Forum: Auto
Strafbefehl wegen Verkehrsgefährdung: Online-Petition für Notarzt gestartet
openpetition.de

Er soll seinen Führerschein verlieren, weil er bei einem Rettungseinsatz für ein Kleinkind zu rasant fuhr. Nun erhält Notarzt Alexander Hatz Unterstützung im Netz.

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elkemeis 06.02.2015, 16:58
50. Der Anzeigenerstatter und

jeder Einzelne von uns sollte sich ernsthaft fragen, was wäre, wenn er selbst, ein Familienmitglied oder ein enger Freund in dem Notarztwagen wäre. Na?

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Gmorker 06.02.2015, 16:59
51. Realitätsverlust?

@krapplack:
An Realitätsverlust scheinen mir eher Sie zu leiden, in ihrem augenscheinlichen Hass auf die Berufsgruppe der Ärzteschaft. Schon Sonderrechte als Verstoß gegen das GG zu bezeichnen, ist ja wohl eher lächerlich, aber dann von Arztstaat zu reden, zeigt mir, das sie jegliche Objektivität verloren haben. Der Arzt hat nicht etwa eine "Einsatzfahrt" nach Hause oder in die nächste Kneipe gemacht, sondern hat seine Sonderrechte beansprucht, die ihm als Arzt im Notfalleinsatz aufgrund der Gesetzeslage gegeben sind. Er tat dies, weil er Leben retten wollte, wie es sein Beruf ist. Wenn ich mal 30minuten zu spät zur Arbeit komme, interessiert das kaum jemanden (aufgrund von Gleitzeit noch nichtmal meinen Chef)... Wenn ein Arzt zu spät an den Einsatzort kommt, gefährdet das Leben. Also kommen Sie mir nicht mit solcher Polemik von wegen "Arztmichel" und "Arztstaat".

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amikino 06.02.2015, 16:59
52. Notfall ist eben Notfall,

da darf es auch mal schneller sein.
Bei eventuelle Überschreitungen der Kompetenzen, bedarf es dann eine Verwarnung oder Schulung!

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Hesekiel 06.02.2015, 17:02
53.

Interessantes Verhalten hier im Forum. Es gibt bisher noch ueberhaubt keine Faktenlage, aus der man irgendwas konstruieren koennte. Fuer einen Teil der Foristen brettert trotzdem der mit minimum 4500 netto ueberbezahlte Arzt im Kamikazestil durch die Landschaft und betreibt dadurch quasi Eigenarbeitsbeschaffung - nur gedeckt vom Aerztestaat (sic), der den Michel gern leiden sieht. Fragliche Darstellung wenn man bedenkt, dass der genannte Arzt in langen Jahren und tausenden Fahrten bisher keinen einzigen Punkt bekommen hat.

Auf der anderen Seite sieht ein anderer Foristenteil irgendwelche Manager aus Ingolstadt im SUV oder schlimmer, heftig telefonierend und damit immun gegen Martinshorn und Blaulicht, die sich ob zur Kindsrettung heraneilenden Rettungswagens mit Chailatte bekleckerten und jetzt Anzeige erstatteten. Auch fraglich.

Egal, ich hol mir Popcorn dazu.

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doktorfeinfinger 06.02.2015, 17:02
54. Polizei, Feuerwehr, Kranken- und Notarztwagen

Man muss eben bei dieser Betrachtung alle Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn berücksichtigen: Erstmal kann man ja nicht sofort erkennen, welches Fahrzeug herankommt. Ich habe leider auch oft schon die Erfahrung gemacht, dass v.a. Polizeifahrzeuge wie geisteskrank und m.E. unverantwortlich durch die Städte, an Fußgängerampeln vor Schulen oder über unübersichtliche Kreuzungen rasen. Können auch Kinder sofort adäquat reagieren, z.B. auf dem Fahrrad?
Es bleibt festzustellen: Natürlich muss jede(r) Autofahrer sofort nach Hören / Erkennen des Blaulichts die Fahrbahn so gut wie möglich freimachen. Aber in Luft auflösen, auf begangene Bürgersteige fahren, gefahrlos in Kreuzungen einfahren geht eben nicht immer. Was hilft es, wenn ein Notarzt ein Leben rettet, dabei aber jemanden über den Haufen fährt oder indirekt andere gefährliche Unfälle provoziert. Außerdem: Man kann sich selbst noch so umsichtig und problembewusst verhalten - darauf verlassen, dass andere das auch tun, kann man sich nicht immer.

