Forum: Auto
Stuttgart: Aktivisten packen falschparkende Autos in Folie ein
Christine Lehmann

An den falschen Stellen geparkte Autos können für Radfahrer und Fußgänger schnell sehr gefährlich werden. In Stuttgart haben Aktivisten das Problem jetzt mit einer charmanten Aktion prominent gemacht.

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hosenmatz15 21.12.2017, 06:21
270. Schade dass es soweit kommen muss

Ja es ist richtig, dass die Aktion an Selbstjustiz grenzt. Aber die Frage ist, was bringt die Leute dazu. Wenn die Polizei endlich anfangen würde auch andere Verkehrsdelikte als überhöhte Geschwindigkeit konsequenter zu ahnden würde ein solches Probleme wie Falschparker deutlich weniger geben. Dazu kommt dieser in Deutschland völlig lächerliche Bussgeldkatalog verglichen mit anderen EU Staaten. Wer 5 € zahlen muss weil er seine 50.000€-Limousine falsch abgestellt hat, wird dies das nächste mal auch tun da es für ihn immer noch billiger ist als lange in der Stadt nach einem geeigneten Parkplatz zu suchen..

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benmartin70 21.12.2017, 08:19
271.

Zitat von k-lab
Das ist Selbstjustiz einer unausstehlichen Gattung von Menschen, die in meinen Augen kein Deut besser sind als die Falschparker.
Doch, diese haben nicht falsch geparkt. Das ging zuallerst von diesen aus.
Es ist doch so einfach, nicht falsch parken, alles gut. Ich parke falsch dann muss ich mit den Konsequenzen leben, in aller erster Linie mal ein Knöllchen oder Abschleppen. In Stuttgart war jetzt das ein oder andere eingepackte Auto dabei, wo ist das Problem.

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bessernachgedacht 21.12.2017, 08:25
272. keine Sachbeschädigung?

Was ist, wenn der Autobesitzer seine Standheizung vorprogrammiert hat und diese mit ihren Abgasen beim Starten sie Folie in Brand setzt? Springt das Feuer dann auch noch über, können sogar Menschen ums Leben kommen...

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Tostan 21.12.2017, 09:30
273.

Zitat von benmartin70
Nichtsdestotrotz können Sie im Schadenfall aufgrund Falschparkens eine Teilschuld mit angerechnet bekommen.
Richtig und unbestritten, das ist aber Sache der Versicherungen, nicht sache der Polizei und des Ordnungsamtes.
Diese verteilen nur "Knöllchen" - und beim Falschparker eben wegen Falsch parken und Behinderung des Straßenverkehrs. Es wird auch die versicherungstechnische Schuldfrage nicht geklärt.
Erst wenn die Unfallbeteiligten ihre Hergangsschilderung an die Versicherung geben schauen diese wie es am billigsten reguliert werden kann - und da ist dann schnell das Argument da "aber der andere hat falsch geparkt -- soll dessen Versicherung einen Teil übernehmen" Das hat aber nichts mehr mit Bußgeldern zu tun, nur mit Versicherunsprozenten.

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rennflosse 21.12.2017, 09:34
274. Nicht zur Nachahmung empfohlen

Zitat von karlkadaveraas
Die Dänen haben einfach begriffen das Geldbussen weh tun müssen.... https://www.bussgeldkataloge.eu/bussgeldkatalog-daenemark.html Und falls Sie in DK mal irgendwo in der Pampa ein einsames Auto stehen sehen - da ist der Fahrer wohl gerade mal Leuchtmittel holen. Denn bei mangelhafter Beleuchtung wird neben dem obligatorischen Bußgeld von ~135,00 Euro gern auch mal ein Verbot der Weiterfahrt bis zur Schadensbehebung ausgesprochen. Unzählige "Einäugige" wie in D sehen Sie in DK nicht - weil das richtig unangenehm werden kann. Finde ich gut.
Sehen Sie, das bestätigt doch meine Sichtweise. Es geht den Dänen nur ums Abkassieren. Anscheinend ist der Staatshaushalt so klamm, dass man die Autobesitzer unverhältnismäßig zum Dauerprügelknaben machen muss.
Haben Sie schon mal versucht, an einem modernen Auto ein Leuchtmittel zu wechseln? Viel Spaß. Ohne Werkstattaufenthalt geht das gar nicht mehr. Termin in vier Wochen. Und selbst bei fast neuen Fahrzeugen sehe ich viele Einäugige herumfahren. Die Technik taugt nichts, der Kunde wird gleich dreifach abgezogen. Vom Hersteller, von der Werkstatt und der Polizei.
Vielen Dank, dass ich nicht in DK leben muss.

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Tostan 21.12.2017, 09:35
275.

Zitat von krautrockfreak
Nur in Deutschland klappt das nicht so recht. Parke ich in Holland oder der Schweiz z. B. falsch, tut das richtig weh. Entsprechend verhalte ich mich dann auch. Aber wenn keine echte Strafe droht, was will man dann erwarten?
Eben. Nur was denken Sie was passieren würde, wenn plötzlich niemand mehr Falsch parkt weil es empfindlich teuer wäre? Und Niemand mehr zu schnell fährt weil jedes km/h drüber weh tut(wie in der Schweiz)?
Die Kommunen müssten schmerzhafte Einnahmeausfälle kompensieren ... denn die Ordnungsämter sollen ja nicht für Ordnung sorgen sondern für Einnahmen! Das ist meiner Ansicht nach der einzige Grund für diese geringen Strafen bei Ordnungswidrigkeiten.

