Forum: Auto
Straßenverkehr: Zahl der getöteten Radfahrer steigt deutlich
Arnulf Stoffel/ DPA

Im ersten Halbjahr des Jahres 2019 starben weniger Menschen im Straßenverkehr - die Zahl der getöteten Radfahrer stieg dagegen um elf Prozent.

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redwed11 22.08.2019, 11:13
180.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Ach bitte, muss das sein? Sollen wir jetzt wieder diese endlosen Diskussionen beginnen, welche Verkehrsteilnehmer mehr Regeln missachten? Zudem man doch immer nur seinen eigenen Verkehrsweg kennt. Mögen bei Ihnen die Radfahrer immer über rote Ampeln fahren - woanders tun das die Autofahrer. In der einen Gegend fahren die Radfahrer chaotisch, in der anderen Gehend missachten die Autofahrer grundsätzlich Geschwindigkeitsgebote. Und so weiter und so fort. Fakt ist aber, dass es eine deutlich schlechtere oder nicht vorhandene Infrastruktur für Radfahrer gibt und das Rad als Verkehrsmittel zweiter Klasse gilt. Millionenbeträge für Straßenbau sind selten ein Problem - bei Radinfrastruktur dagegen schon, hier scheitert es ja bereits an fünfstelligen Summen. Ein Blick in die Niederlande zeigt wie es gehen könnte - aber wir in Deutschland schauen uns ja grundsätzlich keine Ideen aus dem Ausland ab. Leider.
Das Nichtbeachten der Verkehrsregeln durch Radfahrer erfolgt doch auch gegenüber den Fußgängern. Besonders gegenüber diesen zeigt sich die ganze Rücksichtslosigkeit der Radfahrer.
Im Übrigen bringen die Kraftfahrer die Kosten für den Straßenbau durch Kfz.-Steuer und Mineralölsteuer auf. Wie wäre es, wenn Radfahrer auch ihren Anteil am Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Form einer auch wie gearteten Fahrradsteuer aufbringen würden. Aber bei Radfahrern wird der Straßenausbau zu Gunsten der Radfahrer zum Nulltarif von Autofahrern erwartet.

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mattoregiert 22.08.2019, 11:14
181. Müßig müßig

solange man glaubt den Zuwachs von Fahrrädern , Rollern ect aus deren bisherigem Bestand der dafür vorhandenen Flächen verfügbar machen will , solange bleibt es beim goldenen Kalb der Autos ! Reduziert endlich die Autospuren mit Ankündigung radikal , das zwingt alle zu entscheiden , ob die Nutzung des Fahrrades nicht doch der bessere , schnellere Weg in die City ist. Gesundheit gibt es obendrauf , gratis . Eigne Erfahrung ist die , daß man hochmotiviert aus dem Urlaub kommt endlich häufiger Rad zu fahren und dann brutal mit der radfeindlichen Realität zuhause konfrontiert wird .

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leser5000 22.08.2019, 11:14
182. Achtung Lobbypolitik

Erinnern muss man da an einen Fall in Lübeck/Glücksburg. Da gab es jemand, der klimatechnisch alles richtig gemacht hatte und mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr.
Als sich plötzlich die Wagentür eines Autos genau in dem Augenblick öffnet, als sie das Auto mit dem Fahrrad passieren will. Sie hat den Unfall überlebt, immerhin. Trotz mehrfacher Schädelfraktur und schwerem Hirn-Trauma, und doch: Sie kann nicht mehr riechen und schmecken seit damals. Gleichgewichtsstörungen, sie hat Orientierungsschwierigkeiten, sie kann ihren Beruf als Physiotherapeutin nicht mehr voll ausüben, und die Ärzte wissen nicht, welche weiteren Folgen der Aufprall für ihre Gesundheit in Zukunft möglicherweise noch haben wird. Dann das Unglaubliche: Weil sie am Unglücks-Tag keinen Fahrradhelm trug, soll sie, so zumindest entschied es das Oberlandesgericht in Schleswig, weniger Schadenersatz erhalten. Obwohl sie den Unfall nicht verschuldet hat. Obwohl das Auto, in das sie krachte, im Halteverbot stand. Und obwohl es in Deutschland keine Helm-Pflicht für Fahrradfahrer gibt.
Fakt ist, dass die Versicherungen sich allein als Vertreter der Autofahrer sehen und alles erdenkliche tun, um nicht zahlen zu müssen. Leider gibt es Richter und Politiker die keinen Kimaschutz im Blick haben, dafür aber die Autolobbypolitik.

