Forum: Auto
Studie: 780.000 Verkehrstote seit 1950, 31 Millionen Verletzte
DPA

Ein Historiker hat die Verkehrstoten in Deutschland seit 1950 gezählt. Dem SPIEGEL erklärt er, warum Autofahrer das hohe Unfallrisiko lange in Kauf nahmen - und wann ein Umdenken einsetzte.

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markus.w77 16.12.2017, 08:59
1.

im Strassenverkehr lassen wir uns auf Regeln und beschränkungen durch den Staat ein, weil Fehlverhalten meist sofort sichtbar wird. ( Unfall u.a.)Bei der Umweltdebatte sehen viele die Grenzwerte und Beschränkungen nicht ein weil man die Folgen nicht wirklich direkt sehen kann.
So isser der Mensch.

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Spiegelleserin57 16.12.2017, 09:06
2. wen wundert das?

das gesellschaftliche Bild hat sich gewandelt. Den Führerschein gibt es heute für jeden, denn einer echten Qualifikation bedarf es nicht mehr. Gesetze sind dafür da umgangen zu werden, sieht man vielen Verkehrsdelikten, denn auch Geschwindigkeitsbegrenzungen stellen kein Hindernis mehr da. Viele Leute sind auch mit der ständig wachsenden Technik in ihren Autos überfordert, besonders wenn sie gerade den Führerschein erworben haben. Die Werbung verleitet zum schnellen Fahren. nur nicht jeder hat das Talent eines Herrn Schumachers.
Hinzu kommt der gesellschaftliche Wandel der Persönlichkeiten: Rücksicht ist Fremdwort geworden und Vordrängen gehört zum Alltag. Dass bei solchen Verhaltensweisen mehr und auch schwere Unfälle passieren liegt auf der Hand. Nicht jeder kann der König der Straße sein und kleine Autos haben das Nachsehen da nun SUVs wie Panzer auf der Straße fahren. Letztendlich ist ein Demonstrieren der Macht und nicht des Könnens was auf unseren Straßen stattfindet. Nur einer setzt dem Grenzen: der Winter!

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helmut.alt 16.12.2017, 09:12
3. Vergleichswerte mit anderen Nationen

wären interessant. Dann könnte man rückschließen wie Deutschland international einzuordnen ist. Bin gespannt ob selbst navigierende Autos diese unheilvolle Statistik verbessern werden.

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thoms1957 16.12.2017, 09:21
4. Ein hoher Preis

Nacher ist man immer schlauer. 21.000 Tote pro Jahr und heute immer noch 3000. Das Risiko nehmen klaglos hin. Wenn jedes Jahr in Deutschland 10 Passagierflugzeuge abstürzten oder 30 schwere Bahnunfälle passierten wie 1998 in Eschede, würdenwir dies kaum so gleichmütig hinnehmen. Die Zukunft des Autofahrens liegt zwangsläufig in autonomen Fahrsystemen.

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herkurius 16.12.2017, 09:34
5. Umdenken???

