Forum: Auto
Straßenverkehr: Zahl der getöteten Radfahrer steigt deutlich
Arnulf Stoffel/ DPA

Im ersten Halbjahr des Jahres 2019 starben weniger Menschen im Straßenverkehr - die Zahl der getöteten Radfahrer stieg dagegen um elf Prozent.

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jenzer 22.08.2019, 10:44
120.

Zitat von luftflotte
Auch wenn es einem als Autofahrer so vorkommt, als würden die Radler oft die Regeln missachten, ist es so, dass bei Unfällen mit einem PKW zu 75 % die Pkw-Fahrer die Schuld tragen. Fakt: https://www.runtervomgas.de/verkehrsteilnehmer/artikel/verkehrsunfaelle-von-radfahrern.html
Ist ja auch so vom Gesetzgeber gewollt, wenn ich an der roten Ampel stehe und mir fährt ein Radfahrer ins Auto krieg ich ja noch ne Teilschuld. Solchen verallgemeinernden Statistiken würde ich pauschal misstrauen.

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Denkerchen 22.08.2019, 10:44
121. Fahrradland Niederlande?

Die Statistik gibt prächtige Auskunft zur Unfallstatistik im Vergleich: Die Niederlande (17 Mio Einwohner) hatten 2017 gesamt 206 tödliche Radunfälle. Deutschland (82 Mio Einwohner) hatte 2017 gesamt 382 tödliche Radunfälle. Das heißt dass die Quote der im Verkehr getöteten Radfahrer DREI MAL so hoch ist. Für 2018 sieht das ganz ähnlich aus, auch da mit einem Anstieg, vermutlich durch vermehrte Pedelec Fahrer.
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2018/0425Fahrradtote.html
Eine bessere Dispziplin beim Radfahren ist die schnellste/wirksamste Maßnahme um die Zahlen zu senken.

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cyborgpiratelaserninja 22.08.2019, 10:44
122.

Die Verkehrsdichte wird seit Jahren höher aber im Prinzip konstant. Was sollte also zu einem derartigen Sprung führen? Man kann zwar aktuell nur mutmaßen aber es ist doch unbestreitbar so, dass seit einigen Jahren intensiv für das Rad als Alltagsfahrzeug geworben wird. Man soll damit Pendeln etc. In meinem Wohnort gibt es mittlweile jedes Jahr eine Aktion dafür und selbst Anzugträger steigen für ein paar Tage oder Wochen auf den Drahtesel. Somit dürften überall mehr Radfahrer unterwegs sein und mehr km Gefahren werden. Außerdem kommen die E-Bikes dazu, die für viele das Radfahren attraktiver machen. Vor allem bei älteren Fahrern. Ich sehe nach jedem Wochenende die Presseberichte der Region. Die Berichte über E-Bikeunfälle mit Senioren, oft selbst verschuldet, sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Wobei es oft einfach nur Stürze sind, die eben auch als Unfall registriert werden. Ich will aber nichts dagegen sagen. In der Mehrheit dürfte die erhöhte Anzahl der Radfahrer eher eine positive Sache sein.

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Schimanski 22.08.2019, 10:45
123.

Unfähige Verkehrsteilnehmer, egal ob auf 4 Rädern, oder 2 Rädern haben nichts im Straßenverkehr zu suchen.
Der unsägliche E-Bike Hype trägt da seinen Teil zu bei, da sich nun selbst die unsportlichsten Leute mit den lahmsten Reflexen und null Verkehrsübersicht auf die Straßen trauen.
Treffen die nun auf ihre ebenso überforderten Pendents in den Autos, scheppert es leider...

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Ein Stein! 22.08.2019, 10:45
124. In den Niederlanden ist Radfahren total sicher

Zitat von Martuk
In Deutschland ist ja auch kein Platz für Fahrradfahrer sondern nur für Autos, die Fahrradfahrer wurschteln sich irgendwie durch. Ein Blick über die Grenze (in die Niederlande) zeigt wie man es richtig macht.
der niedrigste Wert getöteterRadfahrer (2003 bis 2016) wurde im Jahr 2016 erreicht.
Ich finde jetzt angesichts der Größe und der Einwohnerzahl den Wert von 101 getöteten Radfahrern nicht so vorbildlich, wie Sie es hier darstellen. Ich denke, auch Sie dürften jetzt unangenehm überrascht sein.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/462202/umfrage/verkehrsunfaelle-in-den-niederlanden-getoetete-fahrradfahrer/

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mwroer 22.08.2019, 10:46
125.

Zitat von Sibylle1969
Ich habe mal im Internet eine Datensammlung mit allen Unfällen, bei denen Radfahrer tödlich verunglückt sind, gefunden und mit einem BI-Tool ausgewertet. 1/3 aller Unfälle sind Solounfälle, meist Stürze von Senioren, ohne Fremdbeteiligung. Bei den Unfällen mit Fremdbeteiligung sind Senioren und Kinder und Jugendliche deutlich überrepräsentiert. Auf Radwegen verunglücken mehr Radfahrer als auf der Fahrbahn, und Rechtsabbiegeunfälle sind zu nahezu 100% NICHT vom Radfahrer verschuldet.
Das ist leider nicht richtig - Rechtsabbiegeunfälle werden grundsätzlich dem angelastet der abbiegt. Schuldig ist dann der PKW oder LKW Fahrer ... Sie verwechseln das allerdings ganz erheblich mit 'Wer ist verantwortlich für den Unfall'.

