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Strafzettel im Ausland: Wer nicht zahlt, kommt oft davon
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Eigentlich sollten Knöllchen und Blitzer-Tickets seit 2015 in Europa konsequent und landesübergreifend geahndet werden. Doch noch klappt das nicht, wie ein Bericht der EU-Kommission zeigt.

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gg0815 24.11.2016, 11:47
60. täuscht nicht

Zitat von noalk
Denn den habe ich, dass Deutschland mit der Umsetzung mal ausnahmsweise ganz vorne dabei ist und beim Kassieren ausländischer Knöllchen in D äußerst bereitwillig hilft.
D macht die Statistik erst möglich. Ohne diesbezüglichen Übereifer in D gäbe es wohl gar keine Umsetzungsquote.

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Hamberliner 24.11.2016, 12:32
61.

Zitat von querulant_99
Das sagen Sie einfach so in Ihrem jugendlichen Leichtsinn! Ich bekam einmal in der Schwiz ein Knöllchen wegen Parken im Parkverbot, welches nur für Werktage galt. Woher sollte ich denn wissen, dass der 1. Mai in der Schweiz ein Werktag ist?
Den Werktag erkennt man daran, dass sich jede Ladentür öffnen lässt und man mit einem "Grüeziwohl" empfangen wird.

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Crom 24.11.2016, 12:42
62.

Zitat von Hamberliner
Den Werktag erkennt man daran, dass sich jede Ladentür öffnen lässt und man mit einem "Grüeziwohl" empfangen wird.
Dann steht das Auto aber schon. ;)

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MehrSeinalsSchein 24.11.2016, 14:44
63. Nachtwächterstaat!

Richtig: Verkehrsregeln sind wichtig und müssen eingehalten werden! Auch richtig: Die in Form von Schildern vorgenommene Bevormundung dient entweder der mehr und mehr um sich greifenden Bevormundung durch den sich ebenfalls mehr und mehr entwickelnden Nachtwächterstaat oder der Abzocke - also einer modernen Art des Raubrittertums! Auch richtig: Dagegen muss man sich mit allen Mitteln des Rechtsstaates wehren - schade, dass niemand die Zeit und das Geld hat, um dies auch wirklich zu tun! Folge: Einseitig ungerechte Behandlung und Staatsverdrossenheit! Aktuelles Beispiel: Mein Auto, das für mich unverständlicherweise mit einer Reifendruckmeßanlage ausgestattet sein muß, verliert ohne diese die Zulassung, ich mache mich strafbar und ich verliere den Versicherungsschutz, wenn ich z.B. Winterreifen ohne Sensoren nutze. Ich fahre seit über 40 Jahren Auto und hatte nie Probleme damit, dass ich den aktuellen Reifendruck nicht kannte. Zusätzliche Kosten - für mich eine versteckte Steuer, weil staatlich vorgegeben - 8 x ca. 50€ für die Sensoren und die Kosten für Montage und Kalibrierung.

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mazzmazz 24.11.2016, 17:16
64. Reifendrucksensoren für 400 Eur??

Neben der Pflicht für ESP, ABS und RDK empfände ich auch eine verpflichtende Ausrüstung von Autos mit vernünftigem Licht und City-Notbremsfunktion sinnvoll.
Reifendrucksensoren für meine Mercedes kosten 115 Eur pro Radsatz, also 1x alle paar Jahre beim Autokauf 230 Eur für alle 8 Räder zusammen.
Die Kosten die Sie nennen gibt es m.W. nur bei Supersportwagen. Wenn Sie bei Ihrem Ferrari an den Kosten für die RDK-Sensoren scheitern, können Sie sich ja einen billigen Mercedes SL anschaffen...
Abzocke ist es, in Italien Knöllchen für Winterreifen im Sommer und in Österreich für Sommerreifen im April zu verteilen.
Aber die Lösung wurde ja oben beschrieben: die richtig teuren Knöllchen würde ich mit einer Ummeldung des Fahrzeuges quittieren.
Allerdings passiert mir das irgendwie nicht. Ab und an mal ein paar Euro in Deutschland bei irgendeinem sinnfreien Abzockblitzer. In Österreich fährt man halt mit Tempomat "plus 3 Km/h". In Itlaien sind Blitzer meist angekündigt.
Parkregeln empfinde ich meist als transparent. Ich nutze zudem ohnehin am Liebsten Parkhäuser.
Dennoch nervt mich der vorauseilende Gehorsam der deutschen Regierung in diesem Fall, denn es sind in der großen Mehrheit Deutsche, die aufgrund ihrer großen Zahl im Ausland oft wirklich über abkassiert werden. Ohne sich wirklich daneben zu benehmen wohl gemerkt.
Naja, wir haben halt den 2. WK verloren...

