Forum: Auto
Straßenverkehr: Zahl der getöteten Radfahrer steigt deutlich
Arnulf Stoffel/ DPA

Im ersten Halbjahr des Jahres 2019 starben weniger Menschen im Straßenverkehr - die Zahl der getöteten Radfahrer stieg dagegen um elf Prozent.

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arviaja 22.08.2019, 11:45
220. Wirklich?

Zitat von kritischer-spiegelleser
Sie meinen überall Vorfahrt zu haben. Und dann knallt es eben. Man sollte eine Verkehrspolitik machen die die alle Verkehrsteilnehmer als gleichberechtigte Partner darstellt. Zur Zeit werden Radfahrer zu oft bevorzugt.
Ich höre das immer wieder. Ich bin selbst Radfahrer und manchmal Autofahrer. Jeden morgen laufe ich mit meinen Kindern zur Schule. Was denken Sie wer sich in den Spielstraßen, 30er-Zonen und auf den Straßen nicht an die Geschwindigkeitsregeln hält? Wer Fahrradwege zuparkt, so dass man auf die Straße ausweichen muss? Wer den Schulweg mit Warnblinkern blockiert? Wer beim Abliefern seiner Kinder im SUV die anderen Kinder gefährdet? Wer dauernd bei Rot noch durchschlüpft obwohl an der Ampel Kinder warten?

Richtig, die Autofahrer. Diese seltsame einseitige Wahrnehmung, dass der Fahrradfahrer das Problem sei, während man in seinem 1,5-2 Tonnen Gefährt den Platz und die Freiheit der anderen wegnimmt, während man ständig am Limit und darüber hinaus im Stadtverkehr unterwegs ist.

Stellen Sie sich mal in einer normalen deutschen Stadt eine eine vielbefahrene Kreuzung und schauen Sie mal zu, nur für 20 Minuten. Am besten einfach mal die Rotverstöße zählen. Dann kommen Sie wieder und sagen mir, die Radfahrer sind gefährlich

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Sharoun 22.08.2019, 11:46
221. Alles nur Ausreden!

Zitat von issernichsüss
Bei Autounfällen im innerstädtischen Bereich ist oftmals die Unfallursache: Nichtangepasste Geschwindigkeit! Dies ist m.E. auch eine häufige Ursache die für Radler gilt. Denn kein Radler muss mit 40-50 Km/h den Radweg mit vielen querenden Straßen befahren. Denn was für den Autofahrer gilt, sollte in gleichem Maße auch für Radfahrer gelten: Vorausschauendes Fahren, Rücksichtnahme und nicht immer nur auf das eigene Recht pochen. Dann würden die Unfallzahlen bei weitem nicht so dramatisch ausfallen. PS: Ich selbst bin Autovielfahrer, selten mit dem Fahrrad unterwegs und wurde aber auch schon von einem Autofahrer aus dem Sattel gehoben. Hege dabei aber keinen Groll gegen den Verursacher, da der Unfallort wenig übersichtlich war...d.h. trotz Radweges sollte ich mir eigentlich eine Mitschuld anrechnen lassen!
Und die Radfahrer fahren jetzt alle mit 50km/h auf den Radwegen rum?
Wer Recht hat und das auch wahrnimmt, "pocht" darauf (immer schön schwammig und subjektiv argumentieren, selbstverständlich zuungunsten des Geschädigten).
Fährt ein Autofahrer den radfahrer schuldhaft um
(§1: Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt ... wird.),
nehme der doch schon mal die Teilschuld auf sich - weil war ja unübersichtlich, so daß er gleich mal mitschuld daran ist.

Das ist so ein verschrobenes Denken, das sich in den Kanon der Blech- und Bleifußfraktion hier einfügt, die die Schuld immer nur bei den Anderen sieht - und für sich selbst nur Ent-Schuldigungen kennt.

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taanuu 22.08.2019, 11:47
222. Zynisch!

Zitat von kritischer-spiegelleser
Sie meinen überall Vorfahrt zu haben. Und dann knallt es eben.
Ich kann mir kaum eine Situation vorstellen, bei der es 'knallt', weil ein Radfahrer die Vorfahrt nicht beachtet hat. Radfahrer werden zerquetscht, wenn ein Lastwagen beim Rechtsabbiegen die Vorfahrt eines nicht abbiegenden Radfahrers nicht beachtet. Oder wenn ein Autofahrer bei gelbrot noch eben über die Kreuzung brettert oder ein Radfahrer bei engem Verkehr zu Fall kommt.

Jeder Radfahrer weiß, dass er keine Knautschzone hat und kaum einer wagt es, einem schnell fahrenden Auto die Vorfahrt zu nehmen. Das mag auf Nebenstraßen vorkommen; der Autofahrer sitzt bequem beim Bremsen, der Radfahrer muss absteigen.

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rsbtaico 22.08.2019, 11:47
223. Fehlverhalten von Radfahrern sollte konsequenter verfolgt werden!

