Forum: Auto
Strengere CO2-Grenzwerte: Jetzt gibt es kein Zurück mehr
DPA

Die EU hat die CO2-Grenzwerte für Autos verschärft. Die Hersteller jammern - dabei sind sie selbst für ihre Niederlage verantwortlich.

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cindy2009 20.12.2018, 18:40
150. @priemer

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priemer heute, 13:54 Uhr

147. Thomas Linz

Sehr geehrter Herr Linz, es ist schon sehr erschreckend, mit welcher Selbstgewissheit Sie sich hier über die grundlegenden Rechte ihrer Mitbürger hinwegsetzten. Dabei verharren Ihre, nun ja, Argumente in Vorurteilen und scheinmoralischer Demagogie. Nein, die
wenigsten SUVs verbrauchen 30l auf 100km. Und nein, sie sind nicht sinnlos, sondern die logische Antwort auf abnehmende Straßenqualität, mangelnde Räumdienste und eine alternde Gesellschaft. Früher hatten normale Pkw die Bodenfreiheit, für die man heute einen
SUV kaufen muss. Dieselmotoren werden vor allem auch für LKWs benötigt, die auch Sie mit Lebensmitteln versorgen. Jeder Pampersbomber einer Familie mit mehr als einem Kind benötigt einen Diesel. Wenn es eine Pflicht gibt, dann ist es in der Demokratie die
Pflicht zum Kompromiss!----" Erstaunlich was man sich für einen Unsinn einfallen lässt, statt zu sagen "die Kisten sind halt nun mal - mit Blickers Worten - der fette Auftritt". Waren Die schon jemals in Island? Selbst da konnte man vor 30 Jahren wirklich
schlechte Strassen mit einem Golf 1 befahren (dessen Bodenfreiheit mit 4 Personen und Gepäck nicht höher war, wie heute einem neuesten Golf mit einem fetten Fahrer) , wir haben das selbst getestet. Von den damaligen Verhältnissen ist D meilenweit entfernt
und Ihre Übertreibung lässt sich auch tagtäglich widerlegen. NOCH gurken auch ganz normale Fahrzeuge durch die Gegend, ohne auf einem Hindernis vor der Kita aufzusetzen.


Ich selbst nutze zwar gar kein Auto, aber unser " Pampersbomber" braucht Platz und keinen Diesel.


Den demokratischen Kompromiss gibt es: Halten Sie Gesetze ein und denken Sie an Ihre Landsleute.

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thomas_linz 20.12.2018, 21:58
151. Ich frage mich immer wieder,

wie die Millionen von Deutschen mit 2,3 und mehr Kindern, die sich keinen SUV leisten koennen, auf deutschen Straßen mit dem Auto voran kommen. Oder sich gar kein Auto leisten koennen und mit dem Bus fahren muessen. Im uebrigen geht es mir nicht um den SUV als solchen, aber zu behaupten, wer mehr als ein Kind hat und aufgrund der schlechten Straßen in Deutschland ginge es nicht ohne, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Ich wohne hier in den Bergen und 90 Prozent der Bewohner haben keinen SUV. Ich bereise die Welt und ich kenne Straßen, die wuerden Sie nicht mal als solche erkennen und auf denen fahren VW Golf. Sie wollen einen Kompromiss? Ich haette einen, kommen Sie aus Ihrer Blase und kuemmern Sie sich darum, dass unsere Kinder eine Zukunft haben. Und streichen Sie das Wort Recht. Das haben wir laengst verwirkt. Es gab genug Zeit, etwas gegen unsere Dekadenz zu unternehmen. Hat bloß niemanden interessiert. PS: Ich befolge die Gesetze und bin nicht vorbestraft, oder was immer Sie mit Ihrem letzten Satz ausdrücken wollten.

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priemer 20.12.2018, 22:05
152. Sagen was ist!

