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Synthetische Kraftstoffe: Hoffnungsträger für ein Auslaufmodell
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Emissionsfrei fahren trotz Verbrennungsmotor? Sogenannte E-Fuels sollen genau das ermöglichen - und den Autoherstellern Zeit verschaffen.

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wolly21 14.12.2016, 13:36
110. Wo in D

Zitat von marcaurel1957
Hirn ist schon wichtig....Erfahrungen aber auch! Ich fahre oft Strecken, die kein E mobil ohne stundenlangen Aufenthalt schafft. Durchaus geplant und wenig spontan. Wie kommt es, dass ich Tesla nur mit 120 über die Autobahn schleichen sehe... hoffen die, den Supercharger noch zu erreichen?
können Sie längere Strecken mit 230 kmh fahren? (Staus, Begrenzungen)
In den meisten EU--Ländern gibt's 130 kmh Grenzen.
Und wenn die Diesel-Emissionen beschränkt werden?
Wenn Innenstädte fr Diesel gesperrt werden (wird in Mnchen und anderen Städten bereits diskutiert)?
Außerdem reichlich bescheuert 800 km "am Stück" zu fahren, nicht Bahn oder Flieger zu benützen. (Oder IT-Schaltkonferenzen). Ihre Partner residieren sicherlich nicht "auf den Dörfern".

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Klimagas 14.12.2016, 13:49
111. Sie haben recht lieber sysop,

Zitat von tempus fugit
....dass sie sich weiterentwickelt, leichter, simpler, billiger, leistungsfähiger. Bei einem Golf von mir flog nach 30.000 km - Tag nach 'Inspektion' - der Motor auseinander, - damals 'Kulanzregelung' mit Kostenbeteilugng - weil VW sonst einen lokal doch wichtigen Kunden verloren hätte... So wird's/würde es auch bei E-Autodefekten gehen, sowas regelt der Wettbewerb ergo der Markt. Nichts ist teuerer als ein verlorender Kunde, wer mal im Wettbewerb stand, wird Ihnen das bestätigren... (>))) Erstaunlicherweise hört/liest man praktisch nichts zu 'Garantieproblemen' - wäre doch ein gefundenes Fressen für die Gegner der E-Mobilität?!...
das Gefasel dieses Aufschneiders ist keiner Antwort wert, weshalb Sie zwei meiner Antworten unterdrückt haben.

Er polemisiert gegen "Verbrenner", fährt nach eigener Aussage kaum Auto und ist trotzdem ein lokal wichtiger Kunde beim VW-Händler, der solche Verbrenner verkauft.

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blackbike67 14.12.2016, 14:03
112.

Egal was die Kraftstoffbranche noch erfindet: Es wird vergebene Energie sein:
Der Akkuantrieb wird siegen: Wenn bspw. im nächsten Jahr der Opel Ampera-e herauskommt, gibt es (noch etwas teureres) ein Elektrofahrzuge,welches wohl auch im echten Leben auf der Straße so auf 300-400 km Reichweite kommt ohne gleich so komisch auszusehen wie der BMW i3.
Hat man zuhause eine Lademöglichkeit, muss man sich auch viel weniger Gedanken um die Reichweite machen, da man dann eben bei normalen Pendelstrecken nur einmal die Woche an die Steckdose muss und auch Spontan größere Stecken zurücklegen kann. Gleichzeitig bietet dieser Wagen normalen Platz.

Mein erster Wagen , ein Opel Kadett, hatte eine ähnliche Reichweite. Bei dem musste ich zur Tankstelle fahren, den anderen kann ich zuhause über Nacht aufladen.

Die Preise für die Elektroautos werden weiter fallen, sprich die der Akkus bei steigender Kapazität.
Es wird nicht mehr lange dauern, da wird die Hardware die Elektroautos wesentlich billiger werden als die bei Verbrennern: Getriebe und Abgasreinigung entfallen, E-Motoren sind wesentlich billiger als Verbrenner.
Gleichzeitig werden die Wartungskosten wohl sinken, da die Wechselintervalle steigen.
Liest man die Erfahrungen von Elektroautofahrern, scheinen die Kapazitäten der Akkus auch besser als befürchtet ihren Wert über Jahre zu behalten.

