Forum: Auto
Taxifahrer teilt gegen Scheuer aus: "Schöne neue Welt der Mobilität - da muss ich lac
DPA

Die Regierung will Regeln für Uber und Co. lockern. Dagegen demonstrieren Taxifahrer wie unser Autor. Der Kleinunternehmer warnt vor Geschenken für Großkonzerne, die für die Gesellschaft teuer werden.

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zensurgegner2016 10.04.2019, 18:05
40.

Zitat von hayakyu-ou
Nicht die Taxen sind zu teuer. Vielmehr ist es so, das die ganzen neuen Alternativen defizitär die tatsächlichen Kosten für Ihre Dienstleistung unterschreiten. Im Falle Uber wird das damit verbundene finanzielle Risiko den Fahrern dazu noch komplett übertragen. Auf diese Art lässt es sich leicht und einfach wirtschaften. Auch wenn bei den Taxen und bei einigen Fahrern ganz klar Nachholbedarf in Sachen Kundenorientierung und Dienstleistung besteht, so ist das Taxi grundsätzlich eine wichtige Säule im Personennahverkehr und Herr Scheuer sollte, das Taxigewerbe im öffentlichen Interesse vor halbseidenen Konkurrenten wie Uber schützen. P.S.: ich bin KEIN Taxifahrer und motze oft genug über die Berliner Droschkenkutscher.
Frage:
Was ist für eine Gesellschaft besser

A: Platzhirsche teile sich ein Monopol auf, bieten Dienste nur in Zentren an, der Kunde zahlt eine 100% Dienstleistung
Hier kosten 15 km Straßenstrecke zwischen zwei Großstädten hin und zurück 60 Euro mit dem Taxi

B: Der Kunde hat eine vieltausendfache Mitfahrmöglichkeit
Viel "Mitnehmen" geschieht auf eh gefahrenen Strecken
Der Dienst ist überall verfügbar, Wartezeiten 10teln sich

All das ist Taxi VS Uberprinzip

Und all das geht nur dank Digitalisierung

Das Taxigewerbe will aber am liebsten den Stand von 1970 erhalten


Wenn der Gesetgeber die Auflagen für Taxikonzerne absinkt und im Gegenzug bei Uber den Stueuerbeschiss verhindert, dann ist der Gesellschaft! gedient

Das dümmste und acht sinnloseste ist es, den jetzigen Istzustand beizubehalten

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rst2010 10.04.2019, 18:07
41.

Zitat von heidelbeere0815
Taxis sind vor allem eins: zu teuer. Warum also soll es dort keinen Wettbewerb geben? Bei Bussen, Bahnen und der Bahn mußte das ja auch unbedingt sein. Sehr zum Nachteil der Mitarbeiter. Also, Taxler: stellt euch nicht so an, stellt euch dem Markt!
zu teuer?
1. die preise/tarife werden von den kommunen festgelegt. jegliches abweichen ist strafbar.
2. wie im artikel zu lesen, bleibt am ende nicht viel über für fahrer oder unternehmen; woraus man chließen kann, wenn andere mobilitästanbieter diese preise deutlich unterbieten, dann kann das wirtschaftlich nicht hinhauen; außer man verzichtet auf das, was fahrgäste über viele jahrzehnte an regeln durchgesetzt haben (das nent sich verberaucherschutz); versicherungen sind nun mal teuer, wenn man unbegrenzt haften muss. sauberkeit und sicherheitz der fahrzeuge kosten geld. und kontrolliert muss das auch alles werden - wie immer zum schutz der fahrgäste.
3. wettbewerb kann es keine geben zwischen streng reguliertem taxigewerbe (reguliert zum schutz der fahrgäste), und solchen, die das ungenügend versichert nebenbei betreiben und sich nicht an das personenbeförderungsgesetz oder die bokraft gebunden fühlen.
4. natürlich kann man die ganzen regelnin den wind schießen; aber bitte: die haben fahrgäste in vielen prozessen erst erzwungen, die gemeinden setzen sie durch. warum mit zweierlei mass messen? warum das ganze theater und alle gerichtsprozesse neu durchackern? das kostet doch unsummen.
5. warum ausländische konzerne pampern, die sich nicht an regeln halten wollen, und die wie erwähnt bis jetzt nur geld verbrannt haben. und wenn alles mit rechten dingen zugeht, auch niemals ausreichend geld verdienen werden. denn wenn die aktionäre ihren anteil haben, dann bleibt für das fahrende personal nichts über.
6. taxifahren ist sozialverträglich, denn mit taxischein kann man sich nicht arbeitslos melden, die werden überall gesucht. warum wohl. weil für den fahrer mit viel glück 5€ stundenlohn bleiben (bei 50% anteil an den einnahmen, von den anderen 50% muss der unternehmer seine kosten bestreiten, ein schuldiger unfall ist hier finanziell eine katastrophe). die fahrer bleiben dir nur, solange sie nichts besseres finden.

