Forum: Auto
Studie: 780.000 Verkehrstote seit 1950, 31 Millionen Verletzte
DPA

Ein Historiker hat die Verkehrstoten in Deutschland seit 1950 gezählt. Dem SPIEGEL erklärt er, warum Autofahrer das hohe Unfallrisiko lange in Kauf nahmen - und wann ein Umdenken einsetzte.

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Visitor 16.12.2017, 12:05
60.

Zitat von s.p.igel
...sondern Fußgänger und Radfahrer, die der Gefährdung durch den Autoverkehr ungeschützt ausgesetzt sind. Ein Hauptgrund fürs Autofahren ist es daher, selbst im geschützt im "Panzer" (möglichst ein schwerer SUV) zu sitzen nach der Devise: Lieber selbst die Umwelt verschmutzen und andre töten, statt sich umweltverträglich fortzubewegen und dafür selbst getötet zu werden.
Sorry, wenn ich jedoch mehrfach in den letzen Monaten und Jahren gesehen habe wie Fußgänger 30 Meter vor der Ampel die Fahrbahn überqueren(sogar mit Kinderwagen), da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Was geht in solchen Gehirnen vor? Geht überhaupt was vor? Da wird eine Ampel für zig Tausende hingestellt und unterhalten und was passiert?...ignoriert. Es wird weiter munter telefoniert/ gesimst was das Zeug hält. Ich, für mich, sehe nur zu das ich den Abstand größtmöglichst halte

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arionso 16.12.2017, 12:05
61.

Zitat von el__cid
Bevor aber die Auto- und die petro-chemische Industrie auf ihre Umsätze verzichten müssen, nimmt man die Toten und Verletzten gerne in Kauf!
Ist doch im Haushalt genauso.
10000 Menschen sterben jedes Jahr im Haushalt bei Unfällen. Trotzdem sind Leitern noch nicht verboten (Leiterindustrie-Lobby) und Treppen dürfen noch ohne Helm und ohne Sicherheitsausrüstung wie etwas Anseilen benutzt werden (Treppenbauer-Lobby).
Die T0ten und Verletzten werden einfach so gerne in Kauf genommen!

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schwarzeliste 16.12.2017, 12:06
62. Internationale

Die höchste Zahl an Verkehrstoten in Europa hat übrigens Russland, sowohl was absolute als auch relative Zahlen anbetrifft. Schlechte Straßen, schlecht e Autos, Wodka

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s.p.igel 16.12.2017, 12:06
63. Motorradfahrer sterben an der ...

Zitat von Direwolf
Die gefährdeste Gruppe sind eindeutig die Motorradfahrer - im Krankenhausjargon auch "frische Nierchen" genannt
von ihnen selbst (mit-)verursachten Gefahr . Fußgänger sterben an einer von anderen verursachten Gefahr. Sie sterben dafür, dass andere es bequem haben, Zeit sparen, die Sau rauslassen.... Es sterben übrigen etwa so viele Menschen an Verkehrslärm wie an Verkehrsunfällen und daran sind Motorradfahrer nicht gerade unbeteiligt.

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herkurius 16.12.2017, 12:07
64.

Zitat von g5z2z542gv
Die Massen sind mobil und sollten es auch weiterhin bleiben. Warum auch nicht? Wer will das verhindern und was ist die Motivation dahinter?
Och, früher hat man die Arbeitersiedlungen in der Nähe ihrer Eisenhütten, Bergwerke usw. gebaut. Das heutige "Wanderarbeiter-Wesen" (womit ich durchaus und vor allem auch Pendler-Angestellte usw. meine), "hire and fire" (wodurch die ARGE - logischerweise - verlangen muss, dass auch weit entfernte Arbeitsplätze angenommen werden) usw. ist gesellschaftlich gewollt. Weil man die Toten bewusst in Kauf nimmt? Nee, aber weil man die Zusammenhänge nicht durchschaut oder sie eben so, wie sie sind, Trabantenstädte, Pendler usw., für am besten hält.

Wenn ich als Vertreter der "Massen" mobil bleiben WILL, also z.B. Auslandsurlaub machen möchte, dann würden die individuellen (=Autokosten) und gesellschaftlichen (=Straßenwesen) Aufwendungen ausreichen, um mich und meine Familie 2x das Jahr in Sänften über die Alpen tragen zu lassen. Aber den Tag mit der wohl durchschnittlichen Dreiviertelstunde Stress im städtischen Straßenverkehr zu beginnen? Möchte wissen, wie die Massen sind, die in DIESER Weise mobil sein WOLLEN.

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burlei 16.12.2017, 12:14
65. Es ist ja schon richtig, ...

