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Straßenverkehrsordnung: Parken auf Fahrradstreifen soll härter bestraft werden
Alexander Heinl/ DPA

Radfahrer besser schützen - mit höheren Strafen für Autofahrer: Das fordert der Grünenpolitiker Al-Wazir im SPIEGEL. CSU-Verkehrsminister Scheuer plant schon eine Änderung der Straßenverkehrsordnung.

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specialsymbol 25.05.2019, 15:56
130. Bringt nichts

Und wenn es 1000 € kosten würde - da die Polizei solche Parkverstöße weder wahrnimmt, noch, wenn darauf hingewiesen, diese nicht aufnimmt weil sie "besseres zu tun hat" wird die Höhe der Straße wohl kaum ein Weg zur Verbesserung sein.

Im Gegenteil, der Fahrradweg wird gerade von der Polizei und vom Ordnungsamt gerne mal genutzt um schnell.. naja, einen Kaffee kaufen zu können.

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Stäffelesrutscher 25.05.2019, 16:04
131.

Zitat von arkon_de
Die StVO sagt das das Abbiegen rechtzeitig und deutlich anzukündigen ist. Dazu sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen. Bei Radfahrern sind das die Hände. Nach dem Einordnen darf man den Arm wieder runter nehmen weil dann deutlich ist, dass man abbiegen will auch ohne Handzeichen.
Nein, das sind nicht die Hände. Wären sie es, dann stünde es ausdrücklich in der StVO.
Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass Sie in einem Satz von Händen schreiben und im nächsten Satz vom erhobenem Arm - das ist auch schon was Unterschiedliches.
Ich sage Ihnen mal was: Wenn der Radfahrer sich nach links hinten umschaut, wenn er das linke Bein abwinkelt - dann ist das eine deutliche Ankündigung, dass er links abbiegen will.
Fun Fact: Wenn der Radfahrer auf Kopfsteinpflaster unterwegs ist und eine Hand vom Lenker nimmt, liegt er schneller auf der Schnauze, als Sie hinter ihm bremsen können.

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fkfkalle3 25.05.2019, 16:08
132. Zur Erhöhung von Diäten etc.

ist es zwingend notwendig eben auch mit erhöhnten Beiträgen zuarbeiten. Grundsätzlich gibt es im laufenden Verkehr nur den gemeinsamen Nenner der Partnerschft. Radfahrer sind vollwertige Teilnehmer am Strassenverkehr, nicht mehr aber auch nicht weniger. Im Großstadtverkehr. vornehmlich innerorts sind etwas kompliziertere Situationen immer gegeben, jedoch im beiderseitigen Interesse lösbar. Ich fahre täglich Schwer und schwerstbehinderte Menschen, die in Teilen an der Haustür direkt abgeholt und abgegeben werden. Daraus ergibt sich gelegenrlich eine komplizierte Haltesituation. Ich achte sehr darauf, dass der Verkehr dabei passieren kann. Von daher habe ich durchaus Verständnis für die Anlieferdienste, schon weil man die Anforderungen kennt, wenn gelegentlich der Radstreifen genutzt wird. Die dadurch behinderten Radfahrer werden ais gleichberechtigte Verkehsteilnehmer von mir gedeckt an der Vorbeifahrt nicht behindert. Bevor man die Keule der üblichen Geldvernichtung schwingt, sollte die passende Infrastruktur zielgerichtet zum Besseren ausgebaut werden. Dazu braucht man kein grüner Gelabere , sondern Sachvestand gepaart mit der wichtigen Innovation.

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Stäffelesrutscher 25.05.2019, 16:11
133.

Zitat von jpphdec
Diese Wissenslücke lässt sich durch die Lektüre von § 5 Abs. 6 Satz 2 StVO beseitigen, gern geschehen.
Einspruch. Erstens ist dort von »mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen« die Rede. Ein einzelnes Fahrzeug kann sich nicht auf diese Regelung berufen. Zweitens ist eine »geeignete Stelle« Voraussetzung. Wenn die Straße auf 500 Meter Länge zugeparkt ist, dann gibt es so eine Stelle nicht.

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Stäffelesrutscher 25.05.2019, 16:25
134.

