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Streit über Notfallbremssysteme: Tödliche Laster
Werner / IDA News/Werner / IDA News/ dpa

Jedes Jahr sterben Dutzende Menschen bei Auffahrunfällen auf Autobahnen. Technik könnte das verhindern - doch Hersteller und Politik stemmen sich gegen strengere Regeln. Warum?

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realist4 09.08.2019, 12:49
90. @ koralmpartisan

Zitat von koralmpartisan
Mit einem einfachen Magnet lässt sich die Steuereinheit des digitalen Kontrollgerätes außer Betrieb setzen. Das wirkt auch auf die Assistenzsysteme wie Notbremsassistent, Servo-Lenkung, Bremskraftverstärker etc.! Das bedeutet, diese Systeme funktionieren bei Manipulation dann nicht! Beispiel: Lkws fahren auf einer geraden Straße und kommen in letzter Zeit öfters von der Fahrbahn ab (Medien berichteten). Warum? Weil die Servo-Lenkung bei Geschwindigkeit 0 mit der größten Kraft arbeitet. D.h. wenn der Fahrer eine kleine Lenkkorrektur macht, bricht das Fahrzeug links oder rechts aus. Das gilt auch für den Notbremsassistenten: Bei Geschwindigkeit 0 ist er vom Motormanagement ausgeschalten! In Österreich ist das Innenministerium den Frächtern gegenüber noch mehr eingeknickt: Die Manipulation des digitalen Kontrollgerätes darf nur bei begründetem Verdacht überprüft werden (!!!).
Ihr Beitrag beinhaltet ganz schön viel Fantasie, Sie sollten ihre Technikkenntnisse aktualisieren. Bei schweren LKW, und die sind ja hauptsächlich auf den Autobahnen unterwegs, funktionieren Lenkungen hydraulisch und die Bremsen mit Druckluft, also vorwiegend analog, was soll da ein Magnet ausrichten? Aber auch bei elektronischen Steuereinheiten ist eine derartige Beeinflussung sehr unwahrscheinlich. Außerdem sind Lenkungen bei PKW und LKW immer, gesetzlich vorgegeben, mechanisch mit dem Lenkrad verbunden, eine kleine Lenkkorrektur bleibt eine kleine Lenkkorrektur und kann niemals plötzlich größer werden. Und wie soll ein Fahrzeug mit niedriger Geschwindigkeit ausbrechen können? Es könnte höchsten rollen.

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varlex 09.08.2019, 12:51
91.

Einzelschicksale sind schlimm. Allerdings wegen 1,5% der Verkehrstoten so ein Aufriss zu machen, finde ich übertrieben.

Warum traut man sich nicht, die echten Baustellen anzugehen. 57% aller Verkehrstoten sind auf den Landstraßen (bei 25% aller Unfälle mit Personenschaden).

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luwigal 09.08.2019, 12:52
92. Also, die Österreicher schaffen es, dass Autofahrer ...

nur noch die AB nutzen dürfen. Den Grund kennt man. Warum kann unser BM nicht anordnen, dass nicht-grenznaher LKW-Verkehr ex aequo auf die Schienen gezwungen wird? Eben, zum Schutz der Umwelt, der Bevölkerung, und ... und ... oder sind unsere BMinister einfach nur ideenlos? Fragt mal die Österreicher, die könnten euch sicherlich beraten, vielleicht sogar ohne Beraterkosten.

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alt-nassauer 09.08.2019, 12:53
93. Wahrlich...

Wahrlich sind die "Berufs"-Kraftfahrer nicht immer die Unschuldslämmer wie sie tun. Auch das "abwälzen" von Problemen gerne auf Disponent/Spedition schieben. Dabei sind viele Fahrfehler oder nicht Einhaltung von Verkehrsregeln - Zeitdruck als Ausrede um sein eigenes Leben (keine Frau und Kinder Zuhause?) und anderer (Gefängnis, Geldstrafe, Gewissen?) in Gefahr bringen. Schon in der Ursache des Einzelnen der "Beruflich" in der Verantwortung steht. Kein Disponent oder Spedition kann von einem ein "Himmelfahrtskommando" verlangen. Oder wie so oft Volltrunken oder Abgelenkt am Steuer zu sitzen.

Das ist nur die eine Seite. Ich finde viel Technik lässt die Konzentration des Fahrers noch weiter absinken. Technik ist eben auch nur Technik!

Dann kommen aber auch die PKW Fahrer hin zu die auch meinen sie könnten sich mit 24 Tonner und mehr "anlegen". In dieser Woche zum Wiederholten Mal gesehen das PKW nicht wissen wie man richtig auf eine Autobahn fährt. Ich muss schon sagen der LKW Fahrer war für mich schon ein Held bei 90 km/h und bei zwei einfädelte PKW mit 75 km/h und knapp einem Meter Abstand so auf die Bremse gegangen ist. Das es zu keinem Unglück kam... und das habe ich binnen eines Jahres an gleicher Stelle zum zweiten Mal erlebt.

