Forum: Auto
Strengere CO2-Grenzwerte: Jetzt gibt es kein Zurück mehr
DPA

Die EU hat die CO2-Grenzwerte für Autos verschärft. Die Hersteller jammern - dabei sind sie selbst für ihre Niederlage verantwortlich.

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Bruno Bug 18.12.2018, 20:24
10. Freie Straßen für reiche Autofahrer

Ich verstehe nicht, warum das die Hersteller besonders deutscher Edelkarossen Sorgen bereiten sollte. Alle Hersteller könne locker die Werte mit einem Plug-In Hybrid schaffen. Und die haben alle schon welche im Programm und werden das für alle anderen Modell bald anbieten können. Nur die kleinen Kunden werden sich wundern. Denn ein Plug-In Hybrid kostet um die 5000-10000 Euro mehr. Kein Problem wenn ein Auto eh schon 40K kostet. Nur bei einem Gölfchen wird das unangenehm. Und letzten Endes werden sich wohlhabende Autofahrer bald freuen, wenn die armen Schlucker sich, wegen der strengen CO2 Vorgaben, kein Auto mehr leisten können. Denn das heißt dann weniger Verkehr und freie Straßen für die Reichen. Toll, für den Mehrpreis eines Plug-In Hybrids bekommt man zum guten Gewissen auch noch freie Straßen gratis dazu. Ein gutes Geschäft.

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robertgsm 18.12.2018, 20:32
11. CO2 Schwachsinn

Wie lange wird denn das CO² Pferd noch geritten? Die Lösung sind nicht Elektroautos mit Batterien aus selten Erden. Es geht nur mit dem Diesel. Vielleicht auch mal aufs 3. Kind verzichten.
Ich hoffe die Bundesregierung zählt nicht irgendwann über meine Smartwatch mein jährliches Atemwolumen...
Abluftsteuer wäre da die Lösung.

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flopi3 18.12.2018, 20:32
12. Warum denkt eigentlich niemand nach?

Diese Grenzwerte sind mit Verbrennungsmotoren nicht zu schaffen.
Der ökologische Footprint eines E-Autos ist riesig (bei Verwendung von reinem Ökostrom braucht es ca 150000 km Fahrleistung, bis das E-Mobil ökologischer unterwegs ist als ein moderner Diesel aufgrund der Produktion der Batterie). Und E-Mobile werden auf lange Zeit teurer sein, als herkömmliche Fahrzeuge. Von der fehlenden Ladeinfrastruktur und passenden Stromnetzen will ich gar nicht reden.
Wir werden uns von der gewohnten und günstigen Mobilität verabschieden müssen und das Gejammere auch hier im Forum wird groß sein, wenn die Masse das realisiert. Aber prügelt gerne weiter auf die Autoindustrie ein.

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ronny_muehlbach 18.12.2018, 20:34
13. Das E-Auto als Schlüssel zur verkehrstechnischen Glückseligkeit...

Ich habe selten so gelacht. schauen wir uns doch mal die Ach so tolle Bilanz an.

1. Problem...der Strom ist momentan noch zu dreckig (Problem lösbar)
2. Die Akkus...verlieren Leistung bzw. Speicherdichte über die Zeit, Herstellung frisst Unmengen Ressourcen, Recyclen schwierig
3. Das "Tanken"...selbst "schnell" tanken dauert mal eben 30min, sorgt dafür, das der Akku noch schneller seine Maximalleistung verliert, schnelles Volltanken nicht möglich (Akkus werden beim schnell laden max zu 80% geladen. Und da sich die Hersteller ja nicht auf ein Schnellwechselsystem einigen können bzw. werden (aka es werden Standart-modul eingesetzt, welche dann in der "Tankstelle" quasi ausgebaut und langsam und schonend geladen werden und man als Austausch entsprechend voll geladene Module ins Fahrzeug gesetzt bekommt) kann man nach 6-7 Jahren den gesamten teuren Akku für viel Geld wechseln lassen oder halt gleich nen Henkel an die Karre schweißen zum wegwerfen.


Das Akku Auto ist absoluter Schwachsinn. Toyota ist der einzige Hersteller mit den Eiern das tatsächlich Umwelt freundliche System weiter zu entwickeln aka Wasserstoff.

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abuhamza 18.12.2018, 20:46
14. Na flopi3

Welcher Autohersteller hat Sie denn für Ihren faktisch falschen Kommentar bezahlt? Leute wie Sie meinen wohl auch, sämtliche Materialien zur Herstellung eines Dieselautos sowie die Bereitstellung des Kraftstoffes kämen aus dem Nichts. Dazu noch die unangenehmen Nebenprodukte beachten, die so aus dem Auspuff kommen und der liebe flopi ist der Trollerei überführt.

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EinBeobachter 18.12.2018, 20:48
15. Elektroauto Wahn

Ich frage mich wie viele der Leute die an dieser Entscheidung beteiligt sind mal über einen längeren Zeitraum E-Auto gefahren sind. Viele werden es nicht sein.

