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Straßenverkehrsordnung: Parken auf Fahrradstreifen soll härter bestraft werden
Alexander Heinl/ DPA

Radfahrer besser schützen - mit höheren Strafen für Autofahrer: Das fordert der Grünenpolitiker Al-Wazir im SPIEGEL. CSU-Verkehrsminister Scheuer plant schon eine Änderung der Straßenverkehrsordnung.

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damianschnelle 26.05.2019, 13:14
180. Hallo

Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer. Das große Problem ist doch, dass es in beiden Fraktionen schwarze Schafe gibt aber jeder für sich das Recht in Anspruch nimmt der Beste zu sein. Nur die anderen sind immer böse. Für die Radfahrerfraktion, gerade gestern hat mir eine Radfahrerin die Vorfahrt genommen und den Unfall konnte ich gerade noch so mit einem riskanten Ausweichmanöver verhindern.Das viel größere Problem aber war, obwohl sie eindeutig im Unrecht war, diskutierte sie in Anwesenheit ihres Kindes noch, dass sie ja wohl das Recht habe. Und ja, es gibt genügend schlimme Beispiele von Autofahrern. Mir geht es hier um die Vorbildwirkung.

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freigeistiger 26.05.2019, 13:15
181. Wissen + verstehen vs. auswendig gelernt

Zitat von djkamenz
sind dort als verpflichtend bemerkt. Tatsächlich scheint mir Blinken aber ja so etwas von out zu sein. Und Wenn Sie als KFZ Lenker nicht blinken , wie üblich auf den Schulterblick verzichten dann ist der Radler auf dem Radstreifen neben Ihnen , so Sie rechts abbiegen zumindest schwer verletzt.
Zu Ihrer Diskussion. Nach Ansicht vieler Menschen muss man beim Abbiegen blinken, weil es sonst ein Knöllchen gibt. Wird in Medien auch so verbreitet. Gebildete Menschen verstehen das, wenn man rechtzeitig sein Abbiegen den anderen mitteilt, können die sich darauf einstellen. Information dient der Sicherheit und Organisation aller. Wie im wahren Leben, im Beruf und auch Privat. Nur deshalb wurde die Vorschrift gemacht.

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karl-felix 26.05.2019, 13:16
182. Sie

Zitat von krawallo
Es würde mich interessieren ob auch die Pflichten der Radfahrer mal kontrolliert werden als da wären.. beim Überqueren des Zebrastreifens absteigen und schieben,
sollten sich einmal mit den Verkehrsregeln vertraut machen . Es gibt kein Pflicht beim Überqueren eines Zebrastreifen abzusteigen, weder bei der Geradeausfahrt noch beim Queren der Strasse auf dem Zebrastreifen.
Aber was hat das damit zu tun , dass das Parken auf Radwegen verboten ist ?
Interessiert es Sie bei einem Mord auch , ob Schwarzfahrer in Gefängnis gesteckt werden ?
Was geht in Ihrem Kopf vor ?

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guidomuc 26.05.2019, 13:17
183. Herrlich hier...

...diese polarisierende, spaltende Diskussion. Fakt ist jedoch: es gibt nur ganz wenig isolierte, reservierte Verkehrsräume. Weder gehört ein Radweg exclusiv den Radlern noch darf man dort parken, natürlich nicht. Die StVo ist der verzweifelte Versuch, Ordnung in ein chaotisches System zu bringen und diese Ordnung wird ständig irgendwo verletzt, ohne dass man das nennenswert ändern könnte: ich muss beim Verlassen einer Tiefgarage mit dem Auto über Gehsteig und Radweg, man muss mal rechts ran um etwas einzuladen oder abzuliefern usw. und ich und alle anderen müssen sich darauf einstellen. Aus gutem Grund lautet der §1 der StVo wie er lautet: ständige Vorsicht, gegenseitige Rücksicht. Wer Rennen fahren will soll auf die Rennstrecke, das gilt für Autos und Radler und meinetwegen Jogger gleichermaßen.

Und zum Strafmaß empfehle ich ein paar Semester Rechtswissenschaften, ein Bußgeldkatalog ist durchaus ein diffiziles Thema. Thomas Fischer, bitte übernehmen.

