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Studie zur Verkehrswende: Am Ende steigen die Deutschen doch ins Auto
DPA

Fahrradfahren und Carsharing liegen im Trend - trotzdem bleibt das Auto Verkehrsmittel Nummer eins. Pro Haushalt gibt es im Schnitt nun sogar mehr als einen Pkw.

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echoanswer 14.11.2018, 18:07
1. Am Ende muss

der Deutsche ins Auto steigen. Auf dem Land brauchen Mutter, Vater und das Kind in der Ausbildung ein Auto. Weil es keinen öffentlichen Nahverkehr mehr gibt. Ohne Auto keine Versorgung, kein Arzt, kein Job, keine Schule. Schulwege von 50km zum nächsten Gymnasium sind kein Einzelfall. Das Geschwätz der Politiker und Analysten ist unerträglich, wenn gleichzeitig durch Sparmaßnahmen an den falschen Stellen alle Alternativen abgeschafft werden. Falls es auf dem Land doch noch Busse oder gar Bahn geben sollte, dann ist ein eigenes Auto auch noch billiger in der Unterhaltung als die Fahrpreise.
Die Verlogenheit deutscher Politik ist weltweite Spitze.

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j.ogniewski 14.11.2018, 18:18
2. Ein paar Kommentare

1. Das Elektro-Autos Zweitfahrzeuge sind sollte einleuchten. Ein Auto muss alles leisten, was man damit unternehmen muss/will, da hilft auch das oft bemühte Argument nicht, dass Elektro-Autos für die meisten Fahrten ausreichend wären. Die meisten sind halt nicht alle. 2. Ausserhalb der Städte sind Öffis einfach keine richtige Alternative - zu wenig Strecken, zu wenig frequentiert, zu langsam, zu teuer. Da sollte es nicht wundern, dass die meisten da Auto fahren, oft sogar darauf angewiesen sind. 3. Um die Verkehrswende zu beschleunigen, müsste massiv in die Alternativen zum Auto investiert werden. Mehr Busslinien, häufigere Abgänge, billigere Tickets (am besten kostenlos), bessere Radwege. Die Alternativen auszubauen macht auch mehr Sinn als jede Verbots-Debatte.

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Moppelkotze 14.11.2018, 18:20
3. Alternative?

Welche Alternativen zum Auto gibt es denn auch auf dem Land? Carsharing/ÖPNV? Pustekuchen. Insbesondere für Schichtarbeiter. Hier fahren fast keine Busse vor 8 Uhr und wenn dann nur alle 1-2 Stunden und bis maximal 20 Uhr. Damit können die allerwenigsten auf das Auto verzichten.

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luganorenz 14.11.2018, 18:25
4. Grund für den geringen Absatz von e-Autos?

Es gibt sie nicht zu kaufen!
Ich bin mir sicher, das ein E-Touran oder ein E-Octavia weggingen wie warme Semmeln.

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st.esser 14.11.2018, 18:28
5. Überwiegend Kurzstrecken

Auch bei mir sind wahrscheinlich über 95% der Fahrten kürzer als 20 Km, aber trotzdem kommen etwa die Hälfte der Jahreskilometer von Langstrecken über viele hundert Kilometer.

Das Argument, dass fast alle Strecken kurz sind, ist nur relevant wenn es praktikable Alternativen für die langen Strecken gibt, und für mich ist das definitiv nicht der Fall - das dürfte für viele Andere auch gelten.

Wenn ich im inneren Stadtgebiet einer Großstadt leben würde, dann könnte ich meine Reisen weitgehend mit Bahn und Bus erledigen, aber selbst dann bleiben Urlaubsfahrten mit Familie und mehr Gepäck als man sinnvoll im Zug mitnehmen könnte, für die ich ein eigenes Auto haben wollte. Und zwar eins, das auch 800 Km ohne längere Zwangspausen fährt.

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Zeugma 14.11.2018, 18:28
6. Verinfachungen ...

... führen nicht weit.
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Natürlich gibt es viel Bequemlichkeit, aber es gibt gerade den ländl. Raum, wo man ohne Auto völlig verloren ist oder ein unbegrenztes Zeitbudget haben muss. Und dann gibt es Fälle wie meinen: Ich bin weder faul noch dumm - ich pendle mit dem Rad zur Arbeit und bin jedes zweite Wochenende wegen Eltern und Schwiegereltern ins Sauerland und in den Thüringer Wald unterwegs. Manchmal, wenn Not am Mann ist, auch nur für wenige Stunden. Ich wohne im Schwarzwald.
=> ohne Auto hätte ich gar keine Chance, diese Personen zu besuchen und ihren Alltag mitzuorganisieren. Mit einem Elektroauto hätte ich auch keine Chance (davon abgesehen, dass die ökolgisch ein Irrweg sind in der jetzigen Form; die reichen niemals an meinen kleinen Diesel ran ...).
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So, jetzt warte ich auf den ersten Superschlaui, der mir erklärt, dass mein Autobedürfnis erlogen ist (schon vorgekommen) oder meine Eltern/ Schwiegereltern halt umziehen sollen (auch schon vorgekommen).

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ayee 14.11.2018, 18:40
7. Wie sie sich alle rechtfertigen

Fakt ist, die meisten Menschen könnten z.B. problemlos kleinere Autos fahren und damit deutlich Ressourcen sparen. Wenn man dann zweimal im Jahr doch ein größeres braucht, mietet man halt mal ein größeres. Am Ende muss man aber festhalten, dass Bequemlichkeit, Status, Gedankenlosigkeit bei den meisten einfach größer sind, als die Vernunft.

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Zeugma 14.11.2018, 18:40
8. Meine 35tkm/a ...

... fahre ich übrigens mit diesem Wagen: https://www.adac.de/_ext/itr/tests/Autotest/AT5338_Peugeot_208_BlueHDi_100_STOP_START_Allure/Peugeot_208_BlueHDi_100_STOP_START_Allure.pdf
Schön lang übersetzt, ideal für die Autobahn und deshalb so unbeliebt bei den Autotestern, weil kein Durchzug ... die Herren Motor"journalisten" haben heute offenbar Probleme mit dem Runterschalten.

Sehe ökologisch damit mich ganz gut unterwegs als jemand, der mit zwei Personen auf ein Auto angewiesen ist.

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_Grunzi_ 14.11.2018, 18:46
9. Einfacher Grund:

Sprit ist zu billig

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