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Strategiewechsel: BMW stellt Elektroauto i3 ein
BMW

BMW zieht seinem visionären Elektroauto i3 bald den Stecker. Der Hersteller konzentriert sich auf andere Modelle und stärkt eine weitere Antriebstechnologie.

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frank.huebner 18.09.2019, 00:34
80. Zu teuer

Ich habe einen tägichen Arbeitsweg (vom Land in die Stadt, wo es keine brauchnare ÖPNV gibt) von ca 42 km Hinweg (also 84 km je Tag). Wäre mit einem E-Auto gut zu schaffen. Dachte cih, Also habe ich mir diverse E-Mobile mal angesehen, und nur die Franzosen und Japaner konnten was halbwegs Interessantes anbieten. Mercedes, Audi, BMW, Volkswagen? Teuer, zu geringe Reichweiten. Den Zoe waer recht gut, aber da ich keine Garage habe und der Stromversorger etwas entesetzt reagierte, als ich nach einem E-Mobiltarif fragte, habe ich das erst einmal gelassen. Wir sind noch nicht so weit, habe ich das Gefühl. Aber wenn ich dann einen E-Auto fahre wird es vorraussichtlich ein Franzose. Meinen SUV muss ich aber wohl behalten, um die nötigen Anhänger und meinen Wohnwagen zu ziehen. Das schaffen die Akkuautos noch nicht wirklich.

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alexandelvis 18.09.2019, 01:45
81. I3 - mein bisher nester BMW!

Ich lebe in der Autostadt Los Angeles und fahre seit 3 Jahren einen i3 - 2015 Model mit Range Extender - und bin immer noch sehr zufrieden mit dem Wagen: Sehr viel Platz im Innenraum, super Fahrspass; der Wagen geht ab und ist bei weitem der verlässlichste BMW den ich bisher hatte. Ich komme vom 1998 325, 2006 325, und 2014 X3.

Hatte den i3 erst als gebrauchte Lease und dann für US$20.000 gekauft. Es ist ein wunderbares Auto für die Stadt und Umland. Als Gebrauchter ist der I3 ein idealer Zweitwagen. Neupreis ist zu teuer, aber Gebrauchte sind hier ab US$ 15.000 zu haben.
Der Wagen ist unkaputtbar, kein Service wie bei einem Verbrennungsmotor nötig (OK, ich habe den Range Extender unter dem Kofferraum, aber das ist ein Motorradmotor der kaum Service benötigt). Kratzer und Schrammen stören mich nicht, wegen der “Plastik” Karossiere kann nichts rosten. Keine Angst, das ist kein Trabbi Plastik, viel carbon fiber wie bei einem Supersportwagen. Und bisher keine Diva Macken wie bei den vorangegangenen BMWs die ich hatte. It just drives and drives. Benzin kostet es mich auch nichts, ca $30 im Monat für Strom statt $150-200 für Benzin.

Das Fahren mit nur mir einem Pedal macht viel Spass, das ist wie im Gokart, das spart auch bei den Bremsbelägen. Und schnell ist er!… Aber auf dem Freeway kann hier sowieso nicht so gerast werden. Meine Frau fuehlt sich in ihm auf dem Freeway sicherer als in ihrem Prius. Innen Größer als er von Aussen aussieht: Der grosse Hund und die dicke Bekannte passen auch rein, Ruecksitze umgeklapt und es passt noch erstaunlich mehr rein, Umzugshilfe und Ikea sind damit kein Problem.

Das Design finde ich interessant und der Innenraum ist sehr entspannend, ich kann bequem die Beine spreizen ohne dass mich ein blöder Mitteltunnel einquetscht. Habe die grossen 19’ Reifen und sitze genauso hoch wie bei einem X1.

Der Wagen könnte manchmal etwas bequemer sein, hier wurde wirklich maximal auf Gewichtseinsparung gesetzt, und manchmal wuensche ich mir breitere Reifen. Die Reichweite ist bei älteren Elektro Autos (bis auf Tesla) natürlich nicht mehr up to date, aber gegen range anxiety hilft der Range Extender. Selten genutzt bin aber froh das ich ich drin habe, fuehlt sich an wie eine Naehmaschine in Heck…

Ich werde meinen i3 vermissen wenn ich in ein paar Jahren in ein neueres E-Auto wechseln werde. Er war seiner Zeit voraus!
Und ich kann nur jedem empfehlen mal eine Testfahrt zu machen.

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lomax3030 18.09.2019, 01:48
82.

Der i3 war mutig! Super Materialien, mutiges Design (ich mag es) und viele Innovationen. Ich mochte den i3. Alles fühlt sich gut an und er lässt sich richtig gut fahren. Der Preis war etwas hoch, aber bei diesen Entwicklungskosten war das schon ein Schnäppchen.

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DEV 18.09.2019, 02:11
83.

Zitat von Fragende_Leere
.... Dass der Markt lieber Fette SUV fährt, ist offensichtlich. Wer ruiniert denn das Klima: die Unternehmen oder die Kunden? ...
Der Staat ruiniert das Klima, da er diesem dekandenten Treiben kein Ende setzt.