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zensurgegner2016 10.04.2019, 18:09
42.

Zitat von caty24
Diesen Stressjob würde Scheuer nicht mal 1 Woche durchhalten. Die Über Unternehmen sollte man generell verbieten da die nur auf Profit ausgerichtet sind. Der Mensch spielt nur eine untergeordnete Rolle Schade,dass hier im Forum Schimpfwörter verboten sind.
Scheuklappendenken von Vorgestern

50.000 Autos fahren von A nach B
Wenn einer dieselbe Strecke zurücklegen muss fährt das 50.0001 Auto, einTaxi, zu horrenden Preisen
Mit der Uber App kann man die 50.000 eh fahrenden Autofahrer nach Mitnahme anfragen

Es ist doch Schwachsinn, dass eine Gesellschaft solch ein Potential nicht nutzt, nur weil eine Zunft auf biegen und brechen das Vorgestern verteidigt

Nebebei: Auch Taxiunternehmen sind ausnahmslos auf Gewinn ausgerichtet

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malcom1 10.04.2019, 18:11
43. Uber & Co.

Diese "Sharing" Firmen suchen sich nur die lukrativen Rosinen aus dem Markt. Und für den Rest soll der Staat = "Steuerzahler" aufkommen. Wie kann es sein (ist aber leider so) das diese Firmen jahrelang Geld verbrennen um andere aus dem Markt zu verdrängen. Weil Geldgeber sich ein lukratives Geschäft versprechen wenn andere dann plattgemacht gemacht wurden. Und dies ergibt dann ein Monopol. Taxifahrer haben kein Monopol, es sind zum größten Teil Einzelkämpfer und können keine Preise absprechen da diese festgelegt sind. Auch habensie andere Kosten für Uber Freizeitfahrer.

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rst2010 10.04.2019, 18:12
44.

Zitat von Objectives
Kann den Unmut der Taxigewerbenden sehr gut verstehen, aber für den Kunden ist mehr Wettbewerb einfach nur wunderbar. Und da ich kein Taxifahrer bin, sondern Kunde, kann es mit der Lockerung der Regeln für Uber und Co. gar nicht schnell genug gehen!
die kunden haben in vielen jahren diese regeln durchgesetzt (mit vielen beschwerden und anzeigen), die das fahren mit taxi so 'teuer' machen. sollen fahrer und unternehmen nicht unter der armutsgrenze leben, müssten mehr damit fahren oder die preise gewaltig steigen.
also zuerst erzwingen, dass die tarife schön hoch sind, und dann sagen, leck mich, die anderen fahren billiger. das nennt man schäbig.

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rst2010 10.04.2019, 18:13
45.

Zitat von redepest
Das ist zum Lachen theoretisch! Versuchen Sie das mal, Sie werden Staunen, was man dabei erleben kann.
dann beschweren sie sich bei der zuständigen behörde, anruf genügt, und der fahrer war fahrer.

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siegfried_richard_albert 10.04.2019, 18:14
46. Uber der Heilsbringer

Es ist interessant, wie viele meinen, Uber wäre besser als die Taxis. Wissen die auch, daß die günstigen Preise nur mit den Milliarden Verlusten von Uber möglich sind. Spätestens, wenn bei Uber das Geld ausgeht, müssen Sie dicht machen oder die Preise stark erhöhen. Ich denke ersteres.

