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Studie zu Verkehrstoten: Mehr Radfahrer unter den Verkehrstoten
DPA

Unfälle mit Autos enden für Fahrradfahrer oft tödlich. Doch das muss nicht sein. Längst gibt es eine Technik für Autos, die Schlimmeres verhindern könnte - sagt eine Studie.

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L.Santos 30.09.2015, 09:10
110. Es gibt noch mehr Fragen...

Warum begeben sich Radfahrer freiwillig in die so bekannte Gefahrensituation "Toter Winkel an Ampeln bei LKW"? Es ist bekannt und immer wieder taucht es in den Medien auf. Ist diesen Menschen ihr Leben weniger Wert als ihr Recht? Warum stellen Sie sich mit dem Rad nicht so hin, dass sie den Fahrer sehen können und wenn das nicht geht, Situation beobachten und dahinter warten. Radfahrer fahren an einem stehenden LKW mit Blinker nach rechts vorbei und stellen sich neben ihn, sehe ich täglich, sogar direkt neben dem Auspuff. Selbst Schuld, natürliche Auslese nenne ich das. Da es mehr Radfahrer gibt in den Städten, steigt natürlich auch der Anteil an Unfallbeteiligung, ist das so kompliziert? Kann es nicht auch ein Punkt sein, dass einige Radfahrer meinen, sich nicht so an die Regeln halten zu müssen wie motorisierte Verkehrsteilnehmer? Daraus entsteht auch Konfliktpotential. Ich habe nichts gegen Radler!!! Ich möchte zu den legitimen gestellten Fragen aber auch eigene einbringen. Leute, es geht um das eigene Leben, also schaltet doch mal alle das Hirn ein. Autofahrer, wie auch Radfahrer und Fußgänger. Ich kann nicht als Radler erwarten, dass ich auf einem getrennten Radweg, der mit Bäumen und parkenden Autos von der Fahrbahn getrennt ist, mit 30 km/h einfach über die nächste Kreuzung ballern zu können. Je nach verdecktem Sichtfeld KANN kein Mensch sehen oder erahnen, dass da jemand kommt. Wenn ich mit dem Rad unterwegs war, habe ich an schwierigen Situationen immer versucht auch das Problem des anderen Verkehrsteilnehmers zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Ich musste in Köln noch nie um mein Leben bangen, alles eine Sache der Einstellung. Wie bei jedem anderen Verkehrsteilnehmer und sogar jedem Menschen generell. Wer sich vorsichtig und einigermaßen rücksichtsvoll in seinem Umfeld bewegt, wird nie ernsthaft in Gefahr geraten. Augen auf, Ohren auf, den Blick nach vorn und den Schulterblick nicht vergessen, egal ob Radler, Fußgänger oder Autofahrer. Benutzt euren Blinker, damit das Umfeld einschätzen kann, was gleich passieren kann und entsprechend reagieren kann. Das Umfeld kann damit auch eigene Fehler ausbügeln ohne das einer in Gefahr gerät. Blinker auch setzen, wenn man meint, das keiner da ist, den das jucken würde, man ist oft erstaunt, was man so alles übersieht und das kann Nerven und Leben retten.

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heb78 30.09.2015, 09:15
111.

Zitat von RobMcKenna
Es ist ja bereits mehrfach in dieser Diskussion angeklungen: Das Thema der Radweg-(Nicht)-Benutzung ist ein hochgradig ideologisches. Es gibt eine gewisse Untermenge von Fahrradfahrern, die Radwege grundsätzlich für Teufelszeug halten. Die fahren aus Prinzip aus der Straße, in einschlägigen Internetforen wird der Geifer verspritzt und sich damit gebrüstet, wenn man die jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden und ggf. auch Gerichte mit Beschwerden und Klagen überzieht, um einen Radweg bzw. dessen Beschilderung zur Benutzungspflicht weg zu bekommen. Ich glaube zwar nicht, dass diese Personengruppe einen nennenswerten Anteil an der Gesamtmenge der Radfahrer darstellen, aber es ist eine Gruppe, die - u.a. Internet sei Dank - recht laut schreit. Dieser Klientel kommen Sie auch mit Sachargumenten nicht bei, weil sie sich längst in bester Veschwörungstheorie-Manier ihre eigene kleine Realität zusammengebastelt haben in der nicht sein kann, was nicht sein darf. Dem Rest der Verkehrsteilnehmer bleibt da leider, so traurig das sein mag, mittelfristig auf das Darwin-Prinzip zu hoffen.
Ich bin gespannt auf ihre Sachargumente für Radwege!


Die Klientel, die sie ansprechen, klagt nicht für mehr Anarchie, sondern für mehr Sicherheitheit im Strassenverkehr!

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heb78 30.09.2015, 09:19
112.

Zitat von Henderson
Ich sehe täglich Radfahrer die ohne Beleuchtung, ohne angemessene Schutzkleidung, oder ohne sich an die Verkehrsregeln zu halten, unterwegs sind. Hier scheint ein großer Nachholbedarf unserer Verkehrshüter zu bestehen. Da bei Radfahrern aber keine so hohen "Knöllchenrendite" besteht, weicht man wieder einmal auf die Autofahrer aus.
Bei uns wird sich neben den Blitzermarathons am häufigsten beschwert, daß es so häufig Kontrollen für Radfahrer gibt! Da wird dann sofort gefordert, die Autofahrer doch auch mal zu kontrollieren. ;-)
Aber ich gebe ihnen Recht, eine höhrere Kontrolldichte kann bestimmte Verhaltensweise ändern, für alle Verkehrsteilnehmer!

P.S.: Was ist denn für die angemessene Schutzkleidung?
Ist denn Radfahren so gefährlich, daß ich wie auf Arbeit Schutzkleidung tragen muß?

