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Studie der WHO: Verkehrsunfälle häufigste Todesursache junger Menschen
DPA

Rund 1,3 Millionen Menschen weltweit sterben jedes Jahr im Straßenverkehr - mehr als an den Folgen von HIV. Zu diesem Ergebnis kommt ein alarmierender Bericht der Weltgesundheitsorganisation.

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Newspeak 08.12.2018, 16:28
20. ....

Alle Regeln nutzen nichts, wenn sie nicht eingehalten werden. Und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Höhe der Strafe niemanden abschreckt. Wären alle vernünftig, dann könnte man überall ohne Probleme mit 200 fahren. Aber man wird die 20% der Problemmacher auch durch Tempolimits und härtere Strafen nicht zur Vernunft bringen.

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docker 08.12.2018, 17:08
21. Hauptsache Hacken im Gehege

Zitat von mankind
Zustimmung! Erst letzte Woche tötete ein 67-jähriger Autofahrer hier in der Landeshauptstadt beim Einparken ein 1-jähriges Kind. Man stelle sich vor ein Wolf hätte...Die Empörung, der Hass- ALLE würden zum Abschuss freigegeben. Nur für Autofahrer bleibt fast alles ohne ernsthafte Konsequenzen. Zumindest sollte jeder, der einen Unfall verursacht hat oder auch schon mehrmals bei kleineren Verstößen ertappt wird, auf seine Fahrtauglichkeit gründlichst untersucht werden. Und selbst bei leisestem Zweifel- Fahrerlaubnis weg. und komme mir keiner mit MPU- die greift nur bei gröbsten Verstößen. Ein Auto kann halt manchmal eine Tötungsmaschine sein.
Wie kommt es, dass sie (und andere) ihre einseitige Wut auf Senioren so gar nicht in den Griff bekommen ? Eigenartiges Verhalten.
Vor ein paar Tagen hat hier ein 19-jähriger Fahranfänger eine Radfahrerin beim Abbiegen vom Rad gefahren. Die Frau ist tot.
Jetzt kommen sie mal von ihrem Seniorenbashing herunter und ziehen selbst den Schluß.

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l/d 08.12.2018, 18:38
22. Sinnvoll sind solche Zahlen doch nur

in Bezug auf zurückgelegte Kilometer unter einfachen, schwierigen und sehr schwierigen Bedingungen. Wobei ich nicht Regen oder Eis meine, sondern Alter (Kind bis Greis und Risikobereitschaft sowie passive Sicherheit).

Würde man auf diese Weise eine Rechnung aufmachen, dann bin ich sicher, dass ein Wandergeselle ganz ohne Verkehr früher mindestens genauso gefährlich lebte.

Einfach nur Unfalltote ohne Bezug zu nennen ist etwa so wie Tote Mensch in 100 Jahren ohne Bezug zu nennen. Und die Forderung, es möge nur noch wenige Tote geben, sollte man an den lieben Gott oder den Zufall und nicht an eine Verwaltung richten.

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Flari 08.12.2018, 18:49
23.

Zitat von Newspeak
Alle Regeln nutzen nichts, wenn sie nicht eingehalten werden. Und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Höhe der Strafe niemanden abschreckt. Wären alle vernünftig, dann könnte man überall ohne Probleme mit 200 fahren. Aber man wird die 20% der Problemmacher auch durch Tempolimits und härtere Strafen nicht zur Vernunft bringen.
Sie sollten schon etwas mehr differenzieren.
MICH haben (drohende) Strafen in Form von Geld und Punkten schon in DE mächtig eingebremst, als es mich nach fast drei Jahrzehnten und Fahren "nach Gefühl" plötzlich in schneller Reihenfolge dreimal nacheinander erwischt hat.
Da konnte ich plötzlich ganz schön brav sein, ok, inszwischen hat sich das wieder etwas(!) gelockert und geht wieder Richtung, was ich mir meine leisten zu können, FALLS ich erwischt werde.

Und SO scheinen viele Fahrer (also die Masse) zu denken, egal ob ich mich und andere Fahrer in DE beobachte, oder in unseren Nachbarländern, wo es schnell bedeutend teurer wird/ist.
Eine (bewusste) Überschreitung des Tempolimits ausserorts um 40km/h nach Tacho kann ich mir in DE aktuell "leisten", wenn ICH meine, dass bzgl. Strecke, Verkehr, usw. verantworten zu können.
In AT, CH, FR, usw. käme ich NICHT auf die Idee.
Und da viele andere wohl ähnlich denken, läuft dort der Verkehr i.d.R. zumindest ausserorts gemässigter ab.

