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Streetscooter-Gründer über Mobilität: "Es reicht nicht, einfach Verbrenner-SUV durch
Marco Kneise/ Funke Foto S./ Action Press

Mit dem Streetscooter hat er die großen Hersteller blamiert, zur Automobilmesse IAA urteilt E-Mobilitätsspezialist Achim Kampker hart: Die Branche habe nicht umgeschaltet. Er sieht vor allem Ingenieure in der Pflicht.

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eisbaer68 09.09.2019, 09:35
80. Warum

sollen jetzt die Ingenieure und die Industrie schuld sein? Es wird produziert was der Markt verlangt. Es geht doch schon lange nicht mehr um ein nützliches Gefährt mit dem man irgendwie von A nach B kommt und mit dem man noch was transportieren kann. Design, Komfort , Geschwindigkeit und Ego sind doch schon lange die Treiber. Da ist die Politik schon lange gefragt. Mitlerweile bieten auch Hersteller wie z.B. Skoda, Hundai oder Seat SUV's an, die auch für eine breitere Käuferschicht bezahlbar sind. Der Trend wird sich fortsetzen, wenn hier nicht gegengesteuert wird.

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Erika.Mustermann@spon.de 09.09.2019, 09:35
81.

Zitat von mg0031
Ich fahre seit 18 Jahren einen CDI Smart. Er verbraucht immer ehrliche 3,5 bis 4 ltr/100, kein Öl zwischen den Wechselintervallen und hat bislang 225000 km gelaufen. ....
Wenn man ehrlich ist, liegt der Verbrauch eher bei 4.6 Litern*
Eine ziemliche Katastrophe für einen Kleinstwagen mit zwei Sitzen und ohne Kofferraum.


* www.spritmonitor.de

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adal_ 09.09.2019, 09:36
82.

Zitat von arikimau
Streetscooter werden nur für fahrten benutzt die man ansonsten mit dem Fahrrad, ÖVP oder zu Fuss gegangen wäre.
Das ist falsch. Die Streetscooter setzt die Post im innerstädtischen Verteiler-Verkehr ein, der zuvor von Diesel-Stinkern bewältigt wurde.

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Indiana.Jones 09.09.2019, 09:36
83. Suv

Zitat von Newspeak
SUVs zerstören Strassen, nehmen zuviel Platz weg, sind für Fussgänger und Radfahrer sehr viel riskanter, verbrauchen mehr Ressourcen in der Herstellung und im Betrieb. Alles Gründe, um sie zu verbieten.
Fangen Sie doch einfach mal damit an, den Begriff "SUV" in Ihrem Kontext genau zu definieren.

Wieso zerstören sie Straßen? Aufgrund ihres Gewichtes? Wohl kaum. Das betrifft in erster Linie LKW.

Sie nehmen zuviel Platz weg? Hmmm, schauen wir mal, z.B. Dacia Duster. SUV? Falls ja: ca. 1.300 kg schwer, 4,31m lang, 1,82m breit, 1,68m hoch. Zum Vergleich: VW Caddy. SUV? Gewicht: ab 1.400 kg, Länge 4,41m, Breite 1,79m, Höhe 1,83m. VW Golf Sportsvan. SUV? Gewicht: ab 1.300 kg, Länge 4,34m, Breite 1,81m, Höhe 1,58m.

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass häufig, sobald der Begriff "SUV" auftaucht, die Leute an VW Touareg, Porsche Cayenne oder Audi Q7 denken. Und komplett ausblenden, dass die meisten anderen "SUV" eine Fläche wie "normale" PKW aufweisen.

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jonath2010 09.09.2019, 09:37
84. Überfüllung der Straßen

Es sind ja nicht nur die SUV und ihre Fahrer. Das Grundübel ist, dass bei den Haftpflichtversicherungen Deutschlands 62 Millionen (!) Kraftfahrzeuge gemeldet sind – und die meisten von ihnen sind täglich auf der Piste. Wir leiden unter einem permanenten Verkehrskollaps. Wenn auf der Autobahn A 6 zwischen Sinsheim und Heilbronn ein Igel über die Fahrbahn läuft, bremst der erste Fahrer, die nachfolgenden alle auch und bei etwas Glück entsteht nur ein 5 km langer Stau. Bei Pech fährt der zweite auf den ersten auf, und der dritte auf den zweiten und so weiter. Unsere Straßen – und damit meine ich nicht nur Autobahnen, sondern auch Bundes- und Landstraßen, Ortsstraßen und Radwege – sind hoffnungslos überfüllt. Heute lese ich in unserer Tageszeitung, dass zwei Radfahrer zusammengestoßen sind und im Krankenhaus behandelt werden müssen. Noch vor wenigen Jahren war dies undenkbar. Die Überfüllung der Straßen ist nicht ein Fall für Ingenieure, sondern für die Politik.