Zitat von arkon_de
Der 1. Teil des Satzes gehört auch dazu. §9 Abs 1 der StVO sagt: "Wer abbiegen will, muss dies rechtzeitig und deutlich ankündigen;" Das Semikolon ist hierbei von Bedeutung es trennt die beiden Satzteile. Es bedeutet: man muss ankündigen UND man muss den Fahrtrichtungsanzeiger verwenden. Es bedeutet nicht: man muss mit dem Fahrtrichtungsanzeiger ankündigen. Wenn kein Fahrtrichtungsanzeiger am Fahrzeug verbaut ist entfällt NICHT die Pflicht rechtzeitig und deutlich anzukündigen. Da am Fahrzeug Fahrrad keine Blinker erlaubt sind bleiben dafür z.B. die Hände, wenn sie es schaffen die Absicht ohne Hände und Arme anzuzeigen dann ist das dem Gesetzgeber auch recht. Eventuell fehlt mir da einfach die Vorstellungskraft.
Erstens kann man das Semikolon und die Tatsache, dass es nicht heißt »sind vorhandene Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen«, sondern »die Fahrtrichtungsanzeiger«, dergestalt interpretieren, dass der Verordnungsgeber nicht bedacht hat, dass es Fahrzeuge ohne Fahrtrichtungsanzeiger gibt. (Man hat hat oft den Eindruck, dass Radfahrer in den Hirnen der Verkehrsplaner und Behörden überhaupt nicht vorkommen, jedenfalls kein »richtiger« Verkehr sind.)

Zweitens kann man das Abbiegenwollen auch durch Abwinkeln des entsprechenden Beines anzeigen. Plus Schulterblick, weil man ja nicht blind ins Verderben rauschen will.

Drittens: an manchen Rädern sind Blinker seit 2017 erlaubt.

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freigeistiger 25.05.2019, 16:26
135. Zur Nomenklatur

Wenn der Gehweg oder der Radweg zugeparkt ist, ist dass eine Verkehrsbehinderung. Kein falsch parken. Dann die Polizei anrufen wegen der Verkehrsbehinderung. Ordnungsamtsmitarbeiter und Polizisten verstehen das nicht. Sie sind leider nicht die Gebildetsten. Und dann auch die Fahrbahn benutzen. Präsenz zeigen bringt Fußgänger und Radfahrer in das Bewusstsein von Autofahrerinnen und Autofahrern. Was im Erfahrungs-Bewusstsein ist wird besser wahrgenommen und beachtet. Es dient also der Sicherheit. Von Autofahrern lernen, die Straße zurück erobern.

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arkon_de 25.05.2019, 16:26
136. Müßig

Zitat von Stäffelesrutscher
Nein, das sind nicht die Hände. Wären sie es, dann stünde es ausdrücklich in der StVO. Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass Sie in einem Satz von Händen schreiben und im nächsten Satz vom erhobenem Arm - das ist auch schon was Unterschiedliches. Ich sage Ihnen mal was: Wenn der Radfahrer sich nach links hinten umschaut, wenn er das linke Bein abwinkelt - dann ist das eine deutliche Ankündigung, dass er links abbiegen will. Fun Fact: Wenn der Radfahrer auf Kopfsteinpflaster unterwegs ist und eine Hand vom Lenker nimmt, liegt er schneller auf der Schnauze, als Sie hinter ihm bremsen können.
Da der Radfahrer, ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer den gesamten Verkehrsraum im Auge behalten müssen ist der regelmäßige Schulterblick eines Radfahrers sicherlich kein deutliches Anzeigen des Abbiegewunsches. Wäre das so würde ich regelmäßig in den Wald abbiegen müssen weil ich mich umgesehen habe und ich bin ein reiner Straßenfahrer:-)

Das mit dem Bein könnte ihnen ein Richter eventuell abnehmen, ich würde allerdings nicht behaupten dass es in der BRD üblich ist mit dem Bein eine Richtung anzuzeigen ob das wieder als deutliches Anzeigen gilt würde ich gerne in einem Urteil lesen bevor ich das auf der Straße versuche.

Ich finde es eigentlich ziemlich affig wie man sich darum drücken möchte zu "blinken". Wenn Sie nur auf völlig ungeeignetem Untergrund unterwegs sind oder körperlich in einem so schlechten Zustand sind, dass Sie nicht 5 Sekunden einhändig fahren können sollten sie darüber nachdenken ob ein 2-Rad das richtige Fahrzeug für sie ist.