... was die Masse hier schreibt. In anderen Bereichen gibt es mehr Tote. Haushalt, Suizid usw. 3.000 Tote im Straßenverkehr sind eben die unvermeidlichen Kollateralschäden, die die Gesellschaft für rücksichtsloses und brutales Gehabe der Egomanen im Straßenverkehr erdulden muss. Ich hoffe nur, dass alle, die dieser Ansicht sind das bitte auch den Hinterbliebenen der Verkehrs"opfer" erklären können.

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Stäffelesrutscher 16.12.2017, 12:17
66.

Zitat von g5z2z542gv
Die Vorteile überwiegen nach wie vor und auch weiterhin. Was ist den die Alternative? Mit dem Fahrrad durch die Innenstadt oder 50 Kilometer zum Arbeitsplatz jeden Tag ? Pferdekutsche ? Passieren damit keine Unfälle ? Die Massen sind mobil und sollten es auch weiterhin bleiben. Warum auch nicht? Wer will das verhindern und was ist die Motivation dahinter? Freie Fahrt nur für Reiche ? Ich werde nicht "Umdenken", niemals !
Ich habe noch eine Alternative: alle fünf Minuten ein Bus oder eine Tram. Dann brauchen viele, die jetzt Auto fahren, weil sie nicht 40 Minuten auf die nächste Bahn warten wollen, dies nicht mehr zu tun.

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arionso 16.12.2017, 12:22
67.

Zitat von s.p.igel
Nicht die Autofahrer selbst sind Hauptgefährdete sondern Fußgänger und Radfahrer, die der Gefährdung durch den Autoverkehr ungeschützt ausgesetzt sind.
Meistens sind die Fahradfahrer aber selbst schuld, das sagt selbst die Fahradfahrerlobby ADFC:

"ADFC Berlin: Radfahrer verursachen etwas über die Hälfte der Radunfälle (2 von 4 der Radunfälle). Einbezogen sind hier Radfahrer als Haupt- und Mitverursacher, sowie die Eigenunfälle und Alleinunfälle von Radfahrern. Das Fehlverhalten von Radfahrern mit dem höchsten Anteil an den Radunfällen ist die „Benutzung der falschen Fahrbahn“. Dadurch verursachten Radfahrer 850 Unfälle im Jahr 2016. Dieses Fehlverhalten ist seit einigen Jahren rückläufig.
Zum Vergleich: Radfahrer verursachten 229 Unfälle im Jahr 2015, weil sie die rote Ampel missachteten".

Es sollte dringend ein Fahrradführerschein für Fahrradfahrer eingeführt werden.

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jasper366 16.12.2017, 12:39
68.

Zitat von herkurius
Die Justiz spielt freudig mit. Wenn ein Irrer mit seinem Sportwagen nachts eine Waldstraße mit 170 entlangfahren muss und ein Mädchen auf einem Roller totfährt, ihrer Sozia das Rückgrat bricht, gibt das eine Bewährungsstrafe.
Es war keine Wald- sondern eine Landstraße, zudem kurz vor dem Ortseingang.

Für diejenigen die nicht (mehr) wissen um welchen Unfall es geht:

https://corvettisti.wordpress.com/2011/06/17/corvette-in-den-falschen-handen-teil-2/

Der Gipfel war ja, als der Herr B. die ganzen Kosten Steuerlich geltend machen wollte da er 'auf einer Geschäftsreise gewesen sei'.

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Dino822 16.12.2017, 13:04
69.

Zitat von g5z2z542gv
Die Vorteile überwiegen nach wie vor und auch weiterhin. Was ist den die Alternative? Mit dem Fahrrad durch die Innenstadt oder 50 Kilometer zum Arbeitsplatz jeden Tag ? Pferdekutsche ? Passieren damit keine Unfälle ? Die Massen sind mobil und sollten es auch weiterhin bleiben. Warum auch nicht? Wer will das verhindern und was ist die Motivation dahinter? Freie Fahrt nur für Reiche ? Ich werde nicht "Umdenken", niemals !
Nein, das ist kein Kollateralschaden, sondern die Folge eines Systems, dass Regelmissachtungen toleriert.
Denn die allermeisten Unfälle dürften doch wohl darauf zurückzuführen sein, dass einige Verkehrsregeln eher als unverbindliche Empfehlung betrachtet werden.
Was meinen Sie wohl, wie viele Verkehrstote es noch geben würde, wenn sich wirklich alle an die Verkehrsregel halten würden?

Aber ich gehe davon aus, dass das für Sie auch schon ein nicht zu akzeptierendes Umdenken wäre...

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