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Taxifahrer teilt gegen Scheuer aus: "Schöne neue Welt der Mobilität - da muss ich lac
DPA

Die Regierung will Regeln für Uber und Co. lockern. Dagegen demonstrieren Taxifahrer wie unser Autor. Der Kleinunternehmer warnt vor Geschenken für Großkonzerne, die für die Gesellschaft teuer werden.

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juttakristina 11.04.2019, 13:40
140.

Zitat von Hartmut Schwensen
Jede Gesellschaft muss eine gewisse Disruption ertragen. War bestimmt auch mal hart für die Hufschmiede, aber so ist das halt.
Hartmut Schwensen,

welche Veränderung wollen Sie denn? Noch vollere Straßen? In dem Fall hätten Sie Recht. Ansonsten sollte man solche "Weisheiten" nicht pauschal durch die Gegend schmeißen sondern zumindest mal hinterfragen, was genau die Hintergründe und Zusammenhänge sind.

Man könnte ja auch aus den Fehlern Anderer lernen, wie z. B. San Francisco, Madrid usw., aber nein, der Andi Scheuer hat das nicht nötig...

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juttakristina 11.04.2019, 13:42
141.

Zitat von Eine Stimme der Vernunft
Wenn die Taxis so gut sind braucht sich der Autor ja keine Sorgen zu machen und wenn der Kunde dann doch etwas anderes wählt, ist es wie überall in der Marktwirtschaft, König Kunde entscheidet welche Dienstleistung er nutzen möchte. Den Staat braucht da Keiner. Schon gar nicht um ein Monopol mit entsprechenden Preisen zu erhalten.
"Eine Stimme der Vernunft",

ähem, Sie haben schon mitbekommen, dass es auch um Reduktion des Individualverkehrs gehen soll, mit diesen neuen "Taxis" ohne Verpflichtung, ohne Personenbeförderungsschein usw. usw. gerade das Gegenteil eintritt?

Sollte man bei dem Nick schon mal bedacht haben oder den Nick korrigieren...

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neurobi 11.04.2019, 13:44
142.

Nein, die Regeln sollten nicht gelockert werden. Im Gegenteil die Regeln sollten viel konsequenter durchgesetzt werden.

Da Taxifahrer eh schon am unterern Ende der Einkommen angesidelt sind ist davon auszugehen, dass Uber und Co. lediglich durch die Umgehung und dem Aushebeln von Regeln billiger sein können.

Wenn jetzt aber die Regeln lockern will ist etwa das gleiche, als wenn man ein Regel einführt will die besagt, dass Steuerhinterziehung legalisiert wird.

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juttakristina 11.04.2019, 13:46
143.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Dazu kommen Krankenkassenbeiträge, Beiträge für eine hoffentlich vorhandene Rentenversicherung und zuletzt Umsatzsteuer, Einkommensteuer und ggf. Gewerbesteuer." Die Umsatzsteuer wird nur durch die Unternehmen, hier die Taxifahrer, abgeführt, aber der Kunde zahlt als Endverbraucher diese Steuer. Und die Gewerbesteuer unterliegt einem Grundfreibetrag in Höhe von 24.500 Euro pro Jahr. Ich möchte den Solo-Taxifahrer sehen, der Gewerbesteuer zahlt. Die Krankenversicherung muss jeder zahlen, zumindest jeder sozialversicherungspflichtige. Für die Fehlkonstruktion der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Politik verantwortlich. Hier werden durch die Taxifahrer "Nebenkriegsschauplätze" aufgemacht, um von ihrem eigentlichen Monopol abzulenken. Die Taxifahrer müssen sich daran gewöhnen, dass die Zeit der Monopole vorbei ist und sie lernen müssen, sich dem Wettbewerb zu stellen. Andreas Scheuers Reform ist nur der erste Schritt in einen richtigen Angebots- und Nachfragemarkt im Personentransport.
Nordstadtbewohner,

NEIN, ist er nicht! Es ist absolut nicht sinnführend, durch diese neuen Modelle den Individualverkehr noch zu erhöhen und ÖPNV und Taxis, wie es so schön ausgedrückt wird, zu kannibalisieren!