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realist3 22.08.2019, 11:15
183. Signifikant?

158 Tote in den ersten 5 Monaten, das ist sehr bedauerlich! Wenn ich aber jetzt mal unbedarft auf das ganze Jahr hochrechne: 158/5*12=379,2. Das ist viel weniger als in 2018 (445) und auch geringer are 2017 (382). Kann man da schon von einem deutlichen Ansteig, wie im Titel sprechen?

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dagmar1308 22.08.2019, 11:15
184. Radfahrer werden immer verwegener

im Straßenverkehr. Einmal steigen die Unfälle, da bei höherem Anteil an trockenem, schönen Wetter das Rad öfter benutzt wird.
Dann animiert auch die verbale Schlacht für das Rad fahren die Akteure, dieses Recht auch real zur Geltung kommen zu lassen.
Letztlich ist die Unkenntnis groß über die Regeln und Grenzen.
Vor dem Rathaus in Bielefeld können Sie jede Minute im Schnitt einen Radler aus irgendeiner Richtung mit solider Geschwindigkeit den Zebrastreifen überfahren sehen. Dort ist scheinbar noch nichts wegen der 30 er Zone passiert. Dies zeigt aber das Selbst gefährdende Handeln dieser Verkehrsteilnehmer. Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen, kaum höher als das für einen gestürzten Bergsteiger.

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lilelile 22.08.2019, 11:16
185. Radfahrer sind NICHT die besseren Verkehrsteilnehmer,

denn ich erlebe es tagtäglich wie unverfroren von ihnen Ampeln und Einbahnstrassen ignoriert, Bürgersteige befahren werden, Vorfahrt missachtet und in Fussgängerzonen gerast wird. Ich habe noch keinen Radfahrer von der Polizei gemassregelt gesehen - wie auch?

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mikko11 22.08.2019, 11:16
186.

Zitat von nabitte
wie vielen Foristen nicht viel mehr zu der Thematik einfällt wie: Selber Schuld, alle überfordert mit dem E-Antrieb und fahren außerdem sowieso wie die letzte Sau. Ich habe die Statistik nicht im Detail gelesen, aber der Reflex ist echt erstaunlich: Auf die Nachricht, dass dder Anteil der Radfahrer bei den Verkehrstoten gestiegen ist, stellen sich die Autofahrer erstmal pauschal als die eigentlichen Opfer dar... Heiligs Blechle... Das gibt's so glaub ich nur im Deutschland.
Nee, unglaublich ist eher, wieviele Foristen in ihrem Schubladendenken gefangen sind: Die bösen Fahrradfahrer auf der einen Seite (selber schuld), die bösen Autofahrer auf der anderen (rücksichtslos, "niedermähen" etc.).

Mal bewusst das andere Verkehrsmittel wählen und Erkenntnisse gewinnen, wäre angebracht. Autofahrer, setzt euch mal aufs Fahrrad/Motorrad; Fahrradfahrer, setzt euch mal hinters Steuer. Das würde für das Miteinander viel mehr bringen, als dieses ewige, langweilige Pauschalisieren auf beiden Seiten ohne jeglichen Gewinn.

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Leser 007 22.08.2019, 11:17
187. Fahrradhype

Meines Erachtens eine ganz normale Folge des wahnsinnigen Fahrradhypes.
Die Fahrräder mit Elektromotor, die zunehmend genutzt werden, sind letztlich verkappte Mofas ohne Kennzeichen und damit auch noch ohne Haftpflichtversicherung und ohne Steuer.
Dass ein Zweirad eine viel geringere passive Sicherheit bietet als ein Auto, ein Bus oder eine Straßenbahn, ist nichts Neues.
Hinzu kommt, dass sich viele Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und damit einen Unfall meist selbst verschulden. Meines Erachtens benötigen Fahrräder tatsächlich eigene Radwege und sollten auf den kleinen und schmalen Straßen in den Städten geschoben werden müssen.
Gleichzeitig sollte Autofahren in den Städten nur noch im Schritttempo erlaubt sein, damit der normale Fußgänger wieder Priorität im Stadtverkehr bekommt.
Die Unfallzahlen würden ganz sicher wieder sinken !