Ein E-Auto ist ne tolle Sache, ohne Zweifel. Ich selbst fahre immer mal wieder gern mit dem Tesla meiner Eltern. Aber dadurch ist mir auch bewusst, dass zumindest die derzeitigen Voraussetzungen für eine große Ausweitung der Elektromobilität noch nicht gegeben sind.
Derzeit hat man im Idealfall eine Reichweite von 300-350 KM, je nach Strecke, Temperatur und Fahrweise.
Wenn man gern mal schnell fährt und die Akkus wegen Hitze nicht sofort die Leistung drosseln auch gern deutlich weniger.
Danach sind selbst am Supercharger von Tesla, wenn man die Ladesäule für sich allein hat, zwischen 40 und 60 Minuten fällig um wieder eine entsprechende Reichweite zu laden. Und das unter Idealbedingungen einer freien Ladesäule. Zapft noch ein Zweiter an der Säule Strom, kann sich die Zeit im schlimmsten Fall verdoppeln.

Mein BMW 530D F11 (immerhin Euro 6) verbraucht bei durchaus dynamischer Fahrweise zwischen 7,5 und 8 Litern. Auf Langstrecke und mehr auf Sparsamkeit achten auch unter 6. Tankzeit vielleicht 10 Minuten. Reichweite bisher zwischen 800 und 1000 Km.

Damit ein E-Auto einen Verbrenner ersetzt, müsste sich also die Reichweite verdoppeln bei Halbierung der Ladezeit.
Außerdem sollte man ein E-Auto unbedingt zuhause laden können und für längere Reisen mit dem Auto braucht man eine sehr gut ausgebaute, am besten internationale, Ladeinfrastruktur. Ohne für jede Ladesäule eine eigene Mitgliedskarte im Ladenetz des Dorfes zu brauchen.

In einem Land das für jeden Meter Straße gefühlt 10 Jahre Planung, Rechtsstreit und schon mal Hütchen aufstellen braucht, sehe ich den Aufbau der nötigen Infrastruktur innerhalb von weniger als 10 Jahren doch als fraglich an.

Unterm Strich ist ein E-Auto trotzdem eine super Sache und vielleicht auch die richtige Wahl für den Individualverkehr der Zukunft. Wenn die persönlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen an ein Fahrzeug es zulassen, ist es immer eine gute Wahl die aus technischer und fahrerischer Sicht viel Spaß verspricht und hält.
Als Ersatz für Verbrenner brauchen die E-Autos noch ein technisches (Reichweite) und politisches (Infrastruktur) Wunder.

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telos 18.12.2018, 20:50
16. Schlafende Hunde sollten ....

Zitat von robertgsm
Wie lange wird denn das CO² Pferd noch geritten? Die Lösung sind nicht Elektroautos mit Batterien aus selten Erden. Es geht nur mit dem Diesel. Vielleicht auch mal aufs 3. Kind verzichten. Ich hoffe die Bundesregierung zählt nicht irgendwann über meine Smartwatch mein jährliches Atemwolumen... Abluftsteuer wäre da die Lösung.
nicht geweckt werden. Da stehen ungeahnte Steuereinnahmen ins Haus. Eine Steuer - nennen wir sie einmal Luftschnappsteuer - und eine Steuer für das ausgeatmete CO2 (Abluftsteuer). 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Hoffentlich liest das niemand in Brüssel.

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Reg Schuh 18.12.2018, 20:50
17. Warum werden eigentlich immer ab Seite 3 andere als dumm angeprangert?

Abgesehen vom üblichen passiv-aggressiven Anprangern auf Seite 3, an dem ich mich ein klein bißchen jetzt auch beteilige: Dem Appell im letzten Satz des Artikels bringe ich wenig Hoffnung entgegen.Stattdessen befürchte ich, daß in wenigen Jahren, süätestens 2030 der flächendeckende Betrug mit der Abschaltsoftware soweit in Vergessenheit geraten ist - oder zur Normalität geworden - daß der nächste Betrug wieder ganz normal ausgessen werden kann, ohne Konsequenzen für die Betrüger.

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jakker 18.12.2018, 20:50
18. Tja, da hat die Autoindustrie jahrelang gepennt...

und jetzt, wo es ernst wird, wachen sie wirklich auf!??
Mal so nebenbei; hat sich einer, der über die DUH schimpft mal Gedanken gemacht, was es heist, wenn tausende Verbrenner durch die Stadt schleichen, welche Abgase da angesammelt werden? Leute, steigt mal um und geniest den Gestank in der Außenluft!!
Und ja, wir werden die Welt nicht retten aber wir werden Vorreiter sein, wir werden in 10 Jahren die besten E-Autos liefern. Deshalb müssen wir jetzt rann!

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Fruusch 18.12.2018, 20:52
19. Die Lösung

liegt nicht nur in einer Abkehr vom Verbrennungsmotor. Auh wenn man ihn beibehält, könnte man die Grenzwerte einhalten, indem man einfach nicht mehr weiter auf unsinnig PS-starke Pseudo-Geländewagen setzt, sondern kleinere und damit auch sparsamere Autos baut. Da werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klapper erschlagen: Die Abgase werden weniger, Feinstaub und Stickoxid gehen runter, da in kleine Autos keine schweren Diesel verbaut werden müssen, auf Parkplätzen ist endlich wieder Platz, ohne dass irgendein Cayenne zwei Plätze belegt und auf kleinen Straßen käme man auch wieder einfacher aneinander vorbei, ohne dass sich die überbreiten Monster gegenseitig blockieren.

Der Elektromotor ist übrigens höchstens eine Übergangstechnologie. Die dafür benötigten Rohstoffe gibt es gar nicht genug auf der Erde, um diese Technik flächendeckend einzusetzen - und irgendwoher muss ja auch der Strom kommen. Da ist schon ein wenig mehr Grips gefragt, wirklich alternative Antriebe zu entwickeln, die nachhaltig und langfristig einsetzbar sind.

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