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Studie zu Verkehrstoten: Mehr Radfahrer unter den Verkehrstoten
DPA

Unfälle mit Autos enden für Fahrradfahrer oft tödlich. Doch das muss nicht sein. Längst gibt es eine Technik für Autos, die Schlimmeres verhindern könnte - sagt eine Studie.

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7eggert 29.09.2015, 21:09
60.

Zitat von chalchiuhtlicue
Als Notarzt hatte ich schon des öfteren mit schwer alkoholisierten Radfahrern zu tun, die selbstverschuldet (!) verunfallt sind. Dabei vergessen diese oft, dass ab 1,6 Promille auch ihnen der Führerschein entzogen wird.
Einerseits. Andererseits bin ich schon froh, wenn die das Auto stehenlassen.

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oidahund 29.09.2015, 21:09
61.

Zitat von heb78
Die häufigste Unfallart mit Todesfolge ist der Abbiegeunfall, wo der Autofahrer oder LKW-Fahrer den Radfahrer schlicht übersehen hat. Da hat der Radfahrer keine Mitschuld! Kein Radfahrer ist freiwillig im toten Winkel, sondern der Autofahrer hat den Radfahrer vorher überholt!
Ja, wenn ich grün habe dann biege ich halt ab, dabei sind mir mehr als einmal schon Radl knapp vors Auto gefahren, obwohl sie zum einen Rot hatten und zum anderen Fußgänger und andere Radler angehalten hatten. Die Negierung der Verkehrsregeln, gepaart mit dem Lichtlosen umherfahren in der Nacht sind oft Quellen für Unfälle. Leider bekommt der Autofharer dann immer eine Teilschuld, auch wenn er absolut nichts dafür kann, weil der Radler lichtlos und bei Rot über eine Ampel gebombt ist. Hinzu kommen leider vestärkt Rentner, die mit ihrem E-Bike fahren, als würden sie selbst trappen, aber halt jetzt gut 20 + km/h drauf haben. Die Kenntnisse über Verkehrsregeln scheinen bei der Gruppe auch nicht sher hoch zu sein. Selbst als Fußgänger ist man vor solchen Kamikazen nicht sicher. Warum gerade die E-Bike Senioren oft noch regelwidrig den Fußweg benutzen vestehe ich auch nicht.

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7eggert 29.09.2015, 21:20
62.

Zitat von oidahund
(...) Warum gerade die E-Bike Senioren oft noch regelwidrig den Fußweg benutzen vestehe ich auch nicht.
Weil man denen gesagt hat und durch beim-dicht-Überholen-Schneiden beigebracht hat, daß die Fahrbahn zu unsicher ist.

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charlybird 29.09.2015, 21:21
63. Solange das Bewusstsein

in diesem Autonarrenland nicht dahingehend geschärft wird, dass Fußgänger, Radfahrer und auch Motorradfahrer, die schwächeren Verkehrsteilnehmer sind, die StVo sie auch nicht stärker macht, aber der Vierradbolide nur nach Recht und Gesetz verlangt, wird sich hier nichts ändern.
Wir sollten die Niederlande als Vorbild nehmen und schon wäre die Kuh vom Eis. Punkt.
Man kann durchaus von anderen Ländern lernen.

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roflem 29.09.2015, 21:21
64. Alles Quatsch

Vorsichtig und umsichtig fahren heisst die Devise Dies gilt für beide Seiten! Keine technische "Lösung" kann diese zwei simplen Verhaltensregeln ersetzen!

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supercomp 29.09.2015, 21:23
65. Ignoranz & Bequemlichkeit

Fahre rund 17km mit Rad (oder- selten - Auto) zur Arbeit. Heute: Frau mit SUV telefoniert rund 10min und frühstückt dabei - während der Fahrt!!! Da wunderts nicht, wenn da mal der eine oder andere Radfahrer unter die Räder kommt. Habe mit dem Rad wöchentlich "Situationen" mit stupiden und verantwortungslosen KFZlern. Das Problem hinterm Steuer/in den Köpfen muss gelöst und nicht Notbremsassistenten eingeführt werden. Mit denen bräuchte man sich hintern Steuer ja noch weniger bemühen...

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RobMcKenna 29.09.2015, 21:25
66.

Zitat von roflem
Vorsichtig und umsichtig fahren heisst die Devise Dies gilt für beide Seiten! Keine technische "Lösung" kann diese zwei simplen Verhaltensregeln ersetzen!
Jetzt machen Sie doch nicht die schöne Diskussion kaputt!

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100pro 29.09.2015, 21:32
67. Der einzig sinnvolle Kommentar...

Zitat von Heisenberg7
Da hätte man besser die Studie etwas deutlicher gelesen. Der Prozentteil der Todesopfer bei Radunglücken ist nur gestiegen, weil die Gesamtzahl an Unfällen mit Verletzungen gesunken ist. Die schwerwiegenden Verletzungen, die zum Tode führen, kann man nur sehr viel schlechter verhindern. Das ist ein schönes Beispiel wie man eine Statistik vollkommen falsch darstellen kann.
...zu diesem Artikel. Alles andere trieft einfach nur vor ideologischer Verblendung.