In DE existieren zu viele/hohe Geschwindigkeitsklassen je nach Fahrzeug.
60km/h für schwere LKW, 80 für viele andere und 100km/h für PKW/Motorrad auf Land- und Bundesstrassen halte ich für einen Unsinn, der Unfälle provoziert.

Echte Verkehrsrowdies lassen sich natürlich durch so gut wie nichts bremsen, solange nicht die Freiheitsstrafe zum Zuge kommt, aber wie hoch sind die Opferzahlen, die von denen verursacht werden?

Unfall-/Opferzahlen wurden in DE einerseits durch bessere Technik, aber auch(!) durch strengere Regeln und Strafen zurück gedrängt.
Ihre Grundaussage ist falsch.

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7eggert 08.12.2018, 20:06
24.

Zitat von Flari
Was ist den jeweiligen Situation vorausgegangen, wo Sie jeweils "fast" unter einen (ich nehme mal an nach rechts) abbiegenden LKW gekommen sind? Kennen Sie StVO § 5 Absatz 8 und den übrigen Inhalt und handelten Sie danach? Den WARTENDEN (also STEHENDEN) LKW, etc. dürfen Sie rechts überholen/vorbeifahren. Ist der LKW einmal losgefahren oder überhaupt in Fahrt, dürfen Sie das NICHT mehr! (...)
Ganz ohne den Vorposter zu kennen kann ich Ihnen sagen: Nein, das ist nicht der Grund, sondern das sind unverschämt dämliche Unterstellungen. Die PKW und LKW überholen auf ihrer Fahrspur und biegen dann ab, oder sie schießen in einem Zug aus der Auffahrt und halten erst an der Fahrbahn.

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7eggert 08.12.2018, 20:10
25.

Zitat von docker
Am laufenden Band wird eine "Fahrtauglichkeitsprüfung" für ältere FS -Inhaber gefordert. Der Spon Artikel macht dankenswerterweise klar, dass es eben nicht die Alten sind, die haufenweise an den Baum oder in den Gegenverkehr rasen. Wer also treibt diese Propaganda voran ? In manchen Medien, wie z.B. der Hamburger Morgenpost liest man überproportional häufig mit Altersangabe von Unfällen soweit die Fahrer eben "alt" sind oder waren. Bei "jungen" Fahrern scheint das Alter weniger Rolle zu spielen. Die Frage stellt sich : Wer würde an "Fahrtauglichkeitsprüfungen" Geld verdienen ? Die einzig sinnvolle Gegenmaßnahme : Tempo 30,80,120 analog dem Rest Europas schießt man für populistische Propaganda dummerweise in den Wind.
Meine eine Oma hielt sich noch für fahrtauglich, obwohl sie mit 60 km/h fast direkt vor ein anderes Auto aufgefahren wäre, am Anfang der Beschleunigungsspur. Sie blieb auch mitten auf der Fahrbahn stehen und erklärte mir, daß sie nun einen Parkplatz suchen muß.

Meine andere Oma wurde von einem Polizisten daran gehindert, auf einen Radweg einzubiegen. Die hat das dann eingesehen.

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7eggert 08.12.2018, 20:15
26.

