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Streit über Notfallbremssysteme: Tödliche Laster
Werner / IDA News/Werner / IDA News/ dpa

Jedes Jahr sterben Dutzende Menschen bei Auffahrunfällen auf Autobahnen. Technik könnte das verhindern - doch Hersteller und Politik stemmen sich gegen strengere Regeln. Warum?

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tpro 09.08.2019, 12:59
100.

Zitat von dagmar1308
ist das wesentliche Problem und nicht eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Nur jemand, der pro Jahr 60 000 km dort fährt kann über dem LKW Terror etwas sagen.
Noch schlimmer sind die Kleinlaster mit Riesenplanenaufbau, hauptsächlich aus Polen. Die Fahrer unterliegen keinen Vorschriften bezgl. Ruhezeiten und sind schon mal mit 140 unterwegs.

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martink66 09.08.2019, 13:00
101. dumme Fahrer, egal ob LKW oder PKW

warum wird im Artikel nicht erwähnt, warum soviele LKW-Fahrer die Systeme abschalten?
Weil es noch mehr PKW-Fahrer gibt, die nach einem Überholvorgang viel zu nah vor dem LKW einscheren.
In der Regel sind das Spezialisten, die noch schnell den LKW mitnehmen wollen, bevor sie von der Autobahn abfahren. Da wird zügig überholt nur um wenige Meter vor dem LKW wieder einzuscheren um die Ausfahrt zu erwischen. Dabei geht dann eine Notbremsung des LKW los.
DIESES Verhalten sollte man vermehrt bestrafen. Genauso wie zu dichtes Auffahren.
Ich liebe es, wenn ich mit meinem PKW recht zügig auf der linken Spur unterwegs bin, jemanden vor mir habe, den nötigen Sicherheitsabstand einhalte und irgendein absoluter Idiot 3 Meter hinter mir herfährt.
Wieviele Tote könnte man eigentlich retten, wenn man das Tempolimit auf deutschen Autobahnen auf 130kmh setzt? Aber nee, das will die Rasernation natürlich nicht. Da wird weiterhin bei 180kmh dicht aufgefahren, weil man ja 200PS unter der Haube seines Vertreterautos hat.
Da fällt mir eine Situation ein, wo ich mit 230kmh auf der linken Spur PKWs überholt habe und ein Hirnloser hinter mir mit der Lichthupe versucht hat, mich zu einem gefährlichen Einscheren auf die Mittelspur zu nötigen.
Ich bin sehr sehr viel auf deutschen Autobahnen unterwegs, oft nachts. Da fährt es sich immer superentspannt, auch bei extrem viel LKW-Verkehr. Bis dann gegen 5-6 Uhr morgens die rasenden Nötiger mit ihren PKWs rauskommen, ab da ists nur noch gefährlich.

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Ein_denkender_Querulant 09.08.2019, 13:00
102. Unterschiedliche Erfahrungen

Zitat von Tingletangle
das geht nicht immer. Oft genug sind Stauendenhinter einer Kurve oder im dichten Verkehr steht plötzlich alles. Dann hilft nur noch eine Vollbremsung.
Das ist mir in inzwischen 50 Jahren Fahren mit über 2 Millionen Kilimetern noch nie passiert, ich halte aber auch immer große Abstände ein. Die helfen übrigens, genau diese dummen unnötigen kleinen Staus zu vermeiden und beschleunigen den Verkehrsfluss damit. Das werden Autofahrer aber nie verstehen.

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Ein_denkender_Querulant 09.08.2019, 13:03
103. Vorsicht hilft

Zitat von mglenewinkel
Ganz toller Vorschlag aber eben das wollen Sie, den Opfern zumindest eine Mitschuld geben.
Auch wenn man schuldlos stirbt, kann es helfen darüber nachzudenken, ob man sich anders verhalten sollte, damit man nicht stirbt.

Warum heißt es wohl: "Der Klügere gibt nach"? Abstand halten hilft. Immer.

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Olaf 09.08.2019, 13:04
104.

