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Strengere CO2-Grenzwerte: Jetzt gibt es kein Zurück mehr
DPA

Die EU hat die CO2-Grenzwerte für Autos verschärft. Die Hersteller jammern - dabei sind sie selbst für ihre Niederlage verantwortlich.

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rrv.vogt 19.12.2018, 21:29
140. Menschenrecht auf ein eigenes Automobil?

Zitat von kradist
Macht man sich in der EU auch Gedanken um die unteren 75% der Bevölkerung? Ein Porsche Panamera Hybrid (Ab €110 000) mit 460 PS Leistung und 2400 kg Gewicht, kostet im Monat €5 KFZ-Steuer. Ein älterer Polo, den sich eine alleinerziehende Mutter gerade so leisten könnte, kostet fast das Doppelte. Der Chefarzt zahlt weniger KFZ-Steuer als die Putzfrau. Bravo! 56% der Deutschen haben keine eigene Wohnimmobilie, kann also auch weder PV-Zellen installieren, noch ein Elektroauto laden. Der Busfahrer und die Hotelangestelle zahlen mehr für Strom und Heizung als die Gutverdiener im neuen Haus und haben keine Chance das zu ändern. Während eine neues Haus mit PV Anlage ca. 40 kWh pro m² verbraucht, sind es bei alten Wohnungen bis zu 300 kWh. Da man aber dank ausländischer Investitionen, aus teilweise kriminellen Quellen in Deutschland kaum noch Wohnraum kaufen kann, dort wo es auch Jobs gibt, bleibt das also rund 60% der Bürger für immer verwehrt. Die untere Mittelschicht und darunter, oder insgesamt jeder 2. Deutsche zahlt die "Energiewende" und Energiepolitik in Deutschland voll und hat keine andere Wahl, während den oberen 20%, die ohnehin keine Schwierigkeiten haben, Mittel zur Verfügung gestellt werden sämtliche Sanktionen zu umgehen. Wo ist das bitte Sozial, Demokratisch, oder Christlich? Da wundern sich manche Politiker über schlechte Wahlergebnisse...
Gibt es das inzwischen?
Irgendwie habe ich ich nicht mibekommen, wann das verabschiedet worden ist.

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thomas_linz 19.12.2018, 22:12
141. Ich wuerde es nicht Recht nennen,

Zitat von rrv.vogt
Gibt es das inzwischen? Irgendwie habe ich ich nicht mibekommen, wann das verabschiedet worden ist.
sondern Glaube. Wir alle glauben, wir koennen so weiter machen wie bisher. Wir glauben, die Technik wird es schon richten. Wir glauben, die paar Grad extra machen den Planeten lebenswerter. Wir glauben, der Klimawandel ist nur ein Hirngespinst der Hysteriker. Ich persönlich glaube, unsere Kinder werden uns verfluchen.

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tatsache2011 19.12.2018, 22:25
142. PV-Anlagen für Elektroautos

Zitat von rrv.vogt
Fahren Sie wirklich fast 550000 km im Jahr ? Vielleicht sollten Sie sich deshalb ein etwas üppigeres E- Mobil gönnen, das etwas mehr Strom verbraucht. Aber bitte gestatten Sie noch eine neugierige Frage: Wie groß ist Ihr Blaudach; und wieviele Euros hat es Sie wann gekostet?
Ihre Rechnung ist richtig und beweist, dass die CO2-freie Stromerzeugung für Elektroautos möglich ist.

"Könnte" steht im Zitat von tatsache2011
"Elektroautos verbrauchen nur 15 kWh je 100 km. Mit meiner PV-Anlage auf dem Dach könnte ich täglich über 150 km fahren "
15 kWh x 365 Tage = 5475 kWh für 100 km täglich (könnte).

Meine Anlage über 9000 kWh je Jahr kostete ca. 15 000 Euro netto im Jahr 2014.
Allerdings keine blaue Farbe sondern schwarze.

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Lobinj 20.12.2018, 08:41
143. Falsch