Inwiefern Monopol? Sie können schon seit vielen Jahren alternativ zu Taxis Funkmietwagen nutzen. Die dürfen zwar keine Fahrgäste unterwegs irgendwie einladen, sofern sie nicht bestellt wurden, aber die Fahrer müssen z. B. auch einen Personenbeförderungsschein haben und die Fahrt mit Funkmietwagen kostet fast immer weniger als mit dem Taxi.

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enfield 11.04.2019, 13:46
144. hmm

Zitat von till_wollheim
Das klingt aber sehr nach Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft im Soziologischen Studium! Vollkommen verquer und unsinnig. Fakt ist, daß das Taxigewerbe sozialistisch geregelt ist und dadurch zu unflexiblen, hoch überteuerten verkrusteten Strukturen führte - ein alter Zopf gehört eben doch abgeschnitten!
Argumenativ ist das ja nun ziemlich dünn aber geschenkt! Was Sie aber einen Fakt nennen, ist ganz eindeutig nur Meinung. Schön ist dabei, dass Ihre Meinung keine Mehrheit findet - vielleicht auch weil Ihre Meinung eben die Fakten ignoriert ;-)

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neurobi 11.04.2019, 13:50
145.

Zitat von paulpaulpaul2323
Haha: "Der Fahrer schlägt als Profi im Straßenverkehr die armselige Routenführung von Google Maps immer und überall." Das ist der beste Satz, den ich je gelesen habe :D Kaum ein Taxifahrer fährt ohne Navigation und meist mit dem suboptimalen On-Board Navi. Google Maps hat die präzisesten Karten und dazu noch Stau-Vorhersage. Es ist absurd zu behaupten, dass die Aus-dem-Kopf Navigation das schlagen könnte.
Und trotzdem sind die Routen meines alten Garmins in der Regel deutlich besser als bei Google Maps auf dem Smartphone.

Und wo ich mich auskenne, bin ich auch besser als Garmin oder Google Maps. Aber das nur am Rande ...

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juttakristina 11.04.2019, 13:51
146.

Zitat von Objectives
Kann den Unmut der Taxigewerbenden sehr gut verstehen, aber für den Kunden ist mehr Wettbewerb einfach nur wunderbar. Und da ich kein Taxifahrer bin, sondern Kunde, kann es mit der Lockerung der Regeln für Uber und Co. gar nicht schnell genug gehen!
Objectives,

mehr Wettbewerb braucht aber faire Regeln und die sind in diesem Fall nicht gegeben zu Lasten der Taxifahrer!

Bei Funkmietwagen zahlen Sie auch weniger als bei Taxen. Müssen Sie halt anrufen oder ggf. in der Stadt in die Zentrale gehen, weil die nicht einfach Leute auflesen dürfen. Aber die Fahrer haben wenigstens auch einen Personenbeförderungsschein gemacht und da geraten Sie nicht an irgendeinen Heiopei, der den Führerschein im Lotto gewonnen zu haben scheint.

Na ja, Sie finden es sicher auch toll, z. B. für ca. 13 € Köln/Bonn - Berlin zu fliegen, dass da ggf. ein prekär "beschäftigter" Pilot, sprich Scheinselbstständiger, im Cockpit sitzt, der unter Umständen wegen Krankheit ins Bett gehörte, sich aber nicht traut, weil er dann keinen neuen Flug mehr bekommt, stört Sie dann wahrscheinlich auch nicht.

