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Studie zu Verkehrstoten: Mehr Radfahrer unter den Verkehrstoten
DPA

Unfälle mit Autos enden für Fahrradfahrer oft tödlich. Doch das muss nicht sein. Längst gibt es eine Technik für Autos, die Schlimmeres verhindern könnte - sagt eine Studie.

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Henderson 30.09.2015, 04:54
100. Mehr Kontrollen der Radfahrer

Ich sehe täglich Radfahrer die ohne Beleuchtung, ohne angemessene Schutzkleidung, oder ohne sich an die Verkehrsregeln zu halten, unterwegs sind.
Hier scheint ein großer Nachholbedarf unserer Verkehrshüter zu bestehen. Da bei Radfahrern aber keine so hohen "Knöllchenrendite" besteht, weicht man wieder einmal auf die Autofahrer aus.

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baghira1 30.09.2015, 05:21
101. Tempo 30 innerorts!

Es wäre schon viel sicherer,wenn alle Straßen für die KFZ eine Höchstgeschwindigkeit von 30 kmh gelten würde.Dann hätten die Autofahrer mehr Zeit zu reagieren.Es wäre auch sichrer,wenn die Ampelschaltungen den unmotorisierten Verkehr nicht diskriminiert.wenn der Kfz Verkehr 90 Sekunden grün hat,der parallel geführte unmotorisierte Verkehr
6 Sekunden, dann fühle ich mich versch...
Ein anderer Grund sind wahrscheinlich auch die immer mehr werdenden deutlich höheren SUVs,bei denen Radfahrer gegen das Dach fliegen,anstatt drüber hinweg zufliegen und nur mit gebrochenen knochen auf dem Asphalt zu landen.

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wombie 30.09.2015, 06:01
102.

Zitat von meinefresse
Haben sie (Gegen)Argumente oder Hyperventilieren sie nur? Warum sind die Halter von Kraftfahrzeugen problemlos identifizierbar, Radfahrende Rowdies aber nicht? Nur mal ein aktuelles Beispiel aus Österreich: http://derstandard.at/2000022852498/Tiroler-Wanderer-von-Mountainbikern-niedergeschlagen Wiederholungstäter unter den Radfahrern würden sich besser indetifizieren und sanktionieren lassen. Und wie man ein paar Beiträge nach meinem lesen kann sind das oft auch die, die (selbstverschuldet) unter die Räder kommen. Selbstverschuldete Unfälle mit Todesfolge sind wohl mehr als 2/3 laut eines anderen Foristen.
Die Quelle der Zahlen des Foristen ist nicht nachvollziehbar, da der GDV auf seiner Webseite lediglich eine kurze zusammengefasste Pressemitteilung veröffentlicht hat. In dieser reicht die Spanne der selbstverschuldeten Unfälle mit Todesfolge von 5 % bis 30 %, die der ohne Todesfolge liegt bei 60 % bis 90 %.
Diese Studie ist das Ergebnis einer Umfrage in 18 Ländern, die Zahlen sind also zudem nicht 1:1 auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Die Zahlen in Holland werden sicher anders sein als die in Deutschland.

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alsi 30.09.2015, 06:17
103.

Die es erwischt sind eben nicht die rennradfshrer die auf der Straße fahren aus eurer Sicht und damit dem Verkehr abbremsen sondern meist die anderen unauffälligen Radfahrer.
Rennradfahrer sind keine kampfradler und wollen auch mit Abstand überholt werden. Vielleicht merkt sich ja der eine oder andere das mal.

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heb78 30.09.2015, 07:14
104.

Zitat von oidahund
Ja, wenn ich grün habe dann biege ich halt ab, dabei sind mir mehr als einmal schon Radl knapp vors Auto gefahren, obwohl sie zum einen Rot hatten und zum anderen Fußgänger und andere Radler angehalten hatten. Die Negierung der Verkehrsregeln, gepaart mit dem Lichtlosen umherfahren in der Nacht sind oft Quellen für Unfälle. Leider bekommt der Autofharer dann immer eine Teilschuld, auch wenn er absolut nichts dafür kann, weil der Radler lichtlos und bei Rot über eine Ampel gebombt ist.
Ihr Beitrag zeigt ziemlich gut das Problem:

Das Feindbild verhält sich rücksichtslos, ALLESAMT!!!

Und im ersten Satz zeigen sie dabei vortrefflich, daß sie selber eine Nachschulung in Sachen Verhalten im Strassenverkehr nötig haben!!

Mich irritiert es als Radfahrer auch, wenn Leute lichtlos unterwegs sind. Auch bei Bei-Rot-Radler kann ich nur den Kopf schütteln. Aber erstens ist es nicht die Mehrheit!
Zweitens irritiert mich als Autofahrer auch das ein oder andere: konsequentes zu schnell fahren, nicht blinken, parken in zweiter Reihe oder Rad-/Fußwegen etc.
Aber auch hier ist es nicht die Mehrheit!

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RobMcKenna 30.09.2015, 08:12
105.

