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Studie der WHO: Verkehrsunfälle häufigste Todesursache junger Menschen
DPA

Rund 1,3 Millionen Menschen weltweit sterben jedes Jahr im Straßenverkehr - mehr als an den Folgen von HIV. Zu diesem Ergebnis kommt ein alarmierender Bericht der Weltgesundheitsorganisation.

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HH1960 08.12.2018, 08:36
1. Auch in Europa ist das zu viel!

Allein in Deutschland über 3.000 Tote p.a. - das ist nicht akzeptabel. Da helfen auch keine Relativierungen wie " die Fahrleistung ist gestiegen", "bei 50 Millionen Kfz" etc.pp. Die Hauptursachen sind zu hohe Geschwindigkeit, Alkoholkonsum und eine schlechte Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Alle drei Probleme lassen sich relativ preiswert und mit politischem Willen schnell mildern. Höchstgeschwindigkeiten in den Städten auf 30km/h als Regelgeschwindigkeit mit nur wenigen Ausnahmen, auf Landstraßen 80, auf Autobahnen 120, Alkoholmissbrauch und Geschwindigkeitsüberschreitungen viel härter bestrafen ( so wie in Skandinavien oder Österreich) und eine bessere Infrastruktur für die schwächsten Verkehrsteilnehmer.

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dasfred 08.12.2018, 08:42
2. Bei uns heißt das allgemeines Lebensrisiko

Fast jeder hat in seinem Verwandten oder Bekanntenkreis, in dem ein junger Mensch durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt oder getötet wurde. Sowas wird heutzutage nicht mehr als vermeidbares Risiko sondern als Schicksal hingenommen. Egal, ob null Promille Grenze, Geschwindigkeitsbegrenzungen, sichere Fuß und Radwege oder regelmäßige Fahrtauglichskeitsprüfung im Alter, alles was den Tod im Straßenverkehr verhindern kann findet seine Gegner, sobald die persönliche Freiheit eingegrenzt wird. Da nimmt man die Toten eben in Kauf.

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jujo 08.12.2018, 08:47
3. ....

In den ärmeren Ländern. fließt der Verkehr in der Regel ohne Regeln. Da ist sich jeder selbst der nächste.
in den reichen Ländern wie Deutschland oder Schweden muß man viele Radfahrer vor dem Selbstmord bewahren, weil viel zu viele meinen keine Regeln beachten zu müssen. Was mich angeht, als Autofahrer, nehme ich mich extrem zurück, wenn es um Radler geht. Da nehme ich schon mal eine Anmache von anderen Autofahrern Inkauf um einen Unfall zu vermeiden, wenn mir nicht klar ist was der Radler vorhat.
Für mich ist es jedenfalls kein Problem mich kurz zurückzuhalten und einen Unfall mit schlimmen Folgen zu vermeiden.

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schwarzeliste 08.12.2018, 09:31
4. Altersgruppe

Die Todesfälle dieser Altersgruppe in Deutschland sind oft selbst verschuldet. Man kann praktisch jeden Tag irgendwo in einer Zeitung lesen, dass ein junger Mann nachts mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Baum gefahren ist. Die Risikogruppe der Motorradfahrer besteht auch zu einem erheblichen Teil aus jungen Männern

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larsi79 08.12.2018, 09:52
5. @#1

Ihr Argument läuft leider ins Leere. Österreich 412 Tote bei 8,8 Mio Einwohnern. Deutschland 3200 Tote bei 82 Mio Einwohnern. Da hat Österreich sogar die schlechtere Quote. Schauen wir nach Frankreich mit annähernd vergleichbarer Einwohnerzahl und auch nicht gerade milden Strafen. 3500 Tote bei 67 Mio Einwohnern. Von daher ist Ihre Behauptung alles wäre so einfach zu lösen mit Tempolimits und höheren Strafen, nicht ganz haltbar. BTW: In beiden genannten Ländern herrschen Tempolimits auf Autobahnen und in Frankreich geringere Limits auf Landstraßen als bei uns. Aber Hauptsache mal einen rausgehauen.

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geri&freki 08.12.2018, 10:25
6. Verlogene Doppelmoral

1,3 Millionen Verkehrstote alljährlich?? Mehr als ratloses Schulterzucken ringt das den Meisten doch gar nicht mehr ab. Zumal ja fast jeder von uns und fast jederzeit sowohl zum potenziellen Täter als auch zum potenziellen Opfer werden kann. Um die moralische Empörung hierüber jedoch in geordnete Bahnen zu lenken, schafft sich unsere Gesellschaft eben ihre emotionalen Spielwiesen und Ausweichbiotope mit geeigneten Sündenböcken, Gefahrenattrappen und Bedrohungsszenarien, an denen sich die Diskussion dann ersatzweise abtoben darf. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist etwa die gleichermaßen hysterische wie unverhältnismäßige Debatte um ein paar Wölfe hier bei uns.

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benmartin70 08.12.2018, 10:54
7.

Zitat von jujo
In den ärmeren Ländern. fließt der Verkehr in der Regel ohne Regeln. Da ist sich jeder selbst der nächste. in den reichen Ländern wie Deutschland oder Schweden muß man viele Radfahrer vor dem Selbstmord bewahren, weil viel zu viele meinen keine Regeln beachten zu müssen. Was mich angeht, als Autofahrer, nehme ich mich extrem zurück, wenn es um Radler geht. Da nehme ich schon mal eine Anmache von anderen Autofahrern Inkauf um einen Unfall zu vermeiden, wenn mir nicht klar ist was der Radler vorhat. Für mich ist es jedenfalls kein Problem mich kurz zurückzuhalten und einen Unfall mit schlimmen Folgen zu vermeiden.
Natürlich sind es wieder angeblich die ach so schlimmer Radler. Ich sehe und erlebe nur regelmässig wie diese von Autofahrern in Bedrängnis gebracht werden die die Verkehrsregeln nicht kennen bzw missachten.

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benmartin70 08.12.2018, 10:56
8.

Zitat von larsi79
Von daher ist Ihre Behauptung alles wäre so einfach zu lösen mit Tempolimits und höheren Strafen, nicht ganz haltbar. BTW: In beiden genannten Ländern herrschen Tempolimits auf Autobahnen und in Frankreich geringere Limits auf Landstraßen als bei uns. Aber Hauptsache mal einen rausgehauen.
Vom Whataboutism abgesehen: was würden die Massnahmen denn ausmachen? weniger Spritverbrauch (zumindest auf der BAB) erheblich weniger Lärm. Entspannung der Verkehrssituation - also nur zu- bin dafür.

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gammoncrack 08.12.2018, 11:45
9. Ich habe mich mit diesem Thema fast 30 Jahre intensiv

beschäftigen müssen.

Und in diesen 30 Jahren ist die Zahl der Unfalltoten massiv gesunken. 1980 waren es noch 13.000 Tote jährlich. 1990, aufgrund der Wiedervereinigung, kam es natürlich wieder zu einem Anstieg aufgrund der höheren Anzahl am Verkehr teilnehmender Fahrzeuge.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine weitere massive Reduzierung dann möglich wird, wenn die Handynutzung hinterm Steuer ein sofortiges Fahrverbot nachsichzieht. Gerade die sowieso schon kritische Klientel der Fahranfänger nutzt besonders häufig ein Handy am Steuer, nicht unbedingt zum Telefonieren, aber zum Twittern und Whatsappsen.

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