Die einzige Anzeige die mit bisher unbekannt war und die ein Forist genannt hat sind Blinker am Helm, die Dinger werde ich mir sicher anschauen.

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Stäffelesrutscher 25.05.2019, 16:29
137.

Zitat von karlo1952
verbohrt wie Autofahrer ihren Fahrweg. Von Rücksicht auf den anderen keine Spur. Es ist doch abwegig, von Paketdiensten, Post etc. zu verlangen, dass sie zuerst einen Parkplatz für ihre Zustellung suchen. Wenn so ein Fahrzeug mal für ein paar Minuten auf dem Radweg steht, fährt man halt einen Bogen um das Fahrzeug, und damit hat es sich. Tut es der Seele gut, sich über solche verständliche Situationen aufzuregen. Den Deutschen offenbar schon.
Warum steht das Auto nicht auf der Fahrbahn? Da können Sie doch auch einen Bogen drum herumfahren!

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Stäffelesrutscher 25.05.2019, 16:36
138.

Zitat von arkon_de
Da der Radfahrer, ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer den gesamten Verkehrsraum im Auge behalten müssen ist der regelmäßige Schulterblick eines Radfahrers sicherlich kein deutliches Anzeigen des Abbiegewunsches. Wäre das so würde ich regelmäßig in den Wald abbiegen müssen weil ich mich umgesehen habe und ich bin ein reiner Straßenfahrer:-) Das mit dem Bein könnte ihnen ein Richter eventuell abnehmen, ich würde allerdings nicht behaupten dass es in der BRD üblich ist mit dem Bein eine Richtung anzuzeigen ob das wieder als deutliches Anzeigen gilt würde ich gerne in einem Urteil lesen bevor ich das auf der Straße versuche. Ich finde es eigentlich ziemlich affig wie man sich darum drücken möchte zu "blinken". Wenn Sie nur auf völlig ungeeignetem Untergrund unterwegs sind oder körperlich in einem so schlechten Zustand sind, dass Sie nicht 5 Sekunden einhändig fahren können sollten sie darüber nachdenken ob ein 2-Rad das richtige Fahrzeug für sie ist. Die einzige Anzeige die mit bisher unbekannt war und die ein Forist genannt hat sind Blinker am Helm, die Dinger werde ich mir sicher anschauen.
Also um Sie zu beruhigen: Ich halte beim Abbiegen die Hand raus. Wobei wir Radfahrer ja die einzigen Verkehrsteilnehmer sind, die einen Schulterblick machen müssen, bevor wir die Richtungsänderung anzeigen können/dürfen, denn sonst riskieren wir ja, dass ein Engüberholer dagegenknallt.

Apropos Engüberholer - mit denen hat sich doch der Artikel befasst! Erstaunlich, wo die Diskussion mal wieder gelandet ist. Herzlichen Dank an die üblichen Fahrradhasser und Whatabouter ... (womit ich nicht Sie meine, keine Sorge).

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slowboarder 25.05.2019, 17:04
139. Rücksichtsloses Verhalten

Zitat von karlo1952
verbohrt wie Autofahrer ihren Fahrweg. Von Rücksicht auf den anderen keine Spur. Es ist doch abwegig, von Paketdiensten, Post etc. zu verlangen, dass sie zuerst einen Parkplatz für ihre Zustellung suchen. Wenn so ein Fahrzeug mal für ein paar Minuten auf dem Radweg steht, fährt man halt einen Bogen um das Fahrzeug, und damit hat es sich. Tut es der Seele gut, sich über solche verständliche Situationen aufzuregen. Den Deutschen offenbar schon.
aha und wohin soll der Radfahrer ausweichen?
auf den Gehweg um dort Fußgänger zu gefährten?
auf die Straßé in den mit deutlich höherer Geschwindigkeit fahrenden Autoverkeher hinein?`
Haben sie da mal genauer drüber nachgedacht?

Würden sie als Autofahrer in so einer Situation bremsen, um den Radfahrer vor ihnen das Ausweichen auf die Straße zu ermöglichen?

Wie würden sie es finden, wenn der Paketdienst einfach auf der Fahrbahn für Autos anhällt, um das Paket auszuliefern?

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