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freigeistiger 26.05.2019, 13:37
184. Autos gehören auf die Fahrbahn

Zitat von karlo1952
verbohrt wie Autofahrer ihren Fahrweg. Von Rücksicht auf den anderen keine Spur. Es ist doch abwegig, von Paketdiensten, Post etc. zu verlangen, dass sie zuerst einen Parkplatz für ihre Zustellung suchen. Wenn so ein Fahrzeug mal für ein paar Minuten auf dem Radweg steht, fährt man halt einen Bogen um das Fahrzeug, und damit hat es sich. Tut es der Seele gut, sich über solche verständliche Situationen aufzuregen. Den Deutschen offenbar schon.
Es kann nicht ihr ernst sein. Radfahrer und Fußgänger sollen ständig vom Radweg und Gehweg, Bordstein runter, Bordstein wieder rauf, rücksichtslosen und egoistischen Parkern auf die Fahrbahn ausweichen. Fußgänger und Radfahrer werden dann von Autofahrerinnen und Autofahrern angehupt, weil die sich die Fahrbahn freihupen wollen. Was Nötigung ist, eine Straftat. AutofahrerInnen sind ja so tolerant, wenn es zum eigenen Vorteil ist. Autos gehören auf die Fahrbahn. Solange ein Krankenwagen vorbeikommt ist es, bekanntermaßen, keine Behinderung. _ P.S.: Fußgänger sind auch “Autos“.

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karl-felix 26.05.2019, 13:41
185. Das

Zitat von quidquidagis1
..Absteigen und schieben es Rades am Zebrastreifen in der STVO so geregelt und bei Missachtung strafbewehrt ist.Acu als Radfahrer sollte man die sTVO kennen!
ist falsch . Absteigen und schieben fordert die StV0 nicht.

Als Radfahrer haben Sie anzuhalten , wenn ein Fußgänger die Fahrbahn auf einem Zebrastreifen überquert . Der geniesst Vorrecht und Schutz.
Ein Radfahrer der den Zebrastreifen benutzt geniesst keine Vorrechte , er hat dem fliessenden Verkehr die Vorfahrt zu gewähren - Ausnahme : Der Radfahrer steigt ab und schiebt sein Fahrrad über den Zebrastreifen , dann geniesst auch er den Schutz des § 216 StV0
und gilt als Fußgänger.

Sie sollten sich mit der StV0 vertraut machen . Es geht schliesslich im Ernstfall immer um Ihre Mitschuld oder Alleinschuld.

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karl-felix 26.05.2019, 14:08
186. Nicht verkehrt

Zitat von damianschnelle
1)Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer. Das große Problem ist doch, dass es in beiden Fraktionen schwarze Schafe gibt aber jeder für sich das Recht in Anspruch nimmt der Beste zu sein. Nur die anderen sind immer böse. 2) Für die Radfahrerfraktion, gerade gestern hat mir eine Radfahrerin die Vorfahrt genommen und den Unfall konnte ich gerade noch so mit einem riskanten Ausweichmanöver verhindern.Das viel größere Problem aber war, obwohl sie eindeutig im Unrecht war, diskutierte sie in Anwesenheit ihres Kindes noch, dass sie ja wohl das Recht habe. 3) Und ja, es gibt genügend schlimme Beispiele von Autofahrern. Mir geht es hier um die Vorbildwirkung.
1) Das sind im Alter von 18 -65 wohl die meisten . Die Schnittmenge ist jedenfalls enorm . Auffallend: Ferkels Willem bleibt Ferkels Willem , egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto . Er ist halt nur im Auto am gefährlichsten .

2) Vielleicht war sie es ja auch, siehe Ihren Einwand unter 1) . Ich denke entscheidend ist , dass sie und das Kind überlebten . Sie sind als Autofahrer eindeutig gefährlicher als die Mutter mit dem Kleinkind auf dem Rad.
Wo also ist Ihr Problem ? Dass sich die Frau evtl. irrte ? Oder Sie ?
Scheint mir ein typisch deutsches Problem zu sein . Schuldige suchen anstatt Lösungen und Schadensvermeidung .
Bei uns hat ein LKW einem Kind die Vorfahrt genommen und das Kind ist tot . Finde ich schlimmer.

3) Ich denke eher in Kategorien der Unfallvermeidung . Wie kann es sein , dass Sie und Ihre Kontrahentin beide davon überzeugt sind, eindeutig im Recht zu sein ? Was ist da schief gelaufen ?

