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Studie zu Fahrgewohnheiten : Im Auto sind Eltern kein Vorbild
Corbis

Eltern sollten ihren Kindern ein gutes Vorbild sein - auch im Auto. Doch genau hier klappt es nicht: Obwohl ihre Kinder auf der Rückbank sitzen, benehmen sich viele Eltern am Steuer daneben. Zu diesem Ergebnis kommt eine französische Studie.

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fatboy92 26.01.2016, 13:52
1. BLinker

Ich wohne in Frankreich und die Sache mit den Blinkern scheint schon recht nett ausgedrückt :-) "vergessen manchmal :-) blinken wird hier zu einer optionalen Handlung. Sogar Ampeln werden hier recht cool bei rot überfahren. Das passiert nicht ständig, aber doch zu oft.

Naja, man kann's noch ertragen, aber gerade im Kreisverkehr ist man abhängig davon, das der von links Kommende blinkt, um zu zeigen, ob er abbiegt und für mich die Straße frei ist.

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jupp78 26.01.2016, 14:15
2.

Was befremdlich ist, dass der Artikel suggeriert, dass Eltern außerhalb des Autos immer vorbildlich wären.
Auch das wird nicht der Fall sein. Am Ende sind Eltern ganz normale Menschen und sein Verhalten mag man kurzzeitig ändern können, langfristig im Alltag verbiegt sich aber niemand.

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Georg_Alexander 26.01.2016, 14:32
3. 42% unter 35 Jahren lesen ihre Nachrichten während der Fahrt?

Das erklärt ja Einiges.
Mir wird Angst und Bange...

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3-plus-1 26.01.2016, 15:03
4.

Zitat von Georg_Alexander
Das erklärt ja Einiges. Mir wird Angst und Bange...
Da bin ich absolut bei Ihnen! Telefonieren am Steuer? Geschenkt. Aber jedem, der beim Lesen und Schreiben von Nachrichten mit dem Smartphone in der Hand erwischt wird, sollte das Auto in die Presse gegeben werden zzgl. eines Bußgeldes in Höhe des Zeitwertes des Fahrzeugs. Glauben die eigentlich alle, es gäbe schon Autopiloten in ihrem KFZ?

Was dann das defensive Fahren betrifft, da habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man sich beim Versuch Fahrgäste nicht zu wecken so vom sanften Gleiten einlullen lässt, dass man dann vor einer rotten Blitzerampel zu spät bremst, nur weil es Nacht ist und man alleine die Straße befährt.

Nö, wer bei mir nun mitfährt, dem versichere ich, dass ich die Augen immer auf der Straße habe aber kein Chauffeurdienst bin. Daher lautet es bei mir gleich, dass eine Hammerschlagbremsung, die die Passagiere in die Gurte presst, kein Zeichen schlechten Fahrens ist, sondern der Beweis, dass ich auf Wildschweine, Kinderbälle und Fahrradkuriere noch reagieren kann.

Das "Arschloch" für Letztere dürfen die Kinder dann auch gerne hören, damit gleich klar wird, wie ich von ihnen verlange NICHT auf dem Rad zu fahren.

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singlesylvia 26.01.2016, 15:49
5. Vorbild? Von wegen!

Aus der Einleitung: "Obwohl ihre Kinder auf der Rückbank sitzen, benehmen sich viele Eltern am Steuer daneben.".
Darf ich jetzt daraus schließen, dass sich die Eltern benehmen, sobald ihre Kinder nicht mehr auf der Rückbank, sondern auf dem Beifahrersitz sitzen?
Wohl eher nicht.
Eltern waren noch nie Vorbild für ihre Kinder, sie predigten immer Wasser und tranken Wein.

Eltern erklären ihren Kindern, dass man Konflikte gewaltlos lösen solle, und dann schalten die Kinder das Fernsehen ein oder gehen ins Internet und sehen, dass Erwachsene genau das Gegenteil tun.