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roby111 18.09.2019, 02:39
84. marktorientiert...

BMW hat sich mit dem i3 ein sehr teures Prestige-Objekt geleistet, natürlich auch einen Versuchsträger für Techologien der Zukunft (oder eben auch nicht, siehe Carbon...). BMW KANN sich sowas leisten, da die übrigen Fahrzeuge sich sehr gut verkaufen, OBWOHL sich BMW weit vom angestammten Image eines Fahrer-Autos, also Fahrerorientiert in Bedienung und Fahrfreude, entfernt hat. Die 3-Zylindergurken mit Frontantrieb erinnern eher an Opel Agila A selig und andere solche Behelfsfahrzeuge als denn an Fahrfreude (obwohl der Agila selbst seinem Namen durchaus Ehre macht, ist ja auch leicht und wendig, im Gegensatz zu den fetten BMWs jedenfalls!)

Das Zulassungsverbot für Zeiten nach 2030 sehe ich sehr gelassen, zum Einen fahren dann ja noch die Fahrzeuge der Jahrgänge von ca. 1900 bis 2029 munter rum, insbesondere die Fahrzeuge ab Mitte der 80er bis Ende der 90er Jahre sind von der Haltbarkeit der Karosserie UND den Motoren nahezu unzerstörbar und im Falle eines (Un-)Falles auch günstig wieder reparabel. Diese Fahrzeuge belasten übrigens die Umwelt weder mit Feinstaub noch mit seltenen Erden und dank der langen Nutzungsdauer ist ihr CO2-Footprint besser als der jeglicher Neuwägen, auch elektrischer! Dass die Verbräuche der damals noch recht zivil motorisierten Wägen auch weit unterhalb denen liegen, die heutige SUVs haben, sei mal nebenbei erwähnt! So fährt ein Golf-I GTI mit immerhin 112PS mit 6.5l im langjährigen Schritt (bei mir bislang seit 1987 (Cabrio!) gut 280tkm!). Einziger Defekt: Das Verdeck musste mal erneuert werden! Aber auch Autos wie BMW 316i/318i der Serien E30 und E36 sind sehr sparsam und lang laufend, ebenso die Fahrzeuge von Peugeot und Citroen dieser Epoche und selbst die Daimlers waren damals wenigstens mechanisch noch solide, rosten tun die aber auch durchgängig mit am Schlimmsten!

-> Teil 2

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roby111 18.09.2019, 02:39
85. teil2:

Bis all diese Fahrzeuge aufgebraucht sind, vergehen locker nochmals 20-30 Jahre und damit erledigt sich biologisch bedingt diese Diskussion vermutlich für mich und viele andere Foristen von ganz allein, zum Anderen haben die nachfolgenden Generationen dann noch genügend Zeit, wieder auf Vernunft und somit Verbrenner-Antriebe umzuschwenken!

Und ach ja: eMobilität ist aktuell und auch in absehbarer Zukunft sehr viel teurer als die Verbrenner: Nicht nur bei der Erstanschaffung und den in regelmäßigen (die Hersteller versprechen 8 Jahre, aber siehe handy etc werden es real eher 4-5 Jahre sein!) Akkuwechsel mit Kosten in Höhe des halben Neuwerts oder mehr, sowie dem schon heute extrem überteuerten Strompreis im Vergleich zum Energieinhalt. So hat ein Liter Diesel einen Energieinhalt von ca. 10KWh/l, wovon ca. 40% in Antriebsenergie umgewandelt werden können, aber der Rest geht nicht verloren, sondern steht direkt für Heizung (in unseren Breiten an ca. 280 von 365 Tagen notwendig!) und indirekt auch für Kühlung (über Wärmepumpentechnik) zur Verfügung!
So kosten aktuell 100km Reichweite mit einem Diesel ca. 5 EUR, hingegen 100km elektrische Reichweite (mit 20kWh/100km als realen Verbrauch OHNE Heizung bei einer Fahrweise, die mit dem heutigen Verbrennerverkehr auch nur annähernd mithalten kann) kosten ebenso 5 EUR, bei moderaten 25ct je KW/h und Annahme von 100% Wirkungsgrad beim Laden/Entladen also auch zügiger Verbrauch wg. Selbstentladung), aber Heizung kommt noch oben drauf und Strom wird die nächsten Jahre stark teuer werden, da einerseits die Nachfrage steigt und andererseits die Atomkraftwerke und auch viele Kohlekraftwerke wegfallen, die Windkraft nicht weiter ausbaubar ist (Bürgerproteste) und auch eine überregionale Verteilung von mittäglichen Solarenergiespitzen an der begrenzten Kapazität der Überlandleitungen scheitert!

Man zahlt also schon im "normalen" Verbrauch mehr, rsp. die Heizung (oft mit Benzin oder Alkohol realisiert!) nochmals extra, hat dazu aber die min. doppelten Anschaffungskosten, den Nachteil der begrenzten Reichweite und langen Ladezeiten sowie wenigen Lademöglichkeiten und nach spätestens 8 Jahren wird man zum Neukauf genötigt, da ein neuer Akku samt Einbau etc. fast das Gleiche kostet wie ein Neuwagen ...