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quidquidagis1 26.05.2019, 14:32
187. Falsch

Zitat von Stäffelesrutscher
Huch! Wie kommen Sie denn auf sowas? Erstens: Strafbewehrt sind nur die ganz großen Klopper, also Unfallflucht und jemanden Totfahren. Alles andere sind Ordnungswidrigkeiten, die bußgeldbewehrt sind. Zweitens und vor allem: In welchem Paralleluniversum haben Sie sich Ihre StVO zusammengebastelt? Hier ist der § 26 der hiesigen StVO: (1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten. (2) Stockt der Verkehr, dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie auf ihm warten müssten. (3) An Überwegen darf nicht überholt werden. (4) Führt die Markierung über einen Radweg oder einen anderen Straßenteil, gelten diese Vorschriften entsprechend. Der Paragraph enthält also ausschließlich Vorschriften für Fahrzeuge, die sich auf der Fahrbahn einem Zebrastreifen nähern. Er verbietet keineswegs Radfahrern, die Fahrbahn in weniger als 500, ... 200, ... 20, ... 0,1 Meter Entfernung zum Zebrastreifen zu überqueren. Der Radfahrer muss nur wissen: Er genießt fahrend nicht die Privilegien des Fußgängers auf dem Zebrastreifen. Falls er aber absteigt und schiebt, ist er ein Fußgänger. In der Praxis sieht das oft so aus: Radfahrer will rüber, Auto ist weit genug weg, Radfahrer fährt, Auto muss nicht bremsen, alles gut. Würde der Radfahrer anhalten, absteigen, schieben, dann wäre der Autofahrer inzwischen fast am Zebrastreifen und müsste hart in die Eisen gehen und bis zum Stillstand abbremsen. Eine lose-lose-Situation für beide. Wohlgemerkt: Das geht nur gut, wenn die Abstände groß genug sind. Und wenn wir von verständigen Erwachsenen reden. Und nicht etwa von Schulkindern auf dem Rad einerseits und Bleifüßen hinterm Steuer andererseits.
"Muss ein Auto wg eines fahrenden Radfahrer auf dem Fußgängerüberweg abbremsen oder halten,riskiert der Radfahrer ein Bußgeld für eine vermeidbare Behinderung.Kommt es zu einem Unfall trägt der Radfahrer Mitschuld"
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&cad=rja&u act=8&ved=2ahUKEwi92NCjmbniAhUMYlAKHX8jCRQQFjADegQ IARAB&url=https://www.adac.de/verkehr/verkehrsvorschriften-verkehrssicherheit/verkehrsklassiker-regeln-strassenverkehr/zebrastreifen-das-gilt/&usg=AOvVaw2qgUMzCzb6rEHHOyKuwlP0

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quidquidagis1 26.05.2019, 14:35
188. Richtig...

Zitat von karl-felix
ist falsch . Absteigen und schieben fordert die StV0 nicht. Als Radfahrer haben Sie anzuhalten , wenn ein Fußgänger die Fahrbahn auf einem Zebrastreifen überquert . Der geniesst Vorrecht und Schutz. Ein Radfahrer der den Zebrastreifen benutzt geniesst keine Vorrechte , er hat dem fliessenden Verkehr die Vorfahrt zu gewähren - Ausnahme : Der Radfahrer steigt ab und schiebt sein Fahrrad über den Zebrastreifen , dann geniesst auch er den Schutz des § 216 StV0 und gilt als Fußgänger. Sie sollten sich mit der StV0 vertraut machen . Es geht schliesslich im Ernstfall immer um Ihre Mitschuld oder Alleinschuld.
..fährt ein Radfahrer über einen Zebrastreifen und kommt es zu einem Unfall ,so trägt er eine Mitschuld!!!

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Stäffelesrutscher 26.05.2019, 14:46
189.

Zitat von quidquidagis1
"Muss ein Auto wg eines fahrenden Radfahrer auf dem Fußgängerüberweg abbremsen oder halten,riskiert der Radfahrer ein Bußgeld für eine vermeidbare Behinderung.Kommt es zu einem Unfall trägt der Radfahrer Mitschuld" https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&cad=rja&u act=8&ved=2ahUKEwi92NCjmbniAhUMYlAKHX8jCRQQFjADegQ IARAB&url=https://www.adac.de/verkehr/verkehrsvorschriften-verkehrssicherheit/verkehrsklassiker-regeln-strassenverkehr/zebrastreifen-das-gilt/&usg=AOvVaw2qgUMzCzb6rEHHOyKuwlP0
Gell, Sie haben erstens den Unterschied zwischen »Strafe« und »Bußgeld« nicht verstanden und zweitens in meinem Text nicht gelesen, dass der Autofahrer im Beispiel nicht bremsen musste. Also versuchen Sie bitte erneut, einen Text erst zu verstehen und dann zu kommentieren.

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