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benmartin70 21.12.2017, 10:37
276.

Zitat von Tostan
Richtig und unbestritten, das ist aber Sache der Versicherungen, nicht sache der Polizei und des Ordnungsamtes. Diese verteilen nur "Knöllchen" - und beim Falschparker eben wegen Falsch parken und Behinderung des Straßenverkehrs. Es wird auch die versicherungstechnische Schuldfrage nicht geklärt. Erst wenn die Unfallbeteiligten ihre Hergangsschilderung an die Versicherung geben schauen diese wie es am billigsten reguliert werden kann - und da ist dann schnell das Argument da "aber der andere hat falsch geparkt -- soll dessen Versicherung einen Teil übernehmen" Das hat aber nichts mehr mit Bußgeldern zu tun, nur mit Versicherunsprozenten.
Sie wären wahrscheinlich mit der erste wenn die Versicherungen freizügig regulieren würden und Ihre Prämie jedes Jahr steigen würde.
Und ein Ablehnung oder Einräumung Teilschuld ist natürlich immer mit einer rechtlichen Komponente verbunden (entspr. polizeilicher Meldung oder Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft).

Unterm Strich ist es dem Falschparker doch Wurst wo er Geld verliert - zuerst beim Knöllchen und dann evtl noch weil der evtl entstandene Schaden an seinem KFZ nur teilweise beglichen wird. Wenn deliktunfähige Kinder beteiligt sind - gar nicht.
Was mir natürlich unendlich leid tun würde.

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wombie 21.12.2017, 11:10
277.

Zitat von Tostan
Eben. Nur was denken Sie was passieren würde, wenn plötzlich niemand mehr Falsch parkt weil es empfindlich teuer wäre? Und Niemand mehr zu schnell fährt weil jedes km/h drüber weh tut(wie in der Schweiz)? Die Kommunen müssten schmerzhafte Einnahmeausfälle kompensieren ... denn die Ordnungsämter sollen ja nicht für Ordnung sorgen sondern für Einnahmen! Das ist meiner Ansicht nach der einzige Grund für diese geringen Strafen bei Ordnungswidrigkeiten.
Bei diesen geringen Parkstrafen ist das Verteilen von Tickets für die Kommunen mit Glück ein Nullsummenspiel. Es müssen ja nicht nur Aufschreiber bezahlt werden, sondern auch Büroarbeitsplätze und Verwaltungspersonal bereitgestellt werden. Zusätzlich erhöht sich der Verwaltungsaufwand dann noch durch renitente Sünder, die aus Prinzip gegen jedes Ticket Widerspruch einlegen.
Eine Erhöhung der Strafen von 50 Euro aufwärts würde die Disziplin erhöhen und es könnten aufgrund der besseren Kostendeckung vernünftig entlohnte Mitarbeiter für eine dichtere Überwachung eingestellt werden mit entsprechenden Auswirkungen auf die Binnennachfrage. Dies gilt für den ganzen Bußgeld- Ordnungswidrigkeitenkatalog, die Strafen für andere Verkehrsvergehen sind ebnso lachhaft niedrig und die Überwachung entsprechend schwach.

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ansv 21.12.2017, 12:08
278.

Zitat von rennflosse
Haben Sie schon mal versucht, an einem modernen Auto ein Leuchtmittel zu wechseln? Viel Spaß. Ohne Werkstattaufenthalt geht das gar nicht mehr. Termin in vier Wochen. Und selbst bei fast neuen Fahrzeugen sehe ich viele Einäugige herumfahren. Die Technik taugt nichts, der Kunde wird gleich dreifach abgezogen. Vom Hersteller, von der Werkstatt und der Polizei. Vielen Dank, dass ich nicht in DK leben muss.
Von Hersteller und Werkstatt lassen Sie sich ja selbst ganz wissentlich "abziehen", nicht? Fehlendes Licht ist ein Sicherheitsproblem, der Fahrer sieht schlechter und er wird auch schlechter gesehen. Ich kann nicht verstehen, wie man so herumfahren kann und finde es richtig, dass der Staat Druck ausübt, den die Fahrer hoffentlich an diese Werkstätten und Hersteller weitergeben - weil sie selbst das gar nicht mehr merken.

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Klaus Busse 21.12.2017, 13:22
279. Jein.

Zitat von markus_wienken
Tja, und wenn Sie beim Vorbeiquetschen und beim Beschädigen des Autos erwischt und Dingfest gemacht werden, so werden Sie sich an den Kosten der Beseitigung der Sachbeschädigung beteiligen dürfen. Ist halt eben so.
Der Beitragschreiber wäre vermutlich strafmündig, aber sein auf dem Bürgersteig radelnder „Sohnemann“ eher nicht. Und nein, Eltern haften nicht für ihre Kinder.
Wenn Sie ihre Karre auf dem Bürgersteig parken, und das Kind dann dort einen Kratzer verursacht, ist das Ihr Problem.

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