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leser5000 22.08.2019, 11:18
188. Dutch Reach gegen Dooring

Selbst ein Helm muss im Fall der Fälle nicht wirklich helfen. Ein Sturz gegen eine Autotür kann gefährliche Verletzungen herbeiführen, selbst wenn man einen Helm auf hat. Auch als Sportler oder Fußgänger könnte man dann gut beraten sein, Kopfbedeckungen oder Knieschützer zu tragen, um nach einem Unfall nicht finanziell abgestraft zu werden. Das kann es aber nicht Sinn sein, besonders wo es ja der Autofahrer ist, der auch durch etwa Fahrgeschwindigkeiten Risiken in den Verkehr bringt, die es ohne das Auto nicht gibt. Vielmehr müssen solche Vorfälle dazu animieren mehr Sicherheit für Fahrradfahrer zu gewährleiten. Helfen könnte in dem Fall der Dutch Reach, oder holländischer Griff, der das Übersehen eines Radfahrers beim Öffnen der Tür eines geparkten Fahrzeugs verhindert. Dabei öffnet der Fahrer die Autotür mit der rechten Hand statt mit der näheren linken Hand. So dreht sich der Oberkörper des Fahrers automatisch nach links und ein eventuell vorbeifahrender Radfahrer gerät so in dessen Schulterblick. Diese Methode soll eine Kollision des Radfahrers mit der offenen Tür des Fahrzeugs vermeiden. In den Niederlanden wird dieser Griff von einem großen Teil der Fahrlehrer unterrichtet.

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Willi2001 22.08.2019, 11:19
189.

Zitat von Athlonpower
Ist ja auch kein Wunder, die Schrottkisten, egal ob Pkw oder Lkw werden immer mehr und der Platz bzw. die Straßen dagegen nicht, also wird der Platz für jeden Verkehrsteilnehmer immer weniger und nachdemdie Fußgänger ja meist ihren Fußweg haben, werden halt die schwächsten Verkehrsteilnehmer von den SUV und Lkw plattgemacht, auch weil viele Schrottkistennutzer die Straße als ihr alleiniges zu benutzenden Fahrweg ansehen, vor allem die Fahrer großer Schrottkisten wie SUV und Handelsverteter-BMWs und -Audis scheren sich einen Dreck um so Gedöns wie Vorfahrtregeln, Geschwindigkeits- begrenzungen und Mindestabstand, gerade mit großen Fahrzeugen scheint auch jegliche Rücksichtnahme im Straßenverkehr abhanden gekommen sein, es wird vorsätzlich rücksichtslos gefahren, weil man keine Konsequenzen zu befürchten hat, - siehe Smartphonenutzung, Parken wo man will - und auch die Justiz ist leider viel zu oft auf der Seite der Täter, weil die Opfer sich meistens nicht mehr wehren können, es ist schlicht und einfach Krieg auf der Straße und die Schwachen werden rigoros plattgemacht, oder wie es die Kanzlerdarsteller und ihre von der Automobilindustrie bezahlten Politikverräter äh -vertreter ausdrücken würden, das regelt der Markt, übersetzt, die Starken werden überleben:-)
Aktuelle Statisik (Quelle TZ) sagt von Januar bis Juli waren die Verursacher von Unfällen zu 52,7% die Radfahrer. Und wieso waren sie in mehrheitlich die Verursacher? Richtig, weil sie schlicht Verkehrsregeln missachten.
Ich bin selber Radfahrer und sehe in München so einiges wo es mir die Nackenhaare aufstellt - und das Gros sind missachtungen der Radfahrer - gerade Fahrtrichtung und Ampeln sind anscheinend für viele Mitradler nicht existent und daran ändert auch nichts wenn man die PKWs aus den Städten schafft, die Regeln gelten auch dann.
1. Die Kontrolldichte muss deutlich erhöht werden, für PKW sowie auch für Radfahrer.
2. Die Strafen müssen, nicht nur die PKW-Lenker sondern auch gerade für anonyme Radler so weit angehoben werden dass es richtig schmerzt, wenn ich weiss dass mir als Radler z.b. 300€ Strafe für eine Rote Ampel droht dann überlege ich es mir 2 oder 3x ob ich nicht doch noch schnell drüber fahre. Wenn sich z.b. der Student überlegen muss "über Rot fahren oder 2 Wochen nichts essen" bzw "Radweg zuparken oder 4 Wochen nicht tanken können" - dann sind wir auf dem richtigen Weg.
3. Gleichstellung in Strafen und Regeln alle Nutzer von Radwegen/Straßen.

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