Den Kindern beibringen, bei für sie rotem Ampellicht anzuhalten, macht die Eltern nicht glaubwürdig, wenn sie - sogar in Anwesenheit von Kindern! - rote Ampeln einfach ignorieren. Merke. Dass du keine Kinder siehst, heißt nicht, dass sie dich nicht sehen.

Eltern ermahnen ihrer Kinder, ehrlich zu sein, und dann lügen sie ihnen die Hucke voll mit Weihnachtsmann, Osterhase und Religion. Aber wenn die Kinder später wirklich ehrlich und unbestechlich sind, werden sie auch noch als mit dem Asperger-Syndrom behaftet eingeordnet (wer hat hier eigentlich die Macke?)

Ließe man Kinder alleine aufwachsen, würden sie höchstwahrscheinlich ohne Vorurteile aufwachsen. Aber nein, statt dessen werden sie von ihren Eltern und deren armseligen Vorurteilen versaut.

Die Franzosen kannten diese Zusammenhänge offenbar nicht, so dass sie eine Studie anfertigen mussten.

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7eggert 26.01.2016, 16:12
6.

Zitat von 3-plus-1
Was dann das defensive Fahren betrifft, da habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man sich beim Versuch Fahrgäste nicht zu wecken so vom sanften Gleiten einlullen lässt, dass man dann vor einer rotten Blitzerampel zu spät bremst, nur weil es Nacht ist und man alleine die Straße befährt.(...)
Wieso vor Blitzampeln bremsen? Vollkommen unnötig, die lösen nicht aus, wenn man sich ans Tempolimit hält.

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torben40 26.01.2016, 16:42
7.

Zitat von fatboy92
Naja, man kann's noch ertragen, aber gerade im Kreisverkehr ist man abhängig davon, das der von links Kommende blinkt, um zu zeigen, ob er abbiegt und für mich die Straße frei ist.
Sie wissen aber schon, dass Sie Vorfahrt haben und der "linke" Fahrer auf der Innenspur warten muss ggf. noch eine Ehrenrunde drehen muss?

Ansonsten kann man vor Schulen wunderbar beobachten, dass viele Eltern keine Vorbilder sind und sich sehr rücksichtslos gegenüber anderen Kindern und Verkehrsteilnehmern verhalten.

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Teilzeitalleinerzieherin 26.01.2016, 17:13
8. Wie überraschend:

Eltern sind auch nur Menschen... Allerdings haben mich ein paar Ergebnisse doch sehr erschreckt: Wer - mit oder ohne Kinder - im Auto telefoniert und/ oder Nachrichten schreibt, gefährdet sich und andere und gehört aus dem Verkehr gezogen. Gleiches gilt für Eltern, die nicht dafür sorgen, dass der Nachwuchs angeschnallt ist. Habe aber auch selbst schon beobachtet, dass gerade die Eltern mit dem 1a getesteten supersicheren und sauteuren Kindersitzen ihre Kinder gerne mal nicht anschnallen...

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lupenreinerdemokrat 26.01.2016, 17:31
9. Warum auch nicht?

Warum sollte das Auto(fahren) die heilige Kuh sein, wenn man sich im sonstigen Leben auch nur gesellschaftskonform mit Ellbogen und rücksichtslos "nach oben" durchboxen soll?
Wäre doch in höchstem Maße doppelmoralisch, oder?

So lange diese egoistische und asoziale Leistungsgesellschaft nicht generell umdenkt, wird man dies gefälligst und logischerweise auch beim Autofahrer nicht anders erwarten können.
Der Stärkere gewinnt und setzt sich durch - sei es durch überlegene Motorleistung, oder durch überlegenes Fahrkönnen.
Der Straßenverkehr ist das perfekte Spiegelbild unserer Gesellschaft und wie sie miteinander umgeht.

Natürlich wäre es wünschenswert, unseren Kindern ein rücksichtsvolles und faires Vorbild zu sein, dann aber nicht nur im Auto. Das wäre zu scheuklappenartig, sich nur darauf zu beschränken und zudem für die Gesellschaft ansich irrelevant.

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