Zitat von zoon.politicon
Folge von Fake news und Desinformation, wenn Sie glauben, ein Wasserstoffauto generiere "mehr CO2 ,als ein Verbrenner"? Jedes Kind weiss doch heute schon, dass man Wasserstoff durch Elektrolyse, wozu nur Strom, z.B. aus Wind-Energie, nötig ist, erzeugt, also ohne Generierung......
Wird ein Wasserstoffauto mit reiner Windkraft betrieben stimmt das. Nun ist es aber so, dass praktisch alle E-Autos (BEVs oder FCEVs) mit dem Strommix betrieben werden. (ausser die, die zuhause eine PV haben und dies entsprechend steuern).
Der Deutsche Strommix "enthält" nun mal aktuell um die 400g CO2/kWh. Ein E-Auto stösst somit rund 60g/km aus. Ein Durchschnittlicher Verbrenner um die 120g/km. Durch den massiven Wirkungsgradverlust durch Elektrolyse/Verdichtung/Transport/Brennstoffzelle braucht ein Wasserstoffauto aber 3x soviel Primärenergie wie ein Elektroauto. Das heisst 180g/km. Darum ist das Batteriebetriebene E-Auto auch das Beste aktuell. Mit anderen Worten: Wenn man den Klimawandel noch etwas unterstützen will ist ein Wasserstoffauto erste Wahl (In Deutschland).
Solange der Strommix nicht massiv besser ist, ist Wasserstoff darum die schlechteste Lösung um damit herumzufahren. Auch wenn der Strommix besser ist, bleibt ein E-Auto noch lange besser da es 3 Mal weniger Windräder braucht. Wasserstoff ist für die Stationäre Speicherung und Verwertung von Überschussenergie interessant, dann stimmt auch der Wirkungsgrad.
Ich darf doch annehmen, dass Sie nicht für eine von der H2 Lobby bezahlten Agentur arbeiten.

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Lobinj 20.12.2018, 08:56
144.

Zitat von dan82
Ich habe da aber auch andere Zahlen gelesen, das Bild ist nicht ganz homogen: https://www.autobild.de/artikel/co2-bilanz-elektroautos-im-vergleich-3729677.html https://ecomento.de/2018/10/29/ig-metall-e-mobilitaet-noch-deutlich-co2-intensiver-als-verbrenner-technik/ https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mobilitaet-und-klimaschutz-warum-ein-elektroauto-allein-noch-keine-loesung-ist/21150362.html Fazit: Elektroautos haben einen erheblich grösseren CO2-Fussabdruck bei der Herstellung als Autos mit Verbrennungsmotor. Dieser kann jedoch während dem Betrieb wieder ausgeglichen werden. Der Zeitpunkt ab dem der Ausgleich stattfindet ist jedoch abhängig vom Verfahren der Stromerzeugung beim Aufladen, und vom Fahrzeug selbst. Ein schwerer Elektro-SUV mit riesigen Batterien hat da natürlich kaum Chancen den Ausgleich zu schaffen, während bei leichten und effizienten Elektrofahrzeugen Ihre Zahlen warscheinlich realistisch sind. Nur, wenn ich die deutschen Hersteller, und auch Tesla sehe, was die auf den Messen ausstellen, dann schwant mir Übles was den Ausgleich betrifft...
Ich beziehe mich nicht auf Journalistisch gefärbte Artikel in Zeitungen, sondern auf Wissenschaftliche Studien. Sie haben natürlich recht, das lässt sich nicht sehr pauschal sagen, es hängt von vielen Faktoren ab, daher auch meine von - bis Angabe. Und ich rede nicht von den sinnbefreiten SUV's, sondern von normalen Mittelklassewagen mit ca. 40kWh Batteriekapazität. In der Schweiz sind es übrigens 30-50%. wegen des wesentlich besseren Strommixes:
https://www.psi.ch/ta/PublicationTab/Thesis_Embargo_free_version.pdf
Das ifeu Institut in Heidelberg kommt für Deutschland auf ähnliche Werte wie ich oben angegeben habe.

Die Resultate des ADACs kam übrigens dadurch zustande, dass einerseits ein zu hoher, weil stark veralteter CO2 Wert für den Strommix in Deutschland verwendet wurde und andererseits ein eigner Fahrzyklus verwendet wird. Dieser Fahrzyklus führt dazu, dass der ADAC für mein Fahrzeug ein Durchschnittsverbrauch von 20.3kWh/100km inkl. Ladeverluste angegeben wird. Ich fahre aber damit mit rund 15kWh/100km. (ebenfalls inkl. Ladeverluste). Was da wohl falsch ist?

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dirkcoe 20.12.2018, 09:01
145. Armes Deutschland

wie immer wird Panik verbreitet - dicke Tränen Rollen und wir glauben die Welt bleibt stehen. Was für ein Unsinn. Unsere Autobauer sollten das als einmalige Chance sehen. Sie haben die Möglichkeit dem Weltmarkt zu beweisen, dass Deutsche Autos wirklich Premium sind - in Sachen Klimaschutz. Klar werden das keine übergewichtigen Panzer mit der Aerodynamik einer Schrankwand sein, die 250 fahren und dabei 30 Liter verbrauchen - aber was soll's? Liebe Autobauer, macht einen guten Job - oder macht euren Laden dicht. Dümmlichen Gejammer löst kein Problem.

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knuty 20.12.2018, 10:51
146.

Zitat von Promethium
Der Straßenverkehr hat 2016 2696 Petjaoule an Energie geschluckt! Rechen Sie uns doch mal vor wie viele Windkraftanlagen man da dann zusätzlich braucht! Verluste bei Elektrolyse und Brennstoffzelle beachten. Um den CO2 Ausstoß zu senken.....
Sie haben vergessen oder übersehen, dass es sich dabei um den Primärenergieverbrauch handelt.
Mit EE muss man nur etwa ein Drittel dieser Energie ersetzen.

