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Technikinnovationen im Landbau: Nie wieder bücken!
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Mähmaschinen mit Autopilot, Trecker mit Elektroantrieb: Die Landbau-Fachmesse "Agritechnica" beschäftigen ähnliche Themen wie die Autobranche - mit größerer Wirkung: Neue Technologien wie Jätroboter könnten das Pestizidproblem lösen.

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Augustusrex 09.11.2019, 11:09
1. Fantastische Möglichkeiten

Leider sind viele der Maschinen so groß und damit sicher auch so teuer, dass der Einsatz nur für Riesenfelder von Großagrariern lohnend und wirtschaftlich sein wird. Wenn ich so bedenke, wie noch in meiner Kindheit die Bauern die Getreideernte einbrachten. Das ging los mit dem Mähbinder. Der wurde meist schon von einem Zetor-Traktor gezogen, manchmal aber auch von den Pferden. Der hat das Getreide geschnitten und zu Garben gebunden. Diese wurden mit der Hand zu Puppen aufgestellt, damit das Getreide nicht feucht wurde. Dann wurden die Garben auf die Pferdewagen geladen, natürlich mit der Hand. Die Fuhre wurde in den Ort zur Dreschmaschine gefahren. Die arbeitete in der Saison bis tief in die Nacht um das Getreide auszudreschen. Das Stroh wurde zu Ballen gepresst, die Spreu wurde in den geschlossenen Spreuwagen geblasen. und das Getreide wurde in Säcke abgefüllt. Das typische Geräusch der Dreschmaschine habe ich heute noch in den Ohren. Diese Maschine wurde am Anfang vermittels eines Transmissionsriemens von einem Lanz-Bulldog angetrieben. Später dann hatte sie einen Elektromotor. Natürlich waren viele Menschen an der Maschine beschäftigt. Für uns als Kinder war das Ganze aufregend. Wir durften mithelfen und wurden auch von den Erwachsenen akzeptiert. Später dann kamen die ersten Mähdrescher und der Spaß war vorbei. Es ist schon toll, um wieviel einfacher das heute alles geht und wieviel leichter das für den Landwirt geworden ist.

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frenchie3 09.11.2019, 11:43
2. @1 Erlauben Sie zu Widersprechen

Zu teuer? Alles relativ. Da man das Unkraut rupfen, im Gegensatz zur Ernte, nicht ungefähr zum gleichen Zeitpunkt machen muß wie der Feldnachbar können hier mehrere Landwirte in eine Maschine investieren. Auch Verleihfirmen kommen mit geringeren Investitionen aus als beispielsweise bei Mähdreschern. Vom ökologischen Standpunkt ohnehin top. Wo kann ich "gefällt mir" antippen?

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damianschnelle 09.11.2019, 12:32
3. Da

Da hört sich erst mal vieles toll an und ist sicher auch für die Effizienz gut. Nur werden die Geräte immer größer und schwerer. Die Auswirkungen sind auf den Feldern zu sehen und die Straßen rund um die zu bearbeitenden Felder sind dafür nicht ausgelegt und werden so binnen weniger Jahre zerstört. Auf den Kosten bleiben die Straßenbaulastträger sitzen. Die großen Landwirtschaftsbetriebe interessiert das nicht im geringsten.

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frenchie3 09.11.2019, 12:55
4. @3 Wenn das auf dem Foto

der Apparat ist dürfte das Gewicht maximal das eines Mittelklassewagens sein. So der überhaupt auf die Straße dürfte und nicht auf einem Hänger oder hinter den Traktor muß. Ich vermute jetzt mal daß man auf dem gesamten Straßennetz nicht mehr davon finden wird als Autos in einer Kleinstadt. Das bißchen Schaden für die Straßen gegen den Umweltschutz gerechnet, wie wird das wohl ausgehen?

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Augustusrex 09.11.2019, 13:40
5. Ja gut,

Zitat von frenchie3
Zu teuer? Alles relativ. Da man das Unkraut rupfen, im Gegensatz zur Ernte, nicht ungefähr zum gleichen Zeitpunkt machen muß wie der Feldnachbar können hier mehrere Landwirte in eine Maschine investieren. Auch Verleihfirmen kommen mit geringeren Investitionen aus als beispielsweise bei Mähdreschern. Vom ökologischen Standpunkt ohnehin top. Wo kann ich "gefällt mir" antippen?
natürlich ist Verleih möglich, aber was machen Sie mit der Größe der Maschinen wenn Felder in Handtuchgröße zu bearbeiten sind? Der Unkrautzupfer ist ja noch eines der kleineren Geräte hier.

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M. Vikings 09.11.2019, 14:02
6. Die Erwachsenen waren froh.

Zitat von Augustusrex
Wir durften mithelfen und wurden auch von den Erwachsenen akzeptiert. Später dann kamen die ersten Mähdrescher und der Spaß war vorbei. Es ist schon toll, um wieviel einfacher das heute alles geht und wieviel leichter das für den Landwirt geworden ist.
Immerhin haben die Kinder dafür gesorgt,
dass der Betrieb lief und die Ernteausfälle minimiert wurden.
Ich denke daran auch gern zurück.
In den 60ern fiel dann auch das ein oder andere 50 Pfennig Stück ab.

Aber immer daran denken,
heute würden wir da von Kinderarbeit reden.
Wir haben das freiwillig gemacht, weil es auch Spaß gemacht hat.
Meine Cousinen und mein Kumpel, die Eltern waren Bauern,
hatten nicht die Wahl.
Die wurden nicht gefragt, auch außerhalb der Erntezeit nicht.
Für die bedeutete jede Maschine auf dem Hof mehr Spaß.

Von Anfang der 50er Jahre sank der landwirtschaftliche
Erwerbstätigenanteil fast kontinuierlich,
von 24 Prozent auf im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts
nur noch knapp 2 Prozent.

Arbeit gab es damals, außer im Winter, immer zuviel.
Die wenigsten hatte damals genug Personal,
um die Höfe ohne die Familie zu bewirtschaften.

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frenchie3 09.11.2019, 19:40
7. @5 Eine interessante Frage

Zitat: "....wenn Felder in Handtuchgröße zu bearbeiten sind?". Natürlich wird man eines Tages auch Versionen für den Balkonkasten bauen, die Miniaturisierung schreitet ja überall mit Riesenschritten voran. Bis dahin wird man sich damit begnügen müssen daß solche Geräte von Profis eingesetzt werden die, zumindest nach den Ergebnissen meiner Websuche zu 99,89 Prozent wenigstens picknickdeckengroße Felder haben.

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damianschnelle 09.11.2019, 20:14
8. @frenchie3

Sie sollten sich vielleicht mal alle dargestellten Maschinen anschauen. Es geht hier nicht nur um die eine kleine niedliche zum Unkrautzupfen. Und ich weiß wovon ich rede, aus eigener Erfahrung.

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frenchie3 09.11.2019, 21:15
9. @8 Na isses wahr? :-)

Sehen Sie sich mal Post 5 an auf den ich geantwortet habe, grins

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