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pizzerino 09.09.2019, 09:37
85.

Die Erkenntnis, dass ein dicker SUV nicht umweltfreundlich ist, auch wenn am V8 noch ein Zahnbrüstelmotor dranhängt und hinten Hybrid draufsteht ist immer noch nicht in jedem Kopf angekommen.
Schönes Interview, nur kommt das generelle Verzichten auf überflüssige Mobilität zu kurz.

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didel-m 09.09.2019, 09:38
86. Ingenieure könne aber die Physik nicht wegzaubern

und an der Scheitert nun mal die Elektromobilität. Und das gleich mindestens an 2 Fronten: Fehlende Reichweite, da nicht weiter signifikant steigerbare Akkukapazität und Unmöglichkeit ohnne massiven Kraftwerksneubau die Mobilität zu elektrifizieren.
Letzteres kann man austricksen,indem, man intelligente Ladesäulen installiert, wo dann der Ladezustand zum Glücksspiel wird.

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archi47 09.09.2019, 09:39
87. physikalisch gesehen

wären doch Leichtbaufahrzeuge im E-Betrieb derzeit das Ideale.
Zum Leichtbau gehört dann auch die kleinste beanspruchte Fläche. Die ist sowohl für Wind- und Rollwiderstand maßgeblich, als auch für die notwendige Bewegungs- und Parkfläche, die ja i. d. R. der allgemeine Steuerzahler in Form der Infrastruktur zu Verfügung stellt. Dazu ein naturhierarchische Nutzergewohnheit, was mit Muskelkraft-, Windkraft-, etc. geht, dann nur damit ...

Wenn jetzt noch an der Nachhaltigkeit im Hinblick auf Material, Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit optimiert wird, dann kriegen wir die Kurve. Offenbar will das kaum jemand und es wachsen ständig neue nach, die viellicht noch demonstrieren und mit dem Finger auf Nichtdemonstranten zeigen, aber: Sehen wir sie auch Bäume pflanzen?

Aber jeder merkt schon, das wäre ein anderes Wirtschaften, weg von Umsatzsteigerung, Wegwerfmentalistät und Ressourcenverschwendung und hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit Nachhaltigkeitsanspruch. Dabei zeigt der Finger auf einem selbst, also auch weg vom Reaktion - hin zur Aktion und zwar ganz konkretem Tun mit Schadensbeseitigung. Ich weiss, umbequemer, weniger komfortabel, anstrengender - aber nötig.

Solange wir uns dabei nicht die Systemfrage stellen trauen, ist das alles nur Symptomreperatur im ruinösen auch naturausbeutendem System.
Für diese Art des Wirtschaftens sind wir zu viele und unsere Eingriffsmöglichkeiten inzwischen zu groß.

Dazu werbetechnisch, kulturell antrainierte Status- und Verbrauchserwartungen, ohne Rücksicht auf Dritte. Die Ego-shooter schiessen sich so durch die Natur und am Ende aus ihr hinaus ( Das "Machet euch die Erde untertan ... -- Prinzip").

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moonstruckannalist 09.09.2019, 09:39
88. Da kann man lange warten

Mir wurde als Kind prognostiziert, dass das 3 Liter Auto Ende der 90 auf den Markt kommt.
Bis heute warte ich - der Ingenieursberuf ist in den Schranken der Physik eine verwinkelte Sache, alles
davon ab sind Verschwörungstheorien von fiesen Autokonzernen und intrigierenden Erdölmultis
aus Ecken verwirrter Geister.

Rechnet man grob den Personennahverkehr mit 1000 Milliarden Personenkilometern auf LKWVerkehr mit einem Faktor von 1:100 pro Tonnenkilometer auf 14000 Personenkilometer um, dann sieht man, dass die Schiene noch nicht ausgelastet ist.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/mobilitaet-privater-haushalte#textpart-1
https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/fahrleistungen-verkehrsaufwand-modal-split#textpart-1

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syt 09.09.2019, 09:40
89. Wie lange gibt es Fahrzeuge mit Verbrenner Motor ?

Und in welcher Zeit ist das Tankstellennetz gebaut wurden ? Wie schnell sollen jetzt Ladestationen gebaut werden ,und von wem ,mit welchem Geld ? Es braucht Zeit ,so etwas um zu setzen ! Eigentlich brauchte jedes e - Fahrzeug ,was verkauft wird ,eine Ladesäule ! Also Ruhe bewahren,und möglichst viele Möglichkeiten für die Zukunft durch denken ! Wie wollen wir uns fort bewegen ? Jeder einzeln ,und weiter im Stau,dann mit Batterie ?

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