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tempus fugit 14.12.2016, 15:16
113. Wenn ein Energieträger...

...wie Benzin oder Diesel (abgesehen vom Aufwand Pèrospsektieren, Bohren bis zur Zapfpistole) dann so 80-85% seines Energiegehaltes
umweltversauend durch die Auspuff pufft, hat diese Technikl gegenüber E-Mobilität kaum noch Chancen.

Und das ist gut so!

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Gleichstrom 14.12.2016, 16:05
114.

Die Steinzeit brauchen wir nicht wieder...

Bis an 100 % ist auch etwas optimistisch. Wenn ich lang genug meine Heizung voll ausnutze, gerät der Wagen auch im Winter zur Sauna, und Abgas auf Umgebungstemperatur kommt immernoch nicht raus. Die Wärme, die den Innenraum heizt, kommt i.A. aus dem Kühlwasser, die, die mit dem Abgas entweicht, ist weg, diesenfalls ist da auch keine Turbine oder Ähnliches, die davon etwas wiederabgreifen kann.

Neutral... Ja, aus der Luft entnehmen wird schwierig. Anbieten würde es sich, solche Emissionen bevorzugt in den Prozess einzuspeisen, die sich vorläufig nicht vermeiden lassen, z.B. aus Gaskraftwerken. Würden deren Betreiber für das verwendete Material entlohnt, ließe sich auch deren Attraktivität gegenüber Kohle steigern, die ja hin und wieder sabotiert wird.

Die ganze Synthese ließe sich allerdings auch einsparen, indem Wasserstoff, wie schon von irgendwem erwähnt, verwendet wird. Der ist nicht ganz unkritisch, hat aber n paar coole Eigenschaften als Brennstoff, die Kohlenwasserstoffe nicht haben (Abmagerungsfähigkeit, Kühlung der Zylinderladung beim Verdampfen, ...). Der direkte Konkurrent wäre dann eine Brennstoffzelle und E-Motor, wo ja auch gern utopische Wirkungsgrade in Umlauf gebracht werden (man sucht sich den besten Wirkungsgrad der Kette aus, im Bestpunkt der jeweiligen Maschine, und gibt den überall an), real von etwa 50 % von Tank bis Welle auszugehen ist. Etwa da liegt das praktisch erreichbare Maximum eines H2-Verbrenners, die Leistungsdichte verbleibt etwa im Bereich wie bei HCs. Läuft am Ende wieder auf sich ergänzende Eigenschaften hinaus. Antriebe sind keine Religionen. Man kann mehrere haben und mindestens einen braucht man.

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naturalscience 14.12.2016, 20:12
115. Erfahrungen aus dem eigenen Unternehmen

Zitat von wolly21
Außerdem reichlich bescheuert 800 km "am Stück" zu fahren, nicht Bahn oder Flieger zu benützen. (Oder IT-Schaltkonferenzen). Ihre Partner residieren sicherlich nicht "auf den Dörfern".
In dem Unternehmen in dem ich arbeite sind viele Mitarbeiter ständig auf Tour (ist nicht mit IT-Schaltkonferenzen zu machen). Soweit möglich wird die Bahn genutzt. Aber versuchen Sie einmal aus dem Rhein-Main-Gebiet z.B. per Bahn nach Aue, Aurich oder Greifswald zu gelangen (Zeitfaktor). Über die Ökobilanz des Fliegens reden wir besser nicht!