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priemer 20.12.2018, 13:54
147. Thomas Linz

Sehr geehrter Herr Linz, es ist schon sehr erschreckend, mit welcher Selbstgewissheit Sie sich hier über die grundlegenden Rechte ihrer Mitbürger hinwegsetzten. Dabei verharren Ihre, nun ja, Argumente in Vorurteilen und scheinmoralischer Demagogie. Nein, die wenigsten SUVs verbrauchen 30l auf 100km. Und nein, sie sind nicht sinnlos, sondern die logische Antwort auf abnehmende Straßenqualität, mangelnde Räumdienste und eine alternde Gesellschaft. Früher hatten normale Pkw die Bodenfreiheit, für die man heute einen SUV kaufen muss. Dieselmotoren werden vor allem auch für LKWs benötigt, die auch Sie mit Lebensmitteln versorgen. Jeder Pampersbomber einer Familie mit mehr als einem Kind benötigt einen Diesel. Wenn es eine Pflicht gibt, dann ist es in der Demokratie die Pflicht zum Kompromiss!

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Promethium 20.12.2018, 15:35
148.

Zitat von knuty
Sie haben vergessen oder übersehen, dass es sich dabei um den Primärenergieverbrauch handelt. Mit EE muss man nur etwa ein Drittel dieser Energie ersetzen.
Ich habe nichts übersehen sondern eine Frage gestellt!
Ihr Hinweis ist auch nicht ganz richtig, weil der Wind nicht immer gleich weht. Bei einer kompletten Flaute nützen selbst Millionen von Windräder nichts.
Mein Vorschlag für den Straßenverkehr wäre, davon auszugehen das die Autos mindestens einmal die Woche voll geladen werden.

Also 2696/3 = 898 (siehe knutys Hinweis)
898/52=17 Benötigte Wochenleistung

Nun sehen wir uns die niedrigsten Wochenleistungen der bestehenden 30000 Windkraftanlagen an. Von mir aus können wir 3 Wochen mit besonders niedriger Leistung unter den Tisch fallen lassen. 3 Wochen mal Bus fahren, dürfte den meisten Elektroautofahrern zuzumuten sein.
Dann ermitteln wir den Faktor der zwischen dieser 4. niedrigsten Wochenleistung und den geforderten 17 Petjaoule liegt.
Daraus schätzen wir dann die Zahl der zusätzlich benötigten WKAs ab. Das ist dann natürlich nur eine grobe Schätzung.
Klingt doch fair oder nicht? Jetzt brauchen wir nur eine Statistik über die Wochenleistungen der Windkraftanlagen.
Bei Steinkohle, Braunkohle und Kernenergie wird es schwieriger. Das Elektroauto bringt ja seinen Speicher mit.

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thomas_linz 20.12.2018, 16:39
149. Also mich persönlich

Zitat von priemer
Sehr geehrter Herr Linz, es ist schon sehr erschreckend, mit welcher Selbstgewissheit Sie sich hier über die grundlegenden Rechte ihrer Mitbürger hinwegsetzten. Dabei verharren Ihre, nun ja, Argumente in Vorurteilen und scheinmoralischer Demagogie. Nein, die wenigsten SUVs verbrauchen 30l auf 100km. Und nein, sie sind nicht sinnlos, sondern die logische Antwort auf abnehmende Straßenqualität, mangelnde Räumdienste und eine alternde Gesellschaft. Früher hatten normale Pkw die Bodenfreiheit, für die man heute einen SUV kaufen muss. Dieselmotoren werden vor allem auch für LKWs benötigt, die auch Sie mit Lebensmitteln versorgen. Jeder Pampersbomber einer Familie mit mehr als einem Kind benötigt einen Diesel. Wenn es eine Pflicht gibt, dann ist es in der Demokratie die Pflicht zum Kompromiss!
erschreckt, mit welchem Selbstbewusstsein Sie Forderungen in den Raum stellen, wo jeder normal denkende Mensch eine Gaensehaut bekommt. Sie haben mich gefragt, warum den Planeten retten, wenn die Demokratie zu kurz kommt. Ich habe eine Gegenfrage, wozu haben Sie Kinder, wenn Sie den ganzen Laden sowieso vor die Wand fahren wollen? Wenn das Hinterfragen Ihrer Bequemlichkeit ein Angriff auf Ihre Freiheit und die Demokratie ist. Wenn ein SUV mit Strassenverhältnissen gerechtfertigt wird. Sie sollten Ihren Kindern wirklich sagen, dass Ihnen deren Zukunft im Namen der Dekadenz am Allerwertesten vorbei geht. Das waere wenigstens ehrlich.

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