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schlipsmuffel 06.02.2015, 17:02
55. Warum nur

habe ich das Gefühl, daß die Anzeiger (die weder im Graben gelandet sind, ja, nicht mal Spuren im Bankett hinterlassen haben) eine "Knöllchen-Horst- Mentalität" haben? Der hat doch auch einen "auf dem Bürgersteig geparkten" Rettungshubschrauber angezeigt!Seltsam diese Rechthabermentalität: "Ich habe zwar einen miesen Charakter aber den Buchstaben des Gesetzes nach möglicherweise Recht, und das muss ich jetzt ausnutzen"! Nur noch zm Kopfschütteln. Da wünscht man sich ja fast, daß die Anzeigenden oder deren Angehörige mal in eine ähnliche Situation kommen, wie das gerettete Kleinkind. Möchte dann nicht erleben, wie die Heulerei losgeht, wenn der Notarzt eine Sekunde zu spät kommt!

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stand.40 06.02.2015, 17:05
56. Hier geht es

eindeutig um ein krankes Kind . Es ist eine Ausnahmesituation die muß Gerechtigkeit erfahren. Ein Arzt der nicht vorbestraft ist was soll der Unsinn. Es gibt genug andere Verkehrssünder die ohne Strafe davon kommen.Lassen sie den Arzt in Ruhe seiner Beschäftigung nachgehen !!

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monolithos 06.02.2015, 17:07
57.

Zitat von j.w.pepper
Egal wie man über den Fall (auf Basis der Berichterstattung) denken mag, eine Petition vermag an einem Gerichtsurteil nichts zu ändern. Gottseidank.
Juristisch mag die Petition erstmal nicht helfen. Aber Urteile werden immer noch "im Namen des Volkes" gefällt. Was ist, wenn "das Volk" zahlreich artikuliert, dass dieses Urteil nicht in seinem Namen gefällt wurde? Ok, zu dieser Beweisführung bräuchten wir 40 Millionen Unterschriften, aber mal angenommen ... Dann wäre es eigentlich kein Urteil "im Namen des Volkes" mehr. Das Volk ist der Souverän. Oder liegt die Souveränität unseres Staates mittlerweile bei der Gerichtsbarkeit? Habe ich das mit der Demokratie falsch verstanden? Gerichte, die (falsches) Recht umgesetzt haben, hatten wir vor 8 Jahrzehnten schon einmal.

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metastabil 06.02.2015, 17:11
58.

Zitat von efka
§35 (5a) Fahrzeuge des Rettungsdienstes sind von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden. Der Richter sollte die mal lesen! Dazu den "Grundsatz der Passivität"!: § 1 Grundregeln (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. …*und das ist bei einem Rettungseinsatz immer: auf die Seite bis der Rettungswagen vorbei ist! efka
Nein, das kann auch das zügige Ansteuern einer geeigneten Überholmöglichkeit sein, beispielsweise ein Straßenstück mit mehreren Spuren für die eigene Fahrtrichtung. Für ein ausreichend leistungsstarkes Fahrzeug ist bei unbeschränkter Geschwindigkeit (Autobahn) auch zulässig, dem Einsatzfahrzeug schlichtweg davon zu fahren. Das Augenmerk liegt auf dem Schaffen einer freien Bahn. Wie dies geschieht, liegt im Ermessen des Verkehrsteilnehmers.

Im Übrigen, lesen sie doch mal §35 bis zum letzten Satz weiter. Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Anspruch genommen werden. Sprich: würde ich bei Nutzung meiner Sonderrechte jemanden gefährden, darf ich sie nicht nutzen. Egal ob diese Person rechtmäßig handelt oder nicht.

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wolfi44 06.02.2015, 17:11
59. warum

schickt man die "Geschädigten" nicht zum Ohren- Augenarzt?

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