Zitat von Flari
Sie sollten schon etwas mehr differenzieren. MICH haben (drohende) Strafen in Form von Geld und Punkten schon in DE mächtig eingebremst, als es mich nach fast drei Jahrzehnten und Fahren "nach Gefühl" plötzlich in schneller Reihenfolge dreimal nacheinander erwischt hat. Da konnte ich plötzlich ganz schön brav sein, ok, inszwischen hat sich das wieder etwas(!) gelockert und geht wieder Richtung, was ich mir meine leisten zu können, FALLS ich erwischt werde. Und SO scheinen viele Fahrer (also die Masse) zu denken, egal ob ich mich und andere Fahrer in DE beobachte, oder in unseren Nachbarländern, wo es schnell bedeutend teurer wird/ist. Eine (bewusste) Überschreitung des Tempolimits ausserorts um 40km/h nach Tacho kann ich mir in DE aktuell "leisten", wenn ICH meine, dass bzgl. Strecke, Verkehr, usw. verantworten zu können. In AT, CH, FR, usw. käme ich NICHT auf die Idee. Und da viele andere wohl ähnlich denken, läuft dort der Verkehr i.d.R. zumindest ausserorts gemässigter ab. In DE existieren zu viele/hohe Geschwindigkeitsklassen je nach Fahrzeug. 60km/h für schwere LKW, 80 für viele andere und 100km/h für PKW/Motorrad auf Land- und Bundesstrassen halte ich für einen Unsinn, der Unfälle provoziert. Echte Verkehrsrowdies lassen sich natürlich durch so gut wie nichts bremsen, solange nicht die Freiheitsstrafe zum Zuge kommt, aber wie hoch sind die Opferzahlen, die von denen verursacht werden? Unfall-/Opferzahlen wurden in DE einerseits durch bessere Technik, aber auch(!) durch strengere Regeln und Strafen zurück gedrängt. Ihre Grundaussage ist falsch.
Wem das zu gefährlich ist, darf freiwillig 60 km/h fahren, auf der AB 80. Doch es geht mehr darum, die eigene Wunschgeschwindigkeit denn Anderen vorzuschreiben, wer langsamer ist, ist eine lahme Schnecke, wer schneller ist, ein böser Raser.

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fettdeckel 08.12.2018, 21:03
27.

Zitat von HH1960
Allein in Deutschland über 3.000 Tote p.a. - das ist nicht akzeptabel. Da helfen auch keine Relativierungen wie " die Fahrleistung ist gestiegen", "bei 50 Millionen Kfz" etc.pp. Die Hauptursachen sind zu hohe Geschwindigkeit, Alkoholkonsum und eine schlechte Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Alle drei Probleme lassen sich relativ preiswert und mit politischem Willen schnell mildern. Höchstgeschwindigkeiten in den Städten auf 30km/h als Regelgeschwindigkeit mit nur wenigen Ausnahmen, auf Landstraßen 80, auf Autobahnen 120, Alkoholmissbrauch und Geschwindigkeitsüberschreitungen viel härter bestrafen ( so wie in Skandinavien oder Österreich) und eine bessere Infrastruktur für die schwächsten Verkehrsteilnehmer.
Keine Ahnung, wo Sie Ihre Zahlen hernehmen. Oder haben Sie das überhaupt recherchiert oder einfach nur erfunden?
Jedenfalls: wenn man beim Statischen Bundesamt nachliest, kann man sehen, dass das, was Sie schreiben frei erfunden ist:

Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit: 10%
Unfallursache Alkoholeinfluss: 4%
Unfallursache falsches Verhalten gegenüber Fußgängern: 4%

Die von Ihnen genannten Ursachen machen zusammen gerade einmal 18% der Unfallursachen aus.

Dazu sieht man z.B. anhand von Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzungen wie Frankreich oder Italien, wo es mehr Unfalltote gibt, dass das nichts bringt (eher im Gegenteil).

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fettdeckel 08.12.2018, 21:07
28.

Zitat von larsi79
"Die meisten Verkehrstoten passieren durch Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit. "
Falsch. Nur 10% der Unfälle werden durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht.

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Flari 08.12.2018, 22:14
29.

Zitat von 7eggert
Ganz ohne den Vorposter zu kennen kann ich Ihnen sagen: Nein, das ist nicht der Grund, sondern das sind unverschämt dämliche Unterstellungen. Die PKW und LKW überholen auf ihrer Fahrspur und biegen dann ab, oder sie schießen in einem Zug aus der Auffahrt und halten erst an der Fahrbahn.
Ich bin immer noch versucht, das oder die Wunder/Rätsel aufzuklären.
Das Gros der Forenradler fährt unter StVO-Beachtung schneller durch die Stadt als jeder PKW, nur vor Kreuzungen werden sie von rechtsabbiegenden LKW überholt und fast/ganz plattgefahren.
An sich müssten da täglich hunderte Meldungen kommen, dass da LKW beim Abbiegen umgefallen sind.
Und es müssten abertausende Fussgänger beim Abbiegen überfahren werden..

Ähnlich bei den Ausfahrten, wo die PKW und LKW herausschiessen und erst vor der Strasse zum Stehen kommen.

Man sollte das Phänomen mal ergründen.

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