Es ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg den Radfahrern immer mehr Rechte im Straßenverkehr einzuräumen und diese lauthals als tolle Errungenschaft zu verkaufen. Auf den meisten Nebenstraßen ist es beispielweise überhaupt nicht möglich, mindestens 1,5 Meter Seitenabstand zu halten. Neuerdings wird es mit den neuen Radfahrerrechten auch immer mehr Mode, lustig palavernd nebeneinander her zu fahren und sich überhaupt nicht mehr um den übrigen Verkehr zu kümmern. Da treffe ich öfters in Berlin auf militante Radfahrer die sogar nebeneinander in der Gegenrichtung eine Einbahnstraße befahren und mir mit Fäusten und Gebrüll drohen, weil ich nicht anhalte und zur Seite fahre damit sie ungehindert in Zweierreihe passieren können. Auch sollte man den Radfahrern mal unmissverständlich klar machen, dass sie rechts neben einem LKW nichts zu suchen haben. Auch Radfahrer brauchen LKWs damit ihre Versorgung sichergestellt ist. Es muss doch möglich sein zu begreifen, dass, wenn man auf einem Fahrrad vor einem Rechtsabzweig von einem LKW überholt wird, es immer möglich ist, dass er abbiegt. Meist wurden die Radfahrer schon deutlich vorher überholt und versuchen dann vor der Abbiegung noch schnell wieder an dem langsamer gewordenen, absichernde LKW in dessen totem Winkel rechts vorbeizufahren. Ich z.B. fahre, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, also einfach etwas langsamer oder halte an bis er an dem Abzweig vorbei oder abgebogen ist. Dieses Verhalten kostet kein Geld und erhöht meine Überlebenschancen als Radfahrer immens! Ich denke dabei immer an einen Cartoon aus den 60er Jahren, auf dem ein Grabstein mit der Inschrift „. . . aber er hatte Vorfahrt“ zu sehen war. Man sollte solches Denken nicht unterstützen, sondern den Radfahrern ganz klar die Botschaft vermitteln, dass sie nun mal die Schwächeren im Verkehr sind und, dass das Bestehen auf seinem „Recht“ leider oft schwerwiegende, und i.d.R. vom Kraftverkehr weder fahrlässig noch absichtlich herbeigeführte schlimme Folgen haben kann. Wie wäre es denn mit einer großen gelben Rundumleuchte auf dem in Zukunft für alle Radfahrer verbindlichem Fahrradhelm? Autos sind ja auch zwangsmäßig mit Sicherheitsgurten, Airbags und Warnblinkanlage ausgerüstet.

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jenzer 22.08.2019, 11:47
224.

Zitat von statistic-man
Es ist klar, dass das Victim blaming bei dem Thema nicht lange auf sich warten lässt. Fakt ist, dass die meisten Unfälle, wo Fahrradfahrer ums Leben kommen, von Autofahrern verschuldet werden. Statistisch belegt: https://www.adfc-bayern.de/news/article/schuld-hat-selten-der-radfahrer/ "Laut Statistischem Bundesamt waren von 2013 bis 2016 Pkw bei Zusammenstößen mit Fahrradfahrern zu 75 Prozent die Hauptverursacher. " Ich sehe schon, dass in der Wahrnehmung vieler Autofahrer Fahrradfahrer ganz schlimme Rowdys sein müssen, aber als jemand, der häufig sowohl im Auto als auch auf dem Fahrrad unterwegs ist, kann ich sagen, dass man als Fahrradfahrer deutlich mehr Verkehrsregelverstöße gegen sich erlebt. Die allermeisten ohne böse Absicht, in der Regel Unkenntnis. Dafür liefern Sie auch ein treffendes Beispiel: Sie beschweren sich, das Radfahrer nicht über den Zebrastreifen ihr Fahrrad schieben als Beleg für ihre "Rücksichtslosigkeit". In Wirklichkeit ist das laut Straßenverkehrsordnung ihr gutes Recht: https://blog.zeit.de/fahrrad/2013/11/12/ace-zebrastreifen-falschinfo/ Bemerkenswert: Auto-Interessenverbände (hier ACE) verbeiten dazu auch noch Fake News. Also, lieber über Verkehrsregeln informieren als im Forum Fahrradfahrer bashen! Die sind schon Opfer genug ;)
Aber sie haben ihren velinkten Text schon gelesen? Klar darf der Radfahrer den Zebrastreifen auch fahrend queren, so wie eine normale Straße ja auch, aber er gibt damit die Vorfahrt auf, die er geniesst, wenn er absteigt und schiebt. Aber das Problem in der Statistik ist ein anderes, welches Ihnen bei reiflicher Überlegung auch hätte auffallen können. Der Autofahrer kriegt immer Schuld, egal ob der Fahrradfahrer nun abgestiegen ist oder nicht. Und jetzt denken Sie noch mal über ihre "75%"-Aussage nach...

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chrismuc2011 22.08.2019, 11:48
225.

Ja, wenn ich mir Berlin und seine Radfahrer so ansehe, müssen dringend sichere Radfahrwege gebaut werden. Mit Immergrün an Ampeln, am Besten kreuzungsfrei. Die sicheren Radwege sind nötig, um die Radfahrer vor den Konsequenzen Ihres eigenen extrem egoistischen Handelns und Fahrens zu beschützen.