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Harald Schmitt 11.04.2019, 13:57
147. Konkurrenz belebt das Geschäft

Die Taxi Fritzen sollten sich mal dem Wettbewerb stellen.
Wenn ich schon die ganzen verdreckten und verbeulten Karren mit den mürrischen, gebrochen deutsch sprechenden Fahrern sehe, wo dann durch die Stadt gerast wird, fast jede Ampel bei rot und ordentlich geschimpft.
Es gibt nicht mal ne einheitliche Nummer um eins zu bestellen, keine brauchbare App oder Übersicht wie, wo, wann und für wieviel man ein Taxi bekommt.
Die haben die Digitalisierung verschlafen, wozu haben die denn Verbände, damit die nur jammern und ewig in der Vergangenheit leben?!

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juttakristina 11.04.2019, 13:59
148.

Zitat von BerndSchneider
..in Großstadtregionen wie San Diego oder Las Vegas mit Uber/Lift unterwegs zu sein. Die Apps sind kinderleicht zu bedienen, funktionieren im Prinzip weltweit, wenn es ein Angebot gibt. Die Fahrer sind nett, fahren keine Umwege, weil sich das nicht lohnt. Saubere Autos, nette Fahrer und gute Musik sind die Regel. Die Bezahlung läuft automatisch und problemlos über die App, man muss nicht mit Geld oder Kreditkarte hantieren. Die Fahrpreise liegen je nach Region bei ca. 60 % der Taxitarife - klar, dass sich das Taxigewerbe in Ballungsräumen Sorgen machen muss. Alle von mir befragten Fahrer sagten, dass sie Vollzeit für Uber/Lift fahren und von dem Einkommen leben könnten. Ich denke, hier in Europa werden die Aspekte eines zusätzlichen Angebotes falsch gewichtet - die Anbieter schaffen neue Beschäftigung und ersetzen eher Leihwagen oder öffentliche Verkehrsmittel.
BerndSchneider,

das gilt vielleicht für Ihre Sicht, stimmt aber objektiv gesehen nicht! Nein, diese Städte haben dadurch Probleme, weil sie Leihwagen oder ÖPNV nicht ersetzen sondern nur für noch mehr Individualverkehr sorgen! Busse und Bahnen haben bestimmte Haltestellen, an denen man zu- oder aussteigen kann. Den Rest geht man zu Fuß oder so. Bei Uber & Co. lässt man sich vor die Tür bringen... D. h. z. B. der Bus befördert normalerweise 50 Leute auf Strecke A nach B. In ALLEN Städten, in denen Uber und Konsorten bisher zugelassen wurden, haben sie eigentlich nur dem ÖPNV und normalen Taxis Kunden abspenstig gemacht, es sind aber nicht Leute vom eigenen PKW umgestiegen! Das bedeutet, dass vielleicht 25 Leute aus dem vorher genannt Bus stattdessen jetzt Uber benutzen und da sie dann verschiedene Ausgangs- und Endpunkte haben, bedeutet das dann 25 zusätzliche Wagen, die unterwegs sind und natürlich der Bus, der die verbliebenen 25 Leute transportiert... Merken Sie was? In Zeiten des Klimawandels, wo es wichtig ist, den Individualverkehr zu reduzieren, ist das vollkommen kontraproduktiv!

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juttakristina 11.04.2019, 14:02
149.

Zitat von rwkmc
Taxi fahren ist überteuert. Wenn trotz der extrem hohen Fahrpreise keiner zufrieden ist dann stimmt das System nicht und muss reformiert werden. Freier Wettbewerb bitte auch für andere Monopolbranchen wie z.B. Apotheken.
rwkmc,

dann nehmen Sie doch Funkmietwagen!

Können Sie und andere Foristen vielleicht auch mal über die eigene Nasenspitze hinausdenken? ALLE Städte haben bisher miese Erfahrungen damit gemacht, weil z. B. der Individualverkehr drastisch dadurch zugenommen hat!

Außerdem, für einen freien Wettbewerb braucht es faire Ausgangsbedingungen, die sind aber einfach nciht gegeben, wenn der eine Fahrer zig Pflichten auferlegt bekommt und daher zwangsweise auch mehr verlangen muss und der andere Fahrer praktisch gar keine!

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