Es ist schön zu sehen, wie hier die Begriffe Demokratie und Verantwortung umgedeutet werden. Nein, Demokratie bedeutet eben nicht blind Gesetzen zu folgen. Sie beruht auf der Vorstellung, dass es einen überpositiven Rechtskern gibt. Also Regeln, die der Staat nicht schafft, sondern nur gestalten und akzeptieren kann. Im Grundgesetz heißt dieser Punkt Menschenwürde, die dann in den Artikeln 2 bis 19 weiter ausgedeutet wird. Hieraus entsteht ein System aus Schutzrechten des Individuums gegenüber staatlichen Eingriffen, dass man mit Freiheit übersetzen kann. Jeder Eingriff des Staates in den Wesenskern dieser Rechte ist auch mit 100%iger Mehrheit (GG Artikel 79, 3) Unrecht. Diese Grenze muss jeder akzeptieren, der sich für seine Vorstellung von DAS GUTE einsetzt. Das ist eine ausgesprochen zivilisierte, weil inneren Frieden bringende Regelung. Jeder kann sich in den politischen Prozess einbringen, für seine Meinung verbal kämpfen kann und ist gleichzeitig geschützt, wenn er einer anderen Mehrheit unterliegt. Unverantwortlich ja totalitär ist es, wenn man seine Vorstellungen von DAS GUTE absolut setzt und keine andere Lebenswirklichkeit akzeptiert. Der Andere wird dann bestenfalls als dumm oder schlecht, als hysterisch oder verblendet dargestellt. Derjenige der das tut, redet eine Ordnung herbei, in der der Meinungsstreit im Wortsinn schlagkräftig und stichhaltig geführt wird. Es ist ganz einfach: Ohne die individuelle Freiheit gibt es schlicht keine Welt, die noch zu retten wäre!

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priemer 20.12.2018, 22:41
153. Thomas Linz

Ich fahre einen Ford Galaxy und einen Großteil der Diskussion hier führen wir, weil ich Kinder habe, denen ich eine freie und friedliche Gesellschaft bewahren möchte. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Ihre Maßstäbe nicht allgemeinverbindlich sind. Unser Staat zieht sich aus immer mehr Regionen Deutschlands zurück. Wenn Sie mich nicht wahrnehmen wollen, was Ihr gutes Recht ist, schauen Sie vielleicht die Sondersendung von Frontal21 - Stadt, Land,Schluss? - Ich komme aus der Niederlausitz in Brandenburg. Hier stelle ich die Frage: Welcher Bus denn? Ein guter Teil der lokalen Verkehrswege sind unasphaltierte Fahrwege. Räumdienste und Müllabfuhr wurden deutlich reduziert. Ich bin in der eigenen Heimat nur noch Besucher (sonst könnte ich mangels Mobilfunknetz auch diesen Text nicht schreiben), aber die Entwicklung ist klar: Teile Deutschlands sowohl im Osten, wie auch im Westen, sind dabei den amerikanischen Lebensstil zu übernehmen. Zum Glück wird immer weniger gejammert und immer mehr selbst organisiert. Der Staat wird zum Störenfried, der Eigeninitiative durch Verbote lähmt. Wir werden zur Pickup-Country.

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thomas_linz 21.12.2018, 11:26
154. Nun, dann waren wir ja mal fast

Nachbarn, denn ich wurde in der Oberlausitz geboren und habe dort die ersten 5 Jahre verbracht. Ich kenne die Region also. Klar, die ist “klinisch” bissl tot. Den Schnee koennen Sie dort aber aus Ihrer Argumentation streichen und so schlimm sind die Straßen auch nicht. Insgesamt reden wir sowieso aneinander vorbei. Es geht nicht darum, dass in Deutschland jeder seinen Senf dazu geben kann. Das Problem ist global und es ist eine Minderheit, die ueberwiegend fuer die Verschmutzung des Planeten verantwortlich ist. Wenn Sie also auf Demokratie pochen, dann haben erst mal 70 oder 80 Prozent der Weltbevölkerung kein Auto. Es waere also fatal, demokratisch dafuer zu stimmen, dass jeder sein Auto bekommt. Und es geht nicht nur ums Auto, es geht um den Konsum schlecht hin. Plastiktüten sind bei uns in der Familie ein NoGo, seit Jahren. Kurze Wege in die Stadt werden per Bus, Fahrrad, oder zu Fuß zurueckgelegt. In 2 oder 3 Jahren ist unser Haus vom Stromnetz getrennt und trotzdem wird das fuer die Zukunft nicht reichen. Wir verschmutzen die Umwelt trotzdem noch mehr, als die Menschen in Afrika oder Asien. Wer also der Meinung ist, er haette ein Recht auf ein Auto und billigen Strom, der irrt gewaltig, oder sollte zumindest aufhören, mit dem Finger auf Afrika, Indien oder China zu zeigen.

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priemer 21.12.2018, 12:00
155. Sehr geehrter Herr Linz

Da wären wir also wieder bei Ihren Scheinheiligkeiten: Nein, die meisten der Länder sind beim besten Willen nicht, Indien nur eingeschränkt, demokratisch zu nennen. Sie machen sich also hier per Eigenlegitimation zum Vormund von Menschen, die sich darüber nur schwer beschweren können. Und nein, Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit! Ich versuche nur in Ihre Blase vorzudringen. Natürlich reden wir aneinander vorbei, aber vielleicht führen der gegenseitige Austausch zumindest dazu, dass wir wissen, dass es da auch noch die andere Meinung gibt. Eines ist klar, keiner von uns beiden spricht hier nur für sich selbst.