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tiger9000 22.08.2019, 11:49
226.

Da sollten sich auch mal die Stadtplaner Gedanken machen. Bremen ist ein gutes Beispiel wie man alles falsch machen kann. Dazu kommt noch die Komplete Missachtung jeglicher Verkehrsregel seitens der Fahrradfahrer. Aber gut das nennt man dan wohl Selektion.

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arviaja 22.08.2019, 11:49
227. Anekdoten

Zitat von In mea sententia
Jetzt wird wahrscheinlich gleich über die Autofahrer hergefallen. Meine Wahrnehmung sieht anders aus. Es gab in meinem Bekanntenkreis mehrere Unfälle, die immer durch einen Fahrradfahrer verursacht wurden. Allein zwei, weil der Radler bei Nacht ohne Licht entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Einmal hat es den Fahrradler erwischt einmal gab es einen Auffahrunfall wegen Notbremsung. Außerdem beobachte ich im Verkehr permanent Radler, die rote Ampeln als freundlichen Vorschlag verstehen. Über Zebrastreifen wird gefahren, statt das Rad zu schieben. Möglichst noch durch einen spontanen 90Grad Richtungswechsel unterstützt. Rechts vor links existiert für Fahrradfahrer ebenfalls nicht. Wenn man jetzt noch über die Geschwindigkeit und Rücksichtslosigkeit von Fahrradfahrern in Fußgängerbereichen anfängt wird man gar nicht mehr fertig. Also mich wundert es ehrlich gesagt nicht, wenn die Unfallzahlen steigen. Es liegt meiner Meinung nach aber des öfteren an der Fahrweise der Radler.
Ich kann Ihnen mit gegen-Anekdoten kommen, aber das ist albern.

Ich empfehle Ihnen dagegen folgendes: Stellen Sie sich mal an verschiedenen vielbefahrenen Kreuzungen Ihrer Stadt, am besten Schulwege, an die Fußgängerampel. Nehmen Sie einen Block mit und machen Sie bei jedem Mal wenn es Rot wird ein paar Striche für die, die noch schnell bei Rot durchhuschen. Zählen Sie mal Rechts-Vor Links verstöße oder wo die Autofahrer einfach daran vorbeisegeln. Wenn Sie selbst fahren, fahren Sie genau 50 km/h. Schauen Sie, von wievielen Sie auf zweispurigen Stadtstraßen überholt werden.

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ex_t_kunde 22.08.2019, 11:50
228. Unerträgliche Verdrehung der Realität durch Autofahrerlobby

Es ist unerträglich hier im Forum zu lesen wie gleich die ersten Dutzend Kommentare, z.B. von xyzHero, die Realität verdrehen und den RadfahrerInnen die Schuld geben und allen Radfahrern unterstellt, sie missachteten die Verkehrsregeln oder rasten auf eBikes. Wer sich die Statistik oder den im Artikel geschilderten Fall mal genauer ansieht, dann sind es meist Kinder, Frauen und Senioren die den rücksichtslosen Auto- und LKW-Fahrern zum Opfer fallen und keinesfalls die immer zitierten Kampfradler, die so eine schnelle Reaktion haben, dass sie ausweichen. Das wollen die rücksichtslosen Autofahrer natürlich nicht hören, dass sie sich hier (wahrscheinlich noch mit Vergnügen) an den schwächsten Verkehrsteilnehmern vergreifen.
Dazu noch die Beispiele aus meinen Alltag als Verkehrsteilnehmer: Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit und komme dabei an eine Stelle, an welcher der von der Fahrbahn getrennte Radweg die Einfahrt zu einem großen Parkplatz kreuzt und auf den PKWs rechts von der Strasse aus einbiegen. Weil die Stelle unübersichtlich ist, haben die Autofahrer ein Stopschild und eine Stoplinie - aber mindestens 90% der Autofahrer sind sogar noch zu blöd, die vier Buchstaben des Wortes S-T-O-P zu lesen und fahren ohne anzuhalten über die Stoplinie! Vielleicht sollten erstmal alle Autofahrer nachweisen, dass sie lesen können...
Wenn ich mit dem Rad in die Stadt fahre, dann gibt es einen auf die Fahrbahn gemalten Radweg, der auch eigentlich sicher ist. Nur gibt es eine gefährliche Kurve, in der IMMER Autofahrer auf dem Radweg parken weil sie zu faul oder zu fett sind, 10 Schritte zum nächsten Parkplatz zu gehen. Dadurch wird man dann aber als Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern in den fließenden Verkehr gezwungen.

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Martuk 22.08.2019, 11:50
229.

Zitat von jmat17
Sie kennen also die Zahlen der getöteten Radfahrer in den Niederlanden? Lassen Sie mich teilhaben.
In den Niederlanden sterben pro 100 Millionen erradelter Kilometer 1,1 Menschen, in Deutschland 1,7.

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