Noch etwas einige "Berufskraftfahrer" haben ihren Beruf verfehlt. Beruf kommt von Berufung. Wer sich Notgedrungen und "Gewissenlos" sich hinter das Steuer setzt. Der hat den Beruf verfehlt!

Ich fahre PKW zum Zwecke der Arbeitsaufnahme bzw. Freizeit und es ist nicht mein "Beruf". Dennoch bin ich als Verkehrsteilnehmer zu etwas verpflichtet und das gilt für Alle "ohne" Ausnahme!

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tpro 09.08.2019, 12:53
94.

Zitat von Peter A. M. K. Lublewski
"So wie bei Lkw-Auffahrunfällen auf Autobahnen, die etwa durch Ablenkung verursacht werden." auf der Autobahn im Führerhaus bequem zurücklehnen und ihr Gefährt mit dem Fuß lenken, sind sogar noch besser.
....noch besser: Handy am Ohr, Fernseher eingeschaltet, Bierdose am Mund. Alles schon gesehen.

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tpro 09.08.2019, 12:55
95.

Zitat von piperisch
Solche Systeme gehören verpflichtend installiert, genauso, wie Abbiegeassistenten. Bei einem Stau fahre ich immer auf die rechte Spur und behalte im Rückspiegel den folgenden Verkehr im Auge. Schläft der hinter mir (egal ob LKW oder Auto), kann man noch schnell auf die Notspur ausweichen.
"....Bei einem Stau fahre ich immer auf die rechte Spur und behalte im Rückspiegel den folgenden Verkehr im Auge. ..."

Aber nicht auf einer 2-spurigen Autobahn. Dann stehen Sie nämlich schon rechts wegen der Rettungsgasse.

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tpro 09.08.2019, 12:56
96.

Es würde schon reichen, wenn ein Signal ertönt, damit der Fahrer gewarnt ist.

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mischamai 09.08.2019, 12:58
97. einfach kriminell

Wer einmal einen solchen Unfall gesehen hat, wenn eine ganze Familie auf 50 cm zusammengepresst wurde, ja dann wird wohl auch der allerletzte Versager zustimmen müssen dass es so nicht weitergeht. Auch schalten viele Fahrer einfach diese Einrichtung ab, hier sollten solche Einrichtungen verpflichtend sein für alle und keine Möglichkeit zur Manipulation haben.Wie viele Menschen müssen noch sterben?

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realist4 09.08.2019, 12:58
98. Sie sollten dringend ihre Fahrweise ändern!

Zitat von hrboedefeld
ich bin durch meinen Arbeitgeber momentan an VW gebunden und hier lässt sich besagter, fest eingebauter, Abstandssensor gar nicht ausschalten. Im Gegensatz zu den LKW, wo es ohne Zweifel sehr hilfreich wäre, macht das für mich in meinem Auto wenig Sinn, da das System völlig übertrieben vorsichtig agiert. Ich muss höllisch aufpassen, wenn meine Tochter im Auto schläft während der Fahrt, weil ständig Vollbremsungen eingeleitet werden, weil der VW der Meinung ist die Lücke auf meiner Spur, welche locker reicht für das Fahrzeug, wäre eventuell doch zu eng und dann völlig grundlos in die Eisen geht. Hoffentlich wird für die LKW ein besseres System verwendet, denn sonst habe ich wirklich Verständnis für die Fahrer, welche keine Lust haben, dass ständig sämtliche Gegenstände aus dem Fahrerhaus im Fussraum landen weil der Notbrems-Assistent random Vollbremsungen hinlegt
Ich fahre auch VW und der Bremsassistent bremst natürlich nur, wenn der Abstand viel zu klein ist, da klebt man ja fast auf dem Vordermann. Außerdem kann man den gewünschten Abstand in 5 Stufen regeln oder ganz abschalten. Der Notbremsassistent funktioniert aber weiterhin, das macht auch Sinn. Aber wie gesagt, ihr Fahrstil ist lebensgefährlich, den sollten Sie dringend ändern, erst recht mit Kind im Auto.

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urbuerger 09.08.2019, 12:59
99. Letzte Woche fuhr ich ...

... auf der A2 in Richtung Dortmund und wurde kurz hinter Bielefeld von drei holländische LKW überholt!
Das wäre kaum erwähnenswert, wenn diese Drei nicht um einiges schneller gefahren wären als ich, meine Geschwindigkeit war per Tempomat auf 120 KM/H eingestellt!

Wie kann das sein, wenn doch alle LKW gedrosselt sein müssen?
Man kann also deutlich davon ausgehen, egal welche Sicherheitssysteme verbaut werden, es wird immer Leute geben, die aus reinen Profitgründen, für die Abschaltung sorgen!!!

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