Ich bin im Leben wohl rechnerisch ca. 5...8mal um die Erde gefahren, praktisch unfall- und ziemlich sturzfrei und habe, bis ich mit 65 konsequent das Auto abschaffte (Motorrad natürlich behalten), nie z.B. eines mit Airbag oder ABS gehabt. Habe also meinen Führerschein schon beim Stand von 21.000 Verkehrstoten 1970 bis heute gehabt und genutzt. Da gibt es kein Umdenken. Die Reduzierung der Todeszahlen ist nur auf die technischen Fortschritte, insbesondere Airbag, zurückzuführen. Die Fahrer sind nach wie vor zu blöd, um einen angemessenen Sicherheitsabstand (zwei Sekunden) einzuhalten, rasen bei Nässe oder Schnee genauso wie im Sommer, außer dass sie auf dem Kurvenhöhepunkt Angst kriegen und sich mit einer Vollbremsung an den nächsten Baum katapultieren, und in den sozialen Netzwerken kann man ihre wirkliche Wesensart und ihren I.Q. mühelos ermessen: auf Sicht fahren ist unzumutbar, wenn dann auf nächtlicher Straße eben ein Radfahrer hinter der Ecke plattgefahren werde, sei er durch seine Existenz ja selber schuld, Tempo zurücknehmen, wenn die tiefstehende Sonne genau in die Augen strahlt, ist geradezu lebensgefährlich, weil einem der nächste Idiot ja dann hinten reinfahren müsse, und so weiter. Die Justiz spielt freudig mit. Wenn ein Irrer mit seinem Sportwagen nachts eine Waldstraße mit 170 entlangfahren muss und ein Mädchen auf einem Roller totfährt, ihrer Sozia das Rückgrat bricht, gibt das eine Bewährungsstrafe. Die Kratzer an der Stoßstange tun dem Autofahrer mehr weh. Da ist es kaum ein Trost, daß die Dööfsten mit der Zeitungsmeldung "Der Tote wurde aus dem Auto geschleudert und war vermutlich nicht angeschnallt" sich wenigstens fair aus dem Genpool verabschiedet haben. Alle "Verbesserungen" an Autos seit dem Trabbi haben nur dazu geführt, daß die Klientel dann eben schneller fährt, bis wieder das alte subjektive Gefährdungspotential erreicht ist. Und das letzte, was unsere Politik sich herausnehmen würde, wäre natürlich, einen Gewerbebetrieb, dessen Brummifahrer wie eine 40-Tonnen-Bombe in einen Stau eingeschlagen ist, zu schließen, wie es das Gewerbereht durchaus wegen Unzuverlässigkeit ermöglicht.

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wopress1104 16.12.2017, 09:36
6. Vergleiche

wären in der Tat interessant. Das Problem ist nur, wie wird gezählt. Manche zählen nur die welche sofort Tod sind andere die in einem gewissen Zeitraum nach dem Unfall sterben. Daher würden solche Vergleiche wenig aussagen.

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inmado 16.12.2017, 09:37
7. Hohes Risiko im Straßenverkehr?!

Unsinn! Jährlich sterben mehr Menschen bei Unfällen im Haushalt als im Straßenverkehr. Selbst die Zahl der Toten durch Selbstmord ist höher als die Zahl der Verkehrstoten.

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nic 16.12.2017, 09:38
8.

Zitat von thoms1957
Nacher ist man immer schlauer. 21.000 Tote pro Jahr und heute immer noch 3000. Das Risiko nehmen klaglos hin. Wenn jedes Jahr in Deutschland 10 Passagierflugzeuge abstürzten oder 30 schwere Bahnunfälle passierten wie 1998 in Eschede, würdenwir dies kaum so gleichmütig hinnehmen. Die Zukunft des Autofahrens liegt zwangsläufig in autonomen Fahrsystemen.
Wer sagt, dass es beim autonomen Fahren weniger Unfälle gibt?

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Flari 16.12.2017, 09:40
9.

Zitat von Spiegelleserin57
das gesellschaftliche Bild hat sich gewandelt. Den Führerschein gibt es heute für jeden, denn einer echten Qualifikation bedarf es nicht mehr. Gesetze sind dafür da umgangen zu werden, sieht man vielen Verkehrsdelikten, denn auch Geschwindigkeitsbegrenzungen stellen kein Hindernis mehr da. Viele Leute sind auch mit der ständig wachsenden Technik in ihren Autos überfordert, besonders wenn sie gerade den Führerschein erworben haben. Die Werbung verleitet zum schnellen Fahren. nur nicht jeder hat das Talent eines Herrn Schumachers. Hinzu kommt der gesellschaftliche Wandel der Persönlichkeiten: Rücksicht ist Fremdwort geworden und Vordrängen gehört zum Alltag. Dass bei solchen Verhaltensweisen mehr und auch schwere Unfälle passieren liegt auf der Hand. Nicht jeder kann der König der Straße sein und kleine Autos haben das Nachsehen da nun SUVs wie Panzer auf der Straße fahren. Letztendlich ist ein Demonstrieren der Macht und nicht des Könnens was auf unseren Straßen stattfindet. Nur einer setzt dem Grenzen: der Winter!
Sie haben den Artikel offensichtlich nicht verstanden.
Anfang der 70er hatten wir in DE rund ein Drittel der heutigen Fahrleistung auf der Strasse, aber die 6- bis 7-fache Anzahl an Todesopfern.
Pro gefahrene Kilometer hat sich die Anzahl der Todesopfer UM rund neunzehn zwanzigstel auf EIN zwanzigstel reduziert!

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