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naturalscience 14.12.2016, 20:31
116. Was Sie möglicherweise übersehen

Zitat von blackbike67
Die Preise für die Elektroautos werden weiter fallen, sprich die der Akkus bei steigender Kapazität. Es wird nicht mehr lange dauern, da wird die Hardware die Elektroautos wesentlich billiger werden als die bei Verbrennern:
Zwar werden die Produktionskosten aufgrund Skalierungseffekten fallen. Andererseits benötigen Sie Rohstoffe, die nun einmal nicht in unbegrenzten Mengen zur Verfügung stehen - sprich ein Teil der Skalierungseffekte dürfte durch erhöhte Rohstoffpreise aufgefressen werden - zumindest bei der aktuellen Technik.
Größter Anbieter in diesem Bereich ist China - will selbst E-Autos bauen - China dürfte damit ein Interesse an hohen Preisen für die Konkurrenz haben. Einen Exportstopp für seltene Erden gab es ja schon einmal.
Dürfte bedeuten daß die Neuwagenpreise wohl kaum unter 25tsd € für akzeptable Reichweiten fallen dürften (optimistisch) bei einem Medianeinkommen von ca. 30tsd €. Sollte man mal daran denken den öffentlichen Verkehr massiv auszubauen.
Nicht zu vergessen daß sich diese Technologie aufgrund der Bedingungen in Regionen wie Südamerika, weiten Teilen Asiens nicht durchsetzen dürfte.

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roughneckgermany 14.12.2016, 22:51
117. Flari

Ich habs nichts von einem Gemisch für FCV geschrieben. Da Wasserstoff von vielen für viel gefährlicher gehalten wird, habe ich das Stadtgas erwähnt. Gasspeicher haben wir ohne Ende. Deutschland ist quasi das Erdgaslager Europas. Je nach Produktion und Bedarf dürfte es mit Sicherheit möglich, Wasserstoff in einer solchen Kaverne zwischenzulagern. Alternativ gibt es Städte wie z. B. Flensburg, die Wind- und Photovoltaikstrom vergasen werden, der sonst einfach weggeregelt wird. Den Wasserstoff kann man örtlichen Tankstellen für das FCV kaufen.

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warum_nicht? 15.12.2016, 06:25
118.

Zitat von litholas
Flugzeuge könnten durch Magnetschwebebahnen fast obsolet gemacht werden, und Schiffe durch Güterschienenverkehr - beides kann in einem globalen Stromnetz komplett mit Solarstrom betrieben werden. Güterschienenverkehr könnte in einem isolierten Stromnetz auch die Solarstromspitze um Mittag herum nutzen. 500.000-Tonnen-Frachtschiffe könnten pro 100.000 Tonnen Akkus etwa 5000km weit fahren. Die kosten eine Milliarde Euro, also etwa 50 Millionen Euro pro Jahr; allerdings schafft das Schiff auch etwa 8 Mrd Frachttonnenkilometer pro Jahr - ergibt 0,6 Cent pro Tonne pro km für die Akkus.
Transkontinental nicht geeignet, Ihre Vorschläge. Eine Brücke über den Atlantik ist nicht realisierbar, ein Schiff mit 5000 km Reichweite ist auch nur küstennah einsetzbar. Frachtensegler sind da eine bessere Alternative, Personenfernverkehr mit Magnetschwebebahnen schon alleine auf Grund der Infrastruktur zu teuer. Von Problemen mit Landesgrenzen will ich erst gar nicht anfangen.

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Klimagas 15.12.2016, 08:17
119. Man kann Strom

Zitat von LFritze
Sie kennen die Elektrolyse, ich kenne sie - bloss der vermutlich deutschsprachige Verfasser an der RWTH Aachen schreibt ernsthaft "Mit Hilfe von Elektrolyse kann man Strom in Wasserstoff umwandeln". Auf die Versuchsanordnung hierzu ist die gesamte Wissenschaft schon sehr gespannt. Man kann Strom in Licht umwandeln, in Wärme, in Antriebsenergie - aber sicher nicht in Cola, Rollmöpse oder Wasserstoff.
auch nicht in Wärme, Antriebsenergie oder Licht umwandeln. All das sind Wirkungen des elektrischen Stromes. Man kann elektrische Energie in Wärmeenergie, Lichtenergie, Antriebsenergie umwandeln oder eben z.B. bei der Elektrolyse in chemische Energie.

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