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Stäffelesrutscher 29.09.2015, 21:46
68.

Zitat von oidahund
Ja, wenn ich grün habe dann biege ich halt ab, dabei sind mir mehr als einmal schon Radl knapp vors Auto gefahren, obwohl sie zum einen Rot hatten und zum anderen Fußgänger und andere Radler angehalten hatten.
Welche Ampel war rot? Die Fußgängerampel? Eine kombinierte Rad- und Fußgängerampel? Eine eigene Radampel? Die Fahrbahnampel war ja grün, wie sie schreiben, und Fahrräder sind Fahrzeuge die vorzugsweise die Fahrbahn zu benutzen haben. Sie haben sich entweder nach der Fahrbahnampel zu richten oder nach einer eigenen Radampel oder, sofern vorhanden, nach einer Fußgängerampel mit Rad in der Streuscheibe , Letzteres aber nur, wenn die Radfurt unmittelbar an die Fußgängerfurt grenzt (= 3 unterbrochene Linien). Viele Radfurten tun das aber nicht, sondern haben einen gewissen Abstand (= 4 unterbrochene Linien). Ein Radfahrer, der so eine Furt benutzt, hat grün, wenn Sie grün haben und es keine eigene Radampel gibt! Das weiß aber kaum einer - daher halten manche Radfahrer irrtümlicherweise an und viele Autofahrer rücksichtsloserweise drauf, denn sie dürfen sich ja nicht darauf verlassen, dass der Radfahrer auf sein Recht verzichtet.

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tuscreen 29.09.2015, 21:47
69. Kleine Anekdoten zum Thema

Ich wohne in einer großen deutschen Stadt in der Stadtmitte, in einem Stadtteil, der allgemein als sehr radfahrerfreundlich gilt.

Hierzu Anekdote 1:
Bis vor etwa drei, vier Jahren waren doch gehäuft Fälle von Radfahrern zu beobachten, deren Verhalten im Straßenverkehr auch bei größter Nachsicht nur als "asozial" zu bezeichnen war. Vorfahrtsregeln zugunsten anderer Verkehrsteilnehmer wurden von diesen besagten Leuten, die man als Anwohner irgendwann zwangsläufig vom Sehen her kennenlernte, aus Prinzip nicht beachtet, und wenn es zu brenzligen Situationen kam, wurde diese Gruppe von Radfahrern regelmäßig sehr aggressiv gegenüber Autofahrern - in zumindest einem mir bekannten Fall bis hin zu tätlichem Übergriff gegen einen Busfahrer.

Irgendwann war dann zu beobachten, dass diese Gruppe von Radfahrern seltsamerweise nicht mehr zu sehen war im Viertel. Bei einem Schwatz mit einem ortsansässigen Ordnungspolizisten erfuhr ich auch, warum: diese besonders aggressiven Radfahrer waren schlicht tot gefahren worden. Der Beamte wusste genau, was und wen ich meinte, als ich das Thema ansprach, und berichtete, dass die besonders wagemutigen und rücksichtslosen Radfahrer über kurz oder lang alle in schwere Unfälle verwickelt würden. Mithin also das klassische Darwin-Prinzip, so hart es auch klingen mag.

Die Polizei achtete in der Folge verstärkt auf Radfahrer, zog diese bei Verkehrsverstößen aus dem fließenden verkehr heraus, verteilte Geldstrafen und Bußgelder. Seit nunmehr etwa zwei Jahren ist festzustellen, dass die Situation mit den Radfahrern sich deutlich verbessert hat; das Einhaltern simpelster Verkehrsregeln (zB Halt an roten Ampeln) funktioniert jetzt generell deutlich besser. Nicht bei allen, aber zumindest bei vielen.

Anekdote 2:
Eigentlich immer die selbe Anekdote - wann immer ich Radfahrer aus meinem Viertel treffe, die davon schwärmen, wie toll das Radfahren in meinem Viertel sei, wende ich ein, dass eigentlich genau das Gegenteil der Fall ist. Es gibt zwar viele radfahrerfreundliche Regelungen und Radfahrerampeln, aber mehrheitlich gilt alle 200 Meter das rechts-vor-links-Prinzip - man muss also abbremsen, runter schalten und ggf. Vorfahrt gewähren. Bei Beachtung dieser Regel ist das Radfahren hier im Viertel demzufolge eher mühsam.

Ich schaue bei Erwähnung dieses Umstandes immer in erstaunte bis ertappte Gesichter und weiß: diejenigen, die das Viertel so wahnsinnig radfahrerfreundlich finden, fahren auch bei Nichtvorfahrt einfach locker durch.

Nur dann kann m an hier im Viertel das Radfahren nämlich toll finden.....bis halt mal ein vorfahrtsberechtigter PKW kommt, der NICHT rechtzeitig abbremsen kann......

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