Forum: Auto
Studie: Mehrheit der Autohersteller scheitert an CO2-Grenzwerten
DPA

Ab 2021 dürfen Neuwagen in der EU nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Viele Hersteller werden das Ziel laut einer Studie verfehlen. Auch den deutschen Konzernen drohen damit harte Geldstrafen.

Seite 13 von 17
Meerkönig 07.12.2018, 21:09
120.

Zitat von udo88
Man kann sich heute hier und jetzt Autos kaufen die mit Motorleistungen von 100-140 PS 4,5 bis 5,5 Liter Benzin verbrauchen. Nennt sich Hybrid und kommt von Toyota. Hybridmodellen von Toyota oder Hyundai kann kein deutscher Hersteller etwas entgegensetzen. Eine Schande ist das.
Doch, VW! Die haben den Golf GTE, der fährt auf dem Papier 222 km/h. Hat irgendwo einen Elektromotor zusätzlich zu dem Sprit- schluckenden DKG und nennt das "Hybrid plug in". Im Vergleich zum "PHV -Vollhybrid - plug in" von Toyota :
GTE Verbrauch auf der AMS - Verbrauchsrunde 100 km.: 3,5 l +15,3 kwh, gesamt = 50,3 kWh CO2 = 167 g/km
in den Papieren: 1,8 l +11,4 kWh = 29,4 kWh, CO2 = 40 g/km (real 417 % !!!! darüber)
Toyota -PHV -Verbrauch: AMS - Verbrauchsrunde = 1,3 l + 9,7 kWh =
gesamt = 22,7 kWh. CO2 = 80 g/km
in den Papieren : 1 l + 7,2 kWh gesamt 17,2 KWh (real 30% darüber) CO2 = 22 g/km (real 63% darüber)
Die Politik redet und schreibt täglich CO2 reduzieren! CO2 reduzieren!
Die Deutsche Automobilindustrie, in diesem Fall VW, tanzt der Politik auf der Nase herum und zeigt der Merkel den Stinkefinger in Form von 2 Stck überdimensionale Auspuff - Schornstein - Rohren.
So wird das nichts mit der CO2-Reduzierung in Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solid_matter 07.12.2018, 21:15
121.

Zitat von vox veritas
Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, daß diese CO2 Ziele technisch gar nicht realisierbar sind?
Doch, das wäre möglich. Ein FSI-Benziner mit 700 kg Gewicht, cW 2,7*Querspantfläche 1,5 m², einer rekuperierenden LiMa (ca. 3% Rekup.) und StartStop-System sollte den WLTP mit 4 Litern Super (analog 95 g CO2/km) schaffen, sagt mein Simulator.

Also in der Praxis ein windschnittiger "Minicooper" mit halbwegs "moderner" Technik und Leichtbau ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solid_matter 07.12.2018, 21:22
122.

Zitat von vox veritas
Das höhere Gewicht hängt oft mit der Fahrgastzelle zusammen, die für zusätzliche Sicherheit konstruiert wird sowie mit den allgemeinen Sicherheitssystemen.
Nein, das verteilt sich anders. Die Gewichtszunahme in den letzten 50 Jahren ist zu rund 70% "Komfort"-Funktionen geschuldet, zu etwa 20% der "Sicherheit" und zu 10% der Abgas-Entgiftung.

Die Quelle bezieht sich zwar auf den US-Markt, sollte aber etwa vegleichbare Dimensionen zu D liefern:

https://i.postimg.cc/fbRb2CMD/Determinants-of-U-S-passenger-car-weight-gewichtszunahme-nach.gif

Beitrag melden Antworten / Zitieren
couprevers 07.12.2018, 21:45
123. Klima

Das Forum hinterläßt bei mir einen sehr beunruhigenden Eindruck. Die Endzeitreligion vom KLIMA scheint in Deutschland zu einer Massenhysterie zu führen. Ich möchte Ihnen versichern: Auch in 50 Jahren werden auf der ganzen Welt jede Menge Verbrenner herumfahren. Viel mehr als heute. Die baut dann halt jemand anderer, wenn die Deutschen sich zu einem wirtschaftlichen Selbstmord aus Übermoral entschließen. Der Rest der Welt zuckt jetzt und auch dann mit den Schultern. Man kann immerhin erkennen was mediale Konditionierung zu leisten vermag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kunibertus 07.12.2018, 22:00
124. In einer Antwort der Bundesregierung

Zitat von ayee
Wäre leicht möglich. Allerdings nur, wenn ein Großteil der Fahrzeugflotte nicht deutlich zu groß, deutlich zu stark und deutlich zu schwer wäre. Dass ich mit haufenweise SUVs Probleme habe, die Grenzwerte zu halten, ist kein Wunder. Am Ende kann man den Herstellern aber nur halb einen Vorwurf machen. Irgendjemand entscheidet sich ja nunmal bewusst für den Kauf und der ist auch für die Emissionen verantwortlich.
auf eine diesbezügliche Anfrage des Parlaments ist ausgeführt worden, dass 23,9% aller 1917 neu zugelassenen Autos SUV oder Geländewagen gewesen sind. Den höchsten Anteil der großen Städte hat Köln mit 27% von Düsseldorf mit 24,7 und Berlin mit 24,6%. Wahrscheinlich ist in diesen Städten der Straßenzustand so schlecht, dass man unbedingt einen Geländewagen benötigt um von A nach B zu kommen. Und noch eine Bemerkung zu der in einem Beitrag angesprochenen Bauart gemäßen Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Solch eine Festlegung würde das Geschäftsmodell der deutschen Autohersteller, das auf der Herstellung von hoch motorisierten Fahrzeugen für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist, aber empfindlich treffen. Warum soll ich mir denn dann ein Auto kaufen mit dem ich 250 km/h fahren könnte, wenn ich auf der Autobahn sowieso nur 130 km/h fahren darf. Deswegen wird es trotz vielfältiger Forderungen in Deutschland auch keine Höchstgeschwindigkeiten für PKW geben - weder aus Umweltschutzgründen noch aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
udo88 07.12.2018, 22:28
125. Über solche Kommentare können die 10 Millionen