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objektivbetrachtet 10.04.2019, 18:15
47.

Die Foristen hier sind interessant, aus Kundensicht soll alles nur billig sein, aber wie das zustande kommt ist egal.
Jeder Landkreis, jede Stadt legt den Taxitarif fest, die Unternehmen haben damit nichts zu tun. Der Tarif kann auch gerne über Jahre gleich bleiben, obwohl Treibstoff, Versicherungen und Personalkosten steigen.

Selbstständige oder Familienbetriebe haben keine immensen Rücklagen um den mit aller Macht in den Markt drängende Großunternehmen Paroli zu bieten.
Aber das interessiert ja keinen Kunden der mal zum Flughafen oder Hotel gebracht werden will, aber evtl Lieselotte die alle zwei Tage gerne mit dem bekannten Ortstaxi zur Dialyse fährt und die familiäre Atmosphäre schätzt.

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Humboldt 10.04.2019, 18:37
48. Darum geht es nicht

Zitat von muellerthomas
Alles richtig - aber glauben Sie ernsthaft, die Lebensverhältnisse waren vor der industriellen Revolution besser?
Nein, aber die Disruption mit der industriellen Revolution verschaerfte die Not von weiten Teilen der Bevoelkerung und die moerderische Kinderarbeit erheblich. Wir reden bei der unmittelbaren vorindustriellen Zeit vom ausgehenden 17. Jhr. und nicht vom Fruehmittelalter um 1000 n., Chr..

Und natuerlich hat die industrielle Revolution langfristig enormen und bisher ungekannten Wohlstand, Gesundheit, Partizipation und Lebensqualitaet fuer die allermeiste Bevoelkerung in den westlichen Demokratien gebracht, aber der Weg dahin war in der Disruption unmenschlich und grausam.

Als heutige Zivilisationsstufe sind auch grosse Veraenderung ohne solch eine unmenschliche Disruption gestaltbar. Dafuer setze ich mich ein und moechte dies vorschnellen Ratgebern entgegenhalten, die glauben, ohne Disruption keine Veraenderung. Das halte ich fuer einen gefaehrliche These und dient nur einer kleinen Minderheit als Argument, welche immer an solchen Disruptionsprozessen gewinnen, ohne selber den Preis zu zahlen.

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Humboldt 10.04.2019, 18:43
49. Uber & Co kanibalisieren den Nahverkehr

Zitat von cinci
Zitat: "Der vom Autor angesprochene negative ÖPNV-Aspekt ist in den USA durch Über & Co ist erwiesen. " Dieser Artikel hier zeigt, dass die Antwort nicht ganz so einfach ist: https://www.citylab.com/transportation/2018/10/uber-enemy-or-ally-public-transit/573196/ Der Effekt von Uber kann durchaus auch bedeuten, dass Menschen die "last mile" bis zur ÖPNV-Station mit Uber/Lyft bewältigen und deshalb weg vom Privat-PKW kommen - also eigentlich ein gewünschter Effekt. Abgesehen davon hatte der ÖPNV in NYC z.B. auch schon vor Uber wirkliche Probleme - das lag aber eher an den völlig veralteten Systemen, Bahnen und dem insgesamt grottig schlechten Service. Und trotzdem fahren jeden Tag 5,8 mio Menschen damit.
Zu New York kann ich nichts sagen. Aber fragen Sie mal die Sprecherin der BART San Francisco, welche verheerenden Auswirkungen Uber & Co auf den Nahverkehr und die Finanzlage des mustergueltigen Nahverkehrs hatte. "Sie kommen nie wieder dahin zurueck", sagte sie, um die Europaeer zu warnen, Uber so einfach zu zulassen. Die Oeko-Bilanz ist uebrigens ebenfalls verheerend, da nicht etwa weniger Autoverkehr generiert wird, sondern der Nahverkehr kanibalisiert. Uber, Koch und Co geben enorme versteckte Geldmengen aus, um den Ausbau von Nahverkehrsnetzen in aller Welt zu torpedieren, und Uber und Co zu zulassen. Erinnert sehr an General Motors und der Strassenbahnskandal in den 30er.

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