Der Dieselfahrer hat nach 8 Jahren noch einen Quasi-Neuwagen, heutige Diesel sind für gut 450 tkm oder 25 JAhre Nutzung gut, zumindest die von den deutschen Premiumherstellern (zu denen leider Mercedes NICHT gehört!)

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neutron76 18.09.2019, 07:42
86. BMW geht den falschen Weg

aber der Kunde will es scheinbar so. Die Marketingabteilung wird schon wissen, was sie tut. BMW hat mal bildschöne Autos gebaut, jetzt müssen überall die häßlichen übergroßen Nieren dran. Dabei sind Kühlergrills technisch gesehen überflüssiger den je.

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redrat69 18.09.2019, 07:43
87. Der i3 war und ist zum Teil seiner Zeit doch voraus

Zitat von kenterziege
Der i3 ist/war lediglich der Versuch ein e-Auto in Design und Materialauswahl anders zu definieren, um es als e-Auto erkennbar zu machen. Die Nachteile waren unübersehbar: Die Mission mit der Innenausstattung aus nachwachsenden Rohstoffen Nachhaltigkeit zu demonstrieren, fiel nicht auf Gegenliebe. Die Anordnung der Türen war eben nur anders und nicht besser. Die Räder sahen aus, wie Asphaltschneider und die Reichweite war zu gering. Den Vorteil der Karosserieteile aus Carbon war/ist auch nicht erkennbar. Die Controller müssen bei den geringen Absatzzahlen im Verhältnis zu den fixen Kosten einer ganzen Fabrik Kopf gestanden haben. Das war ein Versuch. Und der ist keine Beleidigung des Verstandes. In der Liga, in der BMW spielt, werden sie Plug-in-Hybrids bauen. Die sind wenigstens praktisch und der Kunde hat für alle Fälle das „E“ am Kennzeichen.
nur weil Ihnen Design und Innenausstattung missfällt, lautet Ihr Urteil, dass der i3 seiner Zeit nicht voraus war. Sehr interessant. BMW hat den i3 komplett auf Elektromobilität konzipiert von Anfang an und nicht nur einfach einen Elektro- statt Verbrennermotor verbaut. BMW hat den Mut gehabt, komplett neue Materialien zu verbauen und dabei auf die Ökologie zu achten. Damit ist BMW noch heute seiner Zeit voraus. Seiner Zeit voraus zu sein hat nur bedingt etwas mit Design zu tun. Hier geht es um Ideen, um Umsetzung, um Mut, etwas Neues zu probieren.

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redrat69 18.09.2019, 07:46
88. Aha

Zitat von smartphone
Nun, der i3 ist vorallem ein Ausrufezeichen wie schlechtestmöglich ein Auto entwirft ( potthäßlich !! Colani rotiert im Grab ) UND vorallem mit welcher Strohdummheit das Marketing agiert. Der Wagen ist billiger als ein 1er herstellbar, sollte keine 24000 Euro kosten , wurde aber von ach so intelligenten MArkteing einfach so um 10000 höher gepresit - wohl meinend , wer sowas kauft hat eh zuviel Eiskugeln ähm Geld ..... Welch fatale Marktfehleinschätzung ...Wenn man ernsthaft brillieeren will . muß man vorallem über den Preis gehen - also soloch eine Tüte von Auto darf keine 15000 Euro kosten inkl Akku und dieser bitteschön mit 8 Jahren Vollgarantie ( also kostenloser Austausch, damit man dem Kunden keinen Lulli andreht und der Wagn nicht wie aktuell nach 3 jahfren nix Wert ist ) .
und woher haben Sie die Kenntnis, dass der i3 eigentlich so billig produziert wurde? Sind Sie Insider oder wollen Sie einfach mal so etwas raushauen? Meines Wissens hat BMW kaum etwas an dem i3 verdient...

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redrat69 18.09.2019, 07:48
89. nicht ganz falsch

Zitat von bluemetal
"Der i3 war außerdem das erste Serienfahrzeug mit einer aus kohlenfaserverstärktem Kunststoff gefertigten Fahrgastzelle" Also BMW mag zwar ab und zu mal etwas erfunden haben, beim Carbon Chassis/Fahrgastzelle fällt mir aber spontan schon mal der Lamborghini Aventador von 2011 (!) ein. Wahrscheinlich gibt es noch mehr Serienfahrzeuge besonders im Sportwagensegment die das vor dem i3 hatten. Bitte mal diese völlig unwahre Behauptung löschen ! Der i3 war für eine Kleinwagen und Massenhersteller finanzielle natürlich ein totaler Reinfall und Katastrophe, dazu hässlich wie die Nacht, teuer und die "Reichweite" langte gerade bei schlechter Witterung kaum um die Hausecke.
Sie haben recht, Carbonteile am Fahrzeug gab es bereits vorher. BMW hat aber die industrielle Fertigung von Carbonteilen am Fahrzeug erfunden und zur Serienreife gebracht. Bis dahin war alles Kleinanfertigung, da Carbon sich nicht so einfach verarbeiten lässt.

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