Zitat von solid_matter
Doch, das wäre möglich. Ein FSI-Benziner mit 700 kg Gewicht, cW 2,7*Querspantfläche 1,5 m², einer rekuperierenden LiMa (ca. 3% Rekup.) und StartStop-System sollte den WLTP mit 4 Litern Super (analog 95 g CO2/km) schaffen, sagt mein Simulator. Also in der Praxis ein windschnittiger "Minicooper" mit halbwegs "moderner" Technik und Leichtbau ;-)
Kunden, die bis heute einen Hybrid von Toyota gekauft haben nur lachen. Unser Yaris Hybrid wiegt 1200 kg, hat 100 PS, sieht aus wie jeder andere Kleinwagen der Polo Klasse und verbraucht IM REALEN LEBEN eine 4 vor dem Komma. Im übrigen wie 1430 andere dokumentierte Yaris Hybrid bei Spritmonitor die bei 4,82 liegen. Also fernab der WLPT Prüfstand Märchenwelt. Daneben sieht jeder Polo oder Corsa oder jeder andere Vertreter in der entsprechenden Fahrzeugklasse richtig alt aus. Im Grunde genommen ist es so einfach. Man muss es nur wollen. Augen auf beim Autokauf. Und die schwarz rot goldene Brille absetzen. Die stinkt nach Diesel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thiak 08.12.2018, 00:21
126. was für ein Geschacher

Wer die Grenzwerte nicht einhält, darf nicht verkaufen, Punkt....dann würden das ALLE schaffen.
Technisch ging das schon vor Jahren, heute mit Leichtigkeit, nur eben nicht mit SUV.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jana45 08.12.2018, 05:14
127. Gleiche Grenzwerte für alle Hersteller!

Es macht keinen Sinn, dass es unterschiedliche Grenzwerte je nach Hersteller gibt. SUVs und sonstige fette Schlitten sind immer ein Problem für die Umwelt - auch solche mit Elektroantrieb (solange nicht vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt wurde, ihr Stromverbrauchsanteil aus fossilen Energieträgern sollte auch berücksichtigt werden).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
akkarin 08.12.2018, 08:29
128. System

unter den vorangegangenen Kommentaren hat jemand so treffend angemerkt, daß die Automobilindustrie bis kurz vor knapp Verbrenner produzieren wird, und dann greinend vor dem Resultat stehen wird.

Das sehe ich genauso, und über das Warum lässt sich trefflich streiten. Aber einer der Gründe ist auf jeden Fall, daß jeder meint, daß der Absatz der Fahrzeuge so bleibt wie heute, im Grunde verschliesst man sich vor der, im Übrigen permanenten, Änderung der Marktsituation. Das Auto ist eines der ganz wenigen Produkte, welches viele Käufer regelmässig zu weit höheren Ausgaben bringt, als dieser bei genauerer Betrachtung eigentlich bewältigen kann. Vor diesem Hintergrund sehe ich auch die bemerkenswerte Selbstgefälligkeit der Hersteller, die sich entsprechend auch in die Organisationsstrukturen eingebrannt hat, und neue Wege schwieriger macht, meistens jedoch verhindert.

Diese werden aber vor den immer grösser werdenden Zentren und der sich ändernden Einkommenstruktur notwendig. Passiert aber nicht, daher wird der Aufbau neuer Lösungen schlicht (wieder) verpasst. Und ich gehe auch davon aus, daß der Verbrenner noch lange aktiv sein wird, aber eben durch neue Lösungen ergänzt oder sogar weitgehend ersetzt werden. Und da ist die heutige Form Auto/LKW nicht mehr der Hauptanteil. Nur werden vermutlich dann andere damit viel Geld verdienen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jk1! 08.12.2018, 10:32
129. Da haben Sie aber scheinbar etwas nicht mitbekommen

Zitat von kunibertus
auf eine diesbezügliche Anfrage des Parlaments ist ausgeführt worden, dass 23,9% aller 1917 neu zugelassenen Autos SUV oder Geländewagen gewesen sind. Den höchsten Anteil der großen Städte hat Köln mit 27% von Düsseldorf mit 24,7 und Berlin mit 24,6%. Wahrscheinlich ist in diesen Städten der Straßenzustand so schlecht, dass man unbedingt einen Geländewagen benötigt um von A nach B zu kommen. Und noch eine Bemerkung zu der in einem Beitrag angesprochenen Bauart gemäßen Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Solch eine Festlegung würde das Geschäftsmodell der deutschen Autohersteller, das auf der Herstellung von hoch motorisierten Fahrzeugen für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist, aber empfindlich treffen. Warum soll ich mir denn dann ein Auto kaufen mit dem ich 250 km/h fahren könnte, wenn ich auf der Autobahn sowieso nur 130 km/h fahren darf. Deswegen wird es trotz vielfältiger Forderungen in Deutschland auch keine Höchstgeschwindigkeiten für PKW geben - weder aus Umweltschutzgründen noch aus Gründen der Verkehrssicherheit.
Ihnen ist nicht bekannt, das die hoch motorisierten Fahrzeuge für hohe Geschwindigkeiten einzig in Deutschland ohne Tempolimit auf Autobahnen bewegt werden dürfen? Nach dieser Logik dürfte ja nicht ein Auto um Ausland verkauft werden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 17