepublik ! Da werden Sympathiebekundungen für arme Menschen im Ausland immer unglaubwürdiger !
Man sollte man die Namen der Anzeigeerstatter öffentlich machen !
Und wenn die einen NA brauche, kommt er halt zu spät !
Ekelhaft schon, dass es eine solche Meldung gibt !

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Greyjoy 06.02.2015, 18:26
115.

Zitat von nymousano
Wie bitte können Sie - wie viele andere Foristen hier auch - aus der Tatsache, dass der entgegenkommende Fahrer "scharf abbremsen musste", ableiten, dass er nicht §38 StVO folgegeleistet hat und Platz machen wollte? Das ist völliger Humbug. Mir fallen zig Situationen ein, in welchen das nicht ohne weiteres möglich ist - bspw. weil, trotz Martinshorn, die Reaktionszeit zu kurz ist. Selbst auf gerader Strecke kann es, je nach Abstand der Fahrzeuge, klüger sein, den Versuch zu starten, schnell zu passieren anstatt abzubremsen. Die wahrscheinlichste Erklärung - welche hier natürlich bewußt außen vor gelassen wird - ist, dass sich der Notarzt beim Überholmanöver einfach überschätzt hat. Und ja, ich bin der Meinung, er sollte hierfür die Konsequenzen tragen.
Vieleicht können Sie mich eher verstehen wenn ich sage, dass meine Aussagen auf den Indizien und nicht auf direkten Beweisen basieren.
Schauen Sie sich doch einfach mal den TV Beitrag an.
Dort können Sie sehen, dass es sich um einen recht langen und geraden Straßenabschnitt handelt. Übrigens ohne Graben. Mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn kündigt man sich da absolut frühzeitig an.
Auf dem Land vergehen da teilweise nicht nur Sekunden sondern Minuten zwischen der Wahrnehmung des Einsatzhorns und der Begegnung mit den Einsatzkräften. Aus eigener Erfahrung bei Einsatzfahrten kann ich mir sehr gut vorstellen wie die Situation abgelaufen ist. Sehr viele Fahrer kommen ihrer Pflicht freie Bahn zu schaffen erst im letzten Moment nach. Wenn man die Sondersignale des Einsatzfahrzeuges ignoriert, dann hat man eine erhebliche Schuld am Zustandekommen eine gefährlichen Situation. Zumal es auch für eine äußerst ängstliche Persönlichkeit spricht, wenn starkes Bremsen und aufs Bankett fahren schon als ernsthafte Gefährdung wahrgenommen wird.

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Timo Schöber 06.02.2015, 18:26
116.

Bereits für den Notarzt unterschrieben. Hoffentlich nutzt es etwas.

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andros0813 06.02.2015, 18:26
117.

man kann nur hoffen, das demjenigen , der dieses urteil gesetzlich zu verantworten hat (staatsanwalt, richter), selber nie eben diese hilfe in der not braucht, die er gerade verweigert und bestraft hat..

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DerBlicker 06.02.2015, 18:27
118. es gibt einen Zeugen

Zitat von whitemouse
Auch beim Einsatz sind Regeln zu beachten - das gilt auch für die Polizei. Hier dürfte aber schon die Beweislage dürftig sein - die Aussage eines Autofahrers dürfte nicht so hoch zu bewerten sein. Elegant wäre eine Einstellung gegen Zahlung von ein paar Euro, die ein Arzt locker verschmerzen kann.
Wenigstens 2 Autofahrer haben sich bei der Polizei beschwert, deshalb wurde das Verfahren auch nicht eingestellt. Bleiben die Zeugen bei ihrer Version und der Arzt kann ihre Version nicht entkräften, dann wird der Arzt verurteilt werden. Verkehrsgefährdung druchd en Arzt ist auch bei einem Notfall zum Gküpck strafbar. Rambos haben auf der Straße nichts zu suchen.

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DerBlicker 06.02.2015, 18:28
119. zum Glück geht so nicht

Zitat von flieger7
Als der Autofahrer würde ich mich schämen einen Notarzt anzuzeigen, auch wenn der gefahren ist, wie ein verrückter,
Wer wie ein Verrückter fährt, der gehört aus dem Verkehr gezogen, auch und gerade wenn er Arzt ist.

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