Zitat von m-s-p
Denn was viele Radnutzer auch gekonnt ignorieren ist die Pflicht den Radweg zu benutzen, sofern dieser vorhanden ist. Denn ob man es glauben mag oder nicht, aber ein Rennrad zu fahren ist kein legitimer Grund sich über Verkehrsregeln hinweg zu setzen. Gerade erst neulich einen Artikel hier über einen Rennradfahrer gelesen, der sich zu schade ist Radwege zu benutzen, weil sich diese nicht für gutes Training benutzen lassen. Mit ein wenig Hirn kommt man dann am Ende vielleicht auf den Gedanken, dass ein Rennrad für den städtischen Straßenverkehr genau so gut geeignet ist wie ein Geländewagen.
Es ist ja bereits mehrfach in dieser Diskussion angeklungen: Das Thema der Radweg-(Nicht)-Benutzung ist ein hochgradig ideologisches. Es gibt eine gewisse Untermenge von Fahrradfahrern, die Radwege grundsätzlich für Teufelszeug halten. Die fahren aus Prinzip aus der Straße, in einschlägigen Internetforen wird der Geifer verspritzt und sich damit gebrüstet, wenn man die jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden und ggf. auch Gerichte mit Beschwerden und Klagen überzieht, um einen Radweg bzw. dessen Beschilderung zur Benutzungspflicht weg zu bekommen. Ich glaube zwar nicht, dass diese Personengruppe einen nennenswerten Anteil an der Gesamtmenge der Radfahrer darstellen, aber es ist eine Gruppe, die - u.a. Internet sei Dank - recht laut schreit. Dieser Klientel kommen Sie auch mit Sachargumenten nicht bei, weil sie sich längst in bester Veschwörungstheorie-Manier ihre eigene kleine Realität zusammengebastelt haben in der nicht sein kann, was nicht sein darf.
Dem Rest der Verkehrsteilnehmer bleibt da leider, so traurig das sein mag, mittelfristig auf das Darwin-Prinzip zu hoffen.

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H. Meyer 30.09.2015, 08:33
106. Statistiken, die keiner hören darf

als ehemaliges Mitglied eines Sicherheitsforschungsprojektes des BMBF habe ich Einblick in Statistiken bekommen, die der Öffentlichkeit gerne vorenthalten werden: So waren z.B. in den letzeten Jahren ca. 75% der an Fussgängerampeln in Köln tödlich verunglückten Fussgänger verunfallt, als sie die Ampel bei "GRÜN" überquert hatten.

Ich zeige meinem 10-jährigen Sohn gerne an Fussgängerampeln, wie wenig Fussgänger bei "GRÜN" schauen, ob auch wirklich frei ist. Alkohol, Medikamente, Unachtsamkeit, beschlagene Scheiben, technisches Versagen, Smartphone: alles Gründe, die dazu führen können, dass ein Auto bei "ROT" über die Fussgängerampel rauscht.

Als Kamikaze-Verkehrsteilnehmer werden von Presse und Öffentlichkeit entgegen dieser Statistik meist die verunglimpft, die - egal ob schauend oder unachtsam - die Ampel als Fussgänger bei "ROT" queren.

Der beste Garant für sicheres Queren einer Strasse ist es "IMMER" zu schauen. Wer immer schaut und sich vergewissert, dass kein Auto auf Kollisionskurs ist, kommt - egal ob bei "GRÜN" oder "ROT" - sicherer ans Ziel als der, der nur bei "GRÜN" geht, ohne zu schauen.

So genannte Kamikaze-Radler differenziere ich ebenso.

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heb78 30.09.2015, 08:54
107.

Zitat von m-s-p
Ich fahre viel Fahrrad, aber auch Auto. Ich kann also von mir sagen beide Seiten zu kennen. Denn was viele Radnutzer auch gekonnt ignorieren ist die Pflicht den Radweg zu benutzen, sofern dieser vorhanden ist. Denn ob man es glauben mag oder nicht, aber ein Rennrad zu fahren ist kein legitimer Grund sich über Verkehrsregeln hinweg zu setzen. Gerade erst neulich einen Artikel hier über einen Rennradfahrer gelesen, der sich zu schade ist Radwege zu benutzen, weil sich diese nicht für gutes Training benutzen lassen. Mit ein wenig Hirn kommt man dann am Ende vielleicht auf den Gedanken, dass ein Rennrad für den städtischen Straßenverkehr genau so gut geeignet ist wie ein Geländewagen.
So viel Rad fahren sie anscheinend doch nicht, bzw. kennen die Regeln nicht!

Seit 1997 (!!!) gibt es keine Benutzungspflicht mehr für Radwege!
Der Radfahrer gehört grundsätzlich auf die Fahrbahn, nur in Ausnahmefällen darf eine Radwegbenutzung (dann durch diie blauen Schilder) angeordnet werden.
Und selbst dann kann es noch Gründe geben - schlechter Zustand, versperrt etc.) ihn nicht zu benutzen.

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alda_schwede 30.09.2015, 08:54
108. Wen wundert's?