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RobMcKenna 30.09.2015, 09:29
113.

Zitat von heb78
Ich bin gespannt auf ihre Sachargumente für Radwege! Die Klientel, die sie ansprechen, klagt nicht für mehr Anarchie, sondern für mehr Sicherheitheit im Strassenverkehr!
Da Sie offensichtlich besagter Klientel (und, nebenbei bemerkt, anscheinend auch der weitgehend deckungsgleichen "Fahrradhelme sind böse!"-Gruppe) angehören, ist mir meine Zeit zu schade, Sachargumente zusammenzutragen und aufzuzählen. Sie würden sie ohnehin nicht akzeptieren.

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saschad 30.09.2015, 09:33
114.

Zitat von RobMcKenna
Da Sie offensichtlich besagter Klientel (und, nebenbei bemerkt, anscheinend auch der weitgehend deckungsgleichen "Fahrradhelme sind böse!"-Gruppe) angehören, ist mir meine Zeit zu schade, Sachargumente zusammenzutragen und aufzuzählen. Sie würden sie ohnehin nicht akzeptieren.
Sie haben "ich habe keine Argumente für das liebgewonnene Vorurteil, dass Radwege innerorts sicherer sind als die Benutzung der Fahrbahn" ein wenig arg kompliziert ausgedrückt.

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petoburg 30.09.2015, 09:41
115. völlig am Thema vorbei...

... weil technische Maßnahmen nicht das Problem sind. Wer das eigentliche Problem sehen will, braucht nur morgens in Berlin von der Schönhauser Alle zum Alex zu fahren. Für Radfahrer ein absolut rechtsfreier Raum, jeder macht, was er will. Und nichts wird geahndet! Kein Wunder, dass die Unfälle steigen.
Und das sagt ein selbst leidenschaftlicher Radfahrer...

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Alltagsradler 30.09.2015, 09:48
116. rechts übherhohlen?

@ dedie
Ich hoffe Sie meinen nicht, dass Radfahrer auf dem Radweg nicht an rechts abbiegenden KFZ vorbei fahren sollten. Das sieht die Straßenverkehrsordnung anders. Die Forderung wäre absurd. --> hoffentlich habe ich das nicht richtig verstanden.
Auf der Fahrbahn ist das Verhalten nur im stehenden Verkerh zulässig

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heb78 30.09.2015, 09:54
117.

Zitat von RobMcKenna
Da Sie offensichtlich besagter Klientel (und, nebenbei bemerkt, anscheinend auch der weitgehend deckungsgleichen "Fahrradhelme sind böse!"-Gruppe) angehören, ist mir meine Zeit zu schade, Sachargumente zusammenzutragen und aufzuzählen. Sie würden sie ohnehin nicht akzeptieren.
Da machen sie es sich aber einfach!

Schublade auf, Klischeedenken rein und zu!

Über mich:

Ich fahre gerne Rad, auch gerne zügig. Ich fahre - egal mit welchem Verkehrsmittel - offen durch meine Umwelt und versuche Mißstände zu ändern. Dabei ist es egal, ob für Radfahrer, Fußgänger oder PKWs! Dazu muß nicht geklagt werden, die städtischen Behörden sind im Gegenteil sehr offen für konstruktive Vorschläge!

Nur weil ich nicht mt Helm fahre, verteufle ich ihn nicht generell. Habe dies nur für mich so entschieden, ganz legal!

Ich halte mich soweit an die StVO, bin aber nicht fehlerfrei und vergesse auch schonmal zu blinken...

Bin für Sachargumente immer offen, lerne ja auch immer dazu.
Da sie mir ja immerhin schon geantwortet haben, bin ich überzeigt, daß mir ihre Argumente auch näher bringen können...

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Thomas Schnitzer 30.09.2015, 10:19
118.

Zitat von heb78
Die häufigste Unfallart mit Todesfolge ist der Abbiegeunfall, wo der Autofahrer oder LKW-Fahrer den Radfahrer schlicht übersehen hat. Da hat der Radfahrer keine Mitschuld! Kein Radfahrer ist freiwillig im toten Winkel, sondern der Autofahrer hat den Radfahrer vorher überholt!
Irrtum, die meisten Radfahrer im toten Winkel fahren da selbst hinein, weil sie sich an der Kreuzung vordrängeln wollen.

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Thomas Schnitzer 30.09.2015, 10:25
119.

Zitat von Stäffelesrutscher
Drei technische Lösungen für Autos fände ich super: 1. Einen Abstandsassistenten, der Autofahrer daran hindert, Radfahrer mit weniger Seitenabstand als den vorgeschriebenen 1,50 Metern zu überholen - egal ob die Radfahrer auf der Fahrbahn, einem Schutzstreifen, einem Fahrradstreifen oder einem Radweg an der Bordsteinkante unterwegs sind. 2. Einem Spurhalteassistenten oder Abbiegeassistenten, der Autofahrer daran hindert, rechts abzubiegen, wenn auf der rechts gelegenen Spur (egal ob Fahrbahn, Schutzstreifen, Fahrradstreifen oder Radweg auf dem Hochbord) jemand Rad fährt, der durch das Abbiegen gefährdet würde. 3. Ein Tempomat, der in der Stadt allgemein bei 50 km/h abregelt und ansonsten je nach Beschilderung - damit ein in der 30-er-Zone mit 28 km/h fahrender Radfahrer nicht von einem Raser mit 45 km/h überholt wird.
Ich habe einen deutlich preiswerteren Vorschlag, der wesentlich leichter zu realisieren ist. Einfach Radfahren auf Stadtstraßen verbieten, und gut ist. Ist kein Radweg vorhanden, wird geschoben.

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