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cindy2009 21.12.2018, 13:52
156. @priemer

Über was wollen Sie eigentlich diskutieren? Das Thema hier ist, dass die Fahrzeuge weniger CO2 ausstoßen sollen und dass das den Herstellern nicht schmeckt. Was soll das mit Demokratie , als Nebenschauplatz, oder angeblich schlechtem Strassenzustand zu tun haben, oder dass angeblich Familien Kutschen nur als Diesel zu betreiben sein sollen? Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass die Hersteller in der Pflicht sind, weil es unsere Pflicht gegenüber dem Nachwuchs ist, eine Erde nicht bis zum geht nicht mehrere zu verwüsten. Aus den Fehlern unserer Ahnen sollte man schon mal lernen.

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ardbeg17 21.12.2018, 14:42
157. @cindy #156

@priemer berücksichtigt offenbar, dass wir bereits JETZT eine Demokratie sind, in der alle zu ihrem Recht kommen sollen. Dass unsere Lebensweise nicht Ressourcen-schonend ist, ist unbestreitbar. Allerdings ist ebenso unbestreitbar, dass Verzicht auf Mobilität gesellschaftlich nicht folgenlos bliebe. Und die Verteuerung der Mobilität durch Strafzahlungen auf Verbrenner oder durch Benzinpreiserhöhungen werden nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigehen, wenn sie nicht behutsam vorbereitet werden. Siehe Gelbwesten. Es geht nicht nur um Umweltschutz, sondern auch um soziale Fragen.

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rennflosse 21.12.2018, 15:04
158. Man nutzt was da ist

Zitat von thomas_linz
sondern Glaube. Wir alle glauben, wir koennen so weiter machen wie bisher. Wir glauben, die Technik wird es schon richten. Wir glauben, die paar Grad extra machen den Planeten lebenswerter. Wir glauben, der Klimawandel ist nur ein Hirngespinst der Hysteriker. Ich persönlich glaube, unsere Kinder werden uns verfluchen.
Jede Generation nutzt die Ressourcen, zu deren Nutzung sie imstande ist. Verfluchen Sie Ihre Vorfahren, die mit Kohle geheizt haben. Oder die noch älteren Vorfahren, die Mitteleuropas Wälder für Haus- und Schiffsbau abgeholzt haben?

Unseren Kindern (damit meine ich die Kinder unserer Generation) ist ein Leben ohne Not geschenkt, sofern sie in Europa leben. Denen ist das eigene Smartphone und der Modellwechsel jedes Jahr wichtiger als die vermeintliche Rettung der Welt.

Und nachfolgende Generationen werden auch die Ressourcen nutzen, die vorhanden sind und sich um die Einwohner von Drittweltländern nicht scheren. Jene wiederum werden wegen ihrer seltsamen Religionsauffassungen weiterhin tausend Jahre hinter der modernen Zivilisation hinterher hinken.
Somit wäre jede Art von "verfluchen" pure Heuchelei. Als Mitglied heute lebender Generationen die Aussicht zu haben, in hundert Jahren von Heuchlern verflucht zu werden, scheint mir keine große Last zu sein.

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rrv.vogt 22.12.2018, 20:53
159. Vorschlag

Zitat von Promethium
Nun sehen wir uns die niedrigsten Wochenleistungen der bestehenden 30000 Windkraftanlagen an. Von mir aus können wir 3 Wochen mit besonders niedriger Leistung unter den Tisch fallen lassen. 3 Wochen mal Bus fahren, dürfte den meisten Elektroautofahrern zuzumuten sein. Dann ermitteln wir den Faktor der zwischen dieser 4. niedrigsten Wochenleistung und den geforderten 17 Petjaoule liegt. Daraus schätzen wir dann die Zahl der zusätzlich benötigten WKAs ab. Das ist dann natürlich nur eine grobe Schätzung. Klingt doch fair oder nicht? Jetzt brauchen wir nur eine Statistik über die Wochenleistungen der Windkraftanlagen. Bei Steinkohle, Braunkohle und Kernenergie wird es schwieriger. Das Elektroauto bringt ja seinen Speicher mit.
Um das öffentliche Interesse an PV- und Windkraftanlagen, den hauptsächlichen Waffen im Kampf gegen die menschengemachte Erderwärmung, zu stärken, sollte man mindestens einmal in der Woche, vielleicht in Verbindung mit der Wettervorhersage im TV bekanntgeben, wieviel Strom ( in kWh absolut und anteilmäßig am gesamten Verbrauch) erzeugt werden konnten.

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