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Streetscooter-Gründer über Mobilität: "Es reicht nicht, einfach Verbrenner-SUV durch
Marco Kneise/ Funke Foto S./ Action Press

Mit dem Streetscooter hat er die großen Hersteller blamiert, zur Automobilmesse IAA urteilt E-Mobilitätsspezialist Achim Kampker hart: Die Branche habe nicht umgeschaltet. Er sieht vor allem Ingenieure in der Pflicht.

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Wolfilein 09.09.2019, 08:19
10. Nicht die Ingenieure

Ich denke es ist eher das Management und das Controlling welche das Sagen haben. Man hechelt von Quartals meldung zu Quartalsmeldung, längerfristig gedacht und geplant wird nicht mehr. Also muss fast schon zwangsweise das bisherige Geschäftsmodell weitergeführt werden denn damit kennt man sich ja aus.
Irgendwie erinnert mich das an das Sterben in der Computerindustrie Ende der 80er Jahre. Da sind auch jede Menge Hersteller verschwunden weil sie die aufkommenden Microcomputer nicht ernst genommen hatten.

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skylarkin 09.09.2019, 08:19
11.

Bei der Nachfrage hat er des Pudels Kern benannt. Es gibt doch all das was er fordert, Kleinwagen, elektrifizierte Kleinwagen und Kompakte, sie werden nur kaum gekauft. Dies ist übrigens auf anderen Märkten genau so, sei es China, Osteuropa oder der arabische Raum. Wer es sich leisten kann kauft SUV. Auch die asiatischen Hersteller haben vor allem SUVs elektrifiziert und das hat sowohl ökonomische als auch technische Gründe. Die Europäer verdienen zudem immer noch gutes Geld und ein Ende ist eigentlich nicht abzusehen, denn die weltweite Nachfrage ist da. Diese könnte nur politisch umgesteuert werden, aber wer will gegen die Nachfrage handeln?

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syt 09.09.2019, 08:20
12. Fahrzeuge müssen entwickelt

und getestet werden,bevor so etwas auf die Strasse kommt ! Welche Firma stellt sich denn Fahrzeuge hin,für die es noch kein Markt gibt ?

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alles_auf7 09.09.2019, 08:21
13. Lächerlich

Mit der eMobilität das Klima retten zu wollen ist ein untauglicher Versuch, weil kontraproduktiv. Weltweit den gesamten Fuhrpark auszutauschen bedeutet riesige Mengen CO2 zu produzieren. Es beginnt mit der Rohstoffgewinnung, die fast ausschließlich unter Zuhilfenahme von fossilen Brennstoffen stattfindet. Je seltener diese Rohstoffe sind, desto mehr CO2. Einer der größten Bergbaukonzerne der Welt hat jetzt schon einen CO2-Ausstoß pro Jahr wie die Niederlande. Es ist ein gewaltiger Irrglaube, dass technischer Fortschritt mit einem geringeren Ressourcenverbrauch einher geht. Neben Eisen oder Aluminium werden zusätzlich Spezialitäten wie Kobalt, Lithium und Seltene Erden in gigantischen Mengen benötigt. Hinzu kommen die sozialen Verwerfungen, da es einen Mangel an Kompensationen gibt. eMobilität verbessert vielleicht die Luftqualität, aber sie rettet die Menschheit nicht vor dem Klimawandel. Im Gegenteil.

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ollineu55 09.09.2019, 08:21
14. Du meine Güte

Ist das so schwer zu verstehen?
Es gibt keinen Gebrauchtmarkt für E-Mobile. Es gibt keine Ladesäulen für Mieter. Die Reichweite und die Lebensdauer von Batterien jenseits der Rolls Royce Klasse sind geradezu lachhaft, die Ladedauer bei fast allen Säulen (wie berichtet, fast nur die extrem langsamen) auch. Und der Preis? Der absolute Wahnsinn.
Emobilität ist zur Zeit nichts anderes, als ein Programm dem kleinen Mann der Individualmobilitätsfreiheit zu berauben.
Den oberen Zehntausend ist es VIELLEICHT egal, ob sie sich für 100.000€ einen Porsche oder Tesla kaufen, das Gros der Masse kauft sich Gebrauchtwagen zwischen 500 und 5000 Euro.
Es sagt zwar keiner, weil politisch unkorrekt, aber das Volk lehnt E Mobile strikt ab (Das ist an Neuzulassungen sehr gut ablesbar). Zu teuer, zu unausgereift.
Und die Autobauer wissen das sehr genau. Ihre Flottenbilanz ist nur aus Marketingründen gesenkt. Kaufen tut den Mist, wie auch einkalkuliert, keine Sau.