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jj.ll. 24.11.2016, 19:29
65. @bartsuisse

Zitat von bartsuisse
ich bin auf der Durchreise nach Italien gestoppt worden von der österr..Polizei. Ich sei zu schnell gefahren was stimmte. Ich beteuerte das aber ich hatte wenig Zeit. Sie sagten ich könne Einspruch erheben was sie mir aber nicht empfehlen. Aber wir könnten es auch schnell regeln unter uns...ich gab ihnen 50 Euro. Ohne Quittung. In Italien darf ein Polizist niemals Bargeld empfangen. Verboten....
Ja vielleicht haette es mit Quittung nur 28 Euro gekostet. Oder 34. Jedenfalls sind die Strafen, die in Italien kassiert werden um bis zu 10 Mal hoeher als in Oe. Der Fuehrerschein wird auch fuer leichte Vergehen beschlagnahmt, wenn man nicht angibt, wer das Vergehen begangen hat, ist die doppelte Strafe zu zahlen. Die Kameraueberwachung der Ampeln wurde fast komplett privatisiert, die Privaten kassieren um die 30% der Strafen und kuemmern sich darum, dass moeglichst viele Strafen verhaengt werden mit allen moeglichen Tricks.
Der sprichwoertliche 100er wird auch in Italien von den Berufsfahren bestaetigt, obwohl Bargelverbot herrscht.
Schoenes heiles Italien!!!
P.s. Schweizer fahren auch in Italien meist zu schnell, vielleicht liegt das am 100er.

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querulant_99 24.11.2016, 19:43
66.

Zitat von Crom
Dann steht das Auto aber schon. ;)
Genau! und das schon seit dem Vorabend des 1. Mai (abends durfte man dort parken!). Während ich im Hotel gemütlich frühstückte, war die Politesse bereits auf den Beinen. Die muss das mit dem 'Tag der Arbeit' irgendwie missverstanden haben ;-)

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mazzmazz 25.11.2016, 04:57
67. Versuchen Sie doch mal...

...die Sache von einer Makro-Ebene aus zu betrachten.
Wollen wir wirklich die totale Überwachung und existenzbedrohende Strafen schon für kleinste Vergehen oder Unaufmerksamkeiten, so wie in CDH, S, Fin?
Die Diskussion um Verkehrsdelikte wird im Web meist zwischen den perfekten regelkonformen Fahrern, die niemals einen verstoß begangenen haben und begehen werden, und denjeingen, die immer und überall 250 fahren dürfen wollen, geführt.
Nun gebe ich Ihnen ein Beispiel aus der Realität: Rauchpause auf einem Parkplatz an einer viel befahrenen Landstraße in CH. Neben uns ein deutsches Paar, beide gut mitte 60 und optisch konservativ, im 15 Jahre alten Vectra. Daneben ein schweizer Polizeiwagen und 2 Beamte. Ich konnte mithören, dass die Deutschen 31 Km/h zu schnell fuhren. Sie gaben an, die Reduzierung des Limi´ts von 90 auf 60 an einer Stelle nicht bemerkt zu haben. Sie sehen: für die 90 die sie annahmen, fuhren sie korrekt.
Wie die schweizer Polizei mit so etwas umgeht, ist bekannt: Anzeige, mit auf die Wache, Sicherheitsleistung. Meist das Auto.
Ich ging dann rüber und empfahl den beiden, den Wagen auszuladen, mit mir in die Nächste Stadt zu fahren und heim zu fliegen. Den Vectra hätten sie den Schweizern dalassen können, er war ohnehin weniger wert als die Strafe hoch.
Das wollten sie nicht. Die Sache war sicherlich richtig teuer.
Ich meide die Schweiz wann immer es geht und wenn ich da mal hin muss, schlafen mir immer fast die Füße ein bei dieser elenden Schleicherei. Furchtbar. Das will ich für Deutschland nicht. Keine Ahnung warum die Schweizer diesen Unfug nicht längst abgewählt haben. Keiner mit dem ich bislang sprach fand das gut.
Wer rast, braucht eins auf den Deckel, klar. Aber willkürliche, sinnfreie Abzock-Limits zu übertreten hat mit Rasen nichts zu tun.

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murksdoc 25.11.2016, 08:08
68. Paris

Ich habe 8 Jahre lang in Paris gewohnt, in einem kleinen Gäßchen in Montparnasse, 1500 m Luftlinie vom Eiffelturm. Die Gasse war oft so zugeparkt, dass man nicht zur Haustür hineingekommen ist, ohne sich irgedwie durch die Autos zu quetschen. Strafzettel habe ich in dieser Zeit genau 2 gesehen: an meinem Leihwagen mit deutschem Kennzeichen beim Einzug und beim Auszug.

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maxmarius 25.11.2016, 10:02
69. Witzig

Zitat von mazzmazz
"Nützlich" könnte es also sein, die länderübergreifende EIntreibung von Tickets zu forcieren. Nun ja, solange in Spanien mal 300 Eur fürs harmlose(!) Falschparken, in Schweden 500 Eur für 20 Km/h plus ohne Gefährdung oder in Österrech 1.200 Eur wegen einer auf die Seitenscheibe geklebten Autobahnvignette fällig werden meine ich, hat der deutsche Staat die verdammte Pflicht, seine Bürger vor solcherlei Abzocke zu bewahren und eben nicht die Tickets als willfähriger Vollastrecker ......
Sehr schöner Beitrag. Wie aber derzeit von vielen Bürgern gefordert müssen sich Ausländer an die Regeln des Gastlandes halten. Das gilt sogar für Deutsche. Für eine Angleichung der Strafen bin ich natürlich auch. Diese scheinen in Deutschland für viele Leute eindeutig zu niedrig zu sein.

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