Und da mag der LKW Fahrer oder PKW Fahrer im Sinne des Gesetzes ja schuldig sein - der Radfahrer der sich, wenn die Ampel vorne auf grün gesprungen ist und die ersten losfahren, noch nach vorne schiebt und im toten Winkel von Auto oder LKW ankommt wenn die nach 2 mal gucken abbiegen ... der trägt die Verantwortung. Was er nämlich im Grunde macht ist rechts zu überholen ...

Ja, sehe ich öfter. Es gibt leider im Straßenverkehr nicht immer einen Zusammenhang zwischen Schuld und Verantwortung.

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Gegen Zensur bei Spon 22.08.2019, 10:47
126.

Eines fällt auf:

Es wird über die vielen angeblich Verkehrsregeln missachtende Radfahrer geschimpft

Ist denn eigentlich diesen Foristen klar, dass nicht ein einziger Autofahrer die Verkehrsregeln gegenüber Radfahrern beachtet?

Fat kein einziger Radfahrer könnte in Städten mit ausreichend Abstand überholt werden
Was passiert? Die ganze Autokolonne fährt Verkehrsregeln missachtend dennoch vorbei
Und an der nächsten Kreuzung wird das Empörungsspielchen gespielt wenn es der Radfahrer wagt, sich vorbeizuquetschen

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Apo 68 22.08.2019, 10:48
127. Hund und Katze...

... sperrt man die in einen Raum, gibt es Tote ...
so ähnlich verhält es sich scheinbar wenn Autofahrer und Radfahrer im Straßenverkehr aufeinander treffen.
Für beide scheint es im deutschen Straßenverkehr keinen Platz zu geben, was an der komplett verfehlten Infrastruktur liegt. Da ist keiner der beiden Parteien dran Schuld. Entweder werden die kompletten Städte umgebaut, was Jahrzehnte braucht, oder man muss einer der beiden Parteien favorisieren. Bisher ist es eindeutig das Auto, OK, dann Radfahren in den Städten verbieten, die paar Radwege die es gibt wieder zu Parkplätzen machen, als solche werden Sie ja sowieso meist genutzt. Oder eben den Stadtverkehr an das Fahrrad anpassen, komplett max 30 km/h in Städten, mit entsprechenden Ampelschaltungen, breite Radwege anlegen usw. Aber das im Land der Autofahrer ? Ich fahre seit über 40 Jahren Fahrrad, (nerbenbei auchg Motorrad und Auto, das aber erst seit gut 30 Jahren) seit mehreren Jahren auch wieder ausschließlich zu Arbeit mit dem E-Bike. Ich gehe nicht davon aus, dass mich ein Rechtsabieger wahrnimmt, tut er es doch mal, bedanke ich mich nett. Die typischde letzten Worte des Zweiradfaheres :"Ich hatte doch Vorfahrt ..."

Achso, kleine Frage an die armen, geplagten und täglich von Radfahrern bedrohten Dosenlenker (Autofahrer), wie oft wurde euer Leben in den letzten 20 Jahren von einem Radfahrer im Straßenverkehr bedroht ? Also auf meine locker 500.000 km Auto kann ich mich an keinen Vorfall erinnern. Mit dem Farhrrad wird mein Leben und Gesundheit fast täglich von verpennten Dosenlenkern bedroht.

LG
Frank

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deus_ex_machina 22.08.2019, 10:48
128.

Zitat von swiss35
Härtere Strafen für Radfahrer, da können Sie noch lange gegen Automobilisten wettern. Zum Glück bin ich im Auto besser geschützt als der Radfahrer. Dann erwischt es wenigstens nur Ihn wenn mal wieder einer über Rot rast. Da habe ich echt kein Mitleid.
Aha.

Das ist ihre Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass bei 75% aller Unfälle die Autofahrer Unfallverursacher sind?

Sie verstoßen gegen § 11 FeV, denn die erforderlichen geistigen Anforderungen erfüllen sie ganz offensichtlich nicht.

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im_ernst_56 22.08.2019, 10:48
129. E-Bikes sind keine (Mit-)Ursache?

Zitat von aberhalloja
nein E-Bines sind sogar "langsammer" weil die legale Unterstützung nur bis 25 km/h wirkt und danach das Rad mit seinem erhöhten Gewicht voll zu buche schlägt war ich mit dem "normalen" Rad im Regelfall schneller unterwegs.
Das ist eine sehr isolierte Betrachtung. Wahrscheinlich sind Sie ein sehr sportlicher Radfahrer auf einem sehr schnellen Rad (Rennrad?) ohne elektrische Unterstützung. Der normale Durchschnittsfahrradfahrer (ohne elektrische Unterstützung) fährt auf grader Strecke selten mehr als 20 km/h, so dass die E-Bikes durchaus die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhen. Und selbst wenn die Unterstützung aussetzt, kann man mit Muskelkraft durch die vorangegangene Beschleunigung auf 30 km/h + x kommen, um noch bei dunkelgelb über die Ampelkreuzung zu kommen. Für den Durchschnittsradfahrer sind E-Bikes deutlich schneller, natürlich abhängig von der Qualität des E-Bikes. Außerdem sind E-Bikes attraktiv für ältere Menschen, die aber in ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind.

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