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transatco 09.09.2019, 08:23
15. Kampker hat vollkommen recht!

Erst wenn es in den Köpfen "Klick" gemacht hat geht etwas!

Das "höher, schneller, weiter" muss durch ein " umweltfreundlicher, weniger-ist-mehr, und sozialer" ersetzt werden! Begriffe die in den Köpfen von Ingenieuren aber auch Nutzern bisher noch gar nicht mit Technik in Verbindung gebracht werden!

Es muss einfach "cooler", "fortschrittlicher" und "mehr-sexy" rüberkommen einen kleines E-Fahrzeug zu bewegen als einen SUV!

Letzthin hingen an unserer Strasse von Kindern gemalte Bildchen mit der Aufschrift " Muss so ein SUV in der Stadt wirklich sein? Denke an uns Kinder!" an den Wischerblättern der entsprechenden Fahrzeuge!
Das fand ich das beste was ich zu diesem Thema an Aktion je gesehen habe!
Erst wenn sich kein Mensch mehr nach einem Sportwagen-, SUV-, aber auch Kleinbus-Spritfresser mehr umdreht sondern den Fahrer/in eher ob seiner/ihrer Rückständigkeit belächelt, wird sich etwas ändern!
Hier ist Berlin tats. mal Vorreiter! Sein Kind mit SUV von der Schule abholen, würde einen zum absoluten Proll abstempeln, und das Fahrrad hat den PKW als Statussymbol bereits abgelöst!

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franxinatra 09.09.2019, 08:23
16. Die wahren Bremser sitzen sehr weit oben...

wie ich selber aus einer ganz anderen Branche zum kumuliernden Frust über die Jahre begreifen mußte; es rächt sich spät, dann aber ausufernd, wenn die Prioritäten stets nur in den Interessen der Aktionäre gesehen werden.

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mg0031 09.09.2019, 08:25
17.

Ich fahre seit 18 Jahren einen CDI Smart. Er verbraucht immer ehrliche 3,5 bis 4 ltr/100, kein Öl zwischen den Wechselintervallen und hat bislang 225000 km gelaufen. Das nachhaltigste Fahrzeug welches ich jemals hatte. Mit diesem Fahrzeug darf ich z.B im Ruhrgebiet nicht mehr fahren weil es keine grüne Plakette hat. Das sagt m.E schon alles über den Schwachsinn der in Deutschland an der Tagesordnung ist.

Natürlich haben Ingenieure meinen Smart entworfen und einem Anteil daran. Aber nur ganz wenige. Die Mehrzahl in der Branche beschäftigt sich doch eher mit fragwürdigen Sachen und es werden am Ende m.E auch eher Chemiker oder Physiker sein, die eine Änderung bewirken können. Denn 500 kg oder mehr Akku in ein Auto zu legen und durchs Land fahren zu lassen ist halt zu wenig. Wenn nicht sogar bescheuert.

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wolle0601 09.09.2019, 08:25
18. Nicht zu Ende gedacht

ist die E-Mobilität. Flächendeckende Ladeinfrastruktur? Nord-Süd-Stromtrasse? Aus meiner Sicht braucht es statt Elektrohype eine breite Förderung von Alternativen wie Power To Gas, um zu sehen, was wirklich besser ist.

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foxb3b3 09.09.2019, 08:27
19. Die iaa is eine automesse. Keine "mobilitätsmesse"

Das schonnal zum einen. Zum weiteren. Es idt einfach einen wandel zu verlangen, wenn eine großkonzern tausende fahrzeuge bestellt. Die man als "normalsterblicher" für knapp 40.000 € kaufen soll. Wenn ich bei meinem gehalt ein aktuelles e-auto kaufen wollte, müsste ich das über einen zeitraum von 10-14 jahren abbezahlen. Wer macht denn sowas? Wenn ich irgendwann mal wieder so extrem viel geld ausgebe, dann muss das auto so viel können wie geht. Und ein e-auto für 20-25.000 € reicht nichtmal für meinen arbeitsweg. Macht nen auto mit 3-400km reichweite für 20.000€ dann kann ich mir auch später mal eins kaufen. Vorher ist es eine unmögliches unterfangen für mich

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