Seitdem hier in Frankfurt die Radfahrer bei ca. 90% der Straßen gegen den Verkehr fahren dürfen und überall Radfahr-Zeichen auf den Straßen aufgemalt wurden, herrscht hier Anarchie.
Als älterer Radfahrer halte ich mich nach wie vor an die ehemaligen Regeln, da es mir viel zu gefährlich scheint auch in engsten Straßen den Autofahrern entgegen zu fahren ....
Damit bin ich wohl alleine.
Ich beobachte jetzt in unserem Stadtteil, dass alle Einbahnstraßen von Radfahrern entgegen der Fahrtrichtung genutzt werden, auch wenn keine Zeichen das erlauben. Das führt oft zu Schrecksitutationen und ich hoffe stets, dass es dabei keine Toten gibt.
Leider nimmt die Unvernunft der heutigen Radfahrer aber stark zu, denn Ampeln und Fußwege sind trotz neuer Radwege keinesfalls tabu.
Als Fußgänger wurde ich schon mehrfach bei Grün von Radfahrern fast über den Haufen gefahren, weil die sich nicht an ihre Ampel hielten. An unserer Kreuzung hier im Stadteil könnte man einen ganzen Dokumentarfilm über das Thema drehen.
Es wird seelenruhig bei ROT weitergestrampelt und die Autos von rechts, bei denen es gerade GRÜN wurde sollen ruhig warten ...
Trotz breiter Fahrradwege strampeln die Nachwuchs-Rudi Altigs mit ihren Rennrädern auf der Straße - anscheinend fahren die gerade ein Rennen.
Auf dem Bürgersteig fahren Muttis und Opas mit ihren Einkaufsrädern und die Fußgänger sollen mal schön ausweichen. Das Rad wird dann direkt vorm Laden abgestellt und blockiert den halben Bürgersteig.
Radwege auch entlang unserer Hauptstraße werden in beiden Richtungen genutzt. Da gibt es dann unter Radfahreren Unfälle.
An der Nidda entlang kann man zu zweit nicht mehr neben einander herlaufen, ansonsten erwischt einem ein Freizeit-Rennfahrer.
Stadtrat Majer (Grüne) will die Radfahrer aber weiter im Straßenverkehr begünstigen. Kennzeichnung der Räder sei nicht möglich und damit haben wir die Situation, dass sich Radfahrer ungestraft assozial verhalten können. Bei einem Kratzer am Auto - weil man mal schnell rechts an allen vorbeisaust und andere Radfahrer noch überholt - bleibt der Autofahrer auf den Kosten sitzen. Das sind ja auch immer die Bösen!
Auch Straßen, bei denen kein Auto ausweichen kann, wurden für Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung freigegeben!
Die Freiheit als Radfahrer ist fast grenzenlos:
1. Promillegrenze 1,6 !!!
2. Kein Kennzeichen
3. Keine Geschwindigkeitsbegrenzung für RF auch in Tempo 30 Zonen
4. Keine Kontrollen für Räder und Pedelecs (z.B. Licht und Motor)

Aus meiner Sicht ist das grenzenloser Wahnsinn, der hier abläuft. Tempo 30 ab 22:00 Uhr auf Haupt- Einfall und Ausfallstraßen! 2 spurige Hauptstraßen werden einspurig und zwischen parkenden Autos und Verkehr wird ein Radweg aufgemalt.
Wer sich jetzt noch wundert, dass mehr Radfahrer sterben, der hat den Schuss nicht gehört!

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Gaztelupe 30.09.2015, 08:55
109.

Zitat von benny_bbe
Ich fahre sehr viel Fahrrad und kann mich nicht ueber Autofahrer beklagen. Es ist einfach wichtig sichtbar und vorhersehbar zu fahren (Verkehrsregeln) und gerade bei Einmuendungen damit rechnen dass abbiegende Autofahrer einen leicht uebersehen koennen. [...]
Genau. §1 StVO und das, was in der Fahrschule als »defensives Fahren« bezeichnet wird.

Das heißt für Fahrradfahrer gerade im urbanen Ballungsraum nichts anderes als: Ordne dich im Zweifel unter, bestehe nicht ständig auf deinem Recht. Erwarte nicht, ständig beachtet und damit gesehen zu werden. Sei einfach vernünftig.

Ziehe Konsequenzen aus der zum Teil wirklich chaotischen Verkehrsführung besonders für Radfahrer und der zu vernachlässigenden Rolle, die dein bevorzugtes Verkehrsmittel in der Gesamtbilanz spielt: Radfahren ist ein Saisonthema, in Herbst und Winter erledigen sich die meisten damit in Zusammenhang stehenden Probleme mangels Radfahrern von selbst. Auf dem Fahrrad werden weder Personen noch Güter in volkswirtschaftlich bedeutsamem Maße transportiert.

Irgendwelche Sicherheitssysteme an Autos dürften – genau wie der Helm, der bloß aggressives Fahren fördert – nicht viel zur Sicherheit von Radfahrern beitragen, weil sie Sicherheit nur vorgaukeln. Es muss vor allem um die Vermeidung von Unfällen gehen, und da ist das Zweirad ebenso in der Pflicht.

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