Zitat von foogel
Gilt für LKW die Beschränkung 80 km/h noch? Mir ist schon lange keiner mehr begegnet.
Ich bin öfter mit PKW und Anhänger unterwegs. Nach Tacho muss ich auf der Autobahn ca. 92 Km/h fahren, um mit den LKW "mitzuschwimmen" und nicht die Bremse zu sein.

Das sind nach meinem Navi "echte" 88 - 89 Km/h. Aber selbst dann gibt es noch LKW die einen überholen.

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Aleae iactae sunt 09.08.2019, 13:06
105. Ideal wäre doch auch mal die ersten Ursachen

der tragischen Unfälle zu beseitigen.
Z.B. die Staus zu vermeiden. viele Baustellen sind nicht am Arbeiten.
Staus von der Polizei zu beobachten lassen oder wenigstens schon ganz frühzeitig jeden Fahrer warnen und sicher zu stellen, dass genügend Aufmerksamkeit da ist.
Weiter: wie viele Fahrer sind permanent übermüdet oder abgelenkt.
Ich bin sicher, wenn von der Brücke die Handynutzer mal beobachtet und auch empfindlich von Fahrverbot bedroht sind (ist ja ähnlich gefährlich wie Alkohol im Steuermann)

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Spiegelleserin57 09.08.2019, 13:07
106. Sie benennen 300 Verkehrstote also Einzelschicksale?

Zitat von varlex
Einzelschicksale sind schlimm. Allerdings wegen 1,5% der Verkehrstoten so ein Aufriss zu machen, finde ich übertrieben. Warum traut man sich nicht, die echten Baustellen anzugehen. 57% aller Verkehrstoten sind auf den Landstraßen (bei 25% aller Unfälle mit Personenschaden).
Viel relevanter für die Sicherheit auf den Autobahnen sind Auffahrunfälle durch unaufmerksame oder abgelenkte Lkw-Fahrer, insbesondere am Stauende. Auch hier lässt sich die Zahl der Verkehrstoten nur näherungsweise angeben. Brockmann schätzt die Zahl der Todesopfer durch Auffahrunfälle mit Lkw auf deutlich mehr als 300. Zitat aus der FAZ. Das sind wohl viel zu viele.
Warum erscheinen denn Verbrechen in den Medien wenn es sich "nur" um Einzelschicksale handelt.
Jeder tote ist doch wohl ein toter zu viel auf unseren Straßen.
Wenn die Technik existiert die dies verhindern kann sollte sie auch auch zur Pflicht werden!

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wilfriedwunderland 09.08.2019, 13:08
107. Bastian__heute, 12:14 Uhr54. mit mehr Pausen lösen

Sie einen ja eine ganz Witziger.
Es gibt jetzt schon nicht genug Parkplätze an den Autobahnparkplätzen.
Wenn die Kutscher nun noch öfter für ein paar Minuten Päuschen diese Parkplätze anfahren müssten, dann würde das zu noch katastrophaleren Zuständen an den Rastplätzen führen. Auf den gängigen Routen und Rastplätzen während der Truck-rushhour gibt es heute meist schon einen Rückstau bis auf die AB. Da scheppert es heute schon mehr als genug, vor allem wenn der unbedarfte Touri, Wochenendfahrer noch mit mang mischt.
Auch das fällt dann übrigens in die Kategorie "Auffahrunfall".

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mheitm 09.08.2019, 13:10
108. Klare Sache

Wenn mit ein paar tausend Euro für ein Assistenzsystem die Möglichkeit nicht genutzt wird eine schwere Bedrohung abzuwenden die dann Menschenleben fordert dann ist das fahrlässige Tötung.

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einfach ne Meinung 09.08.2019, 13:11
109. wenn ich am Stauende steh,

dann halte ich sehr lange viel Abstand zum Vorderwagen, Und beobachte den Verker hintet mir. So kann ich ggfls noch seitlich ausweichen und auf der Standspur oder in die Rettungsgasse fliehen. Erst, wenn der